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Einladung zum morgigen Online-Vortrag von Zita Baronnet im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums

2026年5月20日 18:05

Gerne möchten wir Sie zum morgigen Online-Vortrag (16–18 Uhr (c.t.)) im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums einladen:

Zita Baronnet (Universität Trier / TCDH): „Urheberrechtlich geschützte Texte online veröffentlichen: Ein Versuch, das Paradoxon zu lösen”

Wie kann man urheberrechtlich geschützte Texte online zugänglich machen, ohne gegen das Urheberrecht zu verstoßen? Wenn urheberrechtlich geschützte Texte als Klartext online verbreitet werden, wird das Urheberrecht verletzt. Andererseits sind komplett verschlüsselte Texte nutzlos für Forscher, da keine computergestützten Analysemethoden wie Sentiment Analysis auf ihnen verwendet werden können. Ziel des DFG-Projekts ‚Forschen mit Derivaten‘ – das im Vortrag vorgestellt wird – ist die Entwicklung eines Ansatzes, mit dem urheberrechtlich geschützte Texte online veröffentlicht und trotzdem analysiert werden können, ohne das Urheberrecht zu verletzen. Wir untersuchen verschiedene Methoden, von der Randomisierung bis zur homomorphen Verschlüsselung, um dieses Problem zu lösen.

Im Sommersemester 2026 setzen wir unsere Vortragsreihe im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums fort. Das Spektrum reicht in diesem Semester von Fragen der digitalen Erschließung und Vernetzung historischer Texte und Wörterbücher über rechtliche und ethische Herausforderungen im Umgang mit Forschungsdaten bis hin zu digitalen Editionen und Plattformlösungen für die geisteswissenschaftliche Forschung. 

Sie sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren!

Alle Informationen und Zoom-Link gibt es unter: https://tcdh.uni-trier.de/de/event/vortrag-von-zita-baronnet-universitaet-trier-tcdh-leonard-schild-cosic-ku-leuven

Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy

2026年5月11日 21:38

Autor:innen:


Für Originalbeitrag, siehe https://hdl.hypotheses.org/5097

Abb. 1: Gruppenarbeitsphase: Beschreibung disziplinspezifischer OER (Quelle: NFDI4Memory)

Digitale Werkzeuge und die Arbeit mit Forschungsdaten verändern den wissenschaftlichen Alltag – und erfordern die Entwicklung neuer Kompetenzen. Eine besondere Stellung nehmen dabei Data Literacy (Schüller, Busch und Hindinger, 2019) und Forschungsdatenmanagement (FDM) ein, die über OER (Open Educational Resources) vermittelt werden können (Deimann et al., 2015). Doch OER zu FDM sind bisher über verschiedene Plattformen verstreut und damit schwer auffindbar. Plattformen wie DALIA (Ortmeyer et al., 2024) oder Sammlungen wie NFDI4Memory HISTOCAT und HERMES Resourcebase versuchen, hier Abhilfe durch Registraturen und kuratierte Sammlungen zu schaffen. Ein zentraler Schlüssel für die Auffindbarkeit und Nachnutzbarkeit der OER sind dabei allerdings gute Metadaten – doch bestehende Schemata (z. B. das Schema des Datenkompetenzzentrums HERMES (Urbaum et al., 2026) oder das DALIA Interchange Format (Geiger et al., 2026)) unterscheiden sich hinsichtlich fachspezifischer Angaben wie Disziplinen oder Methoden. Hier fehlen in vielen Fällen standardisierte Vokabulare zu einer Beschreibung von OER, um Such-Find-Prozesse effizienter werden zu lassen.

Vor diesem thematischen Hintergrund organisierten die Projekte HERMES, NFDI4Memory, DALIA und NFDI4Culture auf der 12. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. (DHd2026), die vom 23. bis 27. Februar 2026 an der Universität Wien stattfand, einen Workshop. Die Konferenz in Wien stand unter dem Motto „Nicht nur Text, nicht nur Daten“ und erweiterte damit ihren Fokus von den traditionellen text-basierten Analysen zu einer umfassenden, objekt-übergreifenden Perspektive. Neben Textkorpora standen nun auch Personen, Orte, materielle Kultur, Bild- und Klangobjekte, Klimadaten, genetische sowie neurophysiologische Messungen im Fokus.

Abb. 2: Organisationsteam Workshop Kontext und Klarheit (Quelle: Jonathan D. Geiger)

Insbesondere das technische Interesse der Konferenz-Teilnehmenden und die Breite des geisteswissenschaftlichen Disziplinen-Panoramas machten die DHd zu einer geeigneten Konferenz für den Workshop “Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy”. Unser Ziel war es, Metadatenschemata und disziplinspezifische Metadaten von OER unter die Lupe zu nehmen und so eine Grundlage für die Verbesserung der Schemata zu entwickeln. Der halbtägige Workshop konzentrierte sich daher auf die Untersuchung und Strukturierung von OER-Metadaten – insbesondere den Einsatz fachspezifischer, kontrollierter Vokabulare, Picklists und Metadatenschemata für geisteswissenschaftliche Lehr- und Lernmaterialien. Nach einer kurzen Vorstellung der Referent*innen und ihrer Projekte folgte ein Ice-Breaker, der die Unschärfe von Klassifikationen thematisierte. Die daran anschließende kompakte Einführung vermittelte einen Überblick über unseren Untersuchungsbereich wie OER-Metadatenstandards, Metadatenschemata, Vokabularien und deren disziplinäre Herausforderungen und Potenziale. In der Gruppenphase wurde die Think-Pair-Share-Methode nach Bönsch (2002) eingesetzt. Im Hauptteil durchliefen die Teilnehmenden in Kleingruppen einen klassischen Erschließungsprozess. Anhand ausgewählter OER aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen untersuchten die Teilnehmenden, inwiefern die beiden OER-Metadatenschemata von HERMES und DALIA für die Ressourcen geeignet waren und inwiefern disziplinen-spezifische Angaben zu den Werten der einzelnen Attributen gemacht werden können. Das Moderationsteam unterstützte dabei. Abschließend wurden die Ergebnisse im Plenum präsentiert, Bedarfe diskutiert und nächste Schritte für die Weiterentwicklung von Picklists skizziert. Eine Reflexionsrunde fasste zentrale Erkenntnisse zusammen und eröffnete Anknüpfungspunkte.

Abb. 3: Beschreibung von OER anhand ausgewählter Metadatenschemata (Quelle: NFDI4Memory)

Unter den Eindrücken der Kleingruppen gab es interessante Überschneidungen: Demnach waren Autor*innen- und Lizenzinformationen der Ressourcen häufig unklar oder fehlten ganz; Zielgruppen und Kompetenzstufen wurden uneinheitlich beschrieben oder nicht klar voneinander abgegrenzt. Beide Metadatenschemata wiesen Redundanzen bzw. zu viele Pflichtfelder auf, und Metadatenfelder wie Titel, Untertitel oder Versionsangaben konnten nicht konsistent angegeben werden. Die Teilnehmenden merkten zudem an, dass die  Anpassbarkeit an fachspezifische Begriffe derzeit noch begrenzt ist.

Aus diesen  Überschneidungen  ergaben sich gemeinsame Empfehlungen: Vorgeschlagen wurde ein modularer Kern-/Erweiterungs-Ansatz, bei dem grundlegende Metadaten obligatorisch und fachspezifische Felder optional über kontrollierte Vokabulare (Picklists) ergänzt werden können. Darüber hinaus wurde angeregt,  Lizenz- und Autor*innen-Angaben für OER klar auszuweisen; die  Disziplinen-Taxonomie um digitale Geisteswissenschaften bzw. Digital Humanities zu erweitern sowie Metametadaten (Version, Datum, Provenienz, Autor*innen etc.) systematisch zu integrieren. Für komplexere Fälle wurde außerdem die Möglichkeit freier Ergänzungen als sinnvoll erachtet. Einheitliche Definitionen für OER, klare Rollenbezeichnungen und ein abgestuftes Kompetenzmodell wurden ebenfalls als  wünschenswert erachtet. In der Gruppendiskussion wurde insbesondere die Bedeutung  von Metametadaten für Versionierung und Nachvollziehbarkeit von Entwicklungen betont.

Die Organisator*innen danken allen Teilnehmenden herzlich für die rege und produktive Teilnahme und der DHd für die Ausrichtung der Konferenz in Wien. Auch uns hat der Workshop viele Impulse erbracht, die in die weitere Entwicklung der Arbeit an den Metadaten und Plattformen einfließen werden. Die inhaltliche Arbeit an OER und -Metadaten soll im Rahmen einer DHd-Arbeitsgruppe Data Literacy weitergeführt werden – Interessierte sind sehr herzlich zur Mitarbeit eingeladen und können sich in die Mailingliste eintragen und/oder unserem RocketChat-Channel (OER.Net) beitreten.

Referenzen

Bönsch, Manfred. 2002. Unterrichtsmethoden – kreativ und vielfältig. Schneider-Verlag Hohengehren.

Deimann, Markus, Jan Neumann und Jöran Muuß-Merholz. 2015. Whitepaper Open Educational Resources (OER) an Hochschulen in Deutschland – Bestandsaufnahme und Potenziale 2015. Transferstelle für OER. Hamburg. https://open-educational-resources.de/wp-content/uploads/Whitepaper-OER-Hochschule-2015.pdf (zugegriffen: 26.03.2026).

Geiger, Jonathan, Petra Steiner, Abdelmoneim Amer Desouki, Henrika Maria Hüppe und Frank Lange. 2026. DALIA Interchange Format (1.4). DOI: 10.5281/zenodo.17871138

Ortmeyer, Jochen, Jan-Michael Haugwitz, Petra Steiner, Thomas Stäcker, Torsten Schrade, Ulrich Sax, Gábor Kismihók, Matthias Müller, Peter F. Pelz und Sonja Herres-Pawlis. 2024. A Platform for the Provision of Teaching and Training Contents in Data Literacy: DALIA4NFDI. BASE4NFDI User Conference. Berlin, 20-21 November 2024. DOI: 10.5281/zenodo.14183168

Schüller, Katharina, Paulina Busch und Carina Hindinger. 2019. Future Skills: Ein Framework für Data Literacy. Hochschulforum Digitalisierung, 47. DOI: 10.5281/zenodo.3349865

Urbaum, Dorothee und Grigori Chlesberg. 2026. Metadatenschema und Picklisten für Open Educational Resources des Datenkompetenzzentrums HERMES – Humanities Education in Research, Data, and Methods (v1-1). DOI: 10.5281/zenodo.18679758

Urbaum, Dorothee, Laura Döring, Grigori Chlesberg, Jonathan D. Geiger und Petra Steiner. 2026. Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy. In: Silke Schwandt, Gabriel Viehhauser, Tara Andrews und Thomas Wallnig (Hg). 2026. Book of Abstracts – DHd 2026: Nicht nur Text, nicht nur Daten. 12. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. DHd2026, Universität Wien, 23.–27. Februar 2026. Wien. DOI: 10.5281/zenodo.18702757

8. WissKI Anwender*innentreffen 20./21. Oktober 2026 in Nürnberg

2026年5月4日 18:49

Liebe WissKI-Community und alle die sich für Linked Open Data Management interessieren,

auch in diesem Jahr laden wir alle WissKI-Anwender*innen und -Entwickler*innen herzlich ein, um gemeinsam über Projekte und Themen zu diskutieren, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren und gemeinsam Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln.
Das 8. WissKI Anwender*innentreffen findet statt:

Bis zum 31. August 2026 können Beiträge in Form von Präsentationen und Workshops eingereicht werden. Eure Einreichungen werden dieses Jahr in einem Book of Abstracts veröffentlicht! Mehr dazu in unserem „Call for Abstracts“.

Einen vorläufigen Programmablauf könnt ihr schon jetzt online einsehen!

Eine Anmeldung zur Teilnahme am WissKI Anwender*innentreffen ist bis einschließlich 30. September 2026 möglich.
Bei Fragen rund um das WissKI Anwender*innentreffen schreibt ihr an info@wiss-ki.eu oder in unseren Mattermost WAT Channel.

Herzliche Grüße

Die Organisator*innen des #WAT26

Neues Whitepaper zum Thema Fuzzyness & Wobbliness im NFDI4Objects Community Hub

2026年5月4日 15:33

Die NFDI4Objects TWG Community-Standards for modelling fuzziness & wobbliness in research data using Semantic Web technologies and formalisms (FuzzyWobblySW) hat ein neues Whitepaper veröffentlicht, das die Begriffe Unsicherheit, Vagheit und „Fuzzyness & Wobbliness” aus Sicht der Arbeitsgruppe definiert.

Das Dokument vergleicht und fasst gemeinschaftlich entwickelte Arbeitsdefinitionen der TWG  zusammen. Ziel ist ein gemeinsamer begrifflicher und modellierungstechnischer Rahmen. Durch Klärung der Konzepte und Darstellung von Modellierungsstrategien (z. B. probabilistische Ansätze, graduelle semantische Abbildungen, Wikibase-Implementierungen) trägt die Arbeit zu transparenteren, interoperableren und FAIR-konformen Lösungen für unsichere, unpräzise oder mehrdeutige Informationen in Kulturerbe-Wissensgraphen bei.

Das Whitepaper kann im Rahmen des NFDI4Objects-Commons-Prozess bis 28. Mai 2026 kommentiert werden! Wir freuen uns auf Euer Feedback!

correspSearch knackt 400.000-Marke – mit Helmina von Chézy

2026年4月30日 19:49

Der Webservice correspSearch, der historische Briefe durchsuchbar macht und vernetzt, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Mit der jüngsten Integration der Briefe an Helmina von Chézy, die durch ein Explorationsprojekt an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) ermöglicht wurde, weist die Plattform nun mehr als 400.000 Metadatensätze von edierten oder wissenschaftlich erschlossenen Briefen nach.  

Initiiert von der BBAW-Arbeitsgruppe „Gender & Data“ und mit institutioneller Unterstützung der Akademie wird seit 2025 an der Erschließung der Korrespondenzen in Helmina von Chézys Nachlass im Akademiearchiv gearbeitet (Mitwirkende s. u.). Innerhalb von acht Monaten wurde die umfangreiche Korrespondenz von rund 3.500 Briefen mit Unterstützung von TELOTA und unter Nutzung des CMIF Creators erfasst und für die Aufnahme in correspSearch vorbereitet. Etwa 2.000 Briefe wurden an Chézy gerichtet und knapp 1.400 von ihr verfasst. Erstere sind nun freigeschaltet, die Briefe von Chézy selbst werden in Kürze ebenfalls integriert. Zukünftig sollen die Informationen auch zurück in das Findbuch des BBAW-Archivs fließen, um die Nutzung der Bestände vor Ort zu verbessern.

Die Aufnahme der Briefe in correspSearch stellt sicher, dass die Daten standardisiert und langfristig recherchierbar und für die Forschung nutzbar sind. Auch weitere Datenlieferungen trugen dazu bei, die Marke von 400.000 Briefversionen zu erreichen, u.a. der Briefwechsel zwischen Heinrich Mann und Inés Schmied, die Korrespondenz Wilhelm Wieprechts, Frank Wedekinds Korrespondenz digital, der Briefwechsel von Alice und Ludwig Klein, die Historisch-Kritische Ausgabe der Briefe von Goethe oder die Korrespondenz von Else Lasker-Schüler.

Helmina von Chézys Korrespondenznetzwerk

Helmina von Chézy (1783–1856) war als Schriftstellerin, Journalistin und Intellektuelle in vielfältige Netzwerke eingebunden. Mit rund 20 Jahren ging sie nach Paris und verbrachte dort ein prägendes Jahrzehnt, in dem sie Kontakte zu den Romantikern Dorothea und Friedrich Schlegel knüpfte und journalistisch für französische und deutsche Zeitschriften arbeitete. Ein besonderes Kapitel stellte ihr humanitäres Engagement 1815/16 dar, als sie in Lazaretten in Köln und Namur verwundete Soldaten pflegte. Ihr kritischer Bericht über deren schlechte Behandlung führte zu einer Gefängnisstrafe, vor der sie nach Berlin floh, wo E. T. A. Hoffmann erfolgreich ihre Verteidigung übernahm. Ihre Dresdner Jahre (1817–1823) markierten einen Höhepunkt ihres Schaffens durch die Mitgliedschaft im Dresdner Liederkreis und die Zusammenarbeit mit Carl Maria von Weber am Libretto zur Oper „Euryanthe“.

Helmina von Chézys Korrespondenz bildet den zentralen Bestandteil ihres Nachlasses. Rund 3.500 Briefe dokumentieren ein weitreichendes Netzwerk aus Personen aus Literatur, Kunst, Politik und Verlagswesen. Die Briefe geben Einblick in literarische Arbeitszusammenhänge und soziale Beziehungen und zeigen zugleich die Lebensbedingungen einer Frau, die sich im frühen 19. Jahrhundert in einem überwiegend männlich geprägten kulturellen Umfeld behauptete. Ein nicht unerheblicher Teil der Korrespondenz entfällt auf den Austausch mit Frauen und verweist auf die Bedeutung weiblicher Netzwerke in dieser Zeit.

Helmina von Chézys internationales Briefnetzwerk im Jahr 1822 während ihres Aufenthalts in Dresden. [Screenshot der Visualisierung in correspSearch]

Netzwerk der an Helmina von Chézy gerichteten Briefe mit farblicher Kennzeichnung des Geschlechts der Briefpartner. Graue Punkte markieren Personen ohne Normdaten, für die bislang keine Geschlechtsinformation vorliegt. [Screenshot der Visualisierung in correspSearch]

Aktiv gegen den Gender-Data-Gap

Wie in vielen anderen digitalen Diensten und Sammlungen besteht auch in correspSearch ein deutlicher Gender-Data-Gap. Dieser geht zum Teil auf historisch bedingte Ungleichheiten zurück, wird jedoch durch Überlieferungsbrüche und -lücken sowie eine häufig unzureichende Erschließung vorhandener Bestände weiter verstärkt.

Die systematische Aufarbeitung von Nachlässen wie dem Helmina von Chézys trägt dazu bei, Frauen als historische Akteurinnen im digitalen Raum sichtbarer zu machen und eröffnet neue, auch geschlechtergeschichtliche Perspektiven für die Forschung. Dieses Anliegen wird an der BBAW seit April 2026 von einer auf zwei Jahre geförderten Initiative „Gender & Data“ weitergeführt, die sich unter anderem mit der Rolle der Digital Humanities für eine inklusivere geisteswissenschaftliche Forschung befasst.

***

Mitwirkende an der Erschließung des Chézy-Nachlasses: Michael Rölcke (Bearbeiter), Bénédicte Savoy und Frederike Neuber (Leitung, Herausgeberschaft), Stefan Dumont und Steven Sobkowski (correspSearch), Sandra Miehlbradt (BBAW-Archiv).

GND-Forum Humanities@NFDI: 23./24.06.26 in Göttingen

2026年4月17日 16:03

Mitwirkende der vier geisteswissenschaftlichen Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) treffen sich zum GND-Forum Humanities@NFDI am 23./24. Juni in Göttingen. Zentrales Thema des Arbeitstreffens ist die Gemeinsame Normdatei (GND) aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Die Veranstalter:innen

Wir organisieren das GND-Forum Humanities@NFDI als Team: Barbara Fischer (Deutsche Nationalbibliothek, GND-Community), Stefan Buddenbohm & Alex Steckel (SUB Göttingen als Gastgeberin sowie Text+). Melanie Gruss & Desiree Mayer (NFDI4Culture), Anja Gerber & Frank von Hagel (NFDI4Objects), Katrin Moeller und Anne Purschwitz (NFDI4Memory), Domenic Schäfer & Michael Markert (VZG des GBV).

Die GND-Foren

Mit dem Veranstaltungsformat FORUM verfolgen wir, d.h. die GND-Community, das Ziel, mit euch gemeinsam – den Nutzenden, den Forschenden, den Infrastrukturbetreibenden – über konkrete Anwendungsszenarien der GND nachzudenken. 

GND-Forum Humanities@NFDI

Das Selbstverständnis der GND ist es Brücken zu schlagen zwischen unterschiedlichen Ressourcen und Communities. Wie kann ihre Doppelrolle als Datenbank und Organisation beim Ausbau der Zusammenarbeit der vier geisteswissenschaftlichen Konsortien NFDI4Culture, NFDI4Memory, NFDI4Objects und Text+ helfen, ist die zentrale Frage in Göttingen. Hintergrund der Frage sind zum einen die für 2028 erwartete Neuausrichtung des NFDI-Förderprogramms, und zum anderen wie das Synergienpotenzial der bisherigen Entwicklungen in den jeweiligen Konsortien rund um die GND für die anderen Partner genutzt werden kann. Beides soll aus drei Blickwinkeln diskutiert werden:

  • Die Rolle der GND in Tools und Services der Konsortien
  • Unterschiedliche Perspektiven auf vier Entitätstypen der GND 
  • Zukunftspotenzial der vertieften Zusammenarbeit der Konsortien mittels der GND

Themen

Wir wollen Euch die Möglichkeit geben, euch aktiv einzubringen und schlagen den folgenden programmatischen Dreiklang vor:

  1. Tools: Welche Werkzeuge für welche Zwecke?
  2. Die GND im Schulterblick: Tandems aus GND- und NFDI-Kolleg:innen stellen die Entitätentypen der GND im Anwendungskontext vor
  3. Strategie: Pfade für die GND in der NFDI

Anmeldung

Bitte meldet Euch sich bis zum 16.06. über die Anmeldefunktion dieser Veranstaltungsseite an. Wir haben 80 Plätze für Teilnehmende reserviert. Die Teilnahme am GND-Forum ist kostenfrei.

 

Forschungsdaten im Zentrum: Ewig währt am längsten

2026年4月15日 21:38

Ein partizipativer Workshop der Initiative „Datenzentrum – wissenschaftliche Konzeption und Ausgestaltung“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)

Berlin, 25. und 26. Juni 2026; Akademiegebäude am Gendarmenmarkt; Einstein-Saal


Der Wert geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten für Wissenschaft und Gesellschaft ist nicht zuletzt durch den laufenden Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) offensichtlich geworden. Zentrale Fragen nach dem dauerhaften Betrieb vertrauenswürdiger Datenrepositorien und der langfristigen Verfügbarkeit der aggregierten Inhalte sind jedoch weiterhin offen.

Vor diesem Hintergrund lädt die Initiative „Datenzentrum – wissenschaftliche Konzeption und Ausgestaltung“ der BBAW zu einem zweitägigen Lunch-to-Lunch-Workshop ein. Diese 2025 eingerichtete Initiative erarbeitet ein Konzept für die organisatorischen und technischen Grundlagen für ein leistungsfähiges, zertifiziertes Repositorium und dessen infrastrukturelle Einbindung innerhalb der BBAW. Darauf aufbauend wird die Akademie ab 2028 ein eigenes Datenzentrum betreiben. Dessen Hauptaufgaben werden die Aggregation, Verfügbarhaltung und Archivierung von Forschungsdaten, Software und Diensten aus den Vorhaben und Projekten der Akademie sein. Darüber hinaus ist eine Öffnung des Repositoriums für externe Datengeber:innen vorgesehen.

Im Workshop werden anhand von Impulsvorträgen die unterschiedlichen Perspektiven aus Sicht von Forschung, Bibliothek, Archiv und IT reflektiert. Anschließend bieten verschiedene Thementische die Möglichkeit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit spezifischen Fragen, von der technischen Einrichtung nachhaltiger Infrastrukturen zwischen quelloffenen und kommerziellen Lösungen bis hin zum Einsatz sog. Künstlicher Intelligenz samt deren ethischen Herausforderungen.


Um Anmeldung wird gebeten unter: www.bbaw.de/veranstaltungen/veranstaltung-workshop-datenzentrum-2026

Nähere Informationen zum Programm: https://datenzentrum.bbaw.de/veranstaltungen/workshop-2026. Die Seite befindet sich im Aufbau und wird fortlaufend aktualisiert.

Save the Date: 12. Juni 2026 – 4. Community Meeting von NFDI4Objects

2026年4月9日 14:31

Das vierte Community Meeting 2026 von NFDI4Objects findet virtuell statt! Die Veranstaltung richtet sich an Einsteiger:innen und Interessierte und bietet spannende Einblicke in die Arbeit des Konsortiums. Freut euch auf interaktive Formate, Austauschmöglichkeiten und dezentrale Online-Workshops.

Programm und Workshop-Termine folgen in Kürze – merken Sie sich den Termin schon jetzt vor!

Hands on DANTE – Clustertreffen des CC Authority Files am 29. April 2026, 13:00 Uhr

2026年4月9日 14:28

Hiermit laden wir Euch sehr herzlich zum nächsten Clustertreffen des CC „Authority Files and Community-driven Vocabularies“ am 29. April 2026, von 13 bis 14:30 Uhr, ein. Dieses Mal wird es ein Hands on für DANTE mit unserem Chair Michael Markert von der VZG geben.

DANTE ist ein Webservice zur Pflege und Veröffentlichung von Vokabularen, der von der Verbundzentrale des GBV auch für NFDI4Objects-Institutionen bereitgestellt wird. Zu unserem Hands-On-Treffen wollen wir gemeinsam Datensätze im DANTE-Testpool anlegen und bearbeiten, damit neue Nutzer:innen sich mit der Funktionalität vertraut machen können.

Bringt gern Beispieldaten aus dem Bereich Personen, Körperschaften, Orte und Sachbegriffe zum Ausprobieren mit!

Es wäre schön, wenn auch erfahrene DANTE-Nutzer:innen zur Unterstützung bei Fragen dabei sein könnten.

Hier sind die Zoom-Zugangsdaten: https://dainst-org.zoom.us/j/93752320746?pwd=HTwLEQw0aUraauAoZbx8hpnKnse6PD.1

Meeting-ID: 937 5232 0746
Kenncode: 673534

Dieses Mal würde wir uns aus Planungsgründen über Anmeldungen im Vorfeld sehr freuen.

Nächstes Treffen des N4O CC Protected Heritage Sites am 28. April, 9:00 Uhr

2026年4月9日 14:25

Am Dienstag, 28. April 2026 von 9 bis 11 Uhr findet die nächste Sitzung des Community Clusters Protected Heritage Sites online statt.

Themen der Sitzung sind:

  • Abschluss: Datenmodelle für Maßnahmenobjekte und Schutzflächen

Voraussichtlich wird dies die letzte Sitzung sein, in der die Modelle Thema sind. Falls Sie keine Zeit haben, an dem Treffen teilzunehmen, schicken Sie daher gerne Ihre Anmerkungen per E-Mail, damit sie in der Diskussion berücksichtigt werden können.

Zoom-Raum: https://zoom.us/j/91094521138?pwd=zJLwXZetdBcpMpssA9RpZPVCRFUWDP.1
Meeting-ID: 910 9452 1138
Kenncode: 286763

Das Protokoll der 15. Sitzung des CC Protected Heritage Sites vom 12.03. ist ab sofort via OSF verfügbar: https://osf.io/pwzg4/.
Hier finden Sie auch die aktuellen Entwürfe der Datenmodelle.

Clustertreffen des N4O CC Data Capture and Creation: Vorstellung der App Fund-Logbuch, 12. Mai 2026, 14:30 Uhr

2026年4月9日 14:19

Im Rahmen des Community Clusters Data Capture and Creation findet am 12. Mai 2026 von 14:30-16:00 Uhr die Vorstellung der App und Datendrehscheibe Fund-Logbuch statt. Die im Aufbau befindliche Infrastruktur bietet eine digitale Lösung für die Erfassung archäologischer Kleinfunde in der Citizen Science. Sie soll sicherstellen, dass Neufunde zukünftig schneller und ohne Umwege in Forschung und Denkmalschutz einfließen und Citizen-Science-Daten in der Archäologie sichtbarer werden. Die Präsentation beinhaltet eine Live-Demonstration der bereits als Prototyp existierenden App in einem realen Anwendungsszenario.

Unsere vortragenden Kolleg:innen Niels Cederstrom (Dataport AöR) und Johanne Lefeldt (GDKE) freuen sich auf den Austausch mit Euch.

Hier sind die Zugangsdaten zu Zoom:

https://dainst-org.zoom.us/j/93071809817?pwd=YVscWm2i20FHyG8hgVhcO712Wya9Vv.1

Meeting-ID: 930 7180 9817
Kenncode: 032259

Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Neue Publikation zum Thema Objektbiografie und Sammlungsdokumentation erschienen 

2026年3月13日 23:07

Vom Inventar zum Knowledge Graph – Objektdokumentation im Wandel der Zeit am Beispiel der Berliner Kunstkammer und ihrer Nachfolge-Institutionen von Diana Stört und Sarah Wagner

Die Objektbestände der Berliner Kunstkammer bilden heute die Grundlage der Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin, der Humboldt-Universität zu Berlin sowie des Museums für Naturkunde Berlin. Durch diese historische Verbindung ergibt sich eine Dokumentationspraxis von über 400 Jahren, deren Erforschung sich Diana Stört und Sarah Wagner widmen. Sie befassen sich mit der Frage, wie sich die Praktiken und Medien in ihrer Funktion und Struktur in einem sich wandelnden disziplinären Kontext veränderten und welche Rückschlüsse sich daraus auf die aktuelle Dokumentations- und Digitalisierungspraxis ziehen lassen. Dabei spielen Semantic Web Technologien, Knowledge Graphen und das Konzept der Objektbiografie eine zentrale Rolle, die auch für die Erzeugung und Integration von Daten bei NFDI4Objects grundlegend sind. 

In einem DFG-Projekt wurden die Bestände der Berliner Kunstkammer unter Anwendung des Konzepts der Objektbiografie ausgehend von Quellenmaterialien digital auf Grundlage des CIDOC CRM in einer WissKI-basierten Forschungsumgebung erschlossen. Der Datensatz mit über 2000 Objekten sowie zugehörigen Quellen-, Akteur- und Ortsinformationen wurden daher in den Wissensgraphen der NFDI4Objects integriert, wo die Objekte nun neue Verbindungen eingehen können. 

Zur Publikation:

DOI: https://doi.org/10.25364/32.2:2026.1.3

Downloadlink: https://unipub.uni-graz.at/musea/download/pdf/13333547 

Gemeinsame Sprechstunde zum Forschungsdatenmanagement der Humanities-Konsortien

2026年3月13日 22:52

Ab März 2026 findet eine gemeinsame Sprechstunde zum Forschungsdatenmanagement der vier Humanities@NFDI-Konsortien (NFDI4Memory, NFDI4Culture, NFDI4Objects und Text+) statt.

Sie richtet sich an Studierende, Forschende sowie Mitarbeitende aus Forschungs- und Sammlungsinstitutionen und bietet Raum für Fragen rund um das Forschungsdatenmanagement.

Am 17.03.2026 von 9:00–10:00 Uhr findet die erste Online-Sprechstunde statt. Die Teilnahme ist auch ohne Anmeldung über Zoom möglich.

Einmal im Monat stehen künftg Expert:innen aus den beteiligten NFDI-Konsortien für Fragen bereit. Bei Bedarf können Themen auch in Breakout-Räumen im Einzelgespräch vertieft werden. Eine Terminübersicht für 2026 findet sich auf der Humanities@NFDI-Unterseite.

Bei dringenden Fragen können Sie sich jederzeit auch an die Helpdesks wenden:

Rückblick zur DHd2026 – Ein Konferenzbericht aus Wien

2026年3月11日 22:43

Dieser Beitrag entstand im Rahmen eines Early Career Reisestipendiums von CLARIAH-AT für die DHd2026 in Wien. Herzlichen Dank für die Ermöglichung dieser Teilnahme.

Was macht eine wissenschaftliche Community aus? Und gehöre ich dazu? Diese Frage hatte ich im Gepäck, als ich als Masterstudierende der Digital Humanities an der Universität Regensburg zum ersten Mal zur DHd fuhr. Die DHd2026 war meine erste große DH-Konferenz und eine Einladung, die Community nun endlich live zu erleben. Das Ziel: Wien.Eine prachtvolle Stadt, eine beeindruckende Universität und ein Tagungsthema, das neugierig macht: Not just text, not just data. Was steckt in den Digital Humanities jenseits von Textkorpora und Datentabellen? Die Konferenz hat darauf viele spannende Antworten geliefert.

GPU für die GW – aber bitte DSGVO-konform

Der erste Konferenztag führte mich in den Halbtagsworkshop „Beyond the Cloud: Democratizing GPU Access for the Digital Humanities“ des DHInfra-Teams der Universität Graz und der Universität für Weiterbildung Krems. Der Bedarf an rechenintensiven Methoden wächst in der DH rasant, während kommerzielle Anbieter wie AWS oder Google Colab ernsthafte Fragen zu Datenschutz und Datensouvränität aufwerfen. DHInfra setzt hier mit einer föderierten, DSGVO-konformen GPU-Infrastruktur an. Der Workshop war dabei mehr als eine Demonstration, er diente als finale Testphase vor dem offiziellen Launch, in der die Teilnehmenden LLMs feintunen und API-basierte Workflows entwickeln konnten und gleichzeitig direktes Feedback zur Plattform gaben.

Data as…

Den Auftakt der Konferenz bildete am Abend die Eröffnungskeynote von Miriah Meyer mit dem Titel „Data as…: Exploring the Plurality of Data in Visualization“. Mit einer scheinbar simplen Frage: „Was sind eigentlich Daten?“ eröffnete sie ein breites Panorama: Daten als Input, als Ground Truth, als Design Material, als etwas Verflochtenes. Wer diese Rahmungen explizit benennt und hinterfragt, gewinnt neue Perspektiven auf Visualisierungen und die eigene Forschungspraxis. Beim anschließenden Empfang wurden diese Gedanken in Gesprächen weitergeführt. Ein schöner Beweis dafür, wie eine gute Keynote eine Konferenz inhaltlich in Gang setzt.

Annotieren: Mensch, Maschine oder beides?

Am zweiten Tag folgte der ganztägige Workshop „Film- und Videoanalyse mit VIAN & TIB-AV-A“. Die zentrale methodologische Frage: Wann annotieren wir manuell, wann die Maschine? VIAN Light macht diese Spannung produktiv, indem es manuelle Annotation mit automatischer Einstellungserkennung kombiniert und damit Raum lässt für das, was Eva Hielscher „Doing ELAN“ nennt: den Annotationsprozess selbst als erkenntnisleitenden Akt. Das Fazit des Tages: Automatisierung ersetzt die manuelle Annotation nicht. Hybride Workflows, die beides kombinieren, sind der Schlüssel.

Die Politik der Daten

Besonders nachhaltig haben mich zwei Panels beschäftigt. Im Panel „KI als Belastungsprobe für das offene Internet“ diskutierten Klaus Rettinghaus, Sarah Oberbichler, David Maus und Grischka Petri, was der Boom generativer KI bedeutet: Bot-Traffic, der sich als menschlich tarnt, blockierte Archive, ignorierte Lizenzen. Die Kernfrage: Welche Infrastrukturen bauen wir auf, welche Daten legen wir unter welchen Bedingungen offen? Das sind im Kern politische Entscheidungen und Geisteswissenschaftler:innen können mit ihrer kritischen Datenperspektive aktiv mitgestalten.

Das Panel „The Dark Sides of DH revised: From Utopia to Reality“ richtete den Blick nach innen: auf sprachliche Vielfalt, feministische Datenpraktiken, Repräsentation und ein erweitertes Verständnis von Nachhaltigkeit jenseits von Effizienz. Was mich überzeugte, war der konstruktive Grundton: Es ging nicht nur darum, Probleme zu benennen, sondern gemeinsam darüber nachzudenken, was die DH werden könnte, wenn wir diese Lücken ernst nehmen.

Research Software, Posterslam und Empfang im Wiener Rathaus

Ein weiteres Panel widmete sich Research Software Engineering. Sabina Mollenhauer plädierte für eine Richtungsumkehr: Ethnografische Methoden könnten aktiv zur Gestaltung nachhaltiger Research Software beitragen statt Wissen nur von STEM zu übernehmen. Kevin Kuck und Kevin Wunsch zeigten, wie automatisierte Workflows in Editionsprojekten Raum für inhaltliche Forschung schaffen. Kristin Herold, Hizkiel Alemayehu und Daniel Jettka diskutierten am Beispiel Edirom Online, wie Software nach Projektende überlebt: durch Modularisierung, Community-Building und gezielte Kleinstförderungen.

Ein Highlight der Konferenz war der Posterslam: In kürzester Zeit überzeugten die Slamenden das Publikum von ihrer Forschung, gemessen per Lautstärkemessgerät, Kostüme und popkulturelle Referenzen inklusive. Eine mitreißende Einleitung zu zwei Postersessions, bei denen Zeit für viele spannende Gespräche war.

Daten sind nie neutral

Den krönenden Abschluss des letzten Abends bildete der Empfang im Wiener Rathaus, ein sehr imposanter und beeindruckender Rahmen für eine Konferenz, die inhaltlich als auch atmosphärisch viel zu bieten hatte. Und passend zum Gastgeber durfte musikalisch natürlich auch Falco und der Wiener Walzer nicht fehlen.

Was bleibt

Was mich überrascht hat, war die Atmosphäre: offen, vielfältig, von echtem gegenseitigem Interesse geprägt. Gespräche entstanden schnell und unkompliziert, über Fachgrenzen und Karrierestufen hinweg. Als jemand, die gerade mitten im Studium steckt, war es besonders wertvoll, das Gefühl zu haben, wirklich Teil einer Community zu sein, nicht nur Beobachterin.

Das Stipendium von CLARIAH-AT hat mir nicht nur die Reise nach Wien ermöglicht, sondern einen Einblick gegeben, worum es in den Digital Humanities im besten Sinne geht: das gemeinsame Nachdenken über Methoden, Infrastrukturen und Verantwortung, mit Menschen, die das wirklich ernst nehmen.

Sophia Babl, Masterstudium Digital Humanities, Universität Regensburg

Positionspapier zur Objektbiografie in NFDI4Objects veröffentlicht

2026年3月9日 22:59

Die Konzepte des Datenlebenszyklus und der Objektbiografie bilden die zentrale konzeptionelle Grundlage von NFDI4Objects. Während der Datenlebenszyklus mit seinen Phasen von Datenerstellung über Verarbeitung, Analyse, Veröffentlichung bis hin zur Archivierung ein etabliertes Prinzip im Forschungsdatenmanagement darstellt, eröffnet die Objektbiografie einen neuen Zugang zur Erzeugung, Modellierung und Repräsentation von Sammlungsdaten.

Die Objektbiografie versteht Objekte nicht als statische Einheiten, sondern als dynamische Knotenpunkte, die im Laufe ihrer Existenz mit unterschiedlichen Ereignissen, Akteur:innen, Orten und Bedeutungen verknüpft sind. Sie integriert historische, archäologische, naturwissenschaftliche und museale Perspektiven und schafft damit einen interdisziplinären Rahmen zur Beschreibung materieller Kultur.

Als Paradigma zur Datenmodellierung geht die Objektbiografie über einen rein narrativen Ansatz hinaus. Sie ermöglicht es, die Semantik materieller Kultur systematisch in digitale Wissenssysteme zu überführen und komplexe Objektzusammenhänge strukturiert abzubilden.

Zu diesem Ansatz haben Anja Gerber und Sarah Wagner ein Positionspapier vorgelegt, das Anfang Januar auf Zenodo veröffentlicht wurde. Das Papier erläutert die theoretischen Grundlagen der Objektbiografie und zeigt ihre Bedeutung für die Weiterentwicklung von Sammlungs- und Forschungsdaten im Kontext von NFDI4Objects auf.

Das Positionspapier ist hier abrufbar: https://zenodo.org/records/18221449.

Vorstellung der Publikation „FAIRe Vokabulare und Normdaten für Museen und Sammlungen“ am 16.3.2026, 14:00 Uhr

2026年3月3日 18:59

Am 16. März 2026, 14:00 Uhr, findet im Konsortium NFDI4Culture eine Vorstellung der Publikation „FAIRe Vokabulare und Normdaten für Museen und Sammlungen“ statt, die im Rahmen einer Unter-AG der AG Minimaldatensatz des Deutschen Museumsbundes erarbeitet wurde.

Die Publikation wird von den AG-Mitgliedern Anja Gerber (KSW | NFDI4Objects) und Dr. Domenic Schäfer (VZG | NFDI4Culture, LIDO-Servicestelle) vorgestellt. Die Präsentation widmet sich der zentralen Rolle kontrollierter Vokabulare und Normdaten für eine nachhaltige Nachnutzbarkeit objektbeschreibender Daten in Museen und Sammlungen.

Ausgehend von den Empfehlungen der Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen wurde eine systematische Zusammenstellung einschlägiger Vokabulare für die Sammlungsdokumentation erarbeitet. Vorgestellt werden unter anderem:

  • inhaltliche Schwerpunkte der jeweiligen Vokabulare,
  • ihr technischer Implementierungsstand sowie
  • eine Bewertung nach den FAIR-Prinzipien.

Die Einstufung nach FAIR-Kriterien ermöglicht eine fundierte Einschätzung der Nachhaltigkeit und Nachnutzbarkeit der Vokabulare, insbesondere im Kontext des vernetzten Publizierens und eines effektiven Forschungsdatenmanagements.

Die zugrunde liegende Publikation ist bereits auf Zenodo verfügbar.

Zoom-Zugangsdaten: https://dainst-org.zoom.us/j/97277176444?pwd=xtnsVkFc4sXea6om2216NtSJrvx8qT.1

Meeting-ID: 972 7717 6444, Kenncode: 607799

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und den gemeinsamen Austausch. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

NFDI4Objects Clustertreffen „Objekte als Inschriftenträger“ am 19.3.2026, 15:00 Uhr mit dem Thema Modellierung von Inschriften

2026年3月3日 17:12

Am Donnerstag, 19. März 2025, 15 Uhr (MEZ), lädt das Community Cluster „Objekte als Inschriftenträger” von NFDI4Objects zu einem Treffen mit Vortrag ein.

Thema wird die Modellierung von Inschriften sein, die in der Ontologie des FAIR Epigraphy Project entwickelt wurde. Wir freuen uns, dass Jonathan Prag und Imran Asif (Oxford) uns diese Arbeit vorstellen werden: ‘A CIDOC-based ontology for Epigraphy: mapping the epigraphic datasphere’

Die Integration von Daten aus verschiedenen digitalen Epigraphik-Projekten ist seit langem ein Desiderat und wurde für die griechisch-römische Epigraphik im Rahmen des EAGLE-Projekts (2012-2016) pilotiert. Das FAIR Epigraphy Project (AHRC-DFG, 2023–2026) verfolgt einen semantischen Webansatz für dieses Problem und entwickelt Tools und Standards zur Erleichterung der Datenintegration (siehe https://inscriptiones.org/). Dieser Ansatz basiert auf der Annahme, dass die Serialisierung in RDF eine sinnvolle Lösung für das allgemeine Problem darstellt, insbesondere angesichts der Vielfalt der derzeit verwendeten Ansätze zur Datendigitalisierung. Anknüpfend an frühere Versuche, eine Ontologie für die Epigraphik zu entwickeln, darunter die CRMtex-Erweiterung zu CIDOC, haben wir eine vorläufige Ontologie auf der Grundlage von CIDOC-CRM entwickelt, die unserer Meinung nach fast den gesamten epigraphischen Datenbereich abdeckt, von Objekten und Texten bis hin zu deren Reproduktion, Untersuchung und Veröffentlichung.

Jonathan Prag ist Professor für Alte Geschichte am Merton College in Oxford. Er ist Experte für Sizilien in der hellenistisch-römischen Zeit und hat umfangreiche Arbeiten auf diesem Gebiet durchgeführt, unter anderem zu Inschriften und der Übertragung epigraphischer Informationen in das Semantische Web.

Imran Asif ist leitender Forschungssoftwareentwickler am Centre for the Study of Ancient Documents in Oxford und verantwortlich für die technische Umsetzung der digitalen Epigraphik im Rahmen des FAIR Epigraphy Project.

Link zur Teilnahme an der Veranstaltung: https://spk-berlin.webex.com/meet/c.klose

Es ist keine Anmeldung erforderlich. 

Treffen des NFDI4Objects CC „Authority Files and Community-driven Vocabularies“ zum Thema Bauwerke in der GND, 11.3.2026, 13:00 Uhr

2026年3月3日 16:40

Das nächste Clustertreffen des N4O Community Clusters „Authority Files and Community-driven Vocabularies“ findet am 11. März 2026, 13:00 Uhr, zum Thema Bauwerke in der GND statt.

Im Rahmen des Projektes GND4C wurden teilautomatische Workflows zur Batch-Einspielung von Daten in die GND entwickelt, woran auch die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek in Jena beteiligt war. Michael Marchert hat in diesem Projekt Thüringer Kirchenbauten mit Hilfe von Python-Skripten und OpenRefine in Abstimmung mit den GND-Gremien für eine Einspielung vorbereitet. Er wird von seinem Vorgehen und den damit verbundenen Herausforderungen berichten.

Die Zoom-Zugangsdaten:
https://dainst-org.zoom.us/j/94473310505?pwd=oHIK7sizOhDH8abpHRuwP6kVaV0qlU.1

Meeting-ID: 944 7331 0505
Kenncode: 122306

Eine Anmeldung ist nicht notwendig, wir freuen uns über Eure / Ihre Teilnahme!

Treffen des NFDI4Objects Community Cluster Data Capture and Creation am 10.3.2026, 14:30 Uhr, zum Thema Ortsdaten

2026年3月3日 16:34

Am 10. März 2026 findet 14:30 bis 16:00 Uhr das Clustertreffen des N4O CC Data Capture and Creation mit Sophie Döring (Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen, vormals Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde) zum Thema Ortsdaten statt.

Historische Ortslexika sind sowohl Grundlagenwerke (landes)geschichtlicher Forschung als auch zentrale Hilfsmittel zur Kuration von Datenobjekten in Museen oder Bibliotheken sowie ein wichtiges Recherchewerkzeug einer breiten interessierten Öffentlichkeit und Citizen-Science-Projekten. Während es in Sachsen, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern bereits eigene öffentlich finanzierte digitale Datenbanken zur Erfassung und Verwaltung historischer Ortsdaten gibt, fehlen im restlichen Bundesgebiet bislang entsprechende Repositorien. Dieser Umstand erschwert nicht nur die historische Recherchearbeit in Archiven, sondern auch die präzise Zuordnung von historischen Dokumenten, Objekten und Entwicklungen sowie die Nachnutzbarkeit bereits vorhandener Daten. Unter anderem liegt die Problematik auch in einer bis heute kaum standardisierten Aufnahme, Verarbeitung und Systematisierung historischer Ortsdaten begründet, welche besonders kleinere Projekte ohne eigentlichen Schwerpunkt auf historische Ortsdaten vor enorme Schwierigkeiten stellen.

Dieser Fehlstelle nimmt sich der Minimaldatensatz Historische Ortsdaten an, welcher derzeit von der AG Historische Ortsdaten konzipiert und erprobt wird. Er benennt und erläutert Informationen und Datenfelder, die zwingend notwendig sind, um historische Daten zu Siedlungsplätzen in einer nachhaltigen, eindeutigen, leicht auffindbaren und austauschfähigen Art und Weise zu kuratieren und zu publizieren. Damit wird in einfacher Form das minimal notwendige Maß an Datenqualität, welches in der Verwaltung von Ortsdaten erfüllt sein sollte, sowohl für größere als auch kleinere Projektkontexte strukturiert.

Es ist keine Anmeldung erforderlich, wir freuen uns über Ihre / Eure Teilnahme und auf den gemeinsamen Austausch.

Zoom-Zugangsdaten: https://dainst-org.zoom.us/j/93071809817?pwd=YVscWm2i20FHyG8hgVhcO712Wya9Vv.1

Meeting-ID: 930 7180 9817
Kenncode: 032259

An dieser Stelle möchten wir auch noch einmal an die Umfrage zum Umgang mit historischen Ortsdaten erinnern.

Zertifikatskurs Forschungsdatenmanagement 2026/27 – Anmeldung bis 27. April möglich

2026年2月24日 01:13

via Christina Schröder, Landesinitiative fdm.nrw

heute startet die Bewerbungsphase für den Zertifikatskurs Forschungsdatenmanagement, der im September 2026 zum sechsten Mal beginnt. Eine Bewerbung ist ab sofort bis zum 27. April 2026 möglich.

 

Über den Zertifikatskurs Forschungsdatenmanagement:

Der Kurs bietet die einzigartige Möglichkeit, Kompetenzen zum FDM und deren Anwendung in Service-Bereichen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen berufsbegleitend, systematisch und zertifiziert zu erwerben. Er richtet sich an Beschäftigte aus wissenschaftsnahen Infrastruktur-Bereichen sowie aus der Forschung und umfasst die Themenbereiche: Forschungsdaten-Lebenszyklus, Datentypen, Forschungsprozesse in verschiedenen Fachgebieten, Open Science, Hacken und Experimentieren mit Daten, Forschungsprojektmanagement, technische Infrastruktur für Repositorien, Metadaten, nachhaltiges Datenmanagement, relevante rechtliche Aspekte sowie Ansätze zur Beratung und Vermittlung von FDM-Themen für verschiedene Zielgruppen.

 

Der Zertifikatskurs Forschungsdatenmanagement ist eine Kooperation der TH Köln, des ZBIW, der Landesinitiative für Forschungsdatenmanagement – fdm.nrw und ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften und wird seit 2021 für Interessierte aus Nordrhein-Westfalen und seit 2023 deutschlandweit angeboten.

 

Weitere Informationen zum Kurs und zur Bewerbung finden Sie auf der Webseite des ZBIW: https://www.th-koeln.de/weiterbildung/zertifikatskurs-forschungsdatenmanagement_82048.php

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

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