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Text+: Forschungsdateninfrastruktur für text- und sprachbasierte Forschung wird weiter ausgebaut

2026年7月14日 17:50

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat am 10. Juli 2026 die Förderung der Forschungsdateninfrastruktur „Text+“ für zwei weitere Jahre mit insgesamt rund sechs Millionen Euro beschlossen. Neue mitantragstellende Einrichtung ist die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen). Sie übernimmt damit für die Universität Göttingen die Verantwortung für die finanzielle, organisatorische und strategische Weiterentwicklung des Vorhabens.

 

In der zweiten Förderphase von Text+ soll die in den vergangenen Jahren aufgebaute Forschungsdateninfrastruktur für text- und sprachbasierte Forschungsdaten weiterentwickelt, verstetigt und noch stärker in die wissenschaftliche Praxis integriert werden.

 

„Die Weiterförderung von Text+ ist ein starkes Signal für die Forschungsdateninfrastrukturen in Deutschland und für den Forschungsstandort Göttingen. Text- und sprachbezogene Daten sind ein wesentlicher Bestandteil unseres kulturellen Gedächtnisses und zugleich eine zentrale Grundlage für die Qualität von Sprachmodellen und Künstlicher Intelligenz. Zusammen mit den drei anderen NFDI-Konsortien der ‘Humanities@NFDI’-Gruppe können wir in der zweiten Förderphase die gemeinsam aufgebauten Strukturen festigen, unsere Angebote nachhaltig verankern und die Idee einer gemeinsamen ‘One NFDI’ vorantreiben“, erläutert der Sprecher für Text+, Prof. Dr. Philipp Wieder von der Universität Göttingen.

 

Der Fokus der zweiten Förderphase, beginnend ab Oktober 2026, liegt auf dem Betrieb einer stabilen und leistungsfähigen Infrastruktur, der Konsolidierung und Weiterentwicklung zentraler Dienste für das Forschungsdatenmanagement sowie der langfristigen Sicherung und Bereitstellung von Daten. Zugleich wird Text+ seine Angebote noch enger am Bedarf der wissenschaftlichen Communitys ausrichten und die Zusammenarbeit mit Partnern innerhalb und außerhalb der NFDI weiter vertiefen. Die FAIR-Data-Prinzipien zur Förderung einer offenen Nachnutzbarkeit von Forschungsdaten sind dabei zentral für das Angebot.

 

Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur, mit der Bund und Länder seit 2019 den Aufbau verlässlicher Strukturen für den Umgang mit Forschungsdaten fördern, hat zum Ziel, Forschungsdaten aus allen Wissenschaftsbereichen langfristig zugänglich, interoperabel und nachnutzbar zu machen. Die Konsortien decken vielfältige Wissenschaftsdisziplinen ab: von Kultur- über Sozial-, Geistes- und Ingenieurwissenschaften bis hin zu Lebens- und Naturwissenschaften. Dazu arbeiten Fachcommunitys gemeinsam mit Universitäten, Bibliotheken, Rechenzentren, Archiven und weiteren Infrastruktureinrichtungen an Standards, Diensten und Beratungsangeboten für ein nachhaltiges Forschungsdatenmanagement.

 

Die Entscheidung zur Weiterförderung fällt in eine Phase, in der auch die NFDI insgesamt strategisch weiterentwickelt wird. Bund und Länder haben im Juli 2026 die Grundlage für eine langfristige Fortführung der NFDI über das Jahr 2028 hinaus beschlossen. Ziel ist eine stärker koordinierte, nachhaltige und leistungsfähige Forschungsdateninfrastruktur in Deutschland. Text+ wird dazu weiterhin einen wichtigen Beitrag für die geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung leisten.

Einladung zum Clustertreffen des N4O CC Authority Files – Die AG Archäologiethesaurus: Ein Normvokabular für die Archäologie, 12.8.2026, 13:00 Uhr

2026年7月14日 16:12

Hiermit laden wir Euch sehr herzlich zum Clustertreffen am 12. August 2026, 13:00 Uhr, mit dem Thema „Die AG Archäologiethesaurus: Ein Normvokabular für die Archäologie“ mit Victoria Biesterfeld vom LVR-Landesmuseum Bonn ein.

Für die digitale Erfassung archäologischer Bestände sind kontrollierte Vokabulare unerlässlich. Nur Objekte mit einheitlichen Bezeichnungen sind langfristig auffindbar und entsprechen den FAIR-Prinzipien guten Forschungsdatenmanagements. Während in kunst- und kulturhistorischen Disziplinen bereits seit langem anerkannte und standardisierte Thesauri existieren, fehlt in der Archäologie ein vergleichbares Vokabular bislang weitgehend.

Die AG Archäologiethesaurus – eine unabhängige Arbeitsgruppe ohne institutionelle Anbindung, hervorgegangen aus einer Initiative des Archäologischen Museums Hamburg im Jahr 2008 – hat sich zum Ziel gesetzt, ein einheitliches, überregional nutzbares Vokabular archäologischer Objektbezeichnungen zu entwickeln. Dieses soll die Ansprache und Inventarisierung von  umfangreichen Beständen in Landesmuseen und Landesämtern, aber auch von kleineren regionalen Sammlungen erleichtern.

Als Zwischenschritte auf dem Weg zum digitalen Thesaurus erscheinen seit 2012 die „Bestimmungsbücher Archäologie“, in denen sukzessive einzelne Objektgruppen (wie z.B. Fibeln, Gürtel, Pfeil- und Lanzenspitzen) aufgearbeitet werden. Diese haben sich sowohl in der praktischen Sammlungsarbeit als auch bei Grabungsfirmen schnell als nützliche Standardwerke etabliert.

Aktueller Fokus der Arbeitsgruppe ist die digitale Umsetzung des sog. Archäologischen Objektbezeichnungsthesaurus (AOT) in ein interoperables Format, das institutions- und softwareunabhängig nutzbar ist. Geplant ist, das Vokabular in xTree bereitzustellen und dort auch danach weiterhin redaktionell zu betreuen, um seine technische Implementierung in unterschiedliche Sammlungsdatenbanken zu ermöglichen und deren Nutzenden stets ein aktuelles Vokabular anbieten zu können. Parallel dazu werden weitere Objektgruppen nach und nach erschlossen und sowohl in Print veröffentlicht als auch digital integriert; selbstverständlich sind auch Mappings zu anderen Thesauri vorgesehen.

Der Vortrag stellt die AG, ihre Entstehung, Arbeitsweise und Ziele vor und diskutiert, wo sich Anknüpfungspunkte zur Community von NFDI4Objects ergeben –  insbesondere im Hinblick auf technische Lösungen, Interoperabilität und mögliche Kooperationen bei der weiteren Entwicklung des digitalen Archäologiethesaurus.

Hier sind die Zoom-Zugangsdaten:

https://dainst-org.zoom.us/j/94508989488?pwd=zVXisbncIEgOOwEle1NQuG7hA2YNbp.1

Meeting-ID: 945 0898 9488
Kenncode: 357332

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, wir freuen uns auf Eure Teilnahme.

 

 

Reminder: Einladung zum DHd Community Forum am 10.07.2026 zum Thema “Nachlese der DHd2026 und Ausblick DHd 2027”

2026年7月6日 16:15

Liebe Mitglieder des DHd-Verbandes und Interessierte,

für unsere interdisziplinäre Community ist ein offener Austausch von großer Bedeutung. Während die jährliche Mitgliederversammlung bereits eine wichtige Rolle für unsere communityinterne Verständigung übernimmt, unterstützen wir als Vorstand weitere partizipative Angebote. Alle Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich an den Diskussionen zu beteiligen sowie Themenvorschläge (info@digitalhumanities.de) einzureichen.

Das nächste virtuelle Community Forum findet am Freitag, den 10. Juli 2026 von 11–12 Uhr statt. Das von uns vorgeschlagene Thema lautet “Nachlese der DHd2026 und Ausblick DHd2027”. Dazu begrüßen wir als Gäste die Organisationsteams der beiden Konferenzen.  Weitere Themen können wie immer zu Beginn des Community Forums vorgeschlagen werden.

Für das Community Forum werden wir das Videokonferenztool Zoom nutzen. Wir möchten Sie bitten, sich mit vollständigem Namen anzumelden.

https://lmu-munich.zoom-x.de/j/69203567293?pwd=rWT3ZQja2LdYiXW8EUgojtMBwAmI7W.1

Meeting-ID: 692 0356 7293

Kenncode: 270211

 

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Mit freundlichen Grüßen

Rabea Kleymann (als Koordinatorin des Community Forums)

Infoveranstaltung für den Masterstudiengang Cultural Data Studies an der Universität Marburg

2026年7月3日 04:00

Das Marburg Center for Digital Culture and Infrastructure (MCDCI) möchte sich mit zwei Online-Infoveranstaltungen an Personen richten, die sich für den M.A. Cultural Data Studies interessieren.

Am Dienstag, 7. Juli von 16 bis 16:30 Uhr und am Freitag, 17. Juli von 12 bis 12:30 Uhr informieren wir über die Bewerbung, den Studiengangsverlauf, bieten interessante Einblicke in den Master und beantworten Fragen rund um das Studium.

Die Cultural Data Studies arbeiten bereits im Studium interdisziplinär mit unterschiedlichen Daten aus den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie dem Kulturerbesektor. Durch verschiedene disziplinäre Hintergründe entstehen neue Perspektiven. Zusammen mit dem im Studium vermittelte Informatikwissen ist der M.A. Cultural Data Studies eine Antwort auf aktuelle Digitalisierungsfragen in der Gesellschaft und Forschung.

Einen Überblick des Studiengangs gibt es bereits über das Vorstellungsvideo!

Wann: Dienstag, 7. Juli, 16-16:30 Uhr; Freitag, 17. Juli, 12-12:30 Uhr
Wo: Beide Termine über diesen Einwahllink

Einladung zum Workshop: Forschungsdaten publizieren in der Filmwissenschaft | 16. Juli 2026, Potsdam

2026年6月30日 15:49

Liebe Interessierte,

das Datenkompetenzzentrum QUADRIGA lädt zu einem eintägigen Workshop rund um die Publikation film- und medienwissenschaftlicher Forschungsdaten ein. Der Workshop steht allen interessierten Wissenschaftler:innen offen. Er richtet sich insbesondere an Film- und Medienwissenschaftler:innen sowie Forschende aus angrenzenden geisteswissenschaftlichen Disziplinen.

Praxisnah und ohne spezielles Vorwissen lernen Sie, wie Forschungsdaten für eine offene, FAIR-konforme Publikation aufbereitet, angereichert und veröffentlicht werden können: von der Dokumentation und Strukturierung über Metadatenstandards bis hin zur Evaluation von Publikationswegen. Der Workshop verbindet Impulsvorträge, Diskussionen und praktische Übungen, dabei kommen Module einer von QUADRIGA entwickelten OER (Open Educational Resource) zum Einsatz. Mehr Informationen gibt es auf der Website:

https://www.quadriga-dk.de/de/ws2026datenpublikation.

Stattfinden wird der Workshop am Donnerstag, dem 16. Juli 2026, von 10:00 bis 18:00 Uhr im Potsdam Lab im Bildungsforum Potsdam (fußläufig vom Potsdamer Hauptbahnhof erreichbar).

Anmeldungen sind bis zum 9. Juli möglich. Zur Anmeldung gelangen Sie hier.

Für Teilnehmende, die außerhalb der Region Berlin-Brandenburg anreisen, steht eine begrenzte Anzahl an Reisekostenunterstützungen zur Verfügung. 

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Beste Grüße,

Melanie Seltmann für 

Ihr QUADRIGA-Team

Berlin-Brandenburgisches Datenkompetenzzentrum für

Digital Humanities, Verwaltungswissenschaft, Informatik und Informationswissenschaft

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https://www.quadriga-dk.de

quadriga-management@listserv.dfn.de

https://github.com/quadriga-dk

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Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 29.06.2026: „Was ist das für 1 struggle ey 🙈“ – Autorenerkennung im Instant Messaging

2026年6月22日 18:23

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 29. Juni 2026, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.academiccloud.de/gl/lou-eyn-nm6-t6b):

 Gaby Axer (Universität Mannheim)
über
„Was ist das für 1 struggle ey 🙈“ – Autorenerkennung im Instant Messaging

***

Die Forensische Linguistik im engeren Verständnis befasst sich mit der Frage der Autorschaft eines Textes und konzentriert sich dabei auf zwei Hauptfragen:

  • Was kann ich über den Autor eines anonymen Textes anhand der sprachlichen Merkmale ableiten?
  • Stammen zwei oder mehr Texte von demselben Autor?

Der Beantwortung dieser Fragen liegt bei der qualitativen Autorenanalyse stets eine Fehler- und Stilanalyse zugrunde. Um eine Einschätzung der Aussagekraft gefundener Merkmale treffen zu können, bedarf es eines Wissens zur Verteilung solcher Merkmale in der relevanten Vergleichspopulation. Diese sind zwar für „klassische“ forensisch relevante Textsorten wie Drohbriefe, Erpresser- und Bekennerschreiben gut erforscht, allerdings liegen für neuere Textsorten wie Forenposts oder Instant Messaging wenige Studien und Korpora vor, die für die Bedarfe der Forensischen Linguistik ausgelegt sind. Zudem bilden viele Studien außerhalb der klassischen Textsorten die Realität des alltäglichen Sprachgebrauchs vieler deutschsprachiger Personen nicht adäquat ab, vor allem im wenig regulierten Genre des Chats. Um diese Lücke zu füllen, soll ein für die Autorenanalyse aufbereitetes Referenzkorpus der Alltagssprache des Deutschen (RAD) mit Hauptfokus auf Instant Messaging erstellt werden und die Belastbarkeit verschiedener Merkmale/Merkmalskombinationen getestet werden.

Der Vortrag stellt die Bedarfe und Herausforderungen der forensischen Autorenerkennung dar und versucht, die Variationsbreite deutschsprachiger Autoren abzubilden. Darüber hinaus gibt er einen Einblick in die rechtlichen, technischen und ethischen Hürden des Promotionsziels, das RAD neu zu erfinden.

***

Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzraum über den Link https://meet.academiccloud.de/gl/lou-eyn-nm6-t6b erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.

Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.

ediarum.MEETUP – nächste virtuelle Veranstaltung am 13.7.2026

2026年6月12日 18:52

Liebe ediarum-Community, liebe ediarum-Interessierte, liebe Kolleg:innen!

im Namen des Konsortiums Text+ der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und des ediarum-Teams an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) laden wir Sie herzlich zum nächsten virtuellen ediarum.MEETUP ein:

am Montag, den 13. Juli 2026, 11:00 Uhr s.t.

Martina Gödel und Johannes Ioannu aus der TELOTA-Abteilung der BBAW stellen das noch junge ediarum-Modul ediarum.ANTIQUITY vor. Das Datenmodell und das passende Oxygen-Framework sind speziell an die Bedarfe von Editionen von Texten aus der Antike und Spätantike abgestimmt. Es wird von mehreren Vorhaben eingesetzt und bietet zahlreiche Funktionalitäten von der Erstellung von Volltext-Transkriptionen bis hin zu textkritischen Kommentaren. Ein Grundsatz von ediarum.ANTIQUITY besteht in der Trennung von Transkription und Annotation jeder einzelnen Handschrift und der Edition von Texten inklusive Variantenapparat. Hierdurch werden unterschiedliche Zugänge auf das Material möglich und die Transparenz bei der Erstellung der Edition wird erhöht.

Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzraum über den Link https://meet.academiccloud.de/gl/rooms/nad-mge-0rq-ufp/join erreichbar.

***

Weitere Informationen zum Meetup finden Sie auf der ediarum-Website (https://www.ediarum.org/meetups.html).

Das ediarum.MEETUP ist primär für DH-Entwickler:innen gedacht, die sich zu spezifischen ediarum-Entwicklungsfragen austauschen wollen, jedoch sind auch ediarum-Nutzer:innen und Interessierte herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!

Viele Grüße
Martin Fechner
im Namen von Text+ und der ediarum-Koordination

Einladung zum DHd Community Forum am 10.07.2026

2026年6月10日 23:07

Einladung zum DHd Community Forum am 10.07.2026 zum Thema “Nachlese der DHd2026 und Ausblick DHd 2027”

Liebe Mitglieder des DHd-Verbandes und Interessierte,

für unsere interdisziplinäre Community ist ein offener Austausch von großer Bedeutung. Während die jährliche Mitgliederversammlung bereits eine wichtige Rolle für unsere communityinterne Verständigung übernimmt, unterstützen wir als Vorstand weitere partizipative Angebote. Alle Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen, sich an den Diskussionen zu beteiligen sowie Themenvorschläge (info@digitalhumanities.de) einzureichen.

Das nächste virtuelle Community Forum findet am Freitag, den 10. Juli 2026 von 11–12 Uhr statt. Das von uns vorgeschlagene Thema lautet “Nachlese der DHd2026 und Ausblick DHd2027”. Dazu begrüßen wir als Gäste die Organisationsteams der beiden Konferenzen.  Weitere Themen können wie immer zu Beginn des Community Forums vorgeschlagen werden.

Für das Community Forum werden wir das Videokonferenztool Zoom nutzen. Wir möchten Sie bitten, sich mit vollständigem Namen anzumelden.

https://lmu-munich.zoom-x.de/j/69203567293?pwd=rWT3ZQja2LdYiXW8EUgojtMBwAmI7W.1

Meeting-ID: 692 0356 7293

Kenncode: 270211

 

Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!

Mit freundlichen Grüßen

Rabea Kleymann (als Koordinatorin des Community Forums)

Zum Bibliotheks- und Informationsprofi mit dem berufsbegleitenden Master: MALIS an der TH Köln

2026年6月9日 18:59

via: Claudia Frick, Inka Tappenbeck und Luca Berrens (TH Köln)

Du interessierst Dich für die Welt der Bibliotheken und Informationseinrichtungen, willst dort (quer) Einsteigen oder Dich upgraden, dann laden wir Dich herzlich ein einen Blick auf den Master in Bibliotheks- und Informationswissenschaft (MALIS) der Technischen Hochschule Köln (TH Köln) zu werfen. Das ist genau der richtige Studiengang für alle, die berufsbegleitend und praxisnah einen Einstieg oder Aufstieg in Bibliotheken und Informationseinrichtungen suchen. Wir haben das Wichtigste hier zusammengestellt, laden aber auch herzlich zur digitalen Informationsveranstaltung am Freitag, den 24. Juli um 15 Uhr ein. Dort stellen wir den Studiengang nochmal im Detail vor und nehmen uns Zeit für alle Fragen. Anmeldungen gerne direkt über E-Mail (malis@f03.th-koeln.de) bei uns, dann bekommt ihr den Einwahllink.

Was macht MALIS besonders?

Der 4-semestrige Masterstudiengang richtet sich an alle, die in Bibliotheken, Archiven, oder anderen Informationseinrichtungen Leitungs- oder Spezialaufgaben übernehmen wollen. Pro Jahr starten etwa 30 Studierende, die aus ganz Deutschland und auch angrenzenden Ländern kommen. Durch die Struktur des Studiengangs bietet sich so eine tolle Gelegenheit zum Netzwerken und Kennenlernen vieler Menschen und Einrichtungen. Außerdem gibt es einen hohen Praxisbezug im gesamten Studium: von eigenen Projektarbeiten bis zu Lehrenden direkt aus der Praxis. Das Studium ist zudem als Blended Learning konzipiert: kurze und wenige Präsenzphasen (mal vor Ort in Köln und mal digital) wechseln sich mit hohen E-Learning-Anteilen ab.

Für wen ist MALIS gedacht? 

MALIS wendet sich sowohl an Wissenschaftler*innen mit einem ersten Hochschulabschluss (Magister, Diplom, Staatsexamen, Bachelor oder Master), die sich beruflich auf den bibliothekarischen oder informationstechnischen Bereich ausrichten wollen, als auch an Bibliothekar*innen und Informationsfachleute, die ihr Know-how auf den aktuellen Stand bringen möchten und eine Höherqualifizierung anstreben.

Was muss man mitbringen?

Zulassungsvoraussetzung ist neben dem Abschluss eines Hochschulstudiums eine qualifizierte berufspraktische Tätigkeit von mindestens zwölf Monaten, die auch in Teilzeit (mindestens halbtags) erfolgt sein kann. Mindestens zwei dieser zwölf Monate müssen im Bibliotheks- und Informationsbereich gesammelt worden sein. Wir beraten sehr gerne individuell, um die Anrechnungsfähigkeit der eigenen berufspraktischen Tätigkeiten abzuklären.

Einblicke gefällig?

Wer wissen will, welche spannenden Projekte MALIS-Studierende so umsetzen, kann auf dem MALIS-Projekte-Blog vorbeischauen. Hier gibt es Beispiele aus Forschung und Praxis, die zeigen, wie vielfältig und relevant das Feld der Informationswissenschaft heute ist. 

Wie sieht Karriere mit MALIS aus?

Ob in wissenschaftlichen oder öffentlichen Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, bei Verbänden, Wirtschaftsunternehmen oder in der digitalen Informationsvermittlung, MALIS-Absolvierende sind gefragt. Einen guten Überblick über mögliche Karrierewege zeigen ehemalige Studierende auf unserer Webseite.

Noch Fragen?

Wir haben eine kleine Informationssammlung zum Studium als FAQ aufbereitet. Wir beraten aber jederzeit gerne persönlich über E-Mail (malis@f03.th-koeln.de) oder telefonisch (+49 221-8275-5946). Wir, das sind Luca Berrens (Studienganskoordination) sowie Prof. Dr. Inka Tappenbeck und Prof. Dr. Claudia Frick (Studiengangsleitungen). Wer darüber hinaus gerne einen Einblick aus Studierendenperspektive möchte, wird bei unseren Studiengangsbotschafter*innen fündig.

Neugierig geworden?

Am Freitag, den 24. Juli bieten wir um 15 Uhr eine digitale Informationsveranstaltung an. Dort stellen wir den Studiengang im Detail vor und nehmen uns Zeit für alle Fragen. Anmeldungen hierzu gerne direkt über E-Mail (malis@f03.th-koeln.de) bei uns, dann bekommt ihr den Einwahllink. Die Bewerbung für den Studienstart im Sommersemester 2027 erfolgt digital und ist noch bis 30. September 2026 möglich.

Kurz zusammengefasst!

MALIS an der TH Köln ist optimal für alle, die sich berufsbegleiten in der Bibliotheks- und Informationswissenschaft weiterentwickeln und in Bibliotheken und anderen Informationseinrichtungen arbeiten wollen. Das alles mit Flexibilität, Praxisbezug und einem starken Netzwerk. Wir freuen uns auf neue Gesichter!

Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy

2026年5月11日 21:38

Autor:innen:


Für Originalbeitrag, siehe https://hdl.hypotheses.org/5097

Abb. 1: Gruppenarbeitsphase: Beschreibung disziplinspezifischer OER (Quelle: NFDI4Memory)

Digitale Werkzeuge und die Arbeit mit Forschungsdaten verändern den wissenschaftlichen Alltag – und erfordern die Entwicklung neuer Kompetenzen. Eine besondere Stellung nehmen dabei Data Literacy (Schüller, Busch und Hindinger, 2019) und Forschungsdatenmanagement (FDM) ein, die über OER (Open Educational Resources) vermittelt werden können (Deimann et al., 2015). Doch OER zu FDM sind bisher über verschiedene Plattformen verstreut und damit schwer auffindbar. Plattformen wie DALIA (Ortmeyer et al., 2024) oder Sammlungen wie NFDI4Memory HISTOCAT und HERMES Resourcebase versuchen, hier Abhilfe durch Registraturen und kuratierte Sammlungen zu schaffen. Ein zentraler Schlüssel für die Auffindbarkeit und Nachnutzbarkeit der OER sind dabei allerdings gute Metadaten – doch bestehende Schemata (z. B. das Schema des Datenkompetenzzentrums HERMES (Urbaum et al., 2026) oder das DALIA Interchange Format (Geiger et al., 2026)) unterscheiden sich hinsichtlich fachspezifischer Angaben wie Disziplinen oder Methoden. Hier fehlen in vielen Fällen standardisierte Vokabulare zu einer Beschreibung von OER, um Such-Find-Prozesse effizienter werden zu lassen.

Vor diesem thematischen Hintergrund organisierten die Projekte HERMES, NFDI4Memory, DALIA und NFDI4Culture auf der 12. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. (DHd2026), die vom 23. bis 27. Februar 2026 an der Universität Wien stattfand, einen Workshop. Die Konferenz in Wien stand unter dem Motto „Nicht nur Text, nicht nur Daten“ und erweiterte damit ihren Fokus von den traditionellen text-basierten Analysen zu einer umfassenden, objekt-übergreifenden Perspektive. Neben Textkorpora standen nun auch Personen, Orte, materielle Kultur, Bild- und Klangobjekte, Klimadaten, genetische sowie neurophysiologische Messungen im Fokus.

Abb. 2: Organisationsteam Workshop Kontext und Klarheit (Quelle: Jonathan D. Geiger)

Insbesondere das technische Interesse der Konferenz-Teilnehmenden und die Breite des geisteswissenschaftlichen Disziplinen-Panoramas machten die DHd zu einer geeigneten Konferenz für den Workshop “Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy”. Unser Ziel war es, Metadatenschemata und disziplinspezifische Metadaten von OER unter die Lupe zu nehmen und so eine Grundlage für die Verbesserung der Schemata zu entwickeln. Der halbtägige Workshop konzentrierte sich daher auf die Untersuchung und Strukturierung von OER-Metadaten – insbesondere den Einsatz fachspezifischer, kontrollierter Vokabulare, Picklists und Metadatenschemata für geisteswissenschaftliche Lehr- und Lernmaterialien. Nach einer kurzen Vorstellung der Referent*innen und ihrer Projekte folgte ein Ice-Breaker, der die Unschärfe von Klassifikationen thematisierte. Die daran anschließende kompakte Einführung vermittelte einen Überblick über unseren Untersuchungsbereich wie OER-Metadatenstandards, Metadatenschemata, Vokabularien und deren disziplinäre Herausforderungen und Potenziale. In der Gruppenphase wurde die Think-Pair-Share-Methode nach Bönsch (2002) eingesetzt. Im Hauptteil durchliefen die Teilnehmenden in Kleingruppen einen klassischen Erschließungsprozess. Anhand ausgewählter OER aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen untersuchten die Teilnehmenden, inwiefern die beiden OER-Metadatenschemata von HERMES und DALIA für die Ressourcen geeignet waren und inwiefern disziplinen-spezifische Angaben zu den Werten der einzelnen Attributen gemacht werden können. Das Moderationsteam unterstützte dabei. Abschließend wurden die Ergebnisse im Plenum präsentiert, Bedarfe diskutiert und nächste Schritte für die Weiterentwicklung von Picklists skizziert. Eine Reflexionsrunde fasste zentrale Erkenntnisse zusammen und eröffnete Anknüpfungspunkte.

Abb. 3: Beschreibung von OER anhand ausgewählter Metadatenschemata (Quelle: NFDI4Memory)

Unter den Eindrücken der Kleingruppen gab es interessante Überschneidungen: Demnach waren Autor*innen- und Lizenzinformationen der Ressourcen häufig unklar oder fehlten ganz; Zielgruppen und Kompetenzstufen wurden uneinheitlich beschrieben oder nicht klar voneinander abgegrenzt. Beide Metadatenschemata wiesen Redundanzen bzw. zu viele Pflichtfelder auf, und Metadatenfelder wie Titel, Untertitel oder Versionsangaben konnten nicht konsistent angegeben werden. Die Teilnehmenden merkten zudem an, dass die  Anpassbarkeit an fachspezifische Begriffe derzeit noch begrenzt ist.

Aus diesen  Überschneidungen  ergaben sich gemeinsame Empfehlungen: Vorgeschlagen wurde ein modularer Kern-/Erweiterungs-Ansatz, bei dem grundlegende Metadaten obligatorisch und fachspezifische Felder optional über kontrollierte Vokabulare (Picklists) ergänzt werden können. Darüber hinaus wurde angeregt,  Lizenz- und Autor*innen-Angaben für OER klar auszuweisen; die  Disziplinen-Taxonomie um digitale Geisteswissenschaften bzw. Digital Humanities zu erweitern sowie Metametadaten (Version, Datum, Provenienz, Autor*innen etc.) systematisch zu integrieren. Für komplexere Fälle wurde außerdem die Möglichkeit freier Ergänzungen als sinnvoll erachtet. Einheitliche Definitionen für OER, klare Rollenbezeichnungen und ein abgestuftes Kompetenzmodell wurden ebenfalls als  wünschenswert erachtet. In der Gruppendiskussion wurde insbesondere die Bedeutung  von Metametadaten für Versionierung und Nachvollziehbarkeit von Entwicklungen betont.

Die Organisator*innen danken allen Teilnehmenden herzlich für die rege und produktive Teilnahme und der DHd für die Ausrichtung der Konferenz in Wien. Auch uns hat der Workshop viele Impulse erbracht, die in die weitere Entwicklung der Arbeit an den Metadaten und Plattformen einfließen werden. Die inhaltliche Arbeit an OER und -Metadaten soll im Rahmen einer DHd-Arbeitsgruppe Data Literacy weitergeführt werden – Interessierte sind sehr herzlich zur Mitarbeit eingeladen und können sich in die Mailingliste eintragen und/oder unserem RocketChat-Channel (OER.Net) beitreten.

Referenzen

Bönsch, Manfred. 2002. Unterrichtsmethoden – kreativ und vielfältig. Schneider-Verlag Hohengehren.

Deimann, Markus, Jan Neumann und Jöran Muuß-Merholz. 2015. Whitepaper Open Educational Resources (OER) an Hochschulen in Deutschland – Bestandsaufnahme und Potenziale 2015. Transferstelle für OER. Hamburg. https://open-educational-resources.de/wp-content/uploads/Whitepaper-OER-Hochschule-2015.pdf (zugegriffen: 26.03.2026).

Geiger, Jonathan, Petra Steiner, Abdelmoneim Amer Desouki, Henrika Maria Hüppe und Frank Lange. 2026. DALIA Interchange Format (1.4). DOI: 10.5281/zenodo.17871138

Ortmeyer, Jochen, Jan-Michael Haugwitz, Petra Steiner, Thomas Stäcker, Torsten Schrade, Ulrich Sax, Gábor Kismihók, Matthias Müller, Peter F. Pelz und Sonja Herres-Pawlis. 2024. A Platform for the Provision of Teaching and Training Contents in Data Literacy: DALIA4NFDI. BASE4NFDI User Conference. Berlin, 20-21 November 2024. DOI: 10.5281/zenodo.14183168

Schüller, Katharina, Paulina Busch und Carina Hindinger. 2019. Future Skills: Ein Framework für Data Literacy. Hochschulforum Digitalisierung, 47. DOI: 10.5281/zenodo.3349865

Urbaum, Dorothee und Grigori Chlesberg. 2026. Metadatenschema und Picklisten für Open Educational Resources des Datenkompetenzzentrums HERMES – Humanities Education in Research, Data, and Methods (v1-1). DOI: 10.5281/zenodo.18679758

Urbaum, Dorothee, Laura Döring, Grigori Chlesberg, Jonathan D. Geiger und Petra Steiner. 2026. Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy. In: Silke Schwandt, Gabriel Viehhauser, Tara Andrews und Thomas Wallnig (Hg). 2026. Book of Abstracts – DHd 2026: Nicht nur Text, nicht nur Daten. 12. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. DHd2026, Universität Wien, 23.–27. Februar 2026. Wien. DOI: 10.5281/zenodo.18702757

8. WissKI Anwender*innentreffen 20./21. Oktober 2026 in Nürnberg

2026年5月4日 18:49

Liebe WissKI-Community und alle die sich für Linked Open Data Management interessieren,

auch in diesem Jahr laden wir alle WissKI-Anwender*innen und -Entwickler*innen herzlich ein, um gemeinsam über Projekte und Themen zu diskutieren, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren und gemeinsam Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln.
Das 8. WissKI Anwender*innentreffen findet statt:

Bis zum 31. August 2026 können Beiträge in Form von Präsentationen und Workshops eingereicht werden. Eure Einreichungen werden dieses Jahr in einem Book of Abstracts veröffentlicht! Mehr dazu in unserem „Call for Abstracts“.

Einen vorläufigen Programmablauf könnt ihr schon jetzt online einsehen!

Eine Anmeldung zur Teilnahme am WissKI Anwender*innentreffen ist bis einschließlich 30. September 2026 möglich.
Bei Fragen rund um das WissKI Anwender*innentreffen schreibt ihr an info@wiss-ki.eu oder in unseren Mattermost WAT Channel.

Herzliche Grüße

Die Organisator*innen des #WAT26

Neues Whitepaper zum Thema Fuzzyness & Wobbliness im NFDI4Objects Community Hub

2026年5月4日 15:33

Die NFDI4Objects TWG Community-Standards for modelling fuzziness & wobbliness in research data using Semantic Web technologies and formalisms (FuzzyWobblySW) hat ein neues Whitepaper veröffentlicht, das die Begriffe Unsicherheit, Vagheit und „Fuzzyness & Wobbliness” aus Sicht der Arbeitsgruppe definiert.

Das Dokument vergleicht und fasst gemeinschaftlich entwickelte Arbeitsdefinitionen der TWG  zusammen. Ziel ist ein gemeinsamer begrifflicher und modellierungstechnischer Rahmen. Durch Klärung der Konzepte und Darstellung von Modellierungsstrategien (z. B. probabilistische Ansätze, graduelle semantische Abbildungen, Wikibase-Implementierungen) trägt die Arbeit zu transparenteren, interoperableren und FAIR-konformen Lösungen für unsichere, unpräzise oder mehrdeutige Informationen in Kulturerbe-Wissensgraphen bei.

Das Whitepaper kann im Rahmen des NFDI4Objects-Commons-Prozess bis 28. Mai 2026 kommentiert werden! Wir freuen uns auf Euer Feedback!

GND-Forum Humanities@NFDI: 23./24.06.26 in Göttingen

2026年4月17日 16:03

Mitwirkende der vier geisteswissenschaftlichen Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) treffen sich zum GND-Forum Humanities@NFDI am 23./24. Juni in Göttingen. Zentrales Thema des Arbeitstreffens ist die Gemeinsame Normdatei (GND) aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Die Veranstalter:innen

Wir organisieren das GND-Forum Humanities@NFDI als Team: Barbara Fischer (Deutsche Nationalbibliothek, GND-Community), Stefan Buddenbohm & Alex Steckel (SUB Göttingen als Gastgeberin sowie Text+). Melanie Gruss & Desiree Mayer (NFDI4Culture), Anja Gerber & Frank von Hagel (NFDI4Objects), Katrin Moeller und Anne Purschwitz (NFDI4Memory), Domenic Schäfer & Michael Markert (VZG des GBV).

Die GND-Foren

Mit dem Veranstaltungsformat FORUM verfolgen wir, d.h. die GND-Community, das Ziel, mit euch gemeinsam – den Nutzenden, den Forschenden, den Infrastrukturbetreibenden – über konkrete Anwendungsszenarien der GND nachzudenken. 

GND-Forum Humanities@NFDI

Das Selbstverständnis der GND ist es Brücken zu schlagen zwischen unterschiedlichen Ressourcen und Communities. Wie kann ihre Doppelrolle als Datenbank und Organisation beim Ausbau der Zusammenarbeit der vier geisteswissenschaftlichen Konsortien NFDI4Culture, NFDI4Memory, NFDI4Objects und Text+ helfen, ist die zentrale Frage in Göttingen. Hintergrund der Frage sind zum einen die für 2028 erwartete Neuausrichtung des NFDI-Förderprogramms, und zum anderen wie das Synergienpotenzial der bisherigen Entwicklungen in den jeweiligen Konsortien rund um die GND für die anderen Partner genutzt werden kann. Beides soll aus drei Blickwinkeln diskutiert werden:

  • Die Rolle der GND in Tools und Services der Konsortien
  • Unterschiedliche Perspektiven auf vier Entitätstypen der GND 
  • Zukunftspotenzial der vertieften Zusammenarbeit der Konsortien mittels der GND

Themen

Wir wollen Euch die Möglichkeit geben, euch aktiv einzubringen und schlagen den folgenden programmatischen Dreiklang vor:

  1. Tools: Welche Werkzeuge für welche Zwecke?
  2. Die GND im Schulterblick: Tandems aus GND- und NFDI-Kolleg:innen stellen die Entitätentypen der GND im Anwendungskontext vor
  3. Strategie: Pfade für die GND in der NFDI

Anmeldung

Bitte meldet Euch sich bis zum 16.06. über die Anmeldefunktion dieser Veranstaltungsseite an. Wir haben 80 Plätze für Teilnehmende reserviert. Die Teilnahme am GND-Forum ist kostenfrei.

 

Forschungsdaten im Zentrum: Ewig währt am längsten

2026年4月15日 21:38

Ein partizipativer Workshop der Initiative „Datenzentrum – wissenschaftliche Konzeption und Ausgestaltung“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)

Berlin, 25. und 26. Juni 2026; Akademiegebäude am Gendarmenmarkt; Einstein-Saal


Der Wert geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten für Wissenschaft und Gesellschaft ist nicht zuletzt durch den laufenden Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) offensichtlich geworden. Zentrale Fragen nach dem dauerhaften Betrieb vertrauenswürdiger Datenrepositorien und der langfristigen Verfügbarkeit der aggregierten Inhalte sind jedoch weiterhin offen.

Vor diesem Hintergrund lädt die Initiative „Datenzentrum – wissenschaftliche Konzeption und Ausgestaltung“ der BBAW zu einem zweitägigen Lunch-to-Lunch-Workshop ein. Diese 2025 eingerichtete Initiative erarbeitet ein Konzept für die organisatorischen und technischen Grundlagen für ein leistungsfähiges, zertifiziertes Repositorium und dessen infrastrukturelle Einbindung innerhalb der BBAW. Darauf aufbauend wird die Akademie ab 2028 ein eigenes Datenzentrum betreiben. Dessen Hauptaufgaben werden die Aggregation, Verfügbarhaltung und Archivierung von Forschungsdaten, Software und Diensten aus den Vorhaben und Projekten der Akademie sein. Darüber hinaus ist eine Öffnung des Repositoriums für externe Datengeber:innen vorgesehen.

Im Workshop werden anhand von Impulsvorträgen die unterschiedlichen Perspektiven aus Sicht von Forschung, Bibliothek, Archiv und IT reflektiert. Anschließend bieten verschiedene Thementische die Möglichkeit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit spezifischen Fragen, von der technischen Einrichtung nachhaltiger Infrastrukturen zwischen quelloffenen und kommerziellen Lösungen bis hin zum Einsatz sog. Künstlicher Intelligenz samt deren ethischen Herausforderungen.


Um Anmeldung wird gebeten unter: www.bbaw.de/veranstaltungen/veranstaltung-workshop-datenzentrum-2026

Nähere Informationen zum Programm: https://datenzentrum.bbaw.de/veranstaltungen/workshop-2026. Die Seite befindet sich im Aufbau und wird fortlaufend aktualisiert.

From Manuscripts to AI: Reflections on DHd 2026

2026年4月15日 00:27

Overall, DHd 2026 was a truly memorable experience for me. What stood out was not only the diversity of research topics and approaches, but also the opportunity to engage with such talented and dedicated researchers. Being able to exchange ideas, receive feedback, and gain inspiration from other projects was both motivating and rewarding, and offered perspectives that I would not have encountered within my own academic environment. It also encouraged me to think more critically about how my own work fits into the broader field of digital humanities, and how it might contribute to ongoing discussions on combining computational methods with traditional manuscript studies.

I would like to sincerely thank the organizers for planning such a well-structured and inspiring conference. I am also very grateful for the travel grant, without which my participation would not have been possible.

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Save the Date: 12. Juni 2026 – 4. Community Meeting von NFDI4Objects

2026年4月9日 14:31

Das vierte Community Meeting 2026 von NFDI4Objects findet virtuell statt! Die Veranstaltung richtet sich an Einsteiger:innen und Interessierte und bietet spannende Einblicke in die Arbeit des Konsortiums. Freut euch auf interaktive Formate, Austauschmöglichkeiten und dezentrale Online-Workshops.

Programm und Workshop-Termine folgen in Kürze – merken Sie sich den Termin schon jetzt vor!

Hands on DANTE – Clustertreffen des CC Authority Files am 29. April 2026, 13:00 Uhr

2026年4月9日 14:28

Hiermit laden wir Euch sehr herzlich zum nächsten Clustertreffen des CC „Authority Files and Community-driven Vocabularies“ am 29. April 2026, von 13 bis 14:30 Uhr, ein. Dieses Mal wird es ein Hands on für DANTE mit unserem Chair Michael Markert von der VZG geben.

DANTE ist ein Webservice zur Pflege und Veröffentlichung von Vokabularen, der von der Verbundzentrale des GBV auch für NFDI4Objects-Institutionen bereitgestellt wird. Zu unserem Hands-On-Treffen wollen wir gemeinsam Datensätze im DANTE-Testpool anlegen und bearbeiten, damit neue Nutzer:innen sich mit der Funktionalität vertraut machen können.

Bringt gern Beispieldaten aus dem Bereich Personen, Körperschaften, Orte und Sachbegriffe zum Ausprobieren mit!

Es wäre schön, wenn auch erfahrene DANTE-Nutzer:innen zur Unterstützung bei Fragen dabei sein könnten.

Hier sind die Zoom-Zugangsdaten: https://dainst-org.zoom.us/j/93752320746?pwd=HTwLEQw0aUraauAoZbx8hpnKnse6PD.1

Meeting-ID: 937 5232 0746
Kenncode: 673534

Dieses Mal würde wir uns aus Planungsgründen über Anmeldungen im Vorfeld sehr freuen.

Nächstes Treffen des N4O CC Protected Heritage Sites am 28. April, 9:00 Uhr

2026年4月9日 14:25

Am Dienstag, 28. April 2026 von 9 bis 11 Uhr findet die nächste Sitzung des Community Clusters Protected Heritage Sites online statt.

Themen der Sitzung sind:

  • Abschluss: Datenmodelle für Maßnahmenobjekte und Schutzflächen

Voraussichtlich wird dies die letzte Sitzung sein, in der die Modelle Thema sind. Falls Sie keine Zeit haben, an dem Treffen teilzunehmen, schicken Sie daher gerne Ihre Anmerkungen per E-Mail, damit sie in der Diskussion berücksichtigt werden können.

Zoom-Raum: https://zoom.us/j/91094521138?pwd=zJLwXZetdBcpMpssA9RpZPVCRFUWDP.1
Meeting-ID: 910 9452 1138
Kenncode: 286763

Das Protokoll der 15. Sitzung des CC Protected Heritage Sites vom 12.03. ist ab sofort via OSF verfügbar: https://osf.io/pwzg4/.
Hier finden Sie auch die aktuellen Entwürfe der Datenmodelle.

Abstract, Review, Postersession – (M)ein Weg zur DHd2026

2026年3月27日 22:46

Wie nimmt man als Nachwuchswissenschaftler, zumal noch als Student, an einer wissenschaftlichen Tagung teil? Allgemeingültig beantworten kann das wohl weder ich noch jemand anders. In diesem kurzen Beitrag will ich aber zumindest meinen Weg zur DHd2026 in Wien nachzeichnen. Ich hoffe damit aus Nachwuchsperspektive allen, für die eine Teilnahme an der Konferenz ebenfalls einen ersten Schritt in die Wissenschaftswelt bedeuten würde, eine Vorstellung zu geben, wie dieser Weg aussehen könnte.

Vom Vorhaben zum fertigen Abstract…

Die diesjährige Konferenz begann für mich am 22. Februar mit Ankunft in Wien. Der Weg dahin nahm seinen Anfang dagegen – wie sicher für viele Forscherinnen und Forscher aus den DH – bald ein Jahr zuvor. Denn: Nach der DHd ist vor der DHd.

Im letzten Jahr hatte ich das Glück, im heimischen Bielefeld als Teil des studentischen Organisationsteams indirekt schon an der letzten DHd-Konferenz teilnehmen zu können. Kein halbes Jahr zuvor hatte ich meine Bachelorarbeit in der Germanistik eingereicht. In dem Zusammenhang entstand bei mir bereits die Frage: Wäre meine Arbeit wohl auch was für die DHd…?

Bald darauf stellte ich meine BA im Kolloquium der Bielefelder Arbeitsgruppe CLS vor, mit anschließendem Gespräch über Publikationsmöglichkeiten. Veröffentlichen in einer Fachzeitschrift(?) – theoretisch möglich, aber vielleicht eine zu große Hürde, wo man nach der ersten Qualifikationsarbeit gerade zu laufen angefangen hat. Womöglich konzentriert man sich besser aufs Studium, immerhin stellt eine Veröffentlichung in jedem Fall einen Mehraufwand dar! Aber die Arbeit war gut, sagt man mir, und wenn man in die Wissenschaft will, gibt es hier Chancen, die sich auszuschöpfen lohnen.

Die alternative Idee: Veröffentlichen im Rahmen einer Konferenz – immerhin schwirrt die nächste DHd schon in den Köpfen rum und hier gäbe es niedrigschwelligere Einstiegsmöglichkeiten. Man könnte es versuchen, und bei Erfolg würde man diesmal als echter Teilnehmer mit eigenem Beitrag an der ersten Wissenschaftskonferenz teilnehmen. Etwa zur selben Zeit dürfte der Call for Papers eingegangen sein.

Ein Poster soll es werden. Mit Deadline für die Abstracts am 1. August ist im Juli Schreibarbeit angesagt. Eine 47-seitige Bachelorarbeit will auf 750 Wörter gestutzt werden und am Ende soll sogar noch so etwas wie eine Aussage rauskommen. Mit tatkräftiger Unterstützung von Prof. Dr. Berenike Herrmann und der ganzen AG ergeht eine x-malige Feedbackschleife – man unterschätze nicht, wie man – vor allem mit sich selbst – um jedes Wort kämpft, um das Abstract passend hinzubekommen. Am Ende bin ich zufrieden, der Beitrag ist im glücklicherweise gut funktionierenden Fidus Writer abgetippt und schließlich auf ConfTool hochgeladen. Dann heißt es auf das Open Peer-Review-Verfahren warten, um zu erfahren, ob man angenommen wurde oder nicht.

…über Reviewprozess und Posterdesign…

Und das dauert, naturgemäß. Über drei Monate, in denen das Leben natürlich weitergeht, aber man – weil es das erste Mal ist – trotzdem ungeduldig wartet. Schließlich wissen wir, ich und die weiteren drei(!) an AG-Projekten beteiligten Hilfskräfte mit Einreichungen, dass unsere Poster-Abstracts angenommen wurden! Die Freude ist groß.

Die ganze mitgereiste Bielefelder AG CLS im gr. Festsaal der Universität Wien

Sofort geht es aber weiter, denn für das Metagutachten und die Veröffentlichung im Book of Abstracts wollen die Beiträge binnen eines Monats überarbeitet werden. Außerdem muss man sich nun ernsthaft Gedanken machen, wie man eigentlich nach Wien kommt.

In den nächsten Wochen wird sich für Konferenz und Workshops registriert, es werden Absprachen getroffen und Reisen und Unterkünfte gebucht. Man beachte: Für all das muss man üblicherweise in Vorleistung gehen, und es kommt ein bisschen was zusammen. Aber es gibt Finanzierungsmöglichkeiten. Neben der Forschungskommission der eigenen Universität, ggf. sogar der betreffenden AG, schreiben die Beteiligten am Stipendienprogramm des DHd-Verbands großzügig eine ganze Reihe Reisekostenstipendien aus, für die man übrigens nicht zwingend einen Konferenzbeitrag mitbringen muss. Wer den ganzen Organisations- und Verwaltungsaufwand zum ersten Mal macht, berechne aber auch hier etwas Zeit und Nerven ein, die immer dazugehören.

Im neuen Jahr schließlich, nachdem die Überarbeitung für das Metagutachten eingereicht und die meisten Fragen geklärt sind (die letzten werden es noch auf den letzten Drücker, keine Sorge), muss nur noch das eigentliche Poster designt werden. Also nochmal reduzieren und fürs Auge aufbereiten, bei ConfTool hochladen und ab in den Druck. Dann endlich ist alles in trockenen Tüchern und ein paar Tage später ist man, eh man sich versieht, auf dem Weg zur Konferenz.

…bis schließlich zum Ziel

Und was erwartet einen da? Nun, vorausgesetzt das gewählte Verkehrsmittel bringt einen erst einmal planmäßig an sein Ziel, eine ganze Menge. Mit Wien in meinem Fall zunächst eine prächtige Kulturstadt im Herzen Europas, die ich trotz des vollen Konferenzprogramms etwas Zeit hatte, zu erkunden. Neben großen, auch im Frühjahr schönen Gärten und viel ansehnlichem habsburgischen Prunk gehörte dazu nicht zuletzt das Hauptgebäude der ältesten Universität im heutigen deutschsprachigen Raum, wo die Konferenz ihre Räumlichkeiten fand.

Auch das war drin: Schloss Schönbrunn mit der Stadt im Hintergrund, aufgenommen von der Gloriette-Anhöhe

In den Workshops gab es dort ungezwungenen Erfahrungsaustausch im Konferenz-Du und Raum zum Ausprobieren und Selbermachen. Das Kernprogramm, in dem ich durch meine Teilnahme die Möglichkeit hatte, eine ganze Reihe hochaktueller, interessanter Vorträge in breitgefächerten Konferenztracks zu hören, war gerahmt von zwei großen Keynotes im Audimax, die Anlass für anregende Gespräche boten. Dazwischen tischten die Veranstalter im kleinen und großen Festsaal zu Eröffnungsfeier und Kaffeepausen und nicht zuletzt zum großen Empfang im Ballsaal des Wiener Rathauses auf.

Der Mittelpunkt der Konferenz war für mich aber die große Poster-Vorstellung am Donnerstag. Nach vormittäglichem Poster-Slam, wo einige Mutigere die restlichen Teilnehmer kreativ und humorvoll schon auf ihre Poster heißgemacht hatten, warteten die zwei aufeinanderfolgenden Poster-Sessions mit insgesamt 98 Beiträgen.

Vorstellung meines Posters in der ersten Session

Es war eindrucksvoll, das eigene Poster dort endlich im A0-Format neben all den anderen hängen zu sehen, zumal im üppigen großen Festsaal der Universität Wien. Während der Poster-Session hatte ich die Möglichkeit, mit gestandenen Wissenschaftlern und anderen Studenten und frisch Promovierenden gleichermaßen ins Gespräch zu kommen, Zusammenhänge meiner Arbeit zu erklären und Rückfragen zu beantworten. Und in der zweiten Session konnte ich dann auch selbst herumgehen und mich mit anderen wiederum über ihre Poster austauschen. Bei all dem habe ich die Erfahrung machen dürfen, mich wirklich als Teil einer wissenschaftlichen Community zu fühlen.

In diesem Sinne kann ich allen, die wie ich noch weit am Anfang ihres akademischen Werdegangs stehen, nur empfehlen, bei Möglichkeit auch diese Erfahrungen zu machen. Ob mit eigenem Beitrag oder ohne, der Weg zur DHd kann für Nachwuchswissenschaftler ganz unterschiedlich aussehen – aber es lohnt sich in jedem Fall, ihn zu beschreiten.

Dieser Beitrag ist im Rahmen eines Early Career-Reisestipendiums für die 13. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. entstanden. Mein herzlicher Dank gebührt dem DHd-Verband als Stipendiengeber für die finanzielle Ermöglichung meiner Teilnahme.

Die Philosophie von Maß und Morphem – Fantastische Daten und wo sie zu finden sind

2026年3月18日 02:31

Ein Reisebericht der DHd 2026

Mit dem Bachelorzeugnis in der einen und der Zulassung zum Digital Humanities-Studium in der anderen Hand fühlte ich mich zu Beginn der DHd doch ein wenig wie Jacob Kowalski, als er das erste Mal mit der Welt der Zauberer und Hexen in Kontakt kam. Alles wirkte auf eigenartige Weise vertraut und doch – ja, wie sollte man es anders beschreiben – magisch.

Aus der englischen Linguistik kommend, trug ich einige Fragen mit in das erste Semester meines Masterstudiums. Eine davon drängte sich besonders in den Vordergrund: Wo stehen die Digital Humanities in einer Welt, in der doch Natur- und Geisteswissenschaften so klar und fein säuberlich getrennt scheinen? Es mag genau dieser Schein sein, der trügt. Gerade in der Sprachwissenschaft ist diese Linie noch mit Leichtigkeit wegzudenken. Doch wie könnte man überhaupt versuchen, das menschliche Verlangen nach Bedeutung von sich und der Welt, welches über Jahrhunderte in Bild und Schrift festgehalten wurde, mit reduktiven Ansätzen zu quantifizieren? Ein Algorithmus könnte doch unmöglich die irrationalen und subtilen Gefühls- und Denkweisen nachvollziehen, die uns Menschen so vertraut sind. Genau mit diesen Fragen beschäftigt sich der Essay „Meursault as a Data Point“ von Abhinav Pratap. Seine philosophische Sichtweise stimmte mich in den Tagen vor Beginn der DHd-Jahreskonferenz neugierig und offen dafür, als „Neuling“ in diesem Bereich meine eigene Meinung zu formen. Das majestätische Gebäude der Universität Wien begrüßte mich mit der Eleganz der Neurenaissance an jenem Montagmorgen. Passend zu dem Leitmotto der diesjährigen Konferenz dachte ich mir: „In jedem Text findet man Daten; doch gilt dies auch andersherum?“

Die Konferenz wurde in meinem Fall von Mark Hall von der The Open University (UK) mit seinem Workshop Arbeiten mit der μEdition eröffnet. In seiner dazugehörigen DHd-Publikation stellte er sich unter anderem die Frage: „[…] [W]ie viel Edition braucht eine Edition, um eine Edition zu sein?“ (Hall, 2026). Wir durften in dem Workshop ein praxisfähiges Tool mit Community-Zugang ausprobieren. Ich sah dies als eine angenehme Gegenbewegung zur totalen Datenlogik. Die μEdition arbeitet mit Blick auf pragmatische Produktions- und Publikationspfade, unter anderem mit statischen HTML-Ausgaben und niederschwelligen Wegen, um Editionen für Forschende zugänglich zu machen und den „Publikationsflow“ zu vereinfachen (Hall, 2026). Was in seinem Projekt ebenfalls eine große Rolle spielt, ist, dass nicht alles sofort auf maximale Komplexität ausgelegt sein muss. Vielmehr sollen Einstiege erleichtert werden und damit auch das Wachstum der jeweiligen Edition. Nicht nur Text bedeutet hier also Publizieren: Es geht auch darum, Editionen für alle zugänglich zu machen und dabei mit kleinen Ressourcen arbeitsfähig zu bleiben.

Als Sprachwissenschaftlerin stolperte ich in meinem Bachelorstudium nur selten über literaturwissenschaftliche Annotation. Umso erfrischender war für mich der Workshop, an dem ich am zweiten Tag der DHd teilnehmen durfte. Graphbasierte Text- und Wissensmodellierung mit dem ATAG-Editor und Entity-Manager wurde geleitet von Maximilian Michel, Sebastian Enns, Vincent Neeb und Andreas Kuczera von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz sowie der Technischen Hochschule Mittelhessen. Komplementär zur μEdition adressiert ATAG die Frage, wie man Text so speichert bzw. modelliert, dass das Datenmodell dem editorischen Denken näherkommt. In der ersten Theoriephase wurden alle Teilnehmenden in die browserbasierten Tools, den ATAG-Editor und den Entity-Manager, eingeführt. In der Praxisphase wurde jedem von uns ein Text ausgeteilt, mit dem wir unseren eigenen Regest, aufgeteilt in Summary, Archival History und Commentary, erstellen durften. Anschließend wurde uns freigestellt, die Tools zu testen und „wild drauf los“ zu annotieren (je nach Vorliebe). Zum Schluss wurde uns die Verknüpfung unserer Texte, Annotationen und Entitäten in einem Netzwerk auf Basis von Labeled Property Graphs visualisiert. Ich empfand dieses Tool als wunderbare Möglichkeit für webbasierte und vor allem kollaborative Annotation und es hat mir persönlich gezeigt, dass Text nicht bloß einer Kategorie angehört, sondern auch eine Praktik selbst ist.

 

„Dinge sind […] nicht nur einfach wahrzunehmende „Gegenüber“, sondern sie konstruieren die Umwelt des Menschen und bestimmen die Möglichkeit seines Handelns.“ (Peter Hahn, Materielle Kultur, 2014, S. 31)

 

Sind Zeichnungen, Bilder, Gemälde und Abbildungen auch Dinge im Sinne des obigen Zitats? Der Vortragsblock zu Digital Art History zeigte mit sehr interessanten Anwendungspraktiken den „Zustand“ der Digital Humanities in Bezug auf die Analyse von historischen Bilderzählungen und mittelalterlichen Manuskripten bis hin zur Erkennung von Pflanzen in Herbarien und Drucken. In den Vorträgen wurde unter anderem gezeigt, wie schwer es ist, Figuren (z. B. Maria oder den Engel Gabriel in Verkündigungsszenen) zuverlässig über Stile hinweg zu erkennen. Es wurde argumentiert, dass unter anderem Gesichtsdaten für eine erfolgreiche Analyse nicht ausreichen und es an Kontext im Sinne von zugehörigem Körper und Umgebung bedarf, um die Erkennung zu verbessern. Die Kernfrage lautet hier: Was zählt als Signal und was als Rauschen, wenn Kunstwerke zu Datensätzen werden?

Auch die Automatisierung des Klassifikationssystems ICONCLASS wurde behandelt. Dieses wurde seit den 1940er-Jahren für Bildinhalte entwickelt und wird heute in vielen kulturellen Sammlungen zur inhaltlichen Erschließung verwendet (Thomas, n. d.). Da die manuelle Vergabe solcher Klassifizierungscodes aufwändig ist, nutzen neue Automatisierungsansätze multimodale Modelle, Vektorsuche und Retrieval-Augmented Generation (RAG), um Iconclass-Klassifikationen aus Bildbeschreibungen abzuleiten, und berichten teils deutlich bessere Ergebnisse als reine Keyword-Methoden (Thomas, n. d.).

 

Mit diesen Ansätzen werden Bilder zu:

  • Daten (Computer Vision, Feature-Extraktion, Klassifikation)
  • Bedeutung (ikonographische Kategorien)
  • Interpretation (Ambiguität, Kontext, Fehlklassifikation)

 

Der damit erzeugte Modelloutput ist dabei nicht einfach Bedeutung, sondern eine konstruierte Leseart, die sehr produktiv sein kann, jedoch immer wieder neu interpretiert werden muss, um auf blinde Flecken aufmerksam zu werden.

Nach den wunderbaren Vorträgen habe ich am Donnerstag meine ganz persönliche Winkelgasse und damit auch mein Highlight der DHd gefunden: die Postersessions.

Umgeben zu sein von so vielen talentierten, motivierten Forschenden, die die verschiedensten Projekte vorstellen, ließ keinen Nischenwunsch offen. Ich hatte das Glück, drei Personen für ein kleines Interview zu gewinnen.

Anja Gerber von der Klassik Stiftung Weimar adressiert mit NFDI4Objects die Zusammenführung heterogener Daten zu materiellem Kulturerbe und nutzt dafür Anschluss an Modelle wie CIDOC CRM bzw. Crosswalk-Ontologien. Das von ihr vorgestellte Projekt ist ein schönes Beispiel für Daten als semantische Vermittlung zwischen den Communities der Archäologie, Museen, Restaurierung und Forschung.

Der Posterbeitrag von Nina Brolich von der Universität Erfurt beschäftigt sich mit der Frage: Welche Infrastrukturen zwingen uns zu bestimmten Fragestellungen? Und welche öffnen neue Alternativen? Mit ihrem Projekt Edge AI zeigt sie, dass sich Aufgaben in den DH wie Entity Recognition auch lokal und mobil auf Mikrocontrollern mit einfacher Netzwerkarchitektur lösen lassen – im Kontrast zu der Idee, dass alles über immer größere Rechenressourcen laufen müsse.

Schließlich hat mich Erik Radisch von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig in das Projekt eines 3D-Positionssystems für Zeichnungen und Bilder in den Höhlen von Kucha in Zentralasien eingeführt. Hierbei wird versucht, die Wandgemälde, die teils entfernt und in Museen gebracht wurden, zu dokumentieren und ihren ursprünglichen Standort zu rekonstruieren. Dabei adressiert er auch das Modellierungsdilemma, dass schematische Darstellungen Bereiche erzeugen können, die es so im Original nicht gibt, und dass man bei diesen Verzerrungen methodisch mitdenken muss. In jedem Fall war es eine tolle Erfahrung, in den Stand des Projekts mit der bereitgestellten VR-Brille einmal selbst eintauchen zu dürfen.

Ob Kaffeepause, Rathausempfang, Posterslam, Eröffnungsfeier oder Exkursion: Die DHd2026 war von der Einführungs- bis zur Abschlusskeynote eine wahrlich magische Erfahrung. Ein großes und von Herzen kommendes Dankeschön geht hierbei an CLARIAH-AT, die mir mit der Vergabe des Stipendiums einen großen Schritt in meine persönliche Entwicklung als Forscherin in den Digital Humanities und zugleich die Erfahrung einer wunderbaren und inspirierenden Community ermöglicht haben.

Für all die Workshops, Poster Sessions und Vorträge finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, alle wissenschaftlichen Essays, Links und Nennungen sowie weiterführende Literatur am Ende dieser Seite. Gerade für diejenigen, die erst seit kurzem den Wind der DH in ihren Segeln spüren, kann ich nur wärmstens empfehlen, sich dieser Literatur zu widmen. Wer weiß, vielleicht erweitert sie auch Ihren Horizont und führt Sie auf ganz neue, unerwartete Gewässer.

Nun, von Harry Potter zur Seemannsweisheit – so richtig entscheiden konnte ich mich in meinen verwendeten Metaphern ja nicht. Und wie sieht es mit meinem anfänglichen Dilemma der DH und der vielen unbeantworteten Fragen aus? Geisteswissenschaften existieren nicht ohne die komplexen Fragen menschlicher Existenz. Informationswissenschaft wiederum arbeitet mit quantifizierbaren Strukturen, die Daten greifbar machen. Die Digital Humanities erscheinen mir deshalb weniger als Kompromiss zwischen beiden Welten, sondern eher als ein Raum der Symbiose; ein Ort, an dem Interpretation und Modellierung nebeneinander existieren können. Und vielleicht ist es genau diese dritte Instanz, die während der DHd am deutlichsten hervortrat: der Forschende selbst, der zwischen Daten und Bedeutung vermittelt und ihnen Bedeutung gibt.

Storymap und Netzwerkvisualisierung

Um diese vielen Eindrücke, Projekte und Methoden nicht nur erzählerisch, sondern auch visuell darzustellen, habe ich im Anschluss an diesen Blogbeitrag eine kleine digitale Dokumentation erstellt. Eine StoryMap führt durch meine persönlichen Stationen der Konferenz, während eine Netzwerkvisualisierung die Verbindungen zwischen den erwähnten Projekten, Methoden und Forschenden veranschaulichen soll. Die Knoten der Netzwerkanalyse repräsentieren Forschende, Projekte, Institutionen und methodische Ansätze, während die Kanten ihre thematischen Verbindungen darstellen. Betrachtet man das Ergebnis, erkennt man, wie stark die Digital Humanities von interdisziplinären Verknüpfungen zwischen Edition, Kulturerbedaten, visueller Analyse und digitalen Modellierungsverfahren geprägt sind.

Beide Visualisierungsformen verstehen sich als Versuch, die verknüpften Wege der DHd auch mit Methoden aus dem eigenen Fachgebiet abzubilden – selbstverständlich völlig experimentell.

Literatur

Hall, M. (2024). Edition & niederschwellige digitale Editionen.

Kuczera, A. (2024). Applied Text as Graph: ATAG – Graphbasierte Text- und Wissensmodellierung.

Mandl, T. (2026). Plants in historical herbarium collections (DHd2026 Beitrag).

Pratap, A. (2025). Meursault as a Data Point. Essay.

Prathmesh M.., et al. (2020). Recognizing characters in art history using deep learning.

Thomas, D. B. (n.d.). Automating Iconclass: LLMs and RAG for large-scale classification of religious woodcuts.

 

Interviews

Brolich, N. (2026, 27. Februar). DH on the Edge [Poster session interview].

Gerber, A. (2026, 27. Februar). Vom Objekt zum Wissensnetz [Poster session interview].

Radisch, E. (2026, 27. Februar). 3D Positioning System for the Paintings in the Caves of Kucha [Poster session interview].

 

Verwendete Materialien

  • DHd2026 Konferenzprogramm
  • Poster Sessions
  • Workshopmaterialien der Vortragenden

Weiterführende Literatur

De Boer, V., et al. (2024). Hybrid Intelligence for Digital Humanities.

Peck, E. (2019). Data is personal: Approaches to making data tangible. Linköping University.

Hullman, J. (2019). Why authors don’t visualize uncertainty. IEEE Transactions on Visualization and Computer Graphics.

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