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Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy

2026年5月11日 21:38

Autor:innen:


Für Originalbeitrag, siehe https://hdl.hypotheses.org/5097

Abb. 1: Gruppenarbeitsphase: Beschreibung disziplinspezifischer OER (Quelle: NFDI4Memory)

Digitale Werkzeuge und die Arbeit mit Forschungsdaten verändern den wissenschaftlichen Alltag – und erfordern die Entwicklung neuer Kompetenzen. Eine besondere Stellung nehmen dabei Data Literacy (Schüller, Busch und Hindinger, 2019) und Forschungsdatenmanagement (FDM) ein, die über OER (Open Educational Resources) vermittelt werden können (Deimann et al., 2015). Doch OER zu FDM sind bisher über verschiedene Plattformen verstreut und damit schwer auffindbar. Plattformen wie DALIA (Ortmeyer et al., 2024) oder Sammlungen wie NFDI4Memory HISTOCAT und HERMES Resourcebase versuchen, hier Abhilfe durch Registraturen und kuratierte Sammlungen zu schaffen. Ein zentraler Schlüssel für die Auffindbarkeit und Nachnutzbarkeit der OER sind dabei allerdings gute Metadaten – doch bestehende Schemata (z. B. das Schema des Datenkompetenzzentrums HERMES (Urbaum et al., 2026) oder das DALIA Interchange Format (Geiger et al., 2026)) unterscheiden sich hinsichtlich fachspezifischer Angaben wie Disziplinen oder Methoden. Hier fehlen in vielen Fällen standardisierte Vokabulare zu einer Beschreibung von OER, um Such-Find-Prozesse effizienter werden zu lassen.

Vor diesem thematischen Hintergrund organisierten die Projekte HERMES, NFDI4Memory, DALIA und NFDI4Culture auf der 12. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. (DHd2026), die vom 23. bis 27. Februar 2026 an der Universität Wien stattfand, einen Workshop. Die Konferenz in Wien stand unter dem Motto „Nicht nur Text, nicht nur Daten“ und erweiterte damit ihren Fokus von den traditionellen text-basierten Analysen zu einer umfassenden, objekt-übergreifenden Perspektive. Neben Textkorpora standen nun auch Personen, Orte, materielle Kultur, Bild- und Klangobjekte, Klimadaten, genetische sowie neurophysiologische Messungen im Fokus.

Abb. 2: Organisationsteam Workshop Kontext und Klarheit (Quelle: Jonathan D. Geiger)

Insbesondere das technische Interesse der Konferenz-Teilnehmenden und die Breite des geisteswissenschaftlichen Disziplinen-Panoramas machten die DHd zu einer geeigneten Konferenz für den Workshop “Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy”. Unser Ziel war es, Metadatenschemata und disziplinspezifische Metadaten von OER unter die Lupe zu nehmen und so eine Grundlage für die Verbesserung der Schemata zu entwickeln. Der halbtägige Workshop konzentrierte sich daher auf die Untersuchung und Strukturierung von OER-Metadaten – insbesondere den Einsatz fachspezifischer, kontrollierter Vokabulare, Picklists und Metadatenschemata für geisteswissenschaftliche Lehr- und Lernmaterialien. Nach einer kurzen Vorstellung der Referent*innen und ihrer Projekte folgte ein Ice-Breaker, der die Unschärfe von Klassifikationen thematisierte. Die daran anschließende kompakte Einführung vermittelte einen Überblick über unseren Untersuchungsbereich wie OER-Metadatenstandards, Metadatenschemata, Vokabularien und deren disziplinäre Herausforderungen und Potenziale. In der Gruppenphase wurde die Think-Pair-Share-Methode nach Bönsch (2002) eingesetzt. Im Hauptteil durchliefen die Teilnehmenden in Kleingruppen einen klassischen Erschließungsprozess. Anhand ausgewählter OER aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen untersuchten die Teilnehmenden, inwiefern die beiden OER-Metadatenschemata von HERMES und DALIA für die Ressourcen geeignet waren und inwiefern disziplinen-spezifische Angaben zu den Werten der einzelnen Attributen gemacht werden können. Das Moderationsteam unterstützte dabei. Abschließend wurden die Ergebnisse im Plenum präsentiert, Bedarfe diskutiert und nächste Schritte für die Weiterentwicklung von Picklists skizziert. Eine Reflexionsrunde fasste zentrale Erkenntnisse zusammen und eröffnete Anknüpfungspunkte.

Abb. 3: Beschreibung von OER anhand ausgewählter Metadatenschemata (Quelle: NFDI4Memory)

Unter den Eindrücken der Kleingruppen gab es interessante Überschneidungen: Demnach waren Autor*innen- und Lizenzinformationen der Ressourcen häufig unklar oder fehlten ganz; Zielgruppen und Kompetenzstufen wurden uneinheitlich beschrieben oder nicht klar voneinander abgegrenzt. Beide Metadatenschemata wiesen Redundanzen bzw. zu viele Pflichtfelder auf, und Metadatenfelder wie Titel, Untertitel oder Versionsangaben konnten nicht konsistent angegeben werden. Die Teilnehmenden merkten zudem an, dass die  Anpassbarkeit an fachspezifische Begriffe derzeit noch begrenzt ist.

Aus diesen  Überschneidungen  ergaben sich gemeinsame Empfehlungen: Vorgeschlagen wurde ein modularer Kern-/Erweiterungs-Ansatz, bei dem grundlegende Metadaten obligatorisch und fachspezifische Felder optional über kontrollierte Vokabulare (Picklists) ergänzt werden können. Darüber hinaus wurde angeregt,  Lizenz- und Autor*innen-Angaben für OER klar auszuweisen; die  Disziplinen-Taxonomie um digitale Geisteswissenschaften bzw. Digital Humanities zu erweitern sowie Metametadaten (Version, Datum, Provenienz, Autor*innen etc.) systematisch zu integrieren. Für komplexere Fälle wurde außerdem die Möglichkeit freier Ergänzungen als sinnvoll erachtet. Einheitliche Definitionen für OER, klare Rollenbezeichnungen und ein abgestuftes Kompetenzmodell wurden ebenfalls als  wünschenswert erachtet. In der Gruppendiskussion wurde insbesondere die Bedeutung  von Metametadaten für Versionierung und Nachvollziehbarkeit von Entwicklungen betont.

Die Organisator*innen danken allen Teilnehmenden herzlich für die rege und produktive Teilnahme und der DHd für die Ausrichtung der Konferenz in Wien. Auch uns hat der Workshop viele Impulse erbracht, die in die weitere Entwicklung der Arbeit an den Metadaten und Plattformen einfließen werden. Die inhaltliche Arbeit an OER und -Metadaten soll im Rahmen einer DHd-Arbeitsgruppe Data Literacy weitergeführt werden – Interessierte sind sehr herzlich zur Mitarbeit eingeladen und können sich in die Mailingliste eintragen und/oder unserem RocketChat-Channel (OER.Net) beitreten.

Referenzen

Bönsch, Manfred. 2002. Unterrichtsmethoden – kreativ und vielfältig. Schneider-Verlag Hohengehren.

Deimann, Markus, Jan Neumann und Jöran Muuß-Merholz. 2015. Whitepaper Open Educational Resources (OER) an Hochschulen in Deutschland – Bestandsaufnahme und Potenziale 2015. Transferstelle für OER. Hamburg. https://open-educational-resources.de/wp-content/uploads/Whitepaper-OER-Hochschule-2015.pdf (zugegriffen: 26.03.2026).

Geiger, Jonathan, Petra Steiner, Abdelmoneim Amer Desouki, Henrika Maria Hüppe und Frank Lange. 2026. DALIA Interchange Format (1.4). DOI: 10.5281/zenodo.17871138

Ortmeyer, Jochen, Jan-Michael Haugwitz, Petra Steiner, Thomas Stäcker, Torsten Schrade, Ulrich Sax, Gábor Kismihók, Matthias Müller, Peter F. Pelz und Sonja Herres-Pawlis. 2024. A Platform for the Provision of Teaching and Training Contents in Data Literacy: DALIA4NFDI. BASE4NFDI User Conference. Berlin, 20-21 November 2024. DOI: 10.5281/zenodo.14183168

Schüller, Katharina, Paulina Busch und Carina Hindinger. 2019. Future Skills: Ein Framework für Data Literacy. Hochschulforum Digitalisierung, 47. DOI: 10.5281/zenodo.3349865

Urbaum, Dorothee und Grigori Chlesberg. 2026. Metadatenschema und Picklisten für Open Educational Resources des Datenkompetenzzentrums HERMES – Humanities Education in Research, Data, and Methods (v1-1). DOI: 10.5281/zenodo.18679758

Urbaum, Dorothee, Laura Döring, Grigori Chlesberg, Jonathan D. Geiger und Petra Steiner. 2026. Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy. In: Silke Schwandt, Gabriel Viehhauser, Tara Andrews und Thomas Wallnig (Hg). 2026. Book of Abstracts – DHd 2026: Nicht nur Text, nicht nur Daten. 12. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. DHd2026, Universität Wien, 23.–27. Februar 2026. Wien. DOI: 10.5281/zenodo.18702757

8. WissKI Anwender*innentreffen 20./21. Oktober 2026 in Nürnberg

2026年5月4日 18:49

Liebe WissKI-Community und alle die sich für Linked Open Data Management interessieren,

auch in diesem Jahr laden wir alle WissKI-Anwender*innen und -Entwickler*innen herzlich ein, um gemeinsam über Projekte und Themen zu diskutieren, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren und gemeinsam Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln.
Das 8. WissKI Anwender*innentreffen findet statt:

Bis zum 31. August 2026 können Beiträge in Form von Präsentationen und Workshops eingereicht werden. Eure Einreichungen werden dieses Jahr in einem Book of Abstracts veröffentlicht! Mehr dazu in unserem „Call for Abstracts“.

Einen vorläufigen Programmablauf könnt ihr schon jetzt online einsehen!

Eine Anmeldung zur Teilnahme am WissKI Anwender*innentreffen ist bis einschließlich 30. September 2026 möglich.
Bei Fragen rund um das WissKI Anwender*innentreffen schreibt ihr an info@wiss-ki.eu oder in unseren Mattermost WAT Channel.

Herzliche Grüße

Die Organisator*innen des #WAT26

Neues Whitepaper zum Thema Fuzzyness & Wobbliness im NFDI4Objects Community Hub

2026年5月4日 15:33

Die NFDI4Objects TWG Community-Standards for modelling fuzziness & wobbliness in research data using Semantic Web technologies and formalisms (FuzzyWobblySW) hat ein neues Whitepaper veröffentlicht, das die Begriffe Unsicherheit, Vagheit und „Fuzzyness & Wobbliness” aus Sicht der Arbeitsgruppe definiert.

Das Dokument vergleicht und fasst gemeinschaftlich entwickelte Arbeitsdefinitionen der TWG  zusammen. Ziel ist ein gemeinsamer begrifflicher und modellierungstechnischer Rahmen. Durch Klärung der Konzepte und Darstellung von Modellierungsstrategien (z. B. probabilistische Ansätze, graduelle semantische Abbildungen, Wikibase-Implementierungen) trägt die Arbeit zu transparenteren, interoperableren und FAIR-konformen Lösungen für unsichere, unpräzise oder mehrdeutige Informationen in Kulturerbe-Wissensgraphen bei.

Das Whitepaper kann im Rahmen des NFDI4Objects-Commons-Prozess bis 28. Mai 2026 kommentiert werden! Wir freuen uns auf Euer Feedback!

GND-Forum Humanities@NFDI: 23./24.06.26 in Göttingen

2026年4月17日 16:03

Mitwirkende der vier geisteswissenschaftlichen Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) treffen sich zum GND-Forum Humanities@NFDI am 23./24. Juni in Göttingen. Zentrales Thema des Arbeitstreffens ist die Gemeinsame Normdatei (GND) aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Die Veranstalter:innen

Wir organisieren das GND-Forum Humanities@NFDI als Team: Barbara Fischer (Deutsche Nationalbibliothek, GND-Community), Stefan Buddenbohm & Alex Steckel (SUB Göttingen als Gastgeberin sowie Text+). Melanie Gruss & Desiree Mayer (NFDI4Culture), Anja Gerber & Frank von Hagel (NFDI4Objects), Katrin Moeller und Anne Purschwitz (NFDI4Memory), Domenic Schäfer & Michael Markert (VZG des GBV).

Die GND-Foren

Mit dem Veranstaltungsformat FORUM verfolgen wir, d.h. die GND-Community, das Ziel, mit euch gemeinsam – den Nutzenden, den Forschenden, den Infrastrukturbetreibenden – über konkrete Anwendungsszenarien der GND nachzudenken. 

GND-Forum Humanities@NFDI

Das Selbstverständnis der GND ist es Brücken zu schlagen zwischen unterschiedlichen Ressourcen und Communities. Wie kann ihre Doppelrolle als Datenbank und Organisation beim Ausbau der Zusammenarbeit der vier geisteswissenschaftlichen Konsortien NFDI4Culture, NFDI4Memory, NFDI4Objects und Text+ helfen, ist die zentrale Frage in Göttingen. Hintergrund der Frage sind zum einen die für 2028 erwartete Neuausrichtung des NFDI-Förderprogramms, und zum anderen wie das Synergienpotenzial der bisherigen Entwicklungen in den jeweiligen Konsortien rund um die GND für die anderen Partner genutzt werden kann. Beides soll aus drei Blickwinkeln diskutiert werden:

  • Die Rolle der GND in Tools und Services der Konsortien
  • Unterschiedliche Perspektiven auf vier Entitätstypen der GND 
  • Zukunftspotenzial der vertieften Zusammenarbeit der Konsortien mittels der GND

Themen

Wir wollen Euch die Möglichkeit geben, euch aktiv einzubringen und schlagen den folgenden programmatischen Dreiklang vor:

  1. Tools: Welche Werkzeuge für welche Zwecke?
  2. Die GND im Schulterblick: Tandems aus GND- und NFDI-Kolleg:innen stellen die Entitätentypen der GND im Anwendungskontext vor
  3. Strategie: Pfade für die GND in der NFDI

Anmeldung

Bitte meldet Euch sich bis zum 16.06. über die Anmeldefunktion dieser Veranstaltungsseite an. Wir haben 80 Plätze für Teilnehmende reserviert. Die Teilnahme am GND-Forum ist kostenfrei.

 

Forschungsdaten im Zentrum: Ewig währt am längsten

2026年4月15日 21:38

Ein partizipativer Workshop der Initiative „Datenzentrum – wissenschaftliche Konzeption und Ausgestaltung“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)

Berlin, 25. und 26. Juni 2026; Akademiegebäude am Gendarmenmarkt; Einstein-Saal


Der Wert geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten für Wissenschaft und Gesellschaft ist nicht zuletzt durch den laufenden Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) offensichtlich geworden. Zentrale Fragen nach dem dauerhaften Betrieb vertrauenswürdiger Datenrepositorien und der langfristigen Verfügbarkeit der aggregierten Inhalte sind jedoch weiterhin offen.

Vor diesem Hintergrund lädt die Initiative „Datenzentrum – wissenschaftliche Konzeption und Ausgestaltung“ der BBAW zu einem zweitägigen Lunch-to-Lunch-Workshop ein. Diese 2025 eingerichtete Initiative erarbeitet ein Konzept für die organisatorischen und technischen Grundlagen für ein leistungsfähiges, zertifiziertes Repositorium und dessen infrastrukturelle Einbindung innerhalb der BBAW. Darauf aufbauend wird die Akademie ab 2028 ein eigenes Datenzentrum betreiben. Dessen Hauptaufgaben werden die Aggregation, Verfügbarhaltung und Archivierung von Forschungsdaten, Software und Diensten aus den Vorhaben und Projekten der Akademie sein. Darüber hinaus ist eine Öffnung des Repositoriums für externe Datengeber:innen vorgesehen.

Im Workshop werden anhand von Impulsvorträgen die unterschiedlichen Perspektiven aus Sicht von Forschung, Bibliothek, Archiv und IT reflektiert. Anschließend bieten verschiedene Thementische die Möglichkeit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit spezifischen Fragen, von der technischen Einrichtung nachhaltiger Infrastrukturen zwischen quelloffenen und kommerziellen Lösungen bis hin zum Einsatz sog. Künstlicher Intelligenz samt deren ethischen Herausforderungen.


Um Anmeldung wird gebeten unter: www.bbaw.de/veranstaltungen/veranstaltung-workshop-datenzentrum-2026

Nähere Informationen zum Programm: https://datenzentrum.bbaw.de/veranstaltungen/workshop-2026. Die Seite befindet sich im Aufbau und wird fortlaufend aktualisiert.

From Manuscripts to AI: Reflections on DHd 2026

2026年4月15日 00:27

Overall, DHd 2026 was a truly memorable experience for me. What stood out was not only the diversity of research topics and approaches, but also the opportunity to engage with such talented and dedicated researchers. Being able to exchange ideas, receive feedback, and gain inspiration from other projects was both motivating and rewarding, and offered perspectives that I would not have encountered within my own academic environment. It also encouraged me to think more critically about how my own work fits into the broader field of digital humanities, and how it might contribute to ongoing discussions on combining computational methods with traditional manuscript studies.

I would like to sincerely thank the organizers for planning such a well-structured and inspiring conference. I am also very grateful for the travel grant, without which my participation would not have been possible.

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Save the Date: 12. Juni 2026 – 4. Community Meeting von NFDI4Objects

2026年4月9日 14:31

Das vierte Community Meeting 2026 von NFDI4Objects findet virtuell statt! Die Veranstaltung richtet sich an Einsteiger:innen und Interessierte und bietet spannende Einblicke in die Arbeit des Konsortiums. Freut euch auf interaktive Formate, Austauschmöglichkeiten und dezentrale Online-Workshops.

Programm und Workshop-Termine folgen in Kürze – merken Sie sich den Termin schon jetzt vor!

Hands on DANTE – Clustertreffen des CC Authority Files am 29. April 2026, 13:00 Uhr

2026年4月9日 14:28

Hiermit laden wir Euch sehr herzlich zum nächsten Clustertreffen des CC „Authority Files and Community-driven Vocabularies“ am 29. April 2026, von 13 bis 14:30 Uhr, ein. Dieses Mal wird es ein Hands on für DANTE mit unserem Chair Michael Markert von der VZG geben.

DANTE ist ein Webservice zur Pflege und Veröffentlichung von Vokabularen, der von der Verbundzentrale des GBV auch für NFDI4Objects-Institutionen bereitgestellt wird. Zu unserem Hands-On-Treffen wollen wir gemeinsam Datensätze im DANTE-Testpool anlegen und bearbeiten, damit neue Nutzer:innen sich mit der Funktionalität vertraut machen können.

Bringt gern Beispieldaten aus dem Bereich Personen, Körperschaften, Orte und Sachbegriffe zum Ausprobieren mit!

Es wäre schön, wenn auch erfahrene DANTE-Nutzer:innen zur Unterstützung bei Fragen dabei sein könnten.

Hier sind die Zoom-Zugangsdaten: https://dainst-org.zoom.us/j/93752320746?pwd=HTwLEQw0aUraauAoZbx8hpnKnse6PD.1

Meeting-ID: 937 5232 0746
Kenncode: 673534

Dieses Mal würde wir uns aus Planungsgründen über Anmeldungen im Vorfeld sehr freuen.

Nächstes Treffen des N4O CC Protected Heritage Sites am 28. April, 9:00 Uhr

2026年4月9日 14:25

Am Dienstag, 28. April 2026 von 9 bis 11 Uhr findet die nächste Sitzung des Community Clusters Protected Heritage Sites online statt.

Themen der Sitzung sind:

  • Abschluss: Datenmodelle für Maßnahmenobjekte und Schutzflächen

Voraussichtlich wird dies die letzte Sitzung sein, in der die Modelle Thema sind. Falls Sie keine Zeit haben, an dem Treffen teilzunehmen, schicken Sie daher gerne Ihre Anmerkungen per E-Mail, damit sie in der Diskussion berücksichtigt werden können.

Zoom-Raum: https://zoom.us/j/91094521138?pwd=zJLwXZetdBcpMpssA9RpZPVCRFUWDP.1
Meeting-ID: 910 9452 1138
Kenncode: 286763

Das Protokoll der 15. Sitzung des CC Protected Heritage Sites vom 12.03. ist ab sofort via OSF verfügbar: https://osf.io/pwzg4/.
Hier finden Sie auch die aktuellen Entwürfe der Datenmodelle.

Abstract, Review, Postersession – (M)ein Weg zur DHd2026

2026年3月27日 22:46

Wie nimmt man als Nachwuchswissenschaftler, zumal noch als Student, an einer wissenschaftlichen Tagung teil? Allgemeingültig beantworten kann das wohl weder ich noch jemand anders. In diesem kurzen Beitrag will ich aber zumindest meinen Weg zur DHd2026 in Wien nachzeichnen. Ich hoffe damit aus Nachwuchsperspektive allen, für die eine Teilnahme an der Konferenz ebenfalls einen ersten Schritt in die Wissenschaftswelt bedeuten würde, eine Vorstellung zu geben, wie dieser Weg aussehen könnte.

Vom Vorhaben zum fertigen Abstract…

Die diesjährige Konferenz begann für mich am 22. Februar mit Ankunft in Wien. Der Weg dahin nahm seinen Anfang dagegen – wie sicher für viele Forscherinnen und Forscher aus den DH – bald ein Jahr zuvor. Denn: Nach der DHd ist vor der DHd.

Im letzten Jahr hatte ich das Glück, im heimischen Bielefeld als Teil des studentischen Organisationsteams indirekt schon an der letzten DHd-Konferenz teilnehmen zu können. Kein halbes Jahr zuvor hatte ich meine Bachelorarbeit in der Germanistik eingereicht. In dem Zusammenhang entstand bei mir bereits die Frage: Wäre meine Arbeit wohl auch was für die DHd…?

Bald darauf stellte ich meine BA im Kolloquium der Bielefelder Arbeitsgruppe CLS vor, mit anschließendem Gespräch über Publikationsmöglichkeiten. Veröffentlichen in einer Fachzeitschrift(?) – theoretisch möglich, aber vielleicht eine zu große Hürde, wo man nach der ersten Qualifikationsarbeit gerade zu laufen angefangen hat. Womöglich konzentriert man sich besser aufs Studium, immerhin stellt eine Veröffentlichung in jedem Fall einen Mehraufwand dar! Aber die Arbeit war gut, sagt man mir, und wenn man in die Wissenschaft will, gibt es hier Chancen, die sich auszuschöpfen lohnen.

Die alternative Idee: Veröffentlichen im Rahmen einer Konferenz – immerhin schwirrt die nächste DHd schon in den Köpfen rum und hier gäbe es niedrigschwelligere Einstiegsmöglichkeiten. Man könnte es versuchen, und bei Erfolg würde man diesmal als echter Teilnehmer mit eigenem Beitrag an der ersten Wissenschaftskonferenz teilnehmen. Etwa zur selben Zeit dürfte der Call for Papers eingegangen sein.

Ein Poster soll es werden. Mit Deadline für die Abstracts am 1. August ist im Juli Schreibarbeit angesagt. Eine 47-seitige Bachelorarbeit will auf 750 Wörter gestutzt werden und am Ende soll sogar noch so etwas wie eine Aussage rauskommen. Mit tatkräftiger Unterstützung von Prof. Dr. Berenike Herrmann und der ganzen AG ergeht eine x-malige Feedbackschleife – man unterschätze nicht, wie man – vor allem mit sich selbst – um jedes Wort kämpft, um das Abstract passend hinzubekommen. Am Ende bin ich zufrieden, der Beitrag ist im glücklicherweise gut funktionierenden Fidus Writer abgetippt und schließlich auf ConfTool hochgeladen. Dann heißt es auf das Open Peer-Review-Verfahren warten, um zu erfahren, ob man angenommen wurde oder nicht.

…über Reviewprozess und Posterdesign…

Und das dauert, naturgemäß. Über drei Monate, in denen das Leben natürlich weitergeht, aber man – weil es das erste Mal ist – trotzdem ungeduldig wartet. Schließlich wissen wir, ich und die weiteren drei(!) an AG-Projekten beteiligten Hilfskräfte mit Einreichungen, dass unsere Poster-Abstracts angenommen wurden! Die Freude ist groß.

Die ganze mitgereiste Bielefelder AG CLS im gr. Festsaal der Universität Wien

Sofort geht es aber weiter, denn für das Metagutachten und die Veröffentlichung im Book of Abstracts wollen die Beiträge binnen eines Monats überarbeitet werden. Außerdem muss man sich nun ernsthaft Gedanken machen, wie man eigentlich nach Wien kommt.

In den nächsten Wochen wird sich für Konferenz und Workshops registriert, es werden Absprachen getroffen und Reisen und Unterkünfte gebucht. Man beachte: Für all das muss man üblicherweise in Vorleistung gehen, und es kommt ein bisschen was zusammen. Aber es gibt Finanzierungsmöglichkeiten. Neben der Forschungskommission der eigenen Universität, ggf. sogar der betreffenden AG, schreiben die Beteiligten am Stipendienprogramm des DHd-Verbands großzügig eine ganze Reihe Reisekostenstipendien aus, für die man übrigens nicht zwingend einen Konferenzbeitrag mitbringen muss. Wer den ganzen Organisations- und Verwaltungsaufwand zum ersten Mal macht, berechne aber auch hier etwas Zeit und Nerven ein, die immer dazugehören.

Im neuen Jahr schließlich, nachdem die Überarbeitung für das Metagutachten eingereicht und die meisten Fragen geklärt sind (die letzten werden es noch auf den letzten Drücker, keine Sorge), muss nur noch das eigentliche Poster designt werden. Also nochmal reduzieren und fürs Auge aufbereiten, bei ConfTool hochladen und ab in den Druck. Dann endlich ist alles in trockenen Tüchern und ein paar Tage später ist man, eh man sich versieht, auf dem Weg zur Konferenz.

…bis schließlich zum Ziel

Und was erwartet einen da? Nun, vorausgesetzt das gewählte Verkehrsmittel bringt einen erst einmal planmäßig an sein Ziel, eine ganze Menge. Mit Wien in meinem Fall zunächst eine prächtige Kulturstadt im Herzen Europas, die ich trotz des vollen Konferenzprogramms etwas Zeit hatte, zu erkunden. Neben großen, auch im Frühjahr schönen Gärten und viel ansehnlichem habsburgischen Prunk gehörte dazu nicht zuletzt das Hauptgebäude der ältesten Universität im heutigen deutschsprachigen Raum, wo die Konferenz ihre Räumlichkeiten fand.

Auch das war drin: Schloss Schönbrunn mit der Stadt im Hintergrund, aufgenommen von der Gloriette-Anhöhe

In den Workshops gab es dort ungezwungenen Erfahrungsaustausch im Konferenz-Du und Raum zum Ausprobieren und Selbermachen. Das Kernprogramm, in dem ich durch meine Teilnahme die Möglichkeit hatte, eine ganze Reihe hochaktueller, interessanter Vorträge in breitgefächerten Konferenztracks zu hören, war gerahmt von zwei großen Keynotes im Audimax, die Anlass für anregende Gespräche boten. Dazwischen tischten die Veranstalter im kleinen und großen Festsaal zu Eröffnungsfeier und Kaffeepausen und nicht zuletzt zum großen Empfang im Ballsaal des Wiener Rathauses auf.

Der Mittelpunkt der Konferenz war für mich aber die große Poster-Vorstellung am Donnerstag. Nach vormittäglichem Poster-Slam, wo einige Mutigere die restlichen Teilnehmer kreativ und humorvoll schon auf ihre Poster heißgemacht hatten, warteten die zwei aufeinanderfolgenden Poster-Sessions mit insgesamt 98 Beiträgen.

Vorstellung meines Posters in der ersten Session

Es war eindrucksvoll, das eigene Poster dort endlich im A0-Format neben all den anderen hängen zu sehen, zumal im üppigen großen Festsaal der Universität Wien. Während der Poster-Session hatte ich die Möglichkeit, mit gestandenen Wissenschaftlern und anderen Studenten und frisch Promovierenden gleichermaßen ins Gespräch zu kommen, Zusammenhänge meiner Arbeit zu erklären und Rückfragen zu beantworten. Und in der zweiten Session konnte ich dann auch selbst herumgehen und mich mit anderen wiederum über ihre Poster austauschen. Bei all dem habe ich die Erfahrung machen dürfen, mich wirklich als Teil einer wissenschaftlichen Community zu fühlen.

In diesem Sinne kann ich allen, die wie ich noch weit am Anfang ihres akademischen Werdegangs stehen, nur empfehlen, bei Möglichkeit auch diese Erfahrungen zu machen. Ob mit eigenem Beitrag oder ohne, der Weg zur DHd kann für Nachwuchswissenschaftler ganz unterschiedlich aussehen – aber es lohnt sich in jedem Fall, ihn zu beschreiten.

Dieser Beitrag ist im Rahmen eines Early Career-Reisestipendiums für die 13. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. entstanden. Mein herzlicher Dank gebührt dem DHd-Verband als Stipendiengeber für die finanzielle Ermöglichung meiner Teilnahme.

Die Philosophie von Maß und Morphem – Fantastische Daten und wo sie zu finden sind

2026年3月18日 02:31

Ein Reisebericht der DHd 2026

Mit dem Bachelorzeugnis in der einen und der Zulassung zum Digital Humanities-Studium in der anderen Hand fühlte ich mich zu Beginn der DHd doch ein wenig wie Jacob Kowalski, als er das erste Mal mit der Welt der Zauberer und Hexen in Kontakt kam. Alles wirkte auf eigenartige Weise vertraut und doch – ja, wie sollte man es anders beschreiben – magisch.

Aus der englischen Linguistik kommend, trug ich einige Fragen mit in das erste Semester meines Masterstudiums. Eine davon drängte sich besonders in den Vordergrund: Wo stehen die Digital Humanities in einer Welt, in der doch Natur- und Geisteswissenschaften so klar und fein säuberlich getrennt scheinen? Es mag genau dieser Schein sein, der trügt. Gerade in der Sprachwissenschaft ist diese Linie noch mit Leichtigkeit wegzudenken. Doch wie könnte man überhaupt versuchen, das menschliche Verlangen nach Bedeutung von sich und der Welt, welches über Jahrhunderte in Bild und Schrift festgehalten wurde, mit reduktiven Ansätzen zu quantifizieren? Ein Algorithmus könnte doch unmöglich die irrationalen und subtilen Gefühls- und Denkweisen nachvollziehen, die uns Menschen so vertraut sind. Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich der Essay „Meursault as a Data Point“ von Abhinav Pratap. Seine philosophische Sichtweise stimmte mich in den Tagen vor Beginn der DHd-Jahreskonferenz neugierig und offen dafür, als „Neuling“ in diesem Bereich meine eigene Meinung zu formen. Das majestätische Gebäude der Universität Wien begrüßte mich mit der Eleganz der Neurenaissance an jenem Montagmorgen. Passend zu dem Leitmotto der diesjährigen Konferenz dachte ich mir: „In jedem Text findet man Daten; doch gilt dies auch andersherum?“

Die Konferenz wurde in meinem Fall von Mark Hall von der The Open University (UK) mit seinem Workshop Arbeiten mit der μEdition eröffnet. In seiner dazugehörigen DHd-Publikation stellte er sich unter anderem die Frage: „[…] [W]ie viel Edition braucht eine Edition, um eine Edition zu sein?“ (Hall, 2026). Wir durften in dem Workshop ein praxisfähiges Tool mit Community-Zugang ausprobieren. Ich sah dies als eine angenehme Gegenbewegung zur totalen Datenlogik. Die μEdition arbeitet mit Blick auf pragmatische Produktions- und Publikationspfade, unter anderem mit statischen HTML-Ausgaben und niederschwelligen Wegen, um Editionen für Forschende zugänglich zu machen und den „Publikationsflow“ zu vereinfachen (Hall, 2026). Was in seinem Projekt ebenfalls eine große Rolle spielt, ist, dass nicht alles sofort auf maximale Komplexität ausgelegt sein muss. Vielmehr sollen Einstiege erleichtert werden und damit auch das Wachstum der jeweiligen Edition. Nicht nur Text bedeutet hier also Publizieren: Es geht auch darum, Editionen für alle zugänglich zu machen und dabei mit kleinen Ressourcen arbeitsfähig zu bleiben.

Als Sprachwissenschaftlerin stolperte ich in meinem Bachelorstudium nur selten über literaturwissenschaftliche Annotation. Umso erfrischender war für mich der Workshop, an dem ich am zweiten Tag der DHd teilnehmen durfte. Graphbasierte Text- und Wissensmodellierung mit dem ATAG-Editor und Entity-Manager wurde geleitet von Maximilian Michel, Sebastian Enns, Vincent Neeb und Andreas Kuczera von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz sowie der Technischen Hochschule Mittelhessen. Komplementär zur μEdition adressiert ATAG die Frage, wie man Text so speichert bzw. modelliert, dass das Datenmodell dem editorischen Denken näherkommt. In der ersten Theoriephase wurden alle Teilnehmenden in die browserbasierten Tools, den ATAG-Editor und den Entity-Manager, eingeführt. In der Praxisphase wurde jedem von uns ein Text ausgeteilt, mit dem wir unseren eigenen Regest, aufgeteilt in Summary, Archival History und Commentary, erstellen durften. Anschließend wurde uns freigestellt, die Tools zu testen und „wild drauf los“ zu annotieren (je nach Vorliebe). Zum Schluss wurde uns die Verknüpfung unserer Texte, Annotationen und Entitäten in einem Netzwerk auf Basis von Labeled Property Graphs visualisiert. Ich empfand dieses Tool als wunderbare Möglichkeit für webbasierte und vor allem kollaborative Annotation und es hat mir persönlich gezeigt, dass Text nicht bloß einer Kategorie angehört, sondern auch eine Praktik selbst ist.

 

„Dinge sind […] nicht nur einfach wahrzunehmende „Gegenüber“, sondern sie konstruieren die Umwelt des Menschen und bestimmen die Möglichkeit seines Handelns.“ (Peter Hahn, Materielle Kultur, 2014, S. 31)

 

Sind Zeichnungen, Bilder, Gemälde und Abbildungen auch Dinge im Sinne des obigen Zitats? Der Vortragsblock zu Digital Art History zeigte mit sehr interessanten Anwendungspraktiken den „Zustand“ der Digital Humanities in Bezug auf die Analyse von historischen Bilderzählungen und mittelalterlichen Manuskripten bis hin zur Erkennung von Pflanzen in Herbarien und Drucken. In den Vorträgen wurde unter anderem gezeigt, wie schwer es ist, Figuren (z. B. Maria oder den Engel Gabriel in Verkündigungsszenen) zuverlässig über Stile hinweg zu erkennen. Es wurde argumentiert, dass unter anderem Gesichtsdaten für eine erfolgreiche Analyse nicht ausreichen und es an Kontext im Sinne von zugehörigem Körper und Umgebung bedarf, um die Erkennung zu verbessern. Die Kernfrage lautet hier: Was zählt als Signal und was als Rauschen, wenn Kunstwerke zu Datensätzen werden?

Auch die Automatisierung des Klassifikationssystems ICONCLASS wurde behandelt. Dieses wurde seit den 1940er-Jahren für Bildinhalte entwickelt und wird heute in vielen kulturellen Sammlungen zur inhaltlichen Erschließung verwendet (Thomas, n. d.). Da die manuelle Vergabe solcher Klassifizierungscodes aufwändig ist, nutzen neue Automatisierungsansätze multimodale Modelle, Vektorsuche und Retrieval-Augmented Generation (RAG), um Iconclass-Klassifikationen aus Bildbeschreibungen abzuleiten, und berichten teils deutlich bessere Ergebnisse als reine Keyword-Methoden (Thomas, n. d.).

 

Mit diesen Ansätzen werden Bilder zu:

  • Daten (Computer Vision, Feature-Extraktion, Klassifikation)
  • Bedeutung (ikonographische Kategorien)
  • Interpretation (Ambiguität, Kontext, Fehlklassifikation)

 

Der damit erzeugte Modelloutput ist dabei nicht einfach Bedeutung, sondern eine konstruierte Leseart, die sehr produktiv sein kann, jedoch immer wieder neu interpretiert werden muss, um auf blinde Flecken aufmerksam zu werden.

Nach den wunderbaren Vorträgen habe ich am Donnerstag meine ganz persönliche Winkelgasse und damit auch mein Highlight der DHd gefunden: die Postersessions.

Umgeben zu sein von so vielen talentierten, motivierten Forschenden, die die verschiedensten Projekte vorstellen, ließ keinen Nischenwunsch offen. Ich hatte das Glück, drei Personen für ein kleines Interview zu gewinnen.

Anja Gerber von der Klassik Stiftung Weimar adressiert mit NFDI4Objects die Zusammenführung heterogener Daten zu materiellem Kulturerbe und nutzt dafür Anschluss an Modelle wie CIDOC CRM bzw. Crosswalk-Ontologien. Das von ihr vorgestellte Projekt ist ein schönes Beispiel für Daten als semantische Vermittlung zwischen den Communities der Archäologie, Museen, Restaurierung und Forschung.

Der Posterbeitrag von Nina Brolich von der Universität Erfurt beschäftigt sich mit der Frage: Welche Infrastrukturen zwingen uns zu bestimmten Fragestellungen? Und welche öffnen neue Alternativen? Mit ihrem Projekt Edge AI zeigt sie, dass sich Aufgaben in den DH wie Entity Recognition auch lokal und mobil auf Mikrocontrollern mit einfacher Netzwerkarchitektur lösen lassen – im Kontrast zu der Idee, dass alles über immer größere Rechenressourcen laufen müsse.

Schließlich hat mich Erik Radisch von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig in das Projekt eines 3D-Positionssystems für Zeichnungen und Bilder in den Höhlen von Kucha in Zentralasien eingeführt. Hierbei wird versucht, die Wandgemälde, die teils entfernt und in Museen gebracht wurden, zu dokumentieren und ihren ursprünglichen Standort zu rekonstruieren. Dabei adressiert er auch das Modellierungsdilemma, dass schematische Darstellungen Bereiche erzeugen können, die es so im Original nicht gibt, und dass man bei diesen Verzerrungen methodisch mitdenken muss. In jedem Fall war es eine tolle Erfahrung, in den Stand des Projekts mit der bereitgestellten VR-Brille einmal selbst eintauchen zu dürfen.

Ob Kaffeepause, Rathausempfang, Posterslam, Eröffnungsfeier oder Exkursion: Die DHd2026 war von der Einführungs- bis zur Abschlusskeynote eine wahrlich magische Erfahrung. Ein großes und von Herzen kommendes Dankeschön geht hierbei an CLARIAH-AT, die mir mit der Vergabe des Stipendiums einen großen Schritt in meine persönliche Entwicklung als Forscherin in den Digital Humanities und zugleich die Erfahrung einer wunderbaren und inspirierenden Community ermöglicht haben.

Für all die Workshops, Poster Sessions und Vorträge finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, alle wissenschaftlichen Essays, Links und Nennungen sowie weiterführende Literatur am Ende dieser Seite. Gerade für diejenigen, die erst seit kurzem den Wind der DH in ihren Segeln spüren, kann ich nur wärmstens empfehlen, sich dieser Literatur zu widmen. Wer weiß, vielleicht erweitert sie auch Ihren Horizont und führt Sie auf ganz neue, unerwartete Gewässer.

Nun, von Harry Potter zur Seemannsweisheit – so richtig entscheiden konnte ich mich in meinen verwendeten Metaphern ja nicht. Und wie sieht es mit meinem anfänglichen Dilemma der DH und der vielen unbeantworteten Fragen aus? Geisteswissenschaften existieren nicht ohne die komplexen Fragen menschlicher Existenz. Informationswissenschaft wiederum arbeitet mit quantifizierbaren Strukturen, die Daten greifbar machen. Die Digital Humanities erscheinen mir deshalb weniger als Kompromiss zwischen beiden Welten, sondern eher als ein Raum der Symbiose; ein Ort, an dem Interpretation und Modellierung nebeneinander existieren können. Und vielleicht ist es genau diese dritte Instanz, die während der DHd am deutlichsten hervortrat: der Forschende selbst, der zwischen Daten und Bedeutung vermittelt und ihnen Bedeutung gibt.

Storymap und Netzwerkvisualisierung

Um diese vielen Eindrücke, Projekte und Methoden nicht nur erzählerisch, sondern auch visuell darzustellen, habe ich im Anschluss an diesen Blogbeitrag eine kleine digitale Dokumentation erstellt. Eine StoryMap führt durch meine persönlichen Stationen der Konferenz, während eine Netzwerkvisualisierung die Verbindungen zwischen den erwähnten Projekten, Methoden und Forschenden veranschaulichen soll. Die Knoten der Netzwerkanalyse repräsentieren Forschende, Projekte, Institutionen und methodische Ansätze, während die Kanten ihre thematischen Verbindungen darstellen. Betrachtet man das Ergebnis, erkennt man, wie stark die Digital Humanities von interdisziplinären Verknüpfungen zwischen Edition, Kulturerbedaten, visueller Analyse und digitalen Modellierungsverfahren geprägt sind.

Beide Visualisierungsformen verstehen sich als Versuch, die verknüpften Wege der DHd auch mit Methoden aus dem eigenen Fachgebiet abzubilden – selbstverständlich völlig experimentell.

Literatur

Hall, M. (2024). Edition & niederschwellige digitale Editionen.

Kuczera, A. (2024). Applied Text as Graph: ATAG – Graphbasierte Text- und Wissensmodellierung.

Mandl, T. (2026). Plants in historical herbarium collections (DHd2026 Beitrag).

Pratap, A. (2025). Meursault as a Data Point. Essay.

Prathmesh M.., et al. (2020). Recognizing characters in art history using deep learning.

Thomas, D. B. (n.d.). Automating Iconclass: LLMs and RAG for large-scale classification of religious woodcuts.

 

Interviews

Brolich, N. (2026, 27. Februar). DH on the Edge [Poster session interview].

Gerber, A. (2026, 27. Februar). Vom Objekt zum Wissensnetz [Poster session interview].

Radisch, E. (2026, 27. Februar). 3D Positioning System for the Paintings in the Caves of Kucha [Poster session interview].

 

Verwendete Materialien

  • DHd2026 Konferenzprogramm
  • Poster Sessions
  • Workshopmaterialien der Vortragenden

Weiterführende Literatur

De Boer, V., et al. (2024). Hybrid Intelligence for Digital Humanities.

Peck, E. (2019). Data is personal: Approaches to making data tangible. Linköping University.

Hullman, J. (2019). Why authors don’t visualize uncertainty. IEEE Transactions on Visualization and Computer Graphics.

Nicht nur Text, nicht nur Daten: Erfahrungen von der DHd 2026 in Wien

2026年3月13日 00:39

Ich bin mit großer Vorfreude und dank des Reisekosten-Stipendiums des DHd-Verbandes zur DHd 2026 nach Wien gefahren. Die Universität Wien machte bereits beim Ankommen einen sehr imposanten Eindruck. Gleich am ersten Tag startete ich mit dem Workshop „Beyond entities: Inhaltsbasierte Erschließung digitaler Editionen mit KI“. Dort haben wir uns erst zu den Grundlagen von RDF und zu Ontologien wie z. B. FOAF bringen lassen, bevor wir praktisch wurden: Mithilfe vorgefertigter Jupyter-Notebooks und Beispieldatensätzen probierten wir verschiedene LLM-Modelle mit unterschiedlichen Parametern aus und schauten uns die Ergebnisse der RDF-Tripel-Extraktion an. Ein spannender und sehr praxisorientierter Einstieg.

Am nächsten Tag war ich beim Workshop „LLMs unter Kontrolle: Offene Modelle in Forschung und Praxis“. Der Workshop zielt genau auf das, was ich als Nachwuchswissenschaftler wichtig finde: einen transparenten und reflektierten Umgang mit generativer KI in den Digital Humanities zu fördern. Von besonderer Bedeutung für mich war der methodische Einsatz von LLMs in der eigenen Forschung. Die praktische Arbeit mit lokalen, offenen Modellen wie OLMo 2 (1B) und OLMo 3 (7B) über LM Studio zeigte, wie viel Kontrolle und Reproduzierbarkeit man dadurch gewinnt. Zugleich wurde deutlich, wie problematisch proprietäre Online-Modelle sein können, weil sie sich verändern, Outputs nicht dauerhaft dokumentiert sind und Trainingsdaten sowie Gewichtungen oft intransparent bleiben. Der darauffolgende Theorie-Block vermittelte entsprechende Evaluationsstrategien für den Einsatz solcher Modelle. Abschließend fand eine Reflexionsrunde statt, die dazu anregte, mögliche Use Cases für die eigene Forschung neu zu denken.

Zwischendurch besuchte ich Vorträge, die von technischen Umsetzungen bis zu praktischen Anwendungen reichten: Die Präsentation zur „Digitalen Erschließung des Schematismus“ demonstrierte eindrucksvoll, wie aus historischem Druck durch OCR, NER und Transformer-Modelle schrittweise eine vernetzte Graphdatenbank entsteht, mit dem Ziel, Personen verbindlich Verwaltungseinheiten zuzuordnen.

In den Poster-Sessions wurden viele überaus interessante Poster präsentiert. Eines davon befasste sich beispielsweise mit der Frage: „Wie kompatibel ist meine Bibliothek mit Digital Humanities?“ und erinnerte daran, dass Digital Humanities oft schon in den eigenen Beständen stecken und nur gefördert werden müssen.

Der Vortrag „Semantic Modelling of Intermedial and Intertextual References in Comics“ zeigte das epistemische Potenzial semantischer Modellierung: Am Beispiel von „Sibylla“ zeigte sich, wie Wissensgraphen literarisches und visuelles Wissen strukturiert, transparent und interoperabel abbilden können. Gerade für intermediale Forschung ein großer Gewinn. Ebenso praxisnah war der Beitrag zu „Fachspezifische Datenmodelle als Brücke zwischen materieller Kultur, Theorie und Praxis“: die Arbeit mit WissKI Barrels erschien mir als echter Gamechanger für kleinere Museen, weil sie Nachhaltigkeit und sofortige Einsatzfähigkeit im Sammlungsdaten-Lebenszyklus verbindet und damit Theorie und Praxis greifbar zusammenbringt.

Den Abschluss der Konferenz bildete die Keynote, die viele der zuvor diskutierten Fragen noch einmal auf einer übergeordneten Ebene bündelte: Ausgehend von der Kritik an Big Data als vermeintlichem Paradigmenwechsel wurde deutlich, dass digitale Daten keineswegs neutral oder automatisch erkenntnisfördernd sind. Vielmehr bestimmen Plattformen, APIs und intransparente Algorithmen maßgeblich, welche Daten überhaupt zugänglich sind und wie valide Forschungsergebnisse sein können. Besonders eindrücklich war der Punkt um Forschungsethik und den Umgang mit Social-Media-Daten, wie etwa die Frage nach Anonymisierung, Einwilligung und Zitierpraxis. Das zentrale Plädoyer lautete, statt nur kritische Distanz einzunehmen, eine „kritische Nähe“ zu Daten zu entwickeln: Verzerrungen und Lücken nicht nur zu bemängeln, sondern sie als Teil des analytischen Prozesses produktiv zu machen und die Politik der Daten sichtbar werden zu lassen. Für mich rundete dies Keynote den Kongress perfekt ab. Sie verband technische Praxis, ethische Reflexion und wissenschaftstheoretische Perspektive zu einem klaren Auftrag für die zukünftige Arbeit in den Digital Humanities.

Insgesamt nehme ich aus Wien nicht nur vielfältige Impulse und die fachlichen Erkenntnisse mit, sondern auch, das Gefühl mit den Digital Humanities eine wissenschaftliche Community kennengelernt zu haben, die einen sehr herzlichen, neugierigen und manchmal auch etwas selbstironischen Geist in sich vereint, mit dem ich mich sehr verbunden fühle.

Offene Ausschreibung von Reisestipendien durch den GKFI

2026年3月12日 17:11

Der Verein GKFI e.V. (https://forschungsinfrastrukturen.de/) bietet fortlaufend Reisestipendien von bis zu je 500€ (Inland) bzw. 900€ (Ausland).

Gefördert werden Reisen von jungen Forschenden zu nationalen und internationalen Veranstaltungen, die eine thematische zum Vereinszweck aufweisen. Eine thematische Nähe ist gegeben bei: u.a. bei digitalen Forschungsinfrastrukturen, Forschungsdaten, virtuellen Forschungsumgebungen,  digitalen Forschungsprozessen und Nutzendenperspektiven in Forschung und Lehre. 

Eine Bewerbung ist auch ohne eigenen Beitrag zur Tagung möglich. Dieser ist aber natürlich erwünscht. Förderfähige Kosten sind: Bahnfahrten 2. Klasse, ÖPNV-Fahrten, Teilnahmegebühren, Übernachtungen bis max. 80 Euro/Nacht sowie Kosten für Posterdruck. Die Auszahlung erfolgt im Anschluss an die Konferenz nach Vorlage der Belege, d.h. Stipendiaten müssen in Vorleistung gehen.

 

Zielgruppe

Förderberechtigt sind Studierende eines geistes- oder kulturwissenschaftlichen Faches, die mit digitalen Daten, Methoden und Infrastrukturen forschen, d.h. Bachelor- und Masterstudierende sowie Absolvent:innen bis zu 2 Jahre nach dem Masterabschluss.

Die Early Career-Stipendien des GKFI dienen der Förderung Studierender mit Interessen und Forschungsvorhaben an der Schnittstelle bzw. im Feld der Digital Humanities. 

 

Leistung der Stipendiat:innen

Die Stipendiat:innen verpflichten sich, bis spätestens vier Wochen nach dem Ende der Konferenz über ihre Erfahrungen während der Tagung zu berichten. Dazu eignen sich beispielsweise Beiträge in Blogs, die tage- oder sektionsweise Übernahme des Konferenz-Bluesky/LinkedIn/Mastodon-Accounts, Foto- oder sonstige multimediale Dokumentationen und kurze Konferenzberichte über andere mediale Kanäle. Weitere kreative Präsentations- und Publikationsformen sind ausdrücklich erwünscht und können nach Rücksprache berücksichtigt werden. 

 

Auswahlkriterien

 

  1. Studierende ohne Einreichung
  • Inhaltliche Passung auf die Ausschreibung
  • im Begründungsschreiben bekundetes Interesse an den Digital Humanities bzw. an der forschenden Nutzung von Forschungsinfrastrukturen
  • Vorschlag für die mediale Begleitung (Konferenzbegleitungsbeitrag) der Tagung 
  • Ggf. besondere Förderwürdigkeit gemäß Self-Declaration 
  1. Early Career Scholars mit eigenem Beitrag
  • Qualität der Einreichung für die Tagung (Ergebnis des Reviews)
  • im Begründungsschreiben bekundetes Interesse an den Digital Humanities bzw. an der forschenden Nutzung von Forschungsinfrastrukturen
  • Vorschlag für die mediale Begleitung (Konferenzbegleitungsbeitrag) 
  • Ggf. besondere Förderwürdigkeit gemäß Self-Declaration 

 

Die Auswahl der Stipendiat:innen wird gemeinschaftlich von Vertreter:innen des GKFI-Vorstands, Vertreter:innen des Programmkomitees und Vertreter:innen der lokalen Organisator:innen auf Basis der Bewerbungen getroffen. Bei gleicher Eignung gemäß den oben genannten Kriterien entscheidet das Los. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 

 

Bewerbung

Bewerbungen können jederzeit eingereicht werden. Füllen Sie dazu bitte das Bewerbungsformular in deutscher oder englischer Sprache aus und schicken Sie einen kurzen tabellarischen Lebenslauf mit (max. 1 Seite). Falls Sie einen eigenen Konferenzbeitrag haben, fügen Sie der Bewerbung bitte auch den Einreichungstext sowie die Gutachten des akzeptierten Beitrags hinzu. 

Bewerbungen senden Sie bitte per E-Mail an kontakt@forschungsinfrastrukturen.de. Bei Fragen zu den Reisestipendien wenden Sie sich bitte ebenfalls an kontakt@forschungsinfrastrukturen.de.

Die personenbezogenen Daten der Bewerber:innen werden auf der Grundlage der Datenschutzerklärung zum Zwecke der Durchführung des Auswahlprozesses unter den genannten Bedingungen verarbeitet.

Bewerbungsformular: https://forschungsinfrastrukturen.de/posts/2026-02-12-scholarship-update/ 

 

Benachrichtigung

Die Stipendiat:innen werden voraussichtlich innerhalb von 4-5 Wochen nach Einreichung aller Unterlagen benachrichtigt. Die Einreichung der Konferenzbegleitungsbeiträge muss bis spätestens 4 Wochen nach der Tagung, die Abgabe der Abrechnung und Belege bis spätestens 8 Wochen nach der Tagung erfolgt sein. Die Auszahlung der Stipendien erfolgt nach der Prüfung der eingereichten Unterlagen durch die Fördergeber:innen.

 

Logo GKFI

Rückblick zur DHd2026 – Ein Konferenzbericht aus Wien

2026年3月11日 22:43

Dieser Beitrag entstand im Rahmen eines Early Career Reisestipendiums von CLARIAH-AT für die DHd2026 in Wien. Herzlichen Dank für die Ermöglichung dieser Teilnahme.

Was macht eine wissenschaftliche Community aus? Und gehöre ich dazu? Diese Frage hatte ich im Gepäck, als ich als Masterstudierende der Digital Humanities an der Universität Regensburg zum ersten Mal zur DHd fuhr. Die DHd2026 war meine erste große DH-Konferenz und eine Einladung, die Community nun endlich live zu erleben. Das Ziel: Wien.Eine prachtvolle Stadt, eine beeindruckende Universität und ein Tagungsthema, das neugierig macht: Not just text, not just data. Was steckt in den Digital Humanities jenseits von Textkorpora und Datentabellen? Die Konferenz hat darauf viele spannende Antworten geliefert.

GPU für die GW – aber bitte DSGVO-konform

Der erste Konferenztag führte mich in den Halbtagsworkshop „Beyond the Cloud: Democratizing GPU Access for the Digital Humanities“ des DHInfra-Teams der Universität Graz und der Universität für Weiterbildung Krems. Der Bedarf an rechenintensiven Methoden wächst in der DH rasant, während kommerzielle Anbieter wie AWS oder Google Colab ernsthafte Fragen zu Datenschutz und Datensouvränität aufwerfen. DHInfra setzt hier mit einer föderierten, DSGVO-konformen GPU-Infrastruktur an. Der Workshop war dabei mehr als eine Demonstration, er diente als finale Testphase vor dem offiziellen Launch, in der die Teilnehmenden LLMs feintunen und API-basierte Workflows entwickeln konnten und gleichzeitig direktes Feedback zur Plattform gaben.

Data as…

Den Auftakt der Konferenz bildete am Abend die Eröffnungskeynote von Miriah Meyer mit dem Titel „Data as…: Exploring the Plurality of Data in Visualization“. Mit einer scheinbar simplen Frage: „Was sind eigentlich Daten?“ eröffnete sie ein breites Panorama: Daten als Input, als Ground Truth, als Design Material, als etwas Verflochtenes. Wer diese Rahmungen explizit benennt und hinterfragt, gewinnt neue Perspektiven auf Visualisierungen und die eigene Forschungspraxis. Beim anschließenden Empfang wurden diese Gedanken in Gesprächen weitergeführt. Ein schöner Beweis dafür, wie eine gute Keynote eine Konferenz inhaltlich in Gang setzt.

Annotieren: Mensch, Maschine oder beides?

Am zweiten Tag folgte der ganztägige Workshop „Film- und Videoanalyse mit VIAN & TIB-AV-A“. Die zentrale methodologische Frage: Wann annotieren wir manuell, wann die Maschine? VIAN Light macht diese Spannung produktiv, indem es manuelle Annotation mit automatischer Einstellungserkennung kombiniert und damit Raum lässt für das, was Eva Hielscher „Doing ELAN“ nennt: den Annotationsprozess selbst als erkenntnisleitenden Akt. Das Fazit des Tages: Automatisierung ersetzt die manuelle Annotation nicht. Hybride Workflows, die beides kombinieren, sind der Schlüssel.

Die Politik der Daten

Besonders nachhaltig haben mich zwei Panels beschäftigt. Im Panel „KI als Belastungsprobe für das offene Internet“ diskutierten Klaus Rettinghaus, Sarah Oberbichler, David Maus und Grischka Petri, was der Boom generativer KI bedeutet: Bot-Traffic, der sich als menschlich tarnt, blockierte Archive, ignorierte Lizenzen. Die Kernfrage: Welche Infrastrukturen bauen wir auf, welche Daten legen wir unter welchen Bedingungen offen? Das sind im Kern politische Entscheidungen und Geisteswissenschaftler:innen können mit ihrer kritischen Datenperspektive aktiv mitgestalten.

Das Panel „The Dark Sides of DH revised: From Utopia to Reality“ richtete den Blick nach innen: auf sprachliche Vielfalt, feministische Datenpraktiken, Repräsentation und ein erweitertes Verständnis von Nachhaltigkeit jenseits von Effizienz. Was mich überzeugte, war der konstruktive Grundton: Es ging nicht nur darum, Probleme zu benennen, sondern gemeinsam darüber nachzudenken, was die DH werden könnte, wenn wir diese Lücken ernst nehmen.

Research Software, Posterslam und Empfang im Wiener Rathaus

Ein weiteres Panel widmete sich Research Software Engineering. Sabina Mollenhauer plädierte für eine Richtungsumkehr: Ethnografische Methoden könnten aktiv zur Gestaltung nachhaltiger Research Software beitragen statt Wissen nur von STEM zu übernehmen. Kevin Kuck und Kevin Wunsch zeigten, wie automatisierte Workflows in Editionsprojekten Raum für inhaltliche Forschung schaffen. Kristin Herold, Hizkiel Alemayehu und Daniel Jettka diskutierten am Beispiel Edirom Online, wie Software nach Projektende überlebt: durch Modularisierung, Community-Building und gezielte Kleinstförderungen.

Ein Highlight der Konferenz war der Posterslam: In kürzester Zeit überzeugten die Slamenden das Publikum von ihrer Forschung, gemessen per Lautstärkemessgerät, Kostüme und popkulturelle Referenzen inklusive. Eine mitreißende Einleitung zu zwei Postersessions, bei denen Zeit für viele spannende Gespräche war.

Daten sind nie neutral

Den krönenden Abschluss des letzten Abends bildete der Empfang im Wiener Rathaus, ein sehr imposanter und beeindruckender Rahmen für eine Konferenz, die inhaltlich als auch atmosphärisch viel zu bieten hatte. Und passend zum Gastgeber durfte musikalisch natürlich auch Falco und der Wiener Walzer nicht fehlen.

Was bleibt

Was mich überrascht hat, war die Atmosphäre: offen, vielfältig, von echtem gegenseitigem Interesse geprägt. Gespräche entstanden schnell und unkompliziert, über Fachgrenzen und Karrierestufen hinweg. Als jemand, die gerade mitten im Studium steckt, war es besonders wertvoll, das Gefühl zu haben, wirklich Teil einer Community zu sein, nicht nur Beobachterin.

Das Stipendium von CLARIAH-AT hat mir nicht nur die Reise nach Wien ermöglicht, sondern einen Einblick gegeben, worum es in den Digital Humanities im besten Sinne geht: das gemeinsame Nachdenken über Methoden, Infrastrukturen und Verantwortung, mit Menschen, die das wirklich ernst nehmen.

Sophia Babl, Masterstudium Digital Humanities, Universität Regensburg

From Modelling to Transcription: Workshop Notes from DHd2026

2026年3月11日 22:25

During DHd2026 in Vienna, many discussions revolved around how digital tools shape the way we work with texts and data. Instead of trying to summarise the entire conference, this blog post focuses on the workshops I attended during the first days and on a few ideas that stayed with me throughout the week.

Looking back at my notes, I realised they already suggested a structure for this post. The workshops I attended raised questions about modelling, transcription, and data that later reappeared in other panels and keynotes during the conference.

Note 1: Starting with Practice

My first two days at the conference were shaped by workshops, and that felt like a good way to begin. Rather than starting with big claims about digital humanities, I started by sitting down with tools, notebooks, scripts, and a lot of practical questions.

On the first day, I attended the workshop “Beyond Entities: Inhaltsbasierte Erschließung digitaler Editionen mit KI.” We worked with Python, APIs, and Jupyter notebooks to extract RDF triples from TEI-encoded early modern letters. What I found especially interesting was that the workflow did not stop at named entities. Instead, it tried to model conceptual relations in the texts. Themes such as emotion, illness, or social order became part of a semantic structure that could then be visualised and analysed further.

Titelfolie des Workshops "Beyond Entities" im Rahmen der DHd2026 in Wien.

I liked that this workshop stayed close to the material while still asking what kinds of structures can be made visible through computational methods. It also made very clear that modelling is never neutral. Even at the level of prompts and extraction rules, decisions shape what the final data looks like.

Note 2: From Audio to Text

The second workshop I attended, “Vom Audio zum Text: Automatisierte Transkriptionen mit Whisper,” shifted the focus from written material to spoken language. We looked at automated transcription workflows, compared tools, and worked through Python-based pipelines for transcription and speaker diarisation.

Titelfolie des Workshops "Von Audio zu Text" vom Data Science Center im Rahmen der DHd2026

What stayed with me most was the discussion after the practical part. Our reflections quickly clustered around three terms: transfer, opportunities, and limits.

The question of transfer came up in relation to both teaching and research. We talked about how automated transcription might be built into thesis work, methods courses, or training materials. There were ideas about shared standards, open educational resources, and also about making these workflows usable for people who are not deeply technical.

The opportunities were easy to see. Automated transcription can save time, give a quick overview of larger amounts of audio material, and make certain kinds of corpus building much more realistic. Reusable code and adaptable workflows also make it easier to test different research setups.

At the same time, the workshop discussion was just as much about the limits. In qualitative work especially, transcripts are never just raw text. Things like pauses, laughter, overlap, hesitation, and speaker dynamics matter, and automated systems do not capture all of this equally well. We also kept coming back to transparency, validation, and the need to check what a model is actually doing. 

For me, this workshop was useful precisely because it did not present automation as a magic solution. It showed where these tools can help, but also where they flatten the material.

Note 3: The Keynote as a Frame

Only after these two workshops came the opening keynote by Miriah Meyer, “Data As ___________: Exploring the Plurality of Data in Visualization.” By that point, I already had the workshop experiences in mind, and that made the keynote even more interesting to listen to.

What I took from it was not one single definition of data, but the opposite. Data appeared here as something plural, shaped, and dependent on context. Meyer spoke about data as entangled, as design material, and as connection. That fit surprisingly well with what I had just seen in the workshops. Whether we are extracting semantic triples from letters or producing transcripts from audio, data do not simply appear ready-made. They are produced through tools, settings, modelling choices, and research interests.

The question “Is data graffiti data?” while looking at sticker emojis museum visitors made on a data sheet, stayed with me because it made this point in a way that was funny and sharp at the same time. It pushed against the idea of data as something clean and self-evident.

Looking Back at the Rest of the Week

For me, the workshops were an amazing start to DHd2026 because they made it possible to move back and forth between trying things out and thinking about what those methods actually imply for research practice.

As the conference continued, I noticed that many of the themes from the workshops reappeared in other sessions. Panels such as “Not Just Text, Intertext!” and projects like NAKAR returned to questions of modelling, connection, and interpretation. The final keynote by Katharina Kinder-Kurlanda then made the political and epistemic side of data work even more explicit.

Looking back at my notes now, this connection between experimentation and reflection is probably my main takeaway from the week. The interesting part is not only that digital tools can do more and more. They also force us to ask more precise questions about modelling, interpretation, transparency, and what we even mean when we call something data. In that sense, the workshops were not just an introduction to tools, but also to the questions that come with using them.

 

This blog post was written as part of a travel grant for the DHd 2026 conference. My sincere thanks go to NFDI4Memory for supporting my participation, and to the conference organizers for their excellent work in making the event such a positive experience.

Am 2. Juli 2026: SSHOMP-Editathon von GKFI und Text+ in Bonn – mitmachen, lernen, vernetzen

2026年3月10日 23:40

Am 2. Juli 2026 laden der Verein Geistes- und Kulturwissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen (GKFI e.V.) und das NFDI-Konsortium Text+ gemeinsam mit dem SSH Open Marketplace zu einem Editathon in die Geschäftsstelle der Max Weber Stiftung in Bonn ein.

Die Idee: Wissenschaftliche Ressourcen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften – von Werkzeugen und Diensten über Trainingsmaterialien bis hin zu Workflows und Datensätzen – im SSH Open Marketplace sichtbar, gut beschrieben und leichter auffindbar machen. Dabei können neue Einträge angelegt und bestehende ergänzt oder überarbeitet werden. Das Ziel: Mehr Sichtbarkeit und Nutzbarkeit für digitale Angebote in unserer Community.

Das Ganze läuft in entspannter Atmosphäre:

  • keine Teilnahmegebühr
  • Snacks und Getränke warten auf die Teilnehmenden
  • wer mag, trifft sich schon am Vorabend in einem örtlichen Restaurant (Selbstzahlerbasis)
  • Arbeitsmaterial wird vorbereitet, Vorkenntnisse sind nicht nötig – nur ein Smartphone, Tablet oder Notebook sollte mitgebracht werden
  • maximal 20 Plätze vor Ort – schnell anmelden!

Eingeladen sind nicht nur Mitglieder von GKFI und Text+, sondern auch Kolleginnen und Kollegen aus anderen Projekten, die den SSH Open Marketplace nutzen möchten. Disziplinär ist alles willkommen, solange es einen Bezug zu Geistes- oder Sozialwissenschaften hat.

Der Ablauf:
Ein kurzer Impuls zum SSH Open Marketplace mit Beispielen aus GKFI, Text+ und weiteren Kontexten – anschließend Gruppenarbeit, in der Ressourcen gemeinsam eingepflegt und Workflows erprobt werden. Schließlich kann jede*r die eigenen Services, Daten oder Materialien direkt ins internationale Portal bringen, wo sie dank API-Anbindung auch von anderen Plattformen geharvestet werden können.

Anmeldung und Infos:

Anmeldung: https://events.gwdg.de/event/1386/ 

Bitte vorab prüfen, ob der Login mit vorhandenen Credentials (es wird kein eigener Account benötigt) schon möglich ist: https://marketplace.sshopencloud.eu/
Fragen oder Probleme? Einfach eine Mail an: textplus-operations-office@lists.gwdg.de

Wir freuen uns auf einen produktiven, lockeren Tag mit vielen neuen Einträgen und spannenden Gesprächen – jetzt anmelden und einen Platz sichern!

Studiolo Digital Humanities Lab Winter school 2026 in Centre for the Study of Medicine and the Body in the Renaissance

2026年3月3日 22:07

Vom 25. bis 27. Februar 2026 wurde eine online Winter School zu Digital Humanities im Centre for the Study of Medicine and the Body in the Renaissance (CSMBR) in Pisa unter dem Namen Studiolo Digital Humanities veranstaltet. Vormittags widmeten wir uns einem praktischen Kurs zur Programmierung in Python für die Geisteswissenschaften; nachmittags fanden Workshops und Fachvorträge statt, die die praktische Anwendung der Digital Humanities in aktuellen Forschungsprojekten vorstellten.

The Centre for the Study of Medicine and the Body in the Renaissance
The Centre for the Study of Medicine and the Body in the Renaissance (Bild: Fabrizio Bigotti)

Studiolo Digital Humanities Lab gehört zur Reihe Winter Schools: Humanities for the Future des CSMBR, die alle zwei Jahre vom Zentrum veranstaltet wird. Dieses Jahr fand der zweite Kurs seit der Gründung des Zentrums im Jahr 2018 statt. Die Schulung bot mir eine einzigartige Gelegenheit, mehr über die Verwendung der Digital Humanities im medizinhistorischen Kontext zu erfahren und meine bisherigen Kenntnisse zu vertiefen. Dank des Stipendiums des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd e.V.) wurde es mir ermöglicht, an dieser Winter School teilzunehmen, wofür ich mich herzlich bedanken möchte.

Die drei intensiven Tage waren vollständig durch die Veranstaltungen ausgefüllt. Vormittags hatten wir die Gelegenheit, uns in die Programmierung mit Python und ihre Anwendungen in den Geisteswissenschaften einzuarbeiten. Bei der Einführung in die Programmierung erwarben wir praktische Kenntnisse über Funktionen, Dateiverwaltung und Daten sowie über Module – vor allem über die Bibliothek Pandas. Damit konnten wir Datensätze genauer mittels Statistik und Grafiken untersuchen. Während jeder Sitzung hatten wir genügend Gelegenheit, gezielte Fragen zu stellen, die unsere eigene Forschung und unsere Forschungsperspektiven betrafen.

Jeder Nachmittag war wissenschaftlichen Anwendungsszenarien der DH in aktuellen Forschungsprojekten oder Workshops zum Thema Entwicklung interaktiver Forschungsergebnisse in der Wissenschaftsgeschichte gewidmet, mit aktiver Diskussion offener Fragen, wie zum Beispiel: Was ist eine interaktive wissenschaftliche Veröffentlichung? Dieser Workshop veränderte meine Sicht auf wissenschaftliches Arbeiten und auf Veröffentlichungsmethoden, da interaktive Publikationen die Möglichkeit bieten, komplexe Inhalte klarer und differenzierter darzustellen. Die Fragenstellungen führten unsere Forschungsideen an eigenen Feldern durch DH-Anwendungsszenarien zur Unterstützung. Bei mir handelt es sich vor allem um lateinische mittelalterliche medizinische Handschriften. Mit Hilfe der Bibliothek Pandas können Statistiken und Diagramme erstellt werden, was meiner Forschungsrichtung sehr nützlich sein kann. Ich habe vor, die lateinischen medizinischen Handschriften einer Gattung und deren Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte genauer zu untersuchen, wozu mir das neu erlernte Modul unbedingt behilflich sein wird. Dadurch lässt sich die Entwicklung der Gattung „regimen sanitatis“ anhand der DH-Daten vergleichen. Die allgemeine Vertiefung der vorher erworbenen Kenntnisse inspirierte mich auch, mich mehr mit den digitalen Editionen der veröffentlichten Texte zu beschäftigen.

Mein zweites Forschungsfeld, das durch die Winter School sehr profitierte, ist meine Arbeit zu den mittelalterlichen Schreibern. Ich sammelte mittlerweile mehrere Dateneinträge zu einigen Schreibern der Handschriften, aber dank dieses Kurses bekam ich breiteren Überblick darüber, was und vor allem wie man mittels DH-Methoden erreichen kann. Sei es die Statistik der Überlieferung, die Ausbreitung der Handschriften oder Diagramme, mit denen man anschließend Vergleiche zu bereits existierenden Daten ziehen kann.

Die Vorträge der gegenwärtigen Forschungsprojekte waren vielfältig: Sie reichten von 3D-Modellierungen über Python-Datenbanken bis zur Gamification, von archäologischen Ansätzen (Digitalisierung der Handschriften) bis zur Medizin und zur Geschichte der Entwicklung von Vorstellungen über Organe. All diese Felder galten als nahezu unerschöpfliche Quellen für Anwendungsszenarien und Ideen für die zukünftigen Forschungsrichtungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Nach jedem Vortrag gab es genügend Zeit für einen bereichernden Austausch. Natürlich kann man während eines Kurses nur eine gewisse Menge an Kenntnissen erwerben, aber auch darauf war der Veranstalter vorbereitet. Für viele Themen gab es Literaturvorschläge und Hinweise zum Weiterlesen, um sich weiterzuentwickeln.

Das gesamte Programm kann man auf der Website des CSMBR unter folgendem Link genauer einsehen; dort findet man auch aktuelle Veranstaltungen, Schulungen und Konferenzen, die nicht nur mit Medizingeschichte zusammenhängen. Hiermit möchte ich mich beim Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum nochmals für die Unterstützung bedanken und meine Überzeugung äußern, dass mir die Teilnahme an der Winter School nicht nur neue Kenntnisse in DH, sondern auch wissenschaftliche Kontakte in meinem Bereich der Medizingeschichte brachte, von denen sowohl mein Studium als auch meine Forschung profitieren werden.

Relaunch von forschungsinfrastrukturen.de: GKFI und Angebotskatalog im neuen Design

2026年2月25日 17:09
Der Relaunch von forschungsinfrastrukturen.de ist abgeschlossen!
Die Website des GKFI – Verein Geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen – präsentiert sich ab sofort in einem neuen, klaren und konsistenten Design. Inhalte und Struktur wurden grundlegend überarbeitet, sodass Informationen zu Zielen, Gremien und Services des Vereins nun noch schneller und einfacher zu finden sind. Damit unterstützt die Website das zentrale Anliegen des GKFI: Forschungsinfrastrukturen in den Geistes- und Kulturwissenschaften in Deutschland und im europäischen Kontext zu stärken, zu koordinieren und sichtbarer zu machen.
Wir freuen uns über Feedback zum neuen Auftritt – schreiben Sie uns gerne unter kontakt@forschungsinfrastrukturen.de.
 
Logo GKFI
 
Auch der GKFI-Angebotskatalog hat ein neues Gesicht bekommen. Er bietet einen strukturierten Überblick über die Services, die von den Mitgliedseinrichtungen im Bereich der Forschungsinfrastrukturen bereitgestellt werden. Die Angebote sind nach Fachbereichen geordnet, enthalten kurze Beschreibungen und verweisen direkt auf die Website des jeweiligen Services.
Alle aufgeführten Dienste sind etablierte Forschungsinfrastruktur-Angebote, die Forschung durch Beratung, Bereitstellung, Weiterentwicklung und Vermittlung von Werkzeugen, Daten und Expertise unterstützen. Sie folgen den Prinzipien von Open Science, erfüllen gemeinsame Qualitätsstandards im GKFI-Netzwerk und werden von den verantwortlichen Einrichtungen betrieben.
Technisch ist der Katalog nun direkt mit dem SSH Open Marketplace verbunden: Per API-Call werden die dort vom GKFI-Koordinierungsrat geprüften und eingetragenen Services automatisch auf die GKFI-Website übertragen. So bleibt der Überblick aktuell und zuverlässig – und Forschende finden noch leichter passende Infrastrukturangebote für ihre Arbeit.
 
Der Verein Geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen e.V. engagiert sich für die Weiterentwicklung und Vernetzung geistes- und kulturwissenschaftlicher Forschungsinfrastrukturen in Deutschland und Europa. Er koordiniert nationale Knoten zu europäischen Infrastrukturen, arbeitet mit wissenschaftspolitischen Akteuren, Fachgesellschaften und Interessensgruppen zusammen und fokussiert auf digitale Forschungsinfrastrukturen, Forschungsdaten, virtuelle Forschungsumgebungen sowie digitale Forschungsprozesse mit besonderem Blick auf die Perspektiven der Nutzenden in Forschung und Lehre.
Die Motivation: Gestaltung der digitalen Transformation in den Geistes- und Kulturwissenschaften, Bündelung vorhandener Angebote, Begleitung aktueller Entwicklungen und digitaler kultureller Praktiken.
Mitmachen können institutionelle wie individuelle Mitglieder – durch die Förderung der Vereinsangebote, Mitarbeit in Gremien, Mitgestaltung künftiger Entwicklungen und Teilnahme an Veranstaltungen, Tagungen und Workshops.

Zertifikatskurs Forschungsdatenmanagement 2026/27 – Anmeldung bis 27. April möglich

2026年2月24日 01:13

via Christina Schröder, Landesinitiative fdm.nrw

heute startet die Bewerbungsphase für den Zertifikatskurs Forschungsdatenmanagement, der im September 2026 zum sechsten Mal beginnt. Eine Bewerbung ist ab sofort bis zum 27. April 2026 möglich.

 

Über den Zertifikatskurs Forschungsdatenmanagement:

Der Kurs bietet die einzigartige Möglichkeit, Kompetenzen zum FDM und deren Anwendung in Service-Bereichen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen berufsbegleitend, systematisch und zertifiziert zu erwerben. Er richtet sich an Beschäftigte aus wissenschaftsnahen Infrastruktur-Bereichen sowie aus der Forschung und umfasst die Themenbereiche: Forschungsdaten-Lebenszyklus, Datentypen, Forschungsprozesse in verschiedenen Fachgebieten, Open Science, Hacken und Experimentieren mit Daten, Forschungsprojektmanagement, technische Infrastruktur für Repositorien, Metadaten, nachhaltiges Datenmanagement, relevante rechtliche Aspekte sowie Ansätze zur Beratung und Vermittlung von FDM-Themen für verschiedene Zielgruppen.

 

Der Zertifikatskurs Forschungsdatenmanagement ist eine Kooperation der TH Köln, des ZBIW, der Landesinitiative für Forschungsdatenmanagement – fdm.nrw und ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften und wird seit 2021 für Interessierte aus Nordrhein-Westfalen und seit 2023 deutschlandweit angeboten.

 

Weitere Informationen zum Kurs und zur Bewerbung finden Sie auf der Webseite des ZBIW: https://www.th-koeln.de/weiterbildung/zertifikatskurs-forschungsdatenmanagement_82048.php

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Veröffentlichung des Sammelbandes „From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon“

2026年2月19日 01:12

Wir freuen uns, die erfolgte Veröffentlichung des Bandes From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon bei Melusina Press in Diamond Open Access bekanntgeben zu können. 

Aus dem Klappentext:  

“Der Sammelband “From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon” lädt dazu ein, lokale und globale Geschichte(n) des Einsatzes von digitalen Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum zu entdecken und über ihre Zukunft nachzudenken. Er bietet Standortbestimmung genauso wie Experimente in der Gegenwart und Gedankenspiele für die Zukunft. Er ergründet Entwicklungslinien und stößt kritische Diskussionen an.

Der Teilband „Be-Forschen“ sammelt diskursive Aufsätze und eine Vielfalt der Themen, der Teilband „In eigenen Worten“ Audio-Essays mit einer Vielfalt der Stimmen und der Teilband „Artefaktbiographien“ Portraits (digitaler) Objekte und eine Vielfalt der Medialität. Der Aufbau als Triptychon führt die (neuen) Formate fruchtbar zusammen, spiegelt den Medienwandel und zeigt dabei überraschende Perspektiven auf. Dies spiegelt die Vielfalt der methodischen Ansätze der Digital Humanities, ganz unabhängig davon, ob man sie als Big Tent oder als globales (Zelt-)Dorf begreift.” 

Sie finden die Publikation unter https://doi.org/10.26298/1981-5722. Wenn Sie eine Druckoption wünschen, so finden Sie dort ebenfalls die Möglichkeit der direkten Bestellung. 

Zur Zitation des Bandes orientieren Sie sich gerne an folgendem Beispiel (Chicago 18. Edition): Wuttke, Ulrike, Christopher Nunn, Christian Schröter, Melanie Seltmann und Christian Wachter. From Global to Local: Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon. Melusina Press, 2026. https://doi.org/10.26298/1981-5722

Nähere Informationen zur Publikation finden Sie im Fußbereich der Publikationswebsite oder im Impressum der Publikation. 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und Lese- und Hörgenuss bei der Lektüre aller Beiträge! 

Herzliche Grüße

Ulrike Wuttke

Christopher Nunn

Melanie Seltmann

Christian Schröter

Christian Wachter 

 

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