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Received before yesterday4 - 德语区数字人文研究协会博客(DHd-Blog)

Betreuungskompetenz gezielt stärken: Chancen und Herausforderungen in den digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften

2026年5月18日 19:44

Diese dreiteilige HERMES-Veranstaltungsreihe richtet sich an Betreuende von Qualifikationsarbeiten (Bachelor, Master, Promotion) im Bereich der digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Reihe ist modular aufgebaut und jede Veranstaltung kann unabhängig besucht werden – ideal für eine gezielte, flexible und praxisnahe Weiterbildung im Alltag im Austausch mit Expert*innen.

Den Auftakt der Reihe bildet eine Veranstaltung zum Thema „Hochleistungsrechnen“, gefolgt von zwei Podiumsdiskussionen zu den Themen „GLAM“ und „Interdisziplinarität“. Hierbei kommen Vertreter*innen von Hochschulen und dem GLAM-Bereich (Galleries, Libraries, Archives, Museums) in unterschiedlicher Zusammensetzung miteinander ins Gespräch, diskutieren verschiedene Thesen und eröffnen Reflexionsräume. Die Teilnehmer*innen gewinnen durch den Besuch der Veranstaltungen neue  Perspektiven zu aktuellen Themen, die sie in die Betreuung und Beratung ihrer Studierenden und Promovierenden einbringen können. Raum für Fragen und eine offene Diskussion wird bei allen Veranstaltungen gegeben.

Die Veranstaltungen finden online statt, eine Registrierung ist über die einzelnen Veranstaltungsseiten möglich.

High Performance Computing (HPC) nutzen: Anja Gerbes und Dr. Sabine Bartsch

08.06.2026, 18-20 Uhr

Nach einer Roadshow von Anja Gerbes zu High Performance Computing des NHR, berichtet Dr. Sabine Bartsch von ihren Erfahrungen des Dienstes in Forschung und Lehre.

https://hermes-hub.de/aktuelles/events/betreuenden-ws-hpc-2026-06-08.html 

GLAM als Partner der Wissenschaft verstehen: Prof. Dr. Felix Schäfer, Konstantin Freybe, N.N.

16.07.2026, 18-19:30 Uhr

In der Podiumsdiskussion sprechen Vertreter*innen des GLAM-Sektors und Hochschullehrende über Angebote und Forschung an GLAM-Einrichtungen  sowie der gemeinsamen Betreuung von Qualifiaktionsarbeiten.

https://hermes-hub.de/aktuelles/events/betreuenden-ws-glam-als-partner-2026-07-16.html

Interdisziplinäre Qualifikationsarbeiten betreuen: Prof. Dr. Anna Neovesky, Dr. Shumon T. Hussain, Dr. Anna Froese

17.09.2026, 18-19:30 Uhr

Die eingeladenen Vertreter*innen aus der Wissenschaft diskutieren ihre Erfahrungen in Hinblick auf interdisziplinäres Arbeiten und deren  Betreuung.

https://hermes-hub.de/aktuelles/events/betreuenden-ws-interdisziplinarit%C3%A4t-2026-09-17.html 

Neues Whitepaper zum Thema Fuzzyness & Wobbliness im NFDI4Objects Community Hub

2026年5月4日 15:33

Die NFDI4Objects TWG Community-Standards for modelling fuzziness & wobbliness in research data using Semantic Web technologies and formalisms (FuzzyWobblySW) hat ein neues Whitepaper veröffentlicht, das die Begriffe Unsicherheit, Vagheit und „Fuzzyness & Wobbliness” aus Sicht der Arbeitsgruppe definiert.

Das Dokument vergleicht und fasst gemeinschaftlich entwickelte Arbeitsdefinitionen der TWG  zusammen. Ziel ist ein gemeinsamer begrifflicher und modellierungstechnischer Rahmen. Durch Klärung der Konzepte und Darstellung von Modellierungsstrategien (z. B. probabilistische Ansätze, graduelle semantische Abbildungen, Wikibase-Implementierungen) trägt die Arbeit zu transparenteren, interoperableren und FAIR-konformen Lösungen für unsichere, unpräzise oder mehrdeutige Informationen in Kulturerbe-Wissensgraphen bei.

Das Whitepaper kann im Rahmen des NFDI4Objects-Commons-Prozess bis 28. Mai 2026 kommentiert werden! Wir freuen uns auf Euer Feedback!

Forschungsdaten im Zentrum: Ewig währt am längsten

2026年4月15日 21:38

Ein partizipativer Workshop der Initiative „Datenzentrum – wissenschaftliche Konzeption und Ausgestaltung“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)

Berlin, 25. und 26. Juni 2026; Akademiegebäude am Gendarmenmarkt; Einstein-Saal


Der Wert geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten für Wissenschaft und Gesellschaft ist nicht zuletzt durch den laufenden Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) offensichtlich geworden. Zentrale Fragen nach dem dauerhaften Betrieb vertrauenswürdiger Datenrepositorien und der langfristigen Verfügbarkeit der aggregierten Inhalte sind jedoch weiterhin offen.

Vor diesem Hintergrund lädt die Initiative „Datenzentrum – wissenschaftliche Konzeption und Ausgestaltung“ der BBAW zu einem zweitägigen Lunch-to-Lunch-Workshop ein. Diese 2025 eingerichtete Initiative erarbeitet ein Konzept für die organisatorischen und technischen Grundlagen für ein leistungsfähiges, zertifiziertes Repositorium und dessen infrastrukturelle Einbindung innerhalb der BBAW. Darauf aufbauend wird die Akademie ab 2028 ein eigenes Datenzentrum betreiben. Dessen Hauptaufgaben werden die Aggregation, Verfügbarhaltung und Archivierung von Forschungsdaten, Software und Diensten aus den Vorhaben und Projekten der Akademie sein. Darüber hinaus ist eine Öffnung des Repositoriums für externe Datengeber:innen vorgesehen.

Im Workshop werden anhand von Impulsvorträgen die unterschiedlichen Perspektiven aus Sicht von Forschung, Bibliothek, Archiv und IT reflektiert. Anschließend bieten verschiedene Thementische die Möglichkeit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit spezifischen Fragen, von der technischen Einrichtung nachhaltiger Infrastrukturen zwischen quelloffenen und kommerziellen Lösungen bis hin zum Einsatz sog. Künstlicher Intelligenz samt deren ethischen Herausforderungen.


Um Anmeldung wird gebeten unter: www.bbaw.de/veranstaltungen/veranstaltung-workshop-datenzentrum-2026

Nähere Informationen zum Programm: https://datenzentrum.bbaw.de/veranstaltungen/workshop-2026. Die Seite befindet sich im Aufbau und wird fortlaufend aktualisiert.

Ringvorlesung „Digital Humanities im Fokus“

作者Erik Renz
2026年4月5日 17:35

Im Sommersemester 2026 wird die Ringvorlesung „Digital Humanities im Fokus: Methoden, Anwendungen und Perspektiven“ an der Universität Rostock fortgesetzt. Die Veranstaltung wird von der Juniorprofessur für Digital Humanities in Kooperation mit dem Rostocker Arbeitskreis Digital Humanities (RosDH) organisiert.

Die Vorträge finden im hybriden Format statt. Eine vorherige Anmeldung für die einzelnen Termine ist nicht erforderlich.

Programm für das Sommersemester 2026:

13.04.2026
Julia Hintersteiner, Dr. Alan van Beek und Dr. Katharina Zeppezauer-Wachauer (alle drei Universität Salzburg)
Die Evolution der Mittelhochdeutschen Begriffsdatenbank

27.04.2026
Prof. Dr. Franz Fischer (Università Ca’ Foscari di Venezia)
Unreadable, Unstable, Uneditable – Critical, Genetic, and Constellational Editions of Difficult Texts and Their Transmission

18.05.2026
Dr. Bart Holterman und Dr. Angela Huang (beide FGHO)
Ein NER-Schema für die Hanseforschung: Überlegungen und Herausforderungen

01.06.2026
Hellmut Braun (Universität Rostock), Dr. Anne Gessing (Universität Bonn), Karsten Labahn und Robert Stephan (beide UB Rostock)
Künstlike Werltspröke und Eyn schön rimbökelin. Digitale Edition mittelniederdeutscher Spruchsammlungen des 16. Jahrhunderts

15.06.2026
Jannik Franz, Tim Kuhlmann und Marie Luise Voß (alle drei hmt Rostock)
„Between Two Worlds“ – Hybride Musikedition am Beispiel der Erich Wolfgang Korngold Werkausgabe

06.07.2026
Dr. Frederike Neuber und Tim Westphal (beide BBAW)
Wer hat hier ediert? Autorschaft, Transparenz und Dokumentation in maschinell unterstützten Editionsprozessen

Veranstaltungszeit

Immer montags an den ausgewiesenen Terminen, ab 17:15 Uhr.

Kontakt

Bei Fragen zur Ringvorlesung wenden Sie sich gerne an das Team der DH-Juniorprofessur: phf.dh@uni-rostock.de.

Weitere Informationen finden Sie fortlaufend aktualisiert auf den Seiten des RosDH: https://www.germanistik.uni-rostock.de/forschung/digital-humanities/rosdh/ringvorlesung/2026/.

Organisation: Ulrike Henny-Krahmer und Erik Renz.

Lost & Found auf der DHd 2026

作者Marius
2026年3月20日 20:57

Im Februar 2026 hatte ich die Gelegenheit, mithilfe des Early Career Reisestipendiums an der DHd 2026 teilzunehmen. Mein herzlicher Dank gilt CLARIAH-AT, ohne deren Unterstützung meine Teilnahme nicht möglich gewesen wäre. Ebenso danke ich den Organisator*innen für diese beeindruckende Konferenz.

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Was passiert, wenn man als „Super Early Career Researcher“ mitten im Masterarbeitsstress zum ersten Mal eine mehrtägige wissenschaftliche Konferenz besucht? Man lernt eine Menge. Über das Fach, über die Community – und über sich selbst. Vor allem aber lernt man, dass man noch nicht so recht weiß, wie der Hase läuft. Oder wann er in welchem Raum sitzt.

Die DHd 2026 stand unter dem Titel „Nicht nur Text, nicht nur Daten“ und war meine erste mehrtägige wissenschaftliche Konferenz. Eine Teilnahme an vorherigen Konferenzen war aufgrund mangelnder Finanzierung bisher nicht möglich gewesen. Nun war die Freude umso größer, nicht nur dabei zu sein, sondern auch ein Poster zu präsentieren, das im Rahmen des Projekts „AlgorithMIX#DDR“ gemeinsam mit Jannis Klähn, Pauline Graf und Anja Neubert entstanden ist. 

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Eine erste Konferenzteilnahme ist weniger ein einzelnes Event als vielmehr eine Mischung aus geballtem Input, Abenteuerreise, sozialem Experiment, und Improvisationstheater. Vor dieser Erkenntnis war ich erst mal eins: aufgeregt.

Um herauszufinden, ob es nur mir so ging oder ob es zum akademischen Initiationsritus dazugehört, habe ich auf der Konferenz mit Kolleg*innen gesprochen, die an ganz unterschiedlichen Punkten ihrer akademischen Laufbahn stehen: Philipp Sauer, Katja Liebing, Franziska Naether und Uwe Kretschmer. Ihre Stimmen begleiten diesen Text.

Phase 1: Bevor es losging

Lange war unklar, ob ich die Konferenz organisatorisch überhaupt bewältigen würde. Deadlines, Datenauswertung, Textproduktion im Rahmen der Masterarbeit – und dazwischen die Frage: Wien? Hinzu kam die finanzielle Unsicherheit. Ich war nur für zwei Monate im Projekt angestellt und hatte während der Konferenz keine feste Stelle, über die Reisekosten hätten abgerechnet werden können. Also stand die ganz praktische Frage im Raum: Wenn ich das Stipendium nicht bekomme, zahle ich das alles privat?

Mit der Bestätigung des Erhalts des Reisekostenstipendiums hatte sich letztere Frage erfreulicherweise erübrigt. Allerdings hatte ich naiverweise vermutet, ein angenommener Beitrag bedeute automatisch eine Teilnahme. Turns out: dem ist nicht so. Dass man auch mit eigenem Poster eine Teilnahmegebühr entrichten muss, war meine erste kleine Konferenzerkenntnis. Als ich später den enormen Aufwand auf der Konferenz gesehen habe, habe ich sofort verstanden, weshalb das so ist. Die zweite: Workshops sind schneller ausgebucht, als man „Anmeldeportal“ sagen kann.

Und dann die sozialen Fragen: Wie läuft das mit der Verpflegung? Mit wem verbringe ich die Pausen? Wird man alleine mit der Kaffeetasse in der Ecke stehen? Was macht man abends nach den inhaltlichen Parts?

Glücklicherweise wurde mir von Weggefährt*innen der Computational Humanities Gruppe der Uni Leipzig sowie von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig früh signalisiert, dass ich mich an die Leipziger Gruppe „dranhängen“ könne. Dass solche Angebote kein Zufall sind, wurde mir erst im Gespräch mit Franziska klar: Sie sieht es mittlerweile als Teil ihrer Rolle als Hochschullehrerin, jüngere Kolleg*innen mitzuziehen, zu vernetzen und in die Community einzuführen. Es gibt also auf der anderen Seite Leute, die genau das bewusst ermöglichen – auch wenn man das als Neuling erst mal gar nicht so mitbekommt.

Trotzdem blieb das Grundgefühl: Ich bin hier neu. Und ich habe keine Ahnung, wie das hier funktioniert.

Phase 2: Lost in Wien

Das Zurechtfinden in den pompösen Hallen der Universität Wien gestaltete sich als eine Art interaktive Schnitzeljagd. So war ich mehr als einmal zur falschen Zeit am falschen Ort – was, wie ich mir sagen ließ, auch erfahreneren Personen passiert.

Aber nicht nur räumlich musste ich mich orientieren. Zwischen Panels, Tracks, Präsentationen und Kaffeepausen versuchte ich parallel, Interviewpartner*innen für diesen Bericht zu gewinnen – immer mal wieder mit Aufnahmegerät und der leisen Frage: „Entschuldigung, hätten Sie vielleicht kurz Zeit?“ Das hat dank der offenen Community eigentlich recht gut funktioniert. Und in genau diesen Gesprächen wurde mir schnell klar: Das Gefühl des Lost-Seins ist nicht unbedingt individuelles Scheitern (auch wenn ich sicherlich an manchen Punkten besonders lost war und mir die ein oder andere Information vorher hätte einholen können), sondern gehört als Super Early Career Researcher quasi dazu.

Philipp erinnerte sich an seine erste DHd und beschrieb genau das, was auch mich beschäftigte: „Wo stelle ich mich in den Pausen hin? Mit wem rede ich jetzt? Wen spreche ich nach einem Vortrag an?“ Inzwischen sei es für ihn entspannter – man kenne Gesichter, werde selbst erkannt und fühle sich weniger verloren unter mehreren hundert Wissenschaftler*innen.

Was nicht gänzlich neu war, aber mir positiv auffiel: die lockere Stimmung. Ich hatte mehr akademische Stiffness erwartet wie Titel-Overkill und formelle Distanz. Stattdessen erlebte ich eine offene, wertschätzende Atmosphäre. Auch Katja erzählte, dass sie das Duzen und die Lockerheit anfangs überrascht hätten. Sie kommt aus der Geschichtswissenschaft und konnte durch den direkten Vergleich mit nicht-DH-Konferenzen bestätigen: Der Ton bei den DH sei deutlich entspannter. Uwe brachte es auf den Punkt: Die DH-Community sei einfach eine „Wohlfühl-Community“. Vielleicht liegt das an dem, was diese Community auszeichnet: Interdisziplinarität, eine gewisse Offenheit für Neues und das Bewusstsein, dass hier vieles noch im Wandel ist.

Und so wurde aus dem anfänglichen Lost-Sein nach und nach ein Zurechtfinden. Was mich allerdings nicht davon abhielt, beim Poster in leichte Panik zu geraten. Während ich mich am Mittwoch in der Kaffeepause noch mit Raumplänen arrangierte und versuchte, mich für einen der kommenden Inputs zu entscheiden, merkte ich, dass einige ihre Poster bereits aufhingen. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung, dass die Position des Posters strategische Relevanz besitzen könnte – aber es leuchtete mir schnell ein. Also lief ich in schnellem Schritt kurzerhand zurück zur Unterkunft, holte mein Poster und hing es auf. Leicht außer Atem und etwas zu spät zum nächsten Vortrag, aber das Poster hing.

Dann kam die nächste Überraschung. Im Laufe der Konferenz wurde ich mehrmals gefragt: „Machst du auch beim Poster-Pitch mit?“ Ich beantwortete die Frage recht selbstverständlich mit „Ja“, denn ich dachte, das gehört halt dazu. Daraufhin wurde mehrfach hinterhergeworfen: „Wow, mutig! Weißt du, was da auf dich zukommt?“ Ich hatte an eine kurze Vorstellung des Posters und des Projekts gedacht. Dann wurde mir erklärt, dass einige Teilnehmende aufwändige Performances planten. Kostüme wurden angedeutet. Dramaturgische Elemente. Große Gesten. Ich hatte mich für einen kurzen, pointierten Input entschieden – und begann kurz zu zweifeln, ob „ruhig sprechen und hoffen“ als Strategie ausreichen würde.

Was ich ebenfalls nicht realisiert hatte: Die Pitches fanden in einem vollen Audimax statt.

Nachdem ich meinen Pitch mit wackligen Beinen und leicht zittriger Stimme über die Bühne gebracht hatte, und den teils wirklich beeindruckenden Performances zusehen durfte, stand noch die Poster-Session an. In unserem Poster haben wir versucht, darzustellen, wie die DDR auf TikTok verhandelt wird – unter Bedingungen algorithmischer Kuratierung und eingeschränkter Sichtbarkeit. Im Zentrum stand ein hybrider Zugang, der qualitative Videoanalyse mit API-basierten Metadaten-Auswertungen kombinierte. Ziel war es, erinnerungskulturelle Diskursstrukturen unter plattformspezifischen Bedingungen sichtbar zu machen und zugleich die methodischen Grenzen datenbasierter Forschung auf TikTok für die Geschichtswissenschaften kritisch zu reflektieren. In der Session hatte ich das Gefühl, viele bereichernde Gespräche mit interessierten Personen zu führen. So gab es immer wieder spannende Anmerkungen und Diskussionen rund um die wissenschaftliche Zugänglichkeit von TikTok und anderen Social Media Plattformen, Menschen konnten mit eigenen (oder elterlichen) DDR-Erfahrungen inhaltlich anknüpfen oder es gab Nachfragen zur konkreten Umsetzung des Mixed-Methods-Ansatzes. So ging die 1,5-stündige Session vorbei wie im Flug.

Phase 3: Surrealismus im Rathaus

Abends habe ich es dann doch noch ins Rathaus geschafft – den feierlichen Empfang, für den ich mich fast nicht angemeldet hätte. Bei den Räumlichkeiten fragte ich mich: „Ist das bei diesen DH-Tagungen eigentlich immer so, dass die Decken ungefähr 500 Meter hoch sind und überall Kronleuchter hängen?“

Katja, die schon mehrere DHd-Konferenzen erlebt hat, äußerte sich genau zu dieser Faszination für die unterschiedlichen Austragungsorte: In Bielefeld sei die Tagungsparty in einem alternativen Club gewesen, in Wien gebe es Empfang im Rathaus. Diesen unterschiedlichen Vibe je nach Organisation und die unterschiedlichen Regeln und Erwartungen, die im Hintergrund mitschwingen – das finde sie mit das Spannendste an den Konferenzen.

Noch in Gedanken bei den Kronleuchtern, begann auf einmal die Preisverleihung. Und plötzlich erschien mein Name auf der Leinwand: 3. Platz für den besten Poster-Pitch. Noch voller Begeisterung wurde ich ein zweites Mal auf die Bühne gebeten – einer der zwei 1. Plätze für das beste Poster.

Das stand auf keiner meiner inneren Bingo-Karten für 2026. Auf dieser Bühne zu stehen, vor all diesen Menschen – das war einer dieser Momente, die sich leicht zeitversetzt anfühlen. Kurz hatte ich Angst, spontan ins Mikrofon sprechen zu müssen. Glücklicherweise blieb mir das erspart.

Da wenige Wochen zuvor noch überhaupt nicht klar war, ob ich an dieser Reise überhaupt teilnehmen kann, war ich diesem Moment vor allem dankbar, dass mir die Erfahrung im Rahmen des Stipendiums ermöglicht wurde.

Was bleibt?

Franziska erzählte mir von einem augenzwinkernden Drei-Phasen-Modell wissenschaftlicher Konferenzen eines erfahrenen Kollegen: Phase 1 – man kennt niemanden und ist begeistert. Phase 2 – man kennt viele und freut sich aufs Wiedersehen. Phase 3 – man kennt zu viele und möchte manche gar nicht mehr wiedersehen.

Ich befinde mich wohl in Phase 1. Mit vorsichtiger Hoffnung auf Phase 2 – und dass ich darin einfach für immer verweilen kann. Uwe, der seit 2016 auf jeder DHd war, beschrieb das Wiedersehen so: Man treffe Leute einmal im Jahr nur auf dieser Konferenz, und trotzdem fühle es sich an, als hätte man sich gestern erst gesehen. Man komme sofort wieder ins Gespräch. Darauf freue ich mich.

Auch wenn meine Fokusrichtung – die Computational Social Sciences – auf der Konferenz weniger vertreten war, habe ich inhaltlich viel mitgenommen. Gerade das Eintauchen in benachbarte oder weniger vertraute Themenfelder erwies sich als erkenntnisreich. Uwe beschrieb Konferenzen als konzentrierte Zusammenstellung der aktuellen DH-Forschungslandschaft – als jährliches Update.

Und meine Sorge, häufig lost irgendwo herumzustehen? Sie hat sich erstaunlich selten bestätigt.

Vielleicht gehört ein gewisses Maß an Orientierungslosigkeit zur ersten Konferenz dazu. Vielleicht ist dieses Gefühl kein Zeichen dafür, dass man nicht dazugehört – sondern ein Zeichen dafür, dass man gerade beginnt, Teil dieser Community zu werden.

Ich bin immer noch Super Early Career Researcher. Und ich werde vermutlich auch auf den nächsten Konferenzen in einigen Situationen nicht genau wissen, wann ich wo hin muss und mit wem ich reden soll.

Aber ich weiß jetzt: Das ist okay. Und ich komme damit klar.

„Ceci n’est pas un texte.“* – Mein Rückblick auf die DHd 2026 in Wien

2026年3月20日 19:17

Fast 600 Menschen kamen zur DHd 2026 unter dem Motto „Not only text, not only data“ an einer der ältesten Universitäten des deutschsprachigen Raums zusammen – und damit zugleich in einer Stadt, in der Kaffeehäuser seit 2011 zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe zählen. In fünf Tagen bot die Konferenz eine Mischung aus Workshops, Panels und Postern – einige davon sind mir besonders in Erinnerung geblieben und stehen in diesem Blog-Post noch einmal kurz im Mittelpunkt.

Workshops: Experimentieren, Annotieren, Automatisieren

Wie für die DHd üblich, fanden an den ersten beiden Tagen Workshops statt – insgesamt 18 an der Zahl. Am Montag entschied ich mich für den Workshop „Beyond the Cloud: Democratizing GPU Access for the Digital Humanities with DHInfra.at“, der von Forschenden der Universität Graz und der Universität für Weiterbildung Krems ausgerichtet wurde. Vorgestellt wurde mit DHInfra ein Forschungsinfrastrukturprojekt, das GPU-Ressourcen bereitstellt, um lokale Hardwaregrenzen und Abhängigkeiten von kommerziellen Cloudlösungen zu überbrücken.

Im Workshop erhielten die Teams Zugriff auf DHInfra und arbeiteten mithilfe von Jupyter Notebooks und Large Language Models an der Bereinigung eines historischen Datensatzes mit fehlerhafter OCR. Das Vorgehen war dreistufig angelegt: Zunächst ging es um reines Prompt Engineering, anschließend um das Feinjustieren der Modellparameter, und in einem dritten Schritt wurden synthetische Beispiele erzeugt, um die Genauigkeit weiter zu steigern. Ein gewisser Gamification-Aspekt durfte dabei nicht fehlen: Eine fortlaufend aktualisierte Bestenliste wurde an die Wand projiziert, auf der sich insbesondere Team Fish, Death to AI und Team 1234 ein enges Rennen lieferten.

Am Dienstag nahm ich am Workshop „Film- und Videoanalyse mit VIAN & TIB-AV-A – Grundlagen, Anwendungen und Schnittstellen“ teil. Dabei wurden mit VIAN und TIB-AV-A zwei Tools vorgestellt und praktisch angewendet, die unterschiedliche Möglichkeitsräume in der Arbeit mit Video als Daten eröffnen. Während VIAN als manuelles Annotationstool stärker an klassische filmwissenschaftliche Arbeitsweisen anknüpft und „Annotation als Schule des Sehens“ greifbar macht, eröffnen automatisierte Verfahren wie TIB-AV-A ganz andere analytische Potenziale.

Der zweite Teil des Workshops widmete sich genau diesen Verfahren: Die Teilnehmenden konnten unterschiedliche Methoden der automatisierten Filmanalyse selbst erproben. TIB-AV-A bietet dabei ein breites Spektrum an Funktionen – von Emotionserkennung über Farbanalyse bis hin zur Objektklassifikation. Insgesamt war der Workshop so aufgebaut, dass auch Einsteiger:innen den Weg von der manuellen Annotation hin zur automatisierten Analyse nachvollziehen konnten und ein Gefühl dafür entwickelten, wann ein minimalistisches Tool wie VIAN und wann ein eher umfassendes System wie TIB-AV-A sinnvoll eingesetzt werden kann.

Von Data Selfies, Data Jewellery zu Data Ghosts – Opening Keynote von Miriah Meyer

Eröffnet wurde die Konferenz mit einer Keynote von Miriah Meyer. Sie ist Professorin am Fachbereich Wissenschaft und Technologie der Universität Linköping. Ihre Keynote trug den Titel Data As ___: Exploring the Plurality of Data in Visualization und bot einen Überblick über Konzepte, die Visualisierung und Daten zusammendenken.

Der Begriff „Data“ stand dabei als roter Faden im Vordergrund und wurde unterschiedlich gefasst: Data as Input, Data as Ground Truth, Data as Entangled und Data as Design Material. Sie machte zudem deutlich, dass Daten auch persönlich sind, und stellte eine Reihe von Projekten vor, an denen sie selbst beteiligt war – unter anderem mit Jugendlichen als Zielgruppe. Mit ihnen erprobte sie Methoden des Data Crafting bzw. der Data Physicalization, die von Data Selfies über Data Jewellery bis hin zu Data Ghosts reichten. Besonders spannend für mich war dabei, wie Miriah Meyer mit diesen Ansätzen das Prozesshafte von Daten hervorhob.

Dabei ging sie auch auf unerwartete Nebenprodukte ein: Auf einer physischen Karte sollten Besuchende mithilfe von Stickerpunkten emotionale Orte markieren. Dabei entstanden u. a., wie sie es bezeichnete, Data Graffiti – also Punkte, die sich (absichtlich) zu Wörtern oder Symbolen formten und auf die Miriah Meyer humorvoll verwies. Nach dieser spannenden Perspektive aus der Data-Vis-Community folgte die Eröffnungsfeier mit Schnittchen und Wein, die den Abend stimmungsvoll ausklingen ließ.

Zwischen Klang, Kritik und Virtualität: Der Konferenzmittwoch

Am Konferenzmittwoch begannen die Panels, die das Motto „Not only text, not only data“ auf unterschiedliche Weise einlösten. Den Auftakt meines Tages bildeten Beiträge aus der Digital Musicology, die ein breites methodisches Spektrum abdeckten. Besonders in Erinnerung blieb mir der Vortrag „Soundful Dickens – Sound in Literary Fiction“, in dem Svenja Guhr und Michaela Mahlberg zeigten, wie sich Klangereignisse in literarischen Texten computergestützt erfassen lassen. Ausgangspunkt war dabei die Idee, Klang systematisch zu modellieren, indem lauttragende sprachliche Einheiten identifiziert und hinsichtlich ihrer Intensität beschrieben werden, um so neue Perspektiven auf Dickens’ Romane zu eröffnen.

Gleichzeitig wurde in anderen Vorträgen deutlich, wie produktiv sich die digitale Musikwissenschaft mit Fragen der Datenmodellierung und -infrastruktur auseinandersetzt: So zielte ein Beitrag darauf ab, das XML-basierte MEI-Datenmodell in eine semantisch anschlussfähige RDF-Ontologie zu überführen, während ein anderer zeigte, wie sich mithilfe von Large Language Models quellenbezogene Daten aus der neuen Schubert-Ausgabe automatisiert extrahieren und weiterverarbeiten lassen.

Nach der Mittagspause verschob sich der Fokus hin zur Wissenschaftsgeschichte der DH. Florian Windhager eröffnete das Panel mit Überlegungen zur Rolle und insbesondere zur Verantwortung der Digital Humanities im Kontext einer „zweiten Säkularisierung“ (nach Simon During) und entwarf mit Komplizenschaft, Widerstand, Migration und Nachfolgearbeit vier mögliche Reaktionsweisen. Damit verband er die Frage nach den Digital Humanities mit einem breiteren Nachdenken über Kultur nach der Hochkultur, etwa im Kontext von Konzepten wie „Dopamine Culture“.

Auch die folgenden Beiträge knüpften an diese Perspektivverschiebung an: Anna Maria Neubert analysierte 714 Drittmittelprojekte (1996–2021) aus einer feministischen Perspektive und machte dabei strukturelle Unterschiede in Forschungsnetzwerken sichtbar. Sie schloss mit der Betonung der Notwendigkeit intersektionaler Perspektiven in den Digital Humanities. Das letzte Projekt widmete sich der Landschaft von 866 Wissenschaftsblogs in Deutschland und stellte Fragen nach Open Science und Open Access, etwa im Hinblick auf Standardisierungen wie DOI, ISSN oder Creative-Commons-Lizenzen.

Zum Abschluss des Tages wechselte ich in ein Panel unter dem thematischen Dach „Virtualität“, das sich zwischen Architektur, VR und Eye-Tracking bewegte. Den Auftakt bildeten Überlegungen zur Dokumentationspraxis in der Architekturforschung, vorgestellt anhand von IDOVIR (Infrastructure for Documentation of Virtual Reconstructions), einem Taxonomieprojekt, das sich der Integration vielfältiger Quellen – von physischen und digitalen 3D-Modellen über naturwissenschaftliche Analysen bis hin zu Oral History und Inschriften – widmet.

Vom Physischen ging es anschließend in den virtuellen Raum: Mit ExPresS XR wurde ein No-Code-Tool für die Entwicklung von XR-Ausstellungen vorgestellt, das einen niederschwelligen Zugang zur Gestaltung immersiver VR-Erlebnisse eröffnet. Der Fokus liegt dabei auf Anwendungen im musealen und wissenschaftlichen Kontext – von der Vermittlung über die Forschung bis hin zur kuratorischen Praxis.

Unter der Leitfrage „Was bestimmt die Zeit?“ zeigte der abschließende Vortrag anhand einer Eye-Tracking-Studie, dass sich Aufmerksamkeit im Museum entlang klarer Muster verteilt: Kunstwerke werden länger betrachtet als Texte, Größe und Gattung beeinflussen die Verweildauer signifikant, und Sehen und Lesen stehen in einem engen Zusammenhang.

Ein sehr gelungener Start, der noch einmal deutlich machte, welche Debatten in den Digital Humanities – fernab der Literatur, an ihren Rändern oder im Zusammenspiel mit GLAM – geführt werden.

Doctoral Consortium und Poster-Slam: Mein Konferenzdonnerstag

Meinen Donnerstag begann ich mit dem Doctoral Consortium: Die vorgestellten Projekte reichten von der computergestützten Modellierung literarischer Aufmerksamkeit am Beispiel von Sherlock-Holmes-Erzählungen (Jan Angermeier) über die digitale Kartierung von Akteur:innen der Stonewall-Bewegung und damit verbundene Fragen nach Sichtbarkeit und Gewichtung innerhalb queerer Geschichtsschreibung (Robin Luger) bis hin zur Analyse von 54 sowjetischen Theaterstücken der Jahre 1945 bis 1964, in der Ekaterina Kolevatora familiäre Modelle im Spannungsfeld von Spätstalinismus und Tauwetter-Periode untersuchte.

Ein Highlight des Tages war die Postersession, insbesondere der Poster-Slam, der mit viel Poesie, Star-Wars-Referenzen und sogar aus dem Grab auferstandenen Protagonist:innen überzeugte. Insgesamt wurden auf der DHd2026 fast 100 Poster präsentiert. Der Empfang und die Preisverleihung des Slams fanden am Abend im Rathaus statt und bildeten mit Buffet, Musik und anschließender Party einen gelungenen Abschluss des Tages – in einer besonders schönen Atmosphäre.

Zum Abschluss: Panels und Keynote am Freitag

Der Freitag begann für mich mit Präsentationen aus dem Bereich der Digital Art History, in denen unterschiedliche Zugänge zur computergestützten Bildanalyse zusammenkamen. Ein Vortrag widmete sich der Frage, wie sich Vision-Language-Modelle wie CLIP für kunsthistorische Analysen nutzen lassen und wie ihre Entscheidungen mithilfe von Explainable Artificial Intelligence nachvollziehbar werden können. Dabei zeigte sich, dass die Modelle bei konkreten Objekten überzeugend arbeiten, bei abstrakteren Konzepten jedoch an ihre Grenzen stoßen.

Diese Spannbreite zwischen methodischer Reflexion und praktischer Anwendung setzte sich in den folgenden Beiträgen fort: Mit PortApp wurde eine App zur Analyse und Durchsuchung frühneuzeitlicher Porträts vorgestellt, die sowohl Ähnlichkeitssuchen als auch die Suche mit eigenem Bildmaterial ermöglicht. Gleichzeitig zeigte das Tool „Suchkind“, wie sich multimodale Modelle mit domänenspezifischer Annotation kombinieren lassen, um visuelle Vorstellungen von Kindheit in historischen Kinder- und Jugendbüchern systematisch analysierbar zu machen.

Die Closing Keynote von Katharina Kinder-Kurlanda (Universität Klagenfurt) führte diese Perspektiven auf einer Metaebene zusammen. In ihrem Vortrag „Digital Humanities Unpacked: The Politics and Practices of Data Work“ machte sie deutlich, dass digitale Daten stets in komplexe Machtverhältnisse, Infrastrukturen und gesellschaftliche Kontexte eingebettet sind, und plädierte dafür, die Digital Humanities als kritische Disziplin zu verstehen, die nicht nur Methoden anwendet, sondern auch deren politische und epistemologische Implikationen reflektiert.

Dies bildete den Abschluss der sehr erfolgreichen #DHd2026 in Wien. Ich freue mich schon jetzt auf die DHd2027 in Marburg unter dem Titel „Mind the Gap! – Wissen, Unsicherheit und Verantwortung“ (1.–5. März 2027 am MCDCI).

Und möchte mich an dieser Stelle herzlich bei NFDI4Culture und dem DHd bedanken, die mir durch das Reisestipendium die Teilnahme an dieser inspirierenden Konferenzwoche in Wien ermöglicht haben. Neben zahlreichen inhaltlichen Impulsen, die genau an die Schnittstellen anknüpfen, an denen ich mich künftig verorten möchte, nehme ich vor allem die Begegnungen mit – eine wachsende Kontaktliste und einige neue WhatsApp-Gruppen, die die DH-Community einmal mehr als offen, lebendig und vernetzt zeigen.

*Der Titel bezieht sich übrigens auf einen Satz, den ein Konferenzteilnehmer auf seinem LED-Badge hatte – ein Goodie aus dem Konferenzbeutel, das selbst programmiert werden konnte und auf dem die vergnüglichsten Aussagen angezeigt wurden, u. a. selbstverständlich „I love DHd“.

Von Alica Müller 

2 Stellen DH/RSE an der BBAW/TELOTA in Berlin

2026年3月19日 02:28

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften sucht zwei wissenschaftliche Mitarbeiter:innen im Bereich Digital Humanities und Forschungssoftwareentwicklung für digitale Editionen (Standort Berlin).

  • Vollzeit (teilbar), befristet auf 24 Monate
  • Vergütung: E13 TV-L
  • Bewerbungsfrist: 07.04.2026

Aufgaben & Profil:
Gesucht werden Bewerber:innen mit u.a. abgeschlossenem Hochschulstudium und Erfahrung in Digital Humanities, insbesondere in der Entwicklung von Forschungssoftware und APIs. Erwartet werden außerdem technisches Interesse (z. B. Machine Learning), Teamfähigkeit sowie gute Kommunikations- und Organisationsskills.

Das bietet die BBAW:

  • Spannende Forschung im Digital-Humanities-Umfeld
  • Weiterentwicklungsmöglichkeiten
  • Flexible Arbeitsbedingungen (inkl. mobilem Arbeiten)
  • 30 Tage Urlaub + Zusatzleistungen

Die vollständige Ausschreibung findet sich unter:

https://www.bbaw.de/stellenangebote/stellenausschreibung-zwei-wissenschaftliche-mitarbeiter-mitarbeiterinnen-m-w-d

Meine DHd2026-Erfahrungen

2026年3月16日 21:26

Diesen Beitrag schreibe ich nach meinem Besuch der DHd2026-Konferenz, die für mich eine wertvolle Quelle für Wissen, Inspiration und neue Perspektiven in meinem Fachgebiet war. Sie hat mir geholfen, besser zu verstehen, in welche Richtungen ich mich in diesem Bereich weiterentwickeln kann. Diese Möglichkeit verdanke ich der Förderung durch NFDI4Culture, für die ich sehr dankbar bin.

Eine anklickbare Version der Präsentation über meine Teilnahme an der Konferenz finden Sie unter folgendem Link .


Alle Fotos in der Präsentation wurden von mir, der Autorin des Beitrags Anastasiia Shkliarenko, während meiner Teilnahme an der Konferenz in Wien aufgenommen.

Rückblick zur DHd2026 – Ein Konferenzbericht aus Wien

2026年3月11日 22:43

Dieser Beitrag entstand im Rahmen eines Early Career Reisestipendiums von CLARIAH-AT für die DHd2026 in Wien. Herzlichen Dank für die Ermöglichung dieser Teilnahme.

Was macht eine wissenschaftliche Community aus? Und gehöre ich dazu? Diese Frage hatte ich im Gepäck, als ich als Masterstudierende der Digital Humanities an der Universität Regensburg zum ersten Mal zur DHd fuhr. Die DHd2026 war meine erste große DH-Konferenz und eine Einladung, die Community nun endlich live zu erleben. Das Ziel: Wien.Eine prachtvolle Stadt, eine beeindruckende Universität und ein Tagungsthema, das neugierig macht: Not just text, not just data. Was steckt in den Digital Humanities jenseits von Textkorpora und Datentabellen? Die Konferenz hat darauf viele spannende Antworten geliefert.

GPU für die GW – aber bitte DSGVO-konform

Der erste Konferenztag führte mich in den Halbtagsworkshop „Beyond the Cloud: Democratizing GPU Access for the Digital Humanities“ des DHInfra-Teams der Universität Graz und der Universität für Weiterbildung Krems. Der Bedarf an rechenintensiven Methoden wächst in der DH rasant, während kommerzielle Anbieter wie AWS oder Google Colab ernsthafte Fragen zu Datenschutz und Datensouvränität aufwerfen. DHInfra setzt hier mit einer föderierten, DSGVO-konformen GPU-Infrastruktur an. Der Workshop war dabei mehr als eine Demonstration, er diente als finale Testphase vor dem offiziellen Launch, in der die Teilnehmenden LLMs feintunen und API-basierte Workflows entwickeln konnten und gleichzeitig direktes Feedback zur Plattform gaben.

Data as…

Den Auftakt der Konferenz bildete am Abend die Eröffnungskeynote von Miriah Meyer mit dem Titel „Data as…: Exploring the Plurality of Data in Visualization“. Mit einer scheinbar simplen Frage: „Was sind eigentlich Daten?“ eröffnete sie ein breites Panorama: Daten als Input, als Ground Truth, als Design Material, als etwas Verflochtenes. Wer diese Rahmungen explizit benennt und hinterfragt, gewinnt neue Perspektiven auf Visualisierungen und die eigene Forschungspraxis. Beim anschließenden Empfang wurden diese Gedanken in Gesprächen weitergeführt. Ein schöner Beweis dafür, wie eine gute Keynote eine Konferenz inhaltlich in Gang setzt.

Annotieren: Mensch, Maschine oder beides?

Am zweiten Tag folgte der ganztägige Workshop „Film- und Videoanalyse mit VIAN & TIB-AV-A“. Die zentrale methodologische Frage: Wann annotieren wir manuell, wann die Maschine? VIAN Light macht diese Spannung produktiv, indem es manuelle Annotation mit automatischer Einstellungserkennung kombiniert und damit Raum lässt für das, was Eva Hielscher „Doing ELAN“ nennt: den Annotationsprozess selbst als erkenntnisleitenden Akt. Das Fazit des Tages: Automatisierung ersetzt die manuelle Annotation nicht. Hybride Workflows, die beides kombinieren, sind der Schlüssel.

Die Politik der Daten

Besonders nachhaltig haben mich zwei Panels beschäftigt. Im Panel „KI als Belastungsprobe für das offene Internet“ diskutierten Klaus Rettinghaus, Sarah Oberbichler, David Maus und Grischka Petri, was der Boom generativer KI bedeutet: Bot-Traffic, der sich als menschlich tarnt, blockierte Archive, ignorierte Lizenzen. Die Kernfrage: Welche Infrastrukturen bauen wir auf, welche Daten legen wir unter welchen Bedingungen offen? Das sind im Kern politische Entscheidungen und Geisteswissenschaftler:innen können mit ihrer kritischen Datenperspektive aktiv mitgestalten.

Das Panel „The Dark Sides of DH revised: From Utopia to Reality“ richtete den Blick nach innen: auf sprachliche Vielfalt, feministische Datenpraktiken, Repräsentation und ein erweitertes Verständnis von Nachhaltigkeit jenseits von Effizienz. Was mich überzeugte, war der konstruktive Grundton: Es ging nicht nur darum, Probleme zu benennen, sondern gemeinsam darüber nachzudenken, was die DH werden könnte, wenn wir diese Lücken ernst nehmen.

Research Software, Posterslam und Empfang im Wiener Rathaus

Ein weiteres Panel widmete sich Research Software Engineering. Sabina Mollenhauer plädierte für eine Richtungsumkehr: Ethnografische Methoden könnten aktiv zur Gestaltung nachhaltiger Research Software beitragen statt Wissen nur von STEM zu übernehmen. Kevin Kuck und Kevin Wunsch zeigten, wie automatisierte Workflows in Editionsprojekten Raum für inhaltliche Forschung schaffen. Kristin Herold, Hizkiel Alemayehu und Daniel Jettka diskutierten am Beispiel Edirom Online, wie Software nach Projektende überlebt: durch Modularisierung, Community-Building und gezielte Kleinstförderungen.

Ein Highlight der Konferenz war der Posterslam: In kürzester Zeit überzeugten die Slamenden das Publikum von ihrer Forschung, gemessen per Lautstärkemessgerät, Kostüme und popkulturelle Referenzen inklusive. Eine mitreißende Einleitung zu zwei Postersessions, bei denen Zeit für viele spannende Gespräche war.

Daten sind nie neutral

Den krönenden Abschluss des letzten Abends bildete der Empfang im Wiener Rathaus, ein sehr imposanter und beeindruckender Rahmen für eine Konferenz, die inhaltlich als auch atmosphärisch viel zu bieten hatte. Und passend zum Gastgeber durfte musikalisch natürlich auch Falco und der Wiener Walzer nicht fehlen.

Was bleibt

Was mich überrascht hat, war die Atmosphäre: offen, vielfältig, von echtem gegenseitigem Interesse geprägt. Gespräche entstanden schnell und unkompliziert, über Fachgrenzen und Karrierestufen hinweg. Als jemand, die gerade mitten im Studium steckt, war es besonders wertvoll, das Gefühl zu haben, wirklich Teil einer Community zu sein, nicht nur Beobachterin.

Das Stipendium von CLARIAH-AT hat mir nicht nur die Reise nach Wien ermöglicht, sondern einen Einblick gegeben, worum es in den Digital Humanities im besten Sinne geht: das gemeinsame Nachdenken über Methoden, Infrastrukturen und Verantwortung, mit Menschen, die das wirklich ernst nehmen.

Sophia Babl, Masterstudium Digital Humanities, Universität Regensburg

Job: Postdoc in Computerlinguistik/Digital Humanities, 100% E13 bis zu 5 Jahre

2026年3月10日 14:02

Am Institut für Digital Humanities ist eine Postdoc-Stelle in Vollzeit zu besetzen, und zwar bis zu 5 Jahre im Bereich der „Sprachlichen Informationsverarbeitung“. Die Gruppe “Sprachliche Informationsverarbeitung” forscht zur Anwendung von Methoden der Sprachverarbeitung (z.B. Annotation, Maschinelles Lernen, Künstliche Intelligenz) in den Geistes-, Human- und Sozialwissenschaften.

Unser Fokus liegt dabei auf der Operationalisierung von theoretischen Konzepten, z.B. zu Figurenwissen, diskriminierender Sprache oder biopolitischen Themen, mit dem Ziel diese dann quantitativ untersuchen zu können. Die Gruppe besteht aus 5-10 Personen in unterschiedlichen Karrierestufen.

Die Deadline für Bewerbungen ist der 19. März. Alle weiteren Details finden sich hier. Bei Fragen gerne an nils.reiter@uni-koeln.de schreiben.

2. Folge Podcast “Die Wissensarchitekt*innen” mit PD Dr. Nicola Mößner “Business as usual Philosophische Reflexionen zum Datentracking” erschienen!

2026年3月7日 20:22

Ich freue mich Ihnen mitzuteilen, dass zum 3. Digital Independence Day die 2. Folge meines neuen Podcasts „Die Wissensarchitekt*innen“ online gegangen ist.

Der Wissenschaftspodcast “Die Wissensarchitekt*innen” erkundet die Welt hinter den Daten und was Bibliotheken, Forschung und Algorithmen miteinander verbindet. In Gesprächen über das Wissen von morgen werden kritische Aspekte der Informationsgesellschaft und ihre politischen und gesellschaftlichen Folgen diskutiert. 

In jeder Folge sind Gäst*innen aus unterschiedlichen Bereichen der Informations- und Wissenslandschaft zu Gast, um über ihre Arbeit und Themen zu sprechen. In der ersten Staffel von “Die Wissensarchitekt*innen” steht das Thema Datentracking mit Fokus Science Tracking (d.h. das nicht datenschutzgerechte Erheben und Nachnutzen von Nutzungsdaten auf kommerziellen wissenschaftlichen Webseiten) zentral.

Mehr zur 2. Folge mit PD Dr. Nicola Mößner unter dem Titel “Business as usual? Philosophische Reflexionen zum Datentracking” lesen Sie hier: https://ulrikewuttke.wordpress.com/2026/03/01/2-folge-podcast-die-wissensarchitektinnen-mit-nicola-mosner-erschienen/. [Link] zur Folge vom 1. März 2026.

Mehr zur Auftaktfolge mit Dr. Renke Siems und Dr. Yuliya Fadeeva unter dem Titel „Was ihr schon immer über Datentracking in der Wissenschaft wissen wolltet“ lesen Sie hier:  https://ulrikewuttke.wordpress.com/2026/02/01/auftaktfolge-meines-podcasts-die-wissensarchitektinnen-mit-renke-siems-und-yuliya-fadeeva-was-ihr-schon-immer-uber-datentracking-in-der-wissenschaft-wissen-wolltet-live/. [Link] zur Folge vom 01. Februar 2026. 

[Link] zur Episodenübersichtsseite des Podcasts auf Podcasts-Homes.

[Link] zum RSS-Feed des Podcasts “Die Wissensarchitekt*innen”.

Auf meinem Blog kann mensch auch [hier] vollständige Transkriptionen der Folgen mit Fußnoten und weiten Verweisen finden.

Die Folgen der ersten Staffel werden monatlich am ersten Sonntag jeden Monats, parallel zur Initiative Digital Independence Day mit freundlicher Unterstützung von Podcasts.homes erscheinen. Den Podcast kann mensch auch ohne Spotify abonnieren, hier gehts zum Wechselrezept: https://ulrikewuttke.wordpress.com/2026/01/27/wechselrezept-podcasts-horen-ohne-spotify/

Der Podcast wird von mir, Ulrike Wuttke, im Rahmen meiner Transferprofessur an der FH Potsdam mit dem Projekt T.R.A.C.K.S. “Training on Analytics, Compliance, Knowledge, and Security” produziert.

Mit freundlichen Grüßen und viel Spaß beim Reinhören!

Ulrike Wuttke

Prof. Dr. Ulrike Wuttke

Bibliothekswissenschaft – Strategien, Serviceentwicklung und Wissenschaftskommunikation  | Library Science – Strategies, Service Development and Scholarly Communication

Treffen des NFDI4Objects Community Cluster Data Capture and Creation am 10.3.2026, 14:30 Uhr, zum Thema Ortsdaten

2026年3月3日 16:34

Am 10. März 2026 findet 14:30 bis 16:00 Uhr das Clustertreffen des N4O CC Data Capture and Creation mit Sophie Döring (Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen, vormals Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde) zum Thema Ortsdaten statt.

Historische Ortslexika sind sowohl Grundlagenwerke (landes)geschichtlicher Forschung als auch zentrale Hilfsmittel zur Kuration von Datenobjekten in Museen oder Bibliotheken sowie ein wichtiges Recherchewerkzeug einer breiten interessierten Öffentlichkeit und Citizen-Science-Projekten. Während es in Sachsen, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern bereits eigene öffentlich finanzierte digitale Datenbanken zur Erfassung und Verwaltung historischer Ortsdaten gibt, fehlen im restlichen Bundesgebiet bislang entsprechende Repositorien. Dieser Umstand erschwert nicht nur die historische Recherchearbeit in Archiven, sondern auch die präzise Zuordnung von historischen Dokumenten, Objekten und Entwicklungen sowie die Nachnutzbarkeit bereits vorhandener Daten. Unter anderem liegt die Problematik auch in einer bis heute kaum standardisierten Aufnahme, Verarbeitung und Systematisierung historischer Ortsdaten begründet, welche besonders kleinere Projekte ohne eigentlichen Schwerpunkt auf historische Ortsdaten vor enorme Schwierigkeiten stellen.

Dieser Fehlstelle nimmt sich der Minimaldatensatz Historische Ortsdaten an, welcher derzeit von der AG Historische Ortsdaten konzipiert und erprobt wird. Er benennt und erläutert Informationen und Datenfelder, die zwingend notwendig sind, um historische Daten zu Siedlungsplätzen in einer nachhaltigen, eindeutigen, leicht auffindbaren und austauschfähigen Art und Weise zu kuratieren und zu publizieren. Damit wird in einfacher Form das minimal notwendige Maß an Datenqualität, welches in der Verwaltung von Ortsdaten erfüllt sein sollte, sowohl für größere als auch kleinere Projektkontexte strukturiert.

Es ist keine Anmeldung erforderlich, wir freuen uns über Ihre / Eure Teilnahme und auf den gemeinsamen Austausch.

Zoom-Zugangsdaten: https://dainst-org.zoom.us/j/93071809817?pwd=YVscWm2i20FHyG8hgVhcO712Wya9Vv.1

Meeting-ID: 930 7180 9817
Kenncode: 032259

An dieser Stelle möchten wir auch noch einmal an die Umfrage zum Umgang mit historischen Ortsdaten erinnern.

Veröffentlichung des Sammelbandes „From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon“

2026年2月19日 01:12

Wir freuen uns, die erfolgte Veröffentlichung des Bandes From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon bei Melusina Press in Diamond Open Access bekanntgeben zu können. 

Aus dem Klappentext:  

“Der Sammelband “From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon” lädt dazu ein, lokale und globale Geschichte(n) des Einsatzes von digitalen Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum zu entdecken und über ihre Zukunft nachzudenken. Er bietet Standortbestimmung genauso wie Experimente in der Gegenwart und Gedankenspiele für die Zukunft. Er ergründet Entwicklungslinien und stößt kritische Diskussionen an.

Der Teilband „Be-Forschen“ sammelt diskursive Aufsätze und eine Vielfalt der Themen, der Teilband „In eigenen Worten“ Audio-Essays mit einer Vielfalt der Stimmen und der Teilband „Artefaktbiographien“ Portraits (digitaler) Objekte und eine Vielfalt der Medialität. Der Aufbau als Triptychon führt die (neuen) Formate fruchtbar zusammen, spiegelt den Medienwandel und zeigt dabei überraschende Perspektiven auf. Dies spiegelt die Vielfalt der methodischen Ansätze der Digital Humanities, ganz unabhängig davon, ob man sie als Big Tent oder als globales (Zelt-)Dorf begreift.” 

Sie finden die Publikation unter https://doi.org/10.26298/1981-5722. Wenn Sie eine Druckoption wünschen, so finden Sie dort ebenfalls die Möglichkeit der direkten Bestellung. 

Zur Zitation des Bandes orientieren Sie sich gerne an folgendem Beispiel (Chicago 18. Edition): Wuttke, Ulrike, Christopher Nunn, Christian Schröter, Melanie Seltmann und Christian Wachter. From Global to Local: Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon. Melusina Press, 2026. https://doi.org/10.26298/1981-5722

Nähere Informationen zur Publikation finden Sie im Fußbereich der Publikationswebsite oder im Impressum der Publikation. 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und Lese- und Hörgenuss bei der Lektüre aller Beiträge! 

Herzliche Grüße

Ulrike Wuttke

Christopher Nunn

Melanie Seltmann

Christian Schröter

Christian Wachter 

 

Workshop: LLMs für die Geisteswissenschaften (Mainz, 19./20.03.)

2026年2月2日 19:54

Arbeitet ihr mit Textdaten und wollt herausfinden, wie ihr diese mit Large Language Models verarbeiten, anreichern und analysieren könnt? Habt ihr Lust, mit euren Daten praktisch zu arbeiten und dabei Unterstützung zu bekommen? Dann kommt zum nächsten Bring Your Own Data Lab (BYODL) des HERMES | Humanities Education in Research, Data, and Methods Datenkompetenzzentrums am DH Lab des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte in Mainz! In dem Workshop geht es um spezialisierte Large Language Models und spezialisiertes Prompting für die Geisteswissenschaften.

Das Wichtigste in Kürze:

📅 19.–20. März 2026 (Do, 10:00 bis Fr, 16:00)
📍 Präsenz-Workshop: Leibniz-Institut für Europäische Geschichte, Mainz

Was euch erwartet:
🛠 Hands-on-Sessions: Praktisches Arbeiten mit Euren eigenen Datensätzen
🔎 Vertiefung spezifischer LLM-Themen und Anwendungsfälle
🤝 Kollegialer Austausch, Peer-Feedback und gezielte fachliche Unterstützung

Expertinnen:
Sarah Oberbichler (C²DH), Johanna Mauermann (IEG DH LabHERMES), Lauren Coetzee (C²DH)

Alle aktuellen Informationen findet Ihr auf der HERMES-Veranstaltungsseite.

Ziele und Inhalt:

In verschiedenen Impulsvorträgen und Hands-on-Sessions lernen Teilnehmende, wie sie offene, auf die geisteswissenschaftliche Forschung spezialisierte und lokale Modelle mit ihren eigenen Daten verwenden können und wie sie Prompts an geisteswissenschaftliche Fragen anpassen können. Ebenfalls reflektieren wir, wie Daten für ein Fine-Tuning oder Post-Training eines kleinen Sprachmodells aufbereitet werden können.

Voraussetzungen:

Der Workshop richtet sich an Forschende der Geisteswissenschaften, die mit Textdaten arbeiten. Vorausgesetzt werden grundlegende Kenntnisse im Bereich generativer KI. Die mitgebrachten Daten sollten maschinenlesbar vorliegen.

Wir werden in manchen Hands-on-Sessions mit Jupyter Notebooks und Python sowie mit Hugging Face arbeiten. Die Teilnahme ist auch ohne vertiefte Kenntnisse in diesen Bereich möglich. Selbstlernmaterial zur Vorbereitung wird angeboten.

Kontakt und Anmeldung:

Zur Registrierung und bei Fragen: Johanna Mauermann, hermes@ieg-mainz.de

Bitte gebt bei der Anmeldung folgende Informationen an:

  • Fachgebiet
  • Welche Erfahrung habt ihr mit generativer KI?
  • Welche Art von Daten bringen ihr mit?

Hinweis: Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 15 Personen begrenzt.

Die Anmeldung ist bis zum 09. März 2026 geöffnet.

Der Workshop findet überwiegend auf Deutsch statt, einzelne Impulse werden auf Englisch sein.

Call for Hosts – Digital History Tagung 2028

2026年1月15日 00:27

Alle zwei Jahre findet die Tagung „Digital History 20XX“ der AG Digitale Geschichtswissenschaft im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) statt. An wechselnden Standorten fungiert die Konferenz als zentrale Plattform für den wissenschaftlichen Austausch der deutschen digital arbeitenden Geschichtswissenschaft. Bisherige Stationen und Tagungsmottos waren:

  • 2021: Universität Göttingen (virtuell durchgeführt), „Digital History. Konzepte, Methoden und Kritiken digitaler Geschichtswissenschaft“;
  • 2023: HU Berlin, „Digitale Methoden in der geschichtswissenschaftlichen Praxis. Fachliche Transformationen und ihre epistemologischen Konsequenzen“;
  • 2024: Universität Halle-Wittenberg, „Digital History & Citizen Science. Digitale Methoden und neue Erkenntnisse zwischen digitaler Quellenerschließung, Forschung und Bürgerwissenschaften“.

Von 28 September bis zum 1. Oktober 2026 findet die Digital-History-Tagung unter dem Motto „Doing Cultural Heritage“ an der Paris-Lodron-Universität Salzburg statt.

Die AG Digitale Geschichtswissenschaft strebt grundsätzlich an, die Konferenz in den Jahren stattfinden zu lassen, in denen kein Historikertag stattfindet, idealerweise im September. Daher bittet die AG nun um Bewerbungen um die Ausrichtung der fünften Tagung im Jahr 2028.

Die bisherigen Auflagen konnten bis zu 300 Teilnehmer:innen (davon 120 in Präsenz und 180 online) verzeichnen. Dabei verteilten sich auf bis zu vier Tagen das Hauptprogramm mit wissenschaftlichen Vorträgen, Paneldiskussionen, Posterpräsentationen und Keynotes sowie das Begleitprogramm mit (Pre-Conference) Workshops und Social Events. Die Einführung neuer Formate ist in Abstimmung mit dem Komitee der AG möglich.

Das Programm der Tagung wird eigenverantwortlich durch das Ortskomitee der ausrichtenden Institution sowie dem einzurichtenden Programmkomitee auf Grundlage eines Call for Papers und eines anschließenden Review-Verfahrens erstellt. Die Ausrichter:innen sind verantwortlich für die Bereitstellung der Tagungsräume und der notwendigen Infrastruktur, für die Organisation und Sicherstellung des reibungslosen Ablaufs der Tagung, die Planung von Social Events, die Einrichtung und Pflege einer Tagungswebsite sowie für die Öffentlichkeitsarbeit während der Veranstaltung. Die Veröffentlichung von Konferenzbeiträgen kann unterschiedlich umgesetzt werden, etwa in Form eines Tagungsbandes oder durch Bereitstellung von Abstracts auf einem Textrepositorium. Publikationen sollten in jedem Fall Open Access erfolgen.

Da die AG Digitale Geschichtswissenschaften leider nicht über eigene Mittel verfügt, ist die Tagung über Mittel zu finanzieren, die von der ausrichtenden Institution eingeworben oder bereitgestellt werden. Wird eine Tagungsgebühr erhoben, sollte diese möglichst gering gehalten werden.

Eine Bewerbung um die Ausrichtung der Konferenz für 2028 muss beinhalten:

  • einen Vorschlag für ein Tagungsmotto, der überzeugend begründet, welches für die Forschungscommunity relevante übergreifende Themenfeld im Mittelpunkt stehen soll. Mit Blick auf eine erfolgreiche Umsetzung des Tagungsmottos können die Arbeitsschwerpunkte am Ausrichtungsort, Vorschläge für mögliche Keynotereferent:innen, inhaltliche Überlegungen zum Workshopprogramm und weitere Gestaltungspunkte für die Veranstaltung angeführt werden;
  • einen Terminvorschlag (bevorzugt im September). Dabei ist auf potenziell konkurrierende Konferenzen zu achten. Der Termin ist frühzeitig auf der Website bekanntzugeben;
  • eine Aussage über die Verwendung aller für die Organisation und Abwicklung der Tagung notwendigen Systeme (z.B. Conftool, Easychair, etc.);
  • eine Einschätzung zu den Möglichkeiten einer teilweisen virtuellen Partizipation (z.B. zur Übertragung von Keynotes);
  • Ideen für Social Events;
  • Vorschläge zur Erreichung einer hohen Sichtbarkeit der Tagung;
  • Maßnahmen zur Förderung von Early Career Researchers / Studierende;
  • eine vorläufige Kostenkalkulation

Die Einreichungsfrist für Bewerbungen ist der 01.07.2026 (ca. 2-3 DIN-A4-Seiten, formlos per E-Mail an den Sprecher der AG Digitale Geschichtswissenschaft im VHD, Prof. Dr. Werner Scheltjens: werner.scheltjens@uni-bamberg.de). Die Auswahl erfolgt durch das AG-Komitee und wird auf der kommenden Digital-History-Tagung in Salzburg (28.09-01.10.2026) verkündet.

 

Stellenausschreibung: Mitarbeiter*in im FDM für die Geisteswissenschaften mit dem Schwerpunkt philologische Fächer (UB Kiel, E13, 100%, unbefristet)

2025年11月13日 23:32

Die Universitätsbibliothek der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sucht innerhalb der Abteilung IT der Zentralbibliothek für das Referat Digital Humanities & Forschungsdaten zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Mitarbeiter*in im Forschungsdatenmanagement für die Geisteswissenschaften mit dem Schwerpunkt philologische Fächer

Ihre Aufgaben:

  • Beratung und praktische Unterstützung von geisteswissenschaftlich Forschenden in den verschiedenen Phasen des Forschungsdatenmanagements (FDM)
  • Organisatorische Betreuung von Services zum FDM und den Digital Humanities (DH) sowie deren konzeptionelle Weiterentwicklung mit Fokus auf die Bedarfe der philologischen Fächer
  • Planung und Durchführung von Workshops und Schulungen zu Themen der Digital Humanities
  • Mitwirkung an der Konzeption, Beantragung und Durchführung von inter-/nationalen Drittmittelprojekten

Ihr Profil:

  • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder Äquivalent) einer oder mehrerer Philologien
  • vertiefte nachgewiesene Kenntnisse im fachgerechten Umgang mit geisteswissenschaftlichen Forschungsdaten, insb. in den Philologien
  • vertiefte nachgewiesene Theorie- und Praxiskenntnisse in der Anwendung digitaler Methoden und Werkzeuge in den Geisteswissenschaften, insb. in den Philologien
  • nachgewiesene Kenntnisse in der Datenmodellierung in TEI-XML
  • sehr gute Deutsch- (mind. C2) und Englischkenntnisse (mind. C1) in Wort und Schrift

Persönliche Fähigkeiten:

  • ausgeprägte Fähigkeit zum eigenständigen konzeptionellen Denken und Arbeiten
  • ausgeprägte Servicementalität
  • Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • eine systematische, effiziente und zielorientierte Arbeitsweise

Wünschenswert sind:

  • praktische Erfahrungen in der Arbeit mit einschlägigen DH-Softwarewerkzeugen, die derzeit an der UB Kiel im Einsatz sind (Transkribus, Oxygen-XML-Editor, TEI-Publisher, Nodegoat)
  • Kenntnisse und Erfahrungen im Bereich des Natural Language Processing (NLP)
  • Erfahrungen in der Beratung und Unterstützung von Forschenden in den Bereichen FDM und/oder DH
  • Vernetzung in der (inter-)nationalen DH- und/oder FDM-Community
  • Erfahrungen in der Planung und Durchführung von Workshops zu DH-Themen

Wir bieten:

  • eine abwechslungsreiche, eigenverantwortliche und vielfältige Tätigkeit in einem engagierten, innovativen Umfeld mit der Möglichkeit, Entwicklungen mitzugestalten
  • tarifliche Vergütung inkl. Jahressonderzahlung
  • eine gute Work-Life Balance durch die Möglichkeit der variablen Arbeitszeit
  • Mitarbeiterkonditionen (z.B. Mensa, Hochschulsport)
  • 30 Tage Erholungsurlaub pro Jahr
  • Jobticket für den ÖPNV
  • eine betriebliche Altersvorsorge mit hoher Zuzahlung durch den Arbeitgeber
  • einen sicheren Arbeitsplatz beim Land sowie ein universitäres Umfeld mit seiner lebendigen und internationalen Atmosphäre
  • zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten

Kontakt

Andreas Christ
Referatsleitung Digital Humanities, Forschungsdaten
+49 431 880-5421

Wir freuen uns auf Ihre Online-Bewerbung über unser Portal: Zur Online-Bewerbung

Bewerbungen auf anderem Wege können leider nicht berücksichtigt werden.

Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 27.10.2025: „Vom Gelehrten zum Problem – Maschinelle Datierung von Leibniz-Handschriften: Die Anwendung von Deep-Learning-Verfahren zur Unterstützung der historisch-kritischen Editionsarbeit“

2025年10月13日 21:28

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 27. Oktober 2025, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b):

Tim Westphal (BBAW, TELOTA), Marco Santi (BBAW), Mario Tormo Romero (Hasso-Plattner-Institut, Potsdam)

Seit Beginn der Arbeit an einer historisch-kritischen Edition Gottfried Wilhelm Leibniz im Jahr 1901 bildet die Datierung des umfangreichen handschriftlichen Nachlasses eine große editorische Hürde. Rund 100.000 Blätter aus der Hand des letzten Universalgelehrten dokumentieren eine über fünf Jahrzehnte reichende intellektuelle Entwicklung, wobei einem Großteil der Schriftstücke eine zeitgenössische Datierung fehlt. Traditionelle Methoden der Datierung sind für einen Korpus dieser Dimension unzureichend: Die manuelle Bestimmung durch Expertinnen ist angesichts der Materialmenge praktisch nicht zu bewältigen, und auch die Wasserzeichenanalyse erlaubt nur grobe Annäherungen im Bereich von Jahrzehnten.

Der Beitrag erprobt, inwieweit bildgestützte Deep-Learning-Modelle diese Lücke schließen können und ob diese dabei eine editorisch nutzbare Genauigkeit erreichen. Wünschenswert ist eine maximale Abweichung von ±1 Jahr. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Deep-Learning-Modelle die feinen intra-personalen Schreibdrifts eines einzelnen Autors über fast fünf Jahrzehnte abbilden können. Anders als bestehende Arbeiten, die meist das Alter verschiedener Schreiber klassifizieren, zielt der Ansatz auf die Detektion des schreibereigenen Stilwandels innerhalb Leibniz‘ Werk. Der weitläufige Nachlass von Leibniz bietet hierfür eine geeignete Grundlage.

Es wird bewusst auf Transkription oder OCR verzichtet, so werden die besonderen Herausforderungen von Leibniz‘ Schriftbild (Überarbeitungen, Streichungen, wechselnde Sprachen) umgangen. Um sicherzustellen, dass die Modelle schriftbezogene und nicht materialbedingte Merkmale lernen, werden verschiedene Normalisierungsschritte durchgeführt: Zeilenweise Segmentierung und Binarisierung eliminieren Papierstruktur und Tintenintensität als Faktoren.

Als Datenbasis dienen ca. 600 Seiten aus dem Zeitraum 1669-1716: 400 datierte Briefe sowie 200 Seiten wissenschaftlicher Ausarbeitungen. Das Material wurde so gewählt, dass für jedes Jahr Vorlagen verfügbar sind. Es werden verschiedene Deep-Learning-Architekturen entwickelt und evaluiert, die relevante Merkmale direkt aus den Bilddaten lernen. Anders als klassische Ansätze der digitalen Paläographie mit manueller Merkmalsextraktion wird auf ein Ende-zu-Ende-Lernverfahren gesetzt. Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Ansätzen zur hochauflösenden Datierung frühneuzeitlicher Gelehrtenhandschriften für den Einsatz in der alltäglichen editorischen Praxis. Die entwickelte modulare Pipeline ermöglicht flexibel konfigurierbare Experimente und legt besonderen Wert auf Visualisierung und Erklärbarkeit der Ergebnisse.

Das Projekt positioniert sich an der Schnittstelle von Digital Humanities und Computer Vision und zeigt, wie klassisches maschinelles Lernen die traditionelle editorische Arbeit ergänzen kann. Es entsteht in Kooperation zwischen der Leibniz-Arbeitsstelle der BBAW, dem DH-Referat TELOTA und dem KI-Servicezentrum des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam.

 

***

Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum über den Link https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.

Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.

Job @TELOTA (Berlin, BBAW), Digitale Editionen, KI

2025年9月26日 17:51

Bei TELOTA an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ist derzeit eine Stelle im Bereich Digital Humanities und Forschungssoftwareentwicklung für Digitale Editionen im Umfang von 100 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit ausgeschrieben. Die Stelle ist vorerst befristet auf 24 Monate (ggf. teilbar). Bewerbungsfrist ist der 21.10.2025.

Die vollständige Stellenausschreibung ist unter https://www.bbaw.de/stellenangebote/stellenausschreibung-wissenschaftliche-n-mitarbeiter-in-m-w-d-11 zu finden.

Die Aufgaben umfassen:

  • Entwurf, Entwicklung und Anpassung von zentralen, digitalen Forschungswerkzeugen und -umgebungen der BBAW
  • Entwurf und Entwicklung von Daten- und Programmierschnittstellen (APIs) zur Visualisierung und Vernetzung von Forschungsdaten
  • Weiterentwicklung digitaler Methoden unter Einsatz aktueller Technologien wie Machine Learning oder Knowledge Graphs
  • Dokumentation der Entwicklungsarbeiten
  • Mitarbeit bei der Antragstellung und Berichterstattung von Projektanträgen im Rahmen von regionalen, nationalen und internationalen Forschungsförderungen
  • Präsentation der Arbeits- und Forschungsergebnisse auf einschlägigen Konferenzen und Workshops

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Jetzt anmelden: DIGITALE W/ENDEN. DIS/KONTINUITÄTEN DIGITALER KULTUREN.

2025年8月6日 21:14

Jahrestagung des Forschungsschwerpunkt digitale_kultur der FernUniversität in Hagen in Kooperation mit der Abteilung Digitale Kultur des Dortmunder U | 27./28.11.25

Wird dem Wort ‚ENDE‘ ein unscheinbares ‚W‘ vorangestellt, kehrt sich die Bedeutung zwar nicht in ihr Gegenteil, jedoch ändert sich die Dynamik der Denkfigur drastisch: Die starre Abgeschlossenheit des ENDES verliert ihre Substanz, stattdessen offenbart sich die Prozessualität der WENDE, die einer vermeintlichen Finalität Zukunftshorizonte entgegensetzt. Mit einem ebensolchen Eingriff wird ein Spannungsverhältnis eröffnet, in das die Jahrestagung des FSP digitale_kultur DIGITALE W/ENDEN. DIS/KONTINUITÄTEN DIGITALER KULTUREN interveniert.

Die Tagung findet in Kooperation mit dem Fachbereich Digitale Kultur im Dortmunder U statt, um dem umwälzenden Potential nachzuspüren, das sich im Digitalen verbirgt. Ausgehend von dem künstlerischen, experimentellen und musealen Rahmen des Dortmunder U eröffnen sich Fragen sowohl nach räumlichen Bezügen des Digitalen sowie kuratorische Fragen des ‚Beleuchtens‘ und damit auch ‚In-Erscheinung-bringens‘. Die Projekte page21, das Digitale Koproduktionslabor und das Fulldome-Kino im Dortmunder U arbeiten gemeinsam mit Künstler*innen an neuen Schnittstellen von Kunst, Kultur, Storytelling und technologischer Innovation. Zudem werden der Hartware MedienKunstVerein, das Storylab KiU sowie die Akademie für Theater und Digitalität an der Tagung partizipieren.

Neben der Kooperation mit dem Dortmunder U wird beiden Forschungsgruppen des Forschungsschwerpunkts digitale_kultur Rechnung getragen, indem die FG Digitalisierung – Verkörperung – Subjektivierung und die FG digital humanities: Forschen im digitalen Raum mit ihrem je spezifischen Vokabular auf DIGITALE W/ENDEN antworten und so nicht nur in einen interdisziplinären Dialog treten, sondern selbst mit ihren jeweiligen Perspektivierungen Wendungen vollziehen.

Tagungswebsite: https://www.fernuni-hagen.de/forschung/schwerpunkte/digitale-kultur/jahrestagungen/jahrestagung2025.shtml

Anmeldungen an: d-k@fernuni-hagen.de

Veranstaltungsort:

27.11.: Dortmunder U | Leonie-Reygers-Terrasse | 44137 Dortmund |

28.11.: FernUniversität in Hagen (Gebäude 2) | Universitätsstr. 33 | 58097 Hagen

Organisation: Valentin Boczkowski (Dortmunder U), Dennis Möbus und Robert Schulz (FernUniversität in Hagen)

PROGRAMM

Tag 1 (27.11.25)

 

10:00

BEGRÜSSUNG

Grußworte

Stefan Heitkemper (Direktor Dortmunder U)

Stefan Stürmer (Rektor FernUniversität in Hagen)

Begrüßung

Jennifer Eickelmann, Almut Leh, Dennis Möbus und Robert Schulz für die FernUniversität in Hagen

Valentin Boczkowski, Laurin Bürmann und Anna Rumeld für das Dortmunder U

10:30

W/ENDE OFFEN: KUNST UND WISSEN(SCHAFT) IM DIGITALEN

Keynote

Katharina Kinder-Kurlanda (Uni Klagenfurt)

Moderation: Thorben Mämecke (FernUniversität in Hagen)

11:15

PAUSE

11:30

STAGING AI. Eine Inszenierung KI-generierter Textinterpretationen

Dennis Möbus (FernUniversität in Hagen), Almut Leh (FernUniversität in Hagen), Lina Franken (Uni Vechta), Philipp Bayerschmidt (FernUniversität in Hagen)

2:30

MITTAGSPAUSE

13:30

RAGEQUIT AGAINST THE MACHINE

Residency 1 des Dortmunder U

Christian Minwegen

Szenische Forschung zu Grenzüberschreitungen im Netz

Moderation: Valentin Boczkowski

YOU AND I IS I AND YOU

Residency 2 des Dortmunder U

Manuel Talarico

Künstlerische Forschung zu Deep Fakes                                                

Moderation: Anna Rumeld

14:15

PAUSE

14:30

CREATIVE CODING ALS KUNST

Workshop: Koproduktionslabor

                                                                                         

Flore Alonso

DIGITALE ERZÄHLWELTEN

Workshop: page21

The Farewell – Erinnerung formen mit Körper, Sprache und 3D-Scan

Anna Rumeld und Aldina Okerić

15:30

KURATORISCHE W/ENDEN IN DIGITALEN KULTUREN.

Talkformat

Inke Arns (Hartware Medienkunstverein – HMKV)

Jennifer Eickelmann (FernUniversität in Hagen)

Moderation: Julia Fischer (FernUniversität in Hagen)

16:00

AUSSTELLUNGSBESUCH

Kurzbesuch/-führung GENOSSIN SONNE im HMKV

16:30

PAUSE

17:00

DIGITALE W/ENDEN IM THEATER
Residency 3 der Akademie für Theater und Digitalität

Forschungsimpuls von Jakob Lorenz und Thomas Meckel von SONA VR

Moderation: Annabell Blank (Akademie für Theater und Digitalität)

17:30

KiU-TALK DES STORYLAB

mit Jonathan Harth (Witten/Herdecke)

Moderation: Tobias Bieseke (FH Dortmund)

19:00

BREAK

20:00

DIGTALE W/ENDEN DER MUSIK

Digitale Soundexploration des DJ-Duo A2ICE & B03 (Lex Rütten & Jana Kerima Stolzer)

Tag 2 (28.11.25)

 

9:30

VERSTEHEN IM VOLLZUG DIGITALER W/ENDEN

Selbstverständnisse über das Verstehen in digitaler Kultur

Forschungsgruppe Digitalisierung – Subjektivierung – Verkörperung: Theoretischer Zugang
Peter Risthaus (FernUniversität in Hagen)

Forschungsgruppe digital humanities: Praktischer Zugang
Almut Leh (FernUniversität in Hagen) und Dennis Möbus (FernUniversität in Hagen)

Dortmunder U/Akademie für Theater und Digitalität: Künstlerische Forschung
Jana Kerima Stolzer und Lex Rütten

Moderation: tba.

10:00

IM BLICK DER ANDEREN – WIE DIGITALE BLICKE UNSER SELBST UND UNSER BILD VON ANDEREN FORMEN

Podiumsdiskussion mit Residencies des Dortmunder U

Moderation: Valentin Boczkowski (Dortmunder U)

10:45

Pause

11:00

12:00

DEN BLICK AN/WENDEN

DOPPELVORTRAG

Moderation: Carolin Rolf (FernUniversität in Hagen)

11:00

SUTURE YOURSELF! Pt. 1

Tanja Prokić (LMU München)

11:20

SUTURE YOURSELF! Pt. 2

Irina Gradinari (FernUniversität in Hagen)

11:40

DISKUSSION: DEN BLICK AN/WENDEN

12:00

DIGITAL SITUIERT. DIGITALE W/ENDEN DES (LEIB-)KÖRPERS

Vortrag

Thomas Bedorf (FernUniversität in Hagen)

Moderation: Robert Schulz (FernUniversität in Hagen)

12:30

Pause

13:30

15:00

W/ENDEN DER ERINNERUNGSARBEIT

Panel

Moderation: Isabelle Sarther (FernUniversität in Hagen)

13:30

ENDE DER ZEITZEUG*INNENSCHAFT? ERFAHRUNG AUS FÜNF JAHREN PRAXIS MIT DIGITALEN ZEUGNISSEN

Ernst Hüttl (LMU München)

14:00

(E)MOTION SICKNESS WARNING: DIE HERAUSFORDERUNG DER (HYPER) EMOTIONALISIERUNG IN GESCHICHTSBEZOGENEN IMMERSIVEN VR-MEDIEN MIT ZEITZEUG*INNENINTERVIEWS

Roman Smirnov (Ruhr Universität Bochum)

14:30

LEBENSSPEICHER. ZEUG*INNENSCHAFT UND ZEITLICHKEIT IM ZEITALTER DES SMARTPHONES

Felix Ackermann (FernUniversität in Hagen)

15:00

VERABSCHIEDUNG

ediarum.MEETUP – nächste virtuelle Veranstaltung am 14.07.2025

2025年6月25日 02:25

Liebe ediarum-Community, liebe ediarum-Interessierte, liebe Kolleg:innen!

im Namen des Konsortiums Text+ der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und des ediarum-Teams an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) sowie in Kooperation mit der Gender & Data-Arbeitsgruppe der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten virtuellen ediarum.MEETUP ein:

 am Montag, den 14. Juli 2025, 11:00 Uhr s.t.

Zum Thema Encoding Gender kündigen wir folgende Beiträge an:

Themenblock Kodierung

  • Nadine Arndt (BBAW/TELOTA): Auszeichnung von „sex“ & „gender“ in ediarum
  • Marius Hug und Frank Wiegand (BBAW/Text+): Bevorzugte Waffen der Frauen – Annotationen im Deutschen Textarchiv als Voraussetzung für eine genderspezifische Korpusanalyse mit dem DWDS

Themenblock Normdaten

  • Sabine von Mering (Museum für Naturkunde Berlin): Das Potenzial von Wikidata für die Sichtbarmachung von Frauen – Gender data gap in der Naturkunde
  • Julian Jarosch, Denise Jurst-Görlach und Thomas Kollatz (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz): Genderattribution in der GND und entityXML am Beispiel der Korrespondenz Martin Bubers

Das Meetup soll den Austausch fördern, Problemfelder identifizieren und gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten. Wir freuen uns auf vielseitige Perspektiven und eine lebhafte Diskussion!

Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzraum über den Link https://meet.gwdg.de/b/nad-mge-0rq-ufp erreichbar.

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Weitere Informationen zum Meetup finden Sie auf der ediarum-Website (https://www.ediarum.org/meetups.html).

Das ediarum.MEETUP ist primär für DH-Entwickler:innen gedacht, die sich zu spezifischen ediarum-Entwicklungsfragen austauschen wollen, jedoch sind auch ediarum-Nutzer:innen und Interessierte herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!

Viele Grüße
Nadine Arndt und Frederike Neuber
im Namen der ediarum-Koordination und der Gender & Data-Arbeitsgruppe

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