Der diesjährige DH-Tag der Universität Münster steht vor der Tür. Am 10. Juli 2026 wartet ein abwechslungsreiches Format zum Thema „Digital Humanities: Human Autonomy?“ auf Sie – das offizielle Programm ist nun online.
Ganz besonders freuen wir uns, mit Prof. Dr. Tobias Hodel von der Universität Bern einen ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet KI-gestützter Arbeitsweisen als Keynote Speaker gewonnen zu haben. Sein Vortrag „Denken trotz Prompt? Epistemologische Souveränität als Aufgabe der Digital Humanities“ richtet den Blick nicht nur auf konkrete digitale Werkzeuge, sondern stellt vor allem das praktische Arbeiten sowie die dabei betroffenen Reflexionen und Denkweisen in den Mittelpunkt. Eine ausführliche Beschreibung des Vortrags und alle Details zu Programm sowie Hinweise zur Ameldung (bis zum 29.6.2026 möglich) finden Sie auf unserer Seite zum DH-Tag 2026.
Bitte beachten Sie, dass der DH-Tag in Präsenz stattfinden, die Keynote allerdings live online übertragen wird.
Liebe WissKI-Community und alle die sich für Linked Open Data Management interessieren,
auch in diesem Jahr laden wir alle WissKI-Anwender*innen und -Entwickler*innen herzlich ein, um gemeinsam über Projekte und Themen zu diskutieren, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren und gemeinsam Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln. Das 8. WissKI Anwender*innentreffen findet statt:
Bis zum 31. August 2026 können Beiträge in Form von Präsentationen und Workshops eingereicht werden. Eure Einreichungen werden dieses Jahr in einem Book of Abstracts veröffentlicht! Mehr dazu in unserem „Call for Abstracts“.
Eine Anmeldung zur Teilnahme am WissKI Anwender*innentreffen ist bis einschließlich 30. September 2026 möglich. Bei Fragen rund um das WissKI Anwender*innentreffen schreibt ihr an info@wiss-ki.eu oder in unseren Mattermost WAT Channel.
Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 16. Februar 2026, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b):
Joshua Ramon Enslin (Freies Deutsches Hochstift | museum-digital)
Spätestens mit dem Aufkommen und der Popularisierung von KI-Chatbots wie ChatGPT hat die Diskussion um die Möglichkeiten des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz auch die Museumsdokumentation erreicht.
In diesem Vortrag wird auf Basis eines generalisierten Lifecycles von Erschließungsdaten zu Museumsobjekten erst ein kurzer Überblick über bisherige Einsatzszenarien von KI mit dem Versuch einer Klassifikation präsentiert. Im Folgenden werden zwei im Rahmen der Initiative museum-digital entwickelte Einsatzszenarien im Detail beleuchtet.
museum-digital (https://www.museum-digital.org/) wurde 2009 in Bitterfeld von Museen gegründet, um gemeinsam die Bestände der Museen im Netz zu präsentieren. Ausgehend von der Publikation erweiterten sich die Aktivitäten und Softwarelösungen bald in andere, verwandte digitale Arbeitsfelder von Museen, besonders das Sammlungsmanagement und die Erstellung digitaler Ausstellungen. Heute arbeiten ca. 1700 Museen primär aus Deutschland, Ungarn und der Ukraine mit museum-digital, von denen bisher 1231 Objekte über die Plattformen veröffentlicht haben.
Die beiden Werkzeuge im Fokus des Vortrages sind Versuche, die Erschließungsarbeit der Museen weiter zu vereinfachen. Einerseits werden hierzu etwa bei Gemälden, Graphiken und Fotographien abgebildete Elemente automatisch erkannt und zur Verschlagwortung auf Basis des entsprechenden kontrollierten Vokabulars von museum-digital vorgeschlagen. Zentrale Fragen waren bei der Implementation einerseits die Anbindung bisher nicht auf die Arbeit mit Normdaten und kontrollierten Vokabularen ausgericheter Modelle an ein kontrolliertes Vokabular und die Frage, wie eine Klassifikation im Rahmen einer finanziell und in Bezug auf die zur Verfügung stehenden (Server-)Hardware stark eingeschränkten Community-Initiative umgesetzt werden können.
Das zweite hervorgehobene Werkzeug synthetisiert auf Basis bestehender, strukturierter Objektmetadaten Prosa-Objektbeschreibungen, die sowohl im Sinne der Barrierefreiheit als auch für die Auffindbarkeit der Objekte (besonders durch Suchmaschinen) bei museum-digital für die Publikation von Objekten verpflichtend vorausgesetzt werden. Hierzu werden die strukturierten Objektdaten auf Anfrage der Nutzenden in eine Prompt-Vorlage eingefügt. Auf Basis der Objektart werden ausgewählte, vorher als gut bewertete Beispielobjektbeschreibungen möglichst ähnlicher Objekte mitgegeben (Few-Shotting). Um Nutzende zu einer tatsächlichen kritischen Auseinandersetzung der generierten Texte zu bewegen, werden je drei, von verschiedenen Large Language Models generierte, Vorschläge generiert und angezeigt. Ist einer ausgewählt, werden Nutzende aufgefordert, den Text zu redigieren. Das Tool entstand experimentell im Rahmen einer Kooperation des Freien Hochstifts, des Zuse-Instituts Berlin, digiS‘ und von museum-digital. In diesem Kontext wurde für das Werkzeug ein engmaschiges Logging der generierten Daten und der Nutzerinteraktion implementiert, das tiefere Auswertungen zulässt – etwa, inwiefern die Texte tatsächlich redigiert wurden, und ob bestimmte Modelle, Textlängen, etc. von den Nutzenden präferiert wurden.
Der Vortrag schließt mit einem Ausblick auf die weiteren Potentiale und die durch die durch dank KI veränderte Umgebung aufgekommenen neuen Herausforderungen in der (digitalen) Erschließung und Publikation von Museumsbeständen.
***
Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum über den Link https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.
Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.
Was euch erwartet: Hands-on-Sessions: Praktisches Arbeiten mit Euren eigenen Datensätzen Vertiefung spezifischer LLM-Themen und Anwendungsfälle Kollegialer Austausch, Peer-Feedback und gezielte fachliche Unterstützung
Expertinnen: Sarah Oberbichler (C²DH), Johanna Mauermann (IEG DH Lab | HERMES), Lauren Coetzee (C²DH)
In verschiedenen Impulsvorträgen und Hands-on-Sessions lernen Teilnehmende, wie sie offene, auf die geisteswissenschaftliche Forschung spezialisierte und lokale Modelle mit ihren eigenen Daten verwenden können und wie sie Prompts an geisteswissenschaftliche Fragen anpassen können. Ebenfalls reflektieren wir, wie Daten für ein Fine-Tuning oder Post-Training eines kleinen Sprachmodells aufbereitet werden können.
Voraussetzungen:
Der Workshop richtet sich an Forschende der Geisteswissenschaften, die mit Textdaten arbeiten. Vorausgesetzt werden grundlegende Kenntnisse im Bereich generativer KI. Die mitgebrachten Daten sollten maschinenlesbar vorliegen.
Wir werden in manchen Hands-on-Sessions mit Jupyter Notebooks und Python sowie mit Hugging Face arbeiten. Die Teilnahme ist auch ohne vertiefte Kenntnisse in diesen Bereich möglich. Selbstlernmaterial zur Vorbereitung wird angeboten.
Datum: 4.–5. Dezember 2025 Ort: Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien (KGParl), Schiffbauerdamm 40, Berlin Veranstalter: Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien (KGParl)
Beschreibung
Am 4. und 5. Dezember 2025 findet in den Räumen der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien (KGParl) in Berlin der Workshop „Digitale Editionen der Zeitgeschichte zwischen KI und Linked Open Data“ statt.
Der Workshop widmet sich den aktuellen Herausforderungen und Chancen, die der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), Großen Sprachmodellen (LLMs) und Linked Open Data (LOD) für digitale Editionen historischer Quellen mit sich bringt. Im Fokus stehen insbesondere zeitgeschichtliche Materialien mit politischem, verwaltungsbezogenem und diplomatischem Charakter – etwa parlamentarische Quellen, Kabinettsakten und Verordnungen.
Ziel der Veranstaltung ist es, Potenziale und Grenzen neuer Technologien in der digitalen Editorik zu beleuchten und zu diskutieren, wie sich diese auf editorische Standards, Workflows und die wissenschaftliche Nutzung auswirken. Dabei wird die Frage in den Mittelpunkt gerückt, welche methodischen und technischen Innovationen geeignet sind, um digitale Editionen langfristig nachhaltig, interoperabel und anschlussfähig an wissenschaftliche Infrastrukturen zu gestalten.
Der Workshop bringt internationale Expertinnen und Experten aus Editionswissenschaft, Digital Humanities und Informatik zusammen, um Perspektiven für die Zukunft editorischer Arbeit im Kontext KI-gestützter Analyse und semantisch vernetzter Daten zu entwickeln.
Programm
Donnerstag, 4. Dezember 2025
13:00–13:30 Uhr – Begrüßung (KGParl): Grußworte und Einführung
13:30–14:30 Uhr – Max-Ferdinand Zeterberg (SUB Göttingen): Eine digitale Edition auf Basis von Labeled-Property-Graph
14:30–15:30 Uhr – Stephan Kurz (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien): Wir fangen die Kalender ein! Datenmodellierung zum Austausch von (Protokoll-)Editionen
15:30–16:00 Uhr – Pause
16:00–17:00 Uhr – Michael Schonhardt (Technische Universität Darmstadt): „Diese Anfrage verstößt gegen die Inhaltsrichtlinien“: LLMs und RAG in der editorischen Praxis
17:00–18:00 Uhr – Daniela Schulz (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel): KI und die „Edition der fränkischen Herrschererlasse“ – Warum (noch) nicht!
Freitag, 5. Dezember 2025
09:00–10:00 Uhr – Hennie Brugman (KNAW Humanities Center, Amsterdam): Publication of historical parliamentary resolutions using automatic text recognition and modern web standards
10:00–11:00 Uhr – Dimitra Grigoriou (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien): Overcoming Historical NER Challenges: A Case Study of the Austrian Ministerial Council Protocols
11:00–11:30 Uhr – Pause
11:30–12:30 Uhr – Monika Jantsch, Peter Land (Deutscher Bundestag): Das Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentsmaterialien und seine API
12:30–13:30 Uhr – Maximilian Kruse (KGParl): Open by Default? Warum viele digitale Editionen nicht so offen sind, wie sie scheinen
Hinweis: Der Workshop wird zusätzlich über Zoom übertragen. Eine digitale Teilnahme ist möglich. Eine Anmeldung wird per E-Mail an kruse@kgparl.de erbeten.
Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 27. Oktober 2025, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b):
Tim Westphal (BBAW, TELOTA), Marco Santi (BBAW), Mario Tormo Romero(Hasso-Plattner-Institut, Potsdam)
Seit Beginn der Arbeit an einer historisch-kritischen Edition Gottfried Wilhelm Leibniz im Jahr 1901 bildet die Datierung des umfangreichen handschriftlichen Nachlasses eine große editorische Hürde. Rund 100.000 Blätter aus der Hand des letzten Universalgelehrten dokumentieren eine über fünf Jahrzehnte reichende intellektuelle Entwicklung, wobei einem Großteil der Schriftstücke eine zeitgenössische Datierung fehlt. Traditionelle Methoden der Datierung sind für einen Korpus dieser Dimension unzureichend: Die manuelle Bestimmung durch Expertinnen ist angesichts der Materialmenge praktisch nicht zu bewältigen, und auch die Wasserzeichenanalyse erlaubt nur grobe Annäherungen im Bereich von Jahrzehnten.
Der Beitrag erprobt, inwieweit bildgestützte Deep-Learning-Modelle diese Lücke schließen können und ob diese dabei eine editorisch nutzbare Genauigkeit erreichen. Wünschenswert ist eine maximale Abweichung von ±1 Jahr. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Deep-Learning-Modelle die feinen intra-personalen Schreibdrifts eines einzelnen Autors über fast fünf Jahrzehnte abbilden können. Anders als bestehende Arbeiten, die meist das Alter verschiedener Schreiber klassifizieren, zielt der Ansatz auf die Detektion des schreibereigenen Stilwandels innerhalb Leibniz‘ Werk. Der weitläufige Nachlass von Leibniz bietet hierfür eine geeignete Grundlage.
Es wird bewusst auf Transkription oder OCR verzichtet, so werden die besonderen Herausforderungen von Leibniz‘ Schriftbild (Überarbeitungen, Streichungen, wechselnde Sprachen) umgangen. Um sicherzustellen, dass die Modelle schriftbezogene und nicht materialbedingte Merkmale lernen, werden verschiedene Normalisierungsschritte durchgeführt: Zeilenweise Segmentierung und Binarisierung eliminieren Papierstruktur und Tintenintensität als Faktoren.
Als Datenbasis dienen ca. 600 Seiten aus dem Zeitraum 1669-1716: 400 datierte Briefe sowie 200 Seiten wissenschaftlicher Ausarbeitungen. Das Material wurde so gewählt, dass für jedes Jahr Vorlagen verfügbar sind. Es werden verschiedene Deep-Learning-Architekturen entwickelt und evaluiert, die relevante Merkmale direkt aus den Bilddaten lernen. Anders als klassische Ansätze der digitalen Paläographie mit manueller Merkmalsextraktion wird auf ein Ende-zu-Ende-Lernverfahren gesetzt. Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Ansätzen zur hochauflösenden Datierung frühneuzeitlicher Gelehrtenhandschriften für den Einsatz in der alltäglichen editorischen Praxis. Die entwickelte modulare Pipeline ermöglicht flexibel konfigurierbare Experimente und legt besonderen Wert auf Visualisierung und Erklärbarkeit der Ergebnisse.
Das Projekt positioniert sich an der Schnittstelle von Digital Humanities und Computer Vision und zeigt, wie klassisches maschinelles Lernen die traditionelle editorische Arbeit ergänzen kann. Es entsteht in Kooperation zwischen der Leibniz-Arbeitsstelle der BBAW, dem DH-Referat TELOTA und dem KI-Servicezentrum des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam.
***
Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum über den Link https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.
Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.
What does productive collaboration with AI actually look like in everyday university life? In the latest workshop of the “AI in Application” series, hosted by Dr. Florian Nieser and Dr. Thomas Renkert (HSE), participants...
Last week, on May 14th, the Heidelberg Center for Digital Humanities (HCDH) took part in the University of Heidelberg’s Impact Day 2025 at the Neue Universität to present some of the ongoing projects of...
On April 11, 2025, the CAEDHET research group held its first hackathon, where participants split into three small groups to further develop current and future projects in an intensive working atmosphere. The goal was...
From March 27th to 28th 2025, we attended the international DH Conference “Words in Numbers – Data-Driven Approaches to Texts in the Humanities and Social Sciences” at the ZukunftsZentrumZollverein in Essen. The 2025 conference...
Am 14. Februar 2025 fand im Rahmen der Veranstaltungs-Reihe “KI in Anwendung” vom HCDH und HSE, sowie dieses Mal auch in Kooperation mit dem IWR, in Heidelberg ein Workshop mit Sarah Schwettmann, der Mitgründerin...
Zum 5-jährigen Bestehen der digitalen TEI-Edition »Fraktionen im Deutschen Bundestag. Sitzungsprotokolle 1949 bis 2005« (fraktionsprotokolle.de) lädt die KGParl ExpertInnen aus den Digital Humanities, der Editionswissenschaft und angrenzenden Disziplinen am 4./5. Dezember 2025 zum Workshop »Digitale Editionen der Zeitgeschichte zwischen KI und Linked Open Data: Herausforderungen und Perspektiven« in Berlin ein.
Ziel des Workshops ist es, die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz, Großen Sprachmodellen und Linked Open Data auf digitale Editionen zu diskutieren – mit besonderem Fokus auf politischen, verwaltungsbezogenen und diplomatischen Quellen wie Parlaments- und Fraktionsprotokollen, Verordnungen oder Kabinettsakten.
Im Mittelpunkt steht die Frage, welche methodischen und technischen Innovationen erforderlich sind, um digitale Editionen parlamentarisch-administrativer Quellen langfristig nachhaltig, interoperabel und wissenschaftlich nutzbar zu machen.
Beiträge für den Workshop sollen als kurzes Abstract (nicht mehr als 200–300 Wörter) eingereicht werden. Das Abstract sollte die Fragestellung, Methodik und erwarteten Ergebnisse klar skizzieren.
Bitte senden Sie Ihr Abstract bis zum 31. März 2025 an juengerkes@kgparl.de.
In der heutigen digitalen Landschaft sind Textannotation unter anderem für die Visualisierung, die Informationsbeschaffung, die linguistische Analyse und das maschinelle Lernen unerlässlich. Jonathan Gaede und David Schatz befassen sich im zweiten Workshop der Reihe...
Der Einsatz Künstlicher Intelligenz in den digitalen Geisteswissenschaften hat durch die Fortschritte im Bereich großer Sprachmodelle (LLMs) und insbesondere die Veröffentlichung von GPT-3.5 im November 2022 eine neue Stufe erreicht. Seither hat sich das methodische Feld durch multimodale Modelle, Retrieval Augmented Generation (RAG) und Integration graphbasierter Ansätze nochmals weiterentwickelt und ausdifferenziert. Die perspektivischen Einsatzszenarien reichen damit weit über Sprachverarbeitung und Textgenerierung hinaus. Die damit verbundenen innovativen und experimentellen Ansätze sind Teil eines größeren Spektrums etablierterer Formen maschinellen Lernens zur Lösung spezifischer Aufgaben (z.B. Bildanalyse, Handschriftenerkennung, Topic Modeling, Named Entity Recognition und andere NLP-Tasks). Sie regen aber auch zu ethischen Diskussionen, zur erneuten Betrachtung von hergebrachten Problemen der Philosophie des Geistes an und halten in Lehr-Lern-Situationen Einzug.
Vor diesem Hintergrund fand am 4. und 5. November 2024 der interdisziplinäre Workshop „(Generative) KI für Kultur- und Textdaten“ am Goethe- und Schiller-Archiv in Weimar statt. Der Workshop wurde finanziell vom NFDI-Konsortium NFDI4Culture unter Einsatz der Community-Mittel des DHd-Verbands getragen. Der DHd-Vorstand hielt zudem AG-Mittel des Verbands bereit. Ausgerichtet wurde der Workshop in Kooperation vom DHd-Vorstand sowie der DHd-AG Angewandte Generative KI in den Digitalen Geisteswissenschaften (AGKI-DH).
Konzeption und Planung lagen bei Gerrit Brüning und Christopher Pollin, Organisation und Leitung bei Gerrit Brüning. An der Kommunikation im Vorfeld nahm zudem die neue Co-Convenorin der AG, Sarah Oberbichler, teil.
Mit den Themen Ontologieentwicklung, Named Entity Recognition und Linking, Extraktion von historischen Informationen, Explainable Artificial Intelligence in der Kunstgeschichte, Provenienzforschung, Wissensgraph, die Begriffe Interpretation, Bedeutung und Modell sowie Rechtsfragen, Verantwortung, Ethik und Bildungsprozesse schritt der Workshop ein vielfältiges Spektrum geisteswissenschaftlicher Disziplinen und Perspektiven auf das Themenfeld ab, inkl. Literatur-, und Sprachwissenschaft, Kunstgeschichte, Geschichte, Philosophie, Kulturwissenschaft. Die Abstracts der einzelnen Beiträge stehen auf der GitHub-Page der AG zur Verfügung. Insgesamt zeichnete der Workshop ein facettenreiches Bild der zahlreichen Herausforderungen und Schwierigkeiten, denen Forschende an der Schnittstelle von Geisteswissenschaften und KI gegenüberstehen.
An der Hybrid-Veranstaltung im Goethe- und Schiller-Archiv nahmen ca. 40 Personen in Präsenz und mehr als 50 Personen online teil.
Am 22.07.24 stellten Dr. Florian Nieser und Dr. Thomas Renkert die Alpha-Version des von ihnen entwickelten Chatbots ParzivAI vor. ParzivAI ist auf die Vermittlung der mittelhochdeutschen Sprache und Geschichtsdidaktik des Mittelalters spezialisiert und besteht...
Im Rahmen der Veranstaltung „KI in Anwendung” präsentierten Dr. Helen Piel und Dr. Rudolf Seising die Ergebnisse des Forschungsprojekts zur Geschichte der Künstlichen Intelligenz in der Bundesrepublik Deutschland am Deutschen Museum. Das IGGI-Projekt (Ingenieur-Geist...
Der Hackathon zum Thema ‚Mittelalter und KI‘ fand am 05.02.24 in den Räumlichkeiten der Pädagogischen Hochschule (PH) Heidelberg und der Heidelberg School of Education (HSE) statt. Dieses Zusammenkommen einiger Expert*innen aus verschiedenen Fachbereichen wurde...
Gemeinsam mit der Heidelberg School of Education (HSE) laden wir nächste Woche Freitag, am 24.11.2024, zu einem ganz besonderen Workshop ein: In unserem Hands-On Workshop zur nächsten GPT-Generation mit Sarah Schwettmann möchten wir praktische...
Zum kommenden Wintersemester 2023/24 dürfen wir unsere beiden neuen Kooperationspartner openHPI und KI-Campus im Bereich der Weiterbildung herzlich begrüßen. Als Anbieter online verfügbarer Lerninhalte zu vielen Themen rund um IT, KI und...