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Wissenswasserfälle in Bielefeld

2025年9月3日 04:05

Mein persönlicher Bericht von der DHd 2025


Kurzvorstellung

Hallo liebe Forschende,

mein Name ist Jan Eberhardt und als Studierender des Masters Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften in Mainz hatte ich die Ehre, an der jährlichen Konferenz der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd) 2025 in Bielefeld teilzunehmen. Die Reise- und Unterkunftskosten wurden durch ein Stipendium von NFDI4memory gefördert.

Meinen Bachelor absolvierte ich ebenfalls in Mainz, im Studiengang Buchwissenschaft, weshalb ich mich dazu entschieden habe, nach diesem Post auf dem DHd-Blog im Idealfall auf meinem eigenen Blog vor allem über Neuigkeiten zur Forschung aus diesen Fachbereichen zu berichten.

Ende des Jahres möchte ich mit meiner Masterarbeit beginnen und es macht für mich absolut Sinn, das gelernte aus beiden Studiengängen miteinander zu verknüpfen und mit der Welt zu teilen, anstatt nur vor meinen eigenen Stichpunkten zu sitzen.

Bericht von der DHd 2025

Mein Vorhaben auf der diesjährigen DHd bestand darin, alle Informationen mitzunehmen, die meine Fachbereiche und mein Forschungsinteresse miteinander verbinden, oder die ich in der späteren Forschung nutzen kann. Das war ein sehr ambitioniertes Ziel, wie ich in dieser Woche feststellen musste. Um die Länge dieses Blogposts auch nicht zu lang werden zu lassen, werde ich versuchen, mich vor allem auf meine persönlichen Erkenntnisse beschränken. Aber der Reihe nach:

Das Thema, das die gesamte Konferenz mit dem Untertitel „under construction“ überlagerte, waren Large Language Models (LLMs), da sie in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen der Forschung getestet und diese Ergebnisse nun vorgestellt wurden.

Montags begann die Konferenzwoche direkt mit dem Workshop „eScriptorium meets LLMs: Moderne KI-Systeme im Kontext der Volltexterschließung“ von Forschenden der Universitätsbibliothek Mannheim, mit einem interessanten Beispiel zur Post-Correction von OCR-Ergebnissen und der Nutzung von LLMs für Named Entity Recognition (NER), also der automatischen Erkennung und Deklarierung von z.B. Namen oder Orte als solche.

Das Thema Texterschließung von Handschriften und Drucken aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit ist für mich von besonderem Interesse, da ich mich für die Masterarbeit mit einem Text aus dieser Zeit befassen werde. Des Weiteren habe ich sehr großes Interesse an der nachnutzbaren Digitalisierung und dem weiterem Einsatz Digitaler Methoden, wie der von mir schon im Studium verwendeten NER, an Dokumenten aus meiner Heimatregion Rheinhessen, die bekanntermaßen eine sehr bedeutende Geschichte aufweist. 

Dienstags gab es einen ganztägigen Workshop mit einem sehr theoretischen Teil zur Definition von Ground Truth und Hermeneutik sowie einem Hands-On, in dem wir mithilfe von transkribierten Interviews je nach Promting verschiedene Ausgabe- und Interpretationsmöglichkeiten der Daten getestet haben.

Am Abend war dann die beeindruckende Keynote von Mark Dingemanse im Programm, der das komplette Kontrastprogramm zu meinen bisher erlebten anderthalb und auch den noch folgenden Tagen bot. Er warnte mit erschreckenden Beispielen vor einem blinden Vertrauen gegenüber dem, was uns die LLMs als Antwort zurückgeben. Die immer größere Zahl an Nutzer*innen von Angeboten wie ChatGPT etc. und die daraus folgende „Weiterentwicklung“ durch u.a. die Aufnahme dieser Daten in das System, bedeutet laut Dingemanse einen zukünftigen Verlust von Sinn. Es werden so viele Daten produziert, dass es immer komplizierter werden wird, durch LLMs an greifbare, essenzielle Information zu kommen. Dazu brachte er ein Beispiel von den Brüdern Grimm und ihrer Geschichte „Der süße Brei“: Um an brauchbare Daten zu kommen, muss man sich durch den „ganzen Brei“ des entstandenen Datenmülls essen. Dingemanse plädierte für mehr „slow science“, also eine Wissenschaft, die zwar etwas länger dauert, dafür allerdings nicht auf Daten basiert, die man einfach mal so aus Antworten der LLMs übernommen hat.

Außerdem verkündete er der versammelten Digital-Humanities-Community, dass das Modell llama-3, das in meinen beiden Workshops genutzt wurde und auch so sehr häufig genutzt wird, da es für die bestehenden Fälle am effizientesten ist, mit das am schlechtesten bewertete in Sachen Datenschutz, Dokumentation, Lizenzierung, etc. ist. Es gehört auch zum Facebook-Mutterkonzern Meta. Vergleiche hierzu die Seite www.osai-index.eu des European Open Source AI Index. Sie bietet einen guten Überblick über alle bekannten und nutzbaren LLMs und bewertet sie nach 14 Kriterien, die jeder Person, die wissenschaftlich arbeitet, keinesfalls egal sein sollten.

Auch wenn diese Keynote eine einschlagende und zum Nachdenken anregende war, bin ich mir nicht sicher, ob seitdem ein Umdenken in der Community hin zur Nutzung anderer Modelle sichtbar geworden ist. Dies wäre eine wissenschaftliche Untersuchung wert.

Am Mittwoch begannen die Konferenzbeiträge. Ich war im Doctoral Consortium und habe mir dort sehr interessante Beiträge angehört. Einerseits zu einer Masterarbeit, die die Übersetzung und Digitalisierung der jiddischen Zeitschrift „Der Wahre Jude“ behandelte. Also genau mein Interessensgebiet, da mich mein regionales Interesse automatisch auch zu Dokumenten der jüdischen Gemeinden und damit dem Hebräischen führt. Des Weiteren wurde eine Dissertation vorgestellt, die über die Analyse von Mensch-KI-Interaktionen in Science-Fiction-Literatur mit besonderem Blick auf die Privatsphäre ging. Dieses Thema interessiert mich vor allem seit den Snowden-Enthüllungen 2013.

Wie auch schon bei den DHds 2022 und 2024, auf denen ich war, wollte ich weitere Personen kennenlernen, die ähnliche Forschungsinteressen haben wie ich. Eine Chance, kurze Gespräche zu führen, bot sich immer in den Kaffeepausen zwischen den Vortragsblöcken an. Es fand an diesem Tag jedoch auch das Treffen aller Stipendiand*innen und Nachwuchsforschenden statt. Hier wurden noch mal Tipps für den weiteren Austausch und die Vernetzungsmöglichkeiten u.a. von Promovierenden gegeben und ich konnte dabei bei einem Gespräch einige Tipps für meine Masterarbeit einholen.

Danach folgte noch die jährliche DHd-Mitglieder*innenversammlung. Eine sehr von Politik geprägte Veranstaltung, jedoch als Mitglied keineswegs unwichtig. So einer Mitgliederversammlung sollte man auf jeden Fall mal beigewohnt haben.

Am vorletzten Tag, dem Donnerstag, war ein interessanter buchwissenschaftlicher Vortrag zu hören, zur automatischen Erkennung von Bildern aus Kinderbüchern des 19. Jh. aus einer Datenbank von über elf Tausend Büchern. 

Bildgewaltig war auch die am Nachmittag stattfindende Postersession. Man hatte eigentlich gar nicht die Möglichkeit alle Poster intensiv zu studieren, weil einfach die Zeit dafür gefehlt hat, vor allem, wenn man sich von einer verantwortlichen Person etwas zu ihrem Poster hat erklären lassen. Diese Chance versuchte ich natürlich auch so gut wie möglich zu nutzen und war sehr erfreut, mit mir aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen bekannten Personen Kontakt zu knüpfen. Beeindruckend war hier auch, dass sehr viele Plakate von Projekten mit Forschenden aus Mainz aufgestellt waren.

Der Donnerstagabend war nach der schon intensiven Postersession bezüglich sozialer Interaktion jedoch noch mal eine Stufe höher. Das sogenannte „Konferenzdinner“, das auf dem Papier so offiziell wirkt, waren lustigerweise nichts weiter als zwei Burgertrucks, auf dem Hinterhof eines klischeemäßigen, aber ebenso legendären „Hinter-dem-Bahnhof“-Clubs, in dem sich sehr interessante Gespräche ergaben. Sehr dankbar bin ich hier vor allem Sarah Lang, die mich weiteren interessanten Forschenden vorgestellt hat, z.B. Jürgen Hermes aus Köln, der in seiner Dissertation das sagenumwobene Voynich-Manuskript kryptologisch untersucht hat. Ein solches Nischenforschungsinteresse kommt nicht häufig vor und doch ist es auf besondere Weise mit Sarahs und meinem verknüpft. Sie kennt sich bestens mit alchemischen Schriften und Kryptographie aus und ich interessiere mich sehr für die Sammlung der Leipziger Zauberbücher in der dortigen UB – sodass uns Manuel Burghardt scherzhaft schon „die Alchemistin und der Zauberer“ genannt hat.

Der Abend war voller emotionaler Ereignisse für mich und zog sich deshalb viel länger als ich ursprünglich geplant hatte, weshalb ich dann am Freitag leider den Vortrag von Elisa Cugliana, auch aus Köln, gerade so verpasst habe. Sie hat über die Probleme der Digitalisierung des „Compendium Historiae“ durch seine verschiedenen Abbildungen, freien Textpassagen und Diagrammen referiert und dass hierfür eine neue Methode angewendet wird. Glücklicherweise gibt es zur DHd immer ein Nachschlagewerk mit zu allen Vorträgen gehörenden Artikeln. Anschreiben werde ich sie im Rahmen meiner Masterarbeit (oder auch zukünftigen Forschungen) auf jeden Fall mal.

Fazit

Nach dieser Woche bin ich ganz schön erschöpft. Ich habe viele Erfahrungen und neue Erkenntnisse mitgenommen. Schade jedoch, dass die Energie nicht gereicht hat, alles Interessante mitzunehmen. Wenn man es aber realistisch betrachtet, sollte man sich nicht vornehmen, alle Veranstaltungen besuchen zu wollen – allein schon, weil Vieles gleichzeitig stattfindet. Sonst gerät man in Stress und kriegt sowieso nicht alle Informationen aufgenommen, die einem erzählt werden. Ich denke, die Menge an besuchten Vorträgen und Veranstaltungen war für mich ganz gut, um die wichtigsten mitzunehmen, ohne mich zu überfordern.

Die DHd ist ein alljährliches Highlight der Zusammenkunft wichtiger Forschender aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, welche aber zum großen Teil neue Erkenntnisse teilen, die fachübergreifend gelten und damit auch für andere Forschungsbereiche nutzbar und nützlich sind.

Eine absolute Empfehlung spreche ich auch für alle „Jungforschenden“ aus: Bewerbt Euch um Stipendienplätze! Das Treffen zwischen Menschen, die zu ähnlichen Themen forschen wie man selbst, ist einfach extrem wichtig, um sich mal austauschen und treffen zu können.

Als ebenso wichtig sehe ich die generellen Möglichkeiten der Unterhaltung mit Doktor*innen und Professor*innen an, die sehr niedrigschwellig, im Grunde auf Augenhöhe, stattfinden. Ich bin zwar immer noch sehr nervös, wenn ich mit Menschen sprechen möchte, deren Forschung ich seit Längerem verfolge, und sie dann auf der DHd sehe. Die Tatsache, dass aber alle Personen bisher sehr aufgeschlossen und nett zu mir waren, wenn ich mich dann getraut habe, sie anzusprechen, gibt mir sehr viel Kraft, um auch in Zukunft weiterhin auf Forschende zuzugehen, die mich beeindrucken, um sich über Erkenntnisse, Methoden und eventuelle Gemeinsamkeiten in Sachen Forschungsinteresse auszutauschen.

Auch thematisch war die diesjährige DHd für meine bevorstehende Masterarbeit sehr interessant. So habe ich eine gute Wissensgrundlage für sie, wie auch für meine weitere Forschung erlangen können.

Das Titelwort „Wissenswasserfälle“ würde ich als generelles Phänomen der jährlich stattfindenden DHds ansehen. Man hat am Ende immer das Gefühl, zu wenig mitbekommen zu haben, aber ein Mensch kann eben nur eine gewisse Menge an Informationen aufnehmen, ohne sich in Stress zu versetzen oder sich zu überfordern. Die Vorträge, die Postersession, der Posterslam, etc. sind trotz und aufgrund der Menge an bereitgestelltem Wissen auch einfach schöne Ereignisse, die man sich sehr gerne anschaut, da man gespannt ist „was es so Neues gibt“.

Um alles Interessante noch mal nachlesen zu können, würde ich neben den weiteren Berichten über die Tagung (z.B. hier bei dem schon erwähnten Jürgen Hermes) natürlich auch das Book of Abstracts empfehlen.

Macht es gut!

Bis Ende Februar 2026 in Wien. Ich freue mich schon mega!

Umfrage zu Praktiken, Standards und Bedarfen im Bereich Datenqualität von NFDI4Memory

2024年9月24日 20:49

Die Task Area “Data Quality” des Konsortiums NFDI4Memory in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) möchte einen Überblick gewinnen, wie die Community der historisch arbeitenden Fächer die Qualität ihrer Daten gewährleistet, welche Standards sie hierbei verwendet und welche Bedarfe sie hat. 

Dazu haben wir eine Umfrage entworfen. Wir laden Sie herzlich ein, daran teilzunehmen:

https://www.herder-institut.de/limesurvey/index.php/899418?newtest=Y&lang=de

Diese Umfrage richtet sich daher an alle, die in den historisch arbeitenden Fächern Daten erzeugen, bearbeiten, speichern und nachnutzen. Unter Forschungsdaten verstehen wir in NFDI4Memory zum einen alle Daten (und auch Metadaten), die im Rahmen von Forschungsvorhaben entstehen bzw. verwendet werden und zum anderen (Meta-)Daten, die in Infrastruktureinrichtungen (Archive, Bibliotheken, Museen) erstellt, gesammelt und vorgehalten werden.

Die Beantwortung des Fragebogens dauert ca. 15 Minuten.

Die Umfrage läuft bis zum 15. Oktober 2024.

Die Vernetzung von Akteuren und Ressourcen – OER in der NFDI und in den Datenkompetenzzentren: ein Workshopbericht

2024年9月3日 22:30

Autor:innen: Jonathan D. Geiger; Katharina Bergmann; Johanna Konstanciak; Marina Lemaire; Andrea Polywka; Ruth Reiche; Sibylle Söring; Anne Voigt

Lehr-Lernmaterialien (Open Educational Resources, OER) zur Entwicklung von Data Literacy und Kompetenzen im Forschungsdatenmanagement (FDM) sind in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und darüber hinaus ein zentrales Thema. Die meisten FDM-Projekte und -Netzwerke sammeln und/oder produzieren OER und setzen sich dabei mit Fragen nach der Verstetigung, der Sammlung, der Kuratierung und der Verknüpfung auseinander. Die FAIR-Prinzipien sind hier genauso anwendbar wie auf Forschungsdaten.

Vor diesem Hintergrund fanden sich am 22. und 23. April 2024 Vertreter*innen der NFDI-Konsortien NFDI4Culture, NFDI4Memory, der Datenkompetenzzentren QUADRIGA und HERMES und des Infrastrukturprojekts der NFDI-Sektion Training & Education – DALIA – in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz zu einem gemeinsamen Workshop zusammen. Die Projekte präsentierten ihre jeweiligen Arbeitsstände und im Anschluss wurden in interaktiven Formaten Kollaborationsmöglichkeiten, Synergieeffekte und zentrale Diskussionspunkte ausgelotet.

Gruppe der Workshopteilnehmenden am 23.4.2024 (Foto: Aglaia Schieke)

Das NFDI-Konsortium NFDI4Culture (Projektlaufzeit 2020–2025) hat einen Dienst vorgestellt, der eine Auswahl an OER bereitstellt, die sich an die geistes- und kulturwissenschaftlichen Communities richten und sowohl generische als auch fachspezifische Angebote zu Forschungsdatenmanagement und Datenkompetenzen beinhalten. Im Vorfeld hat das Team der “Cultural Research Data Academy” in ausgewählten Veranstaltungen und Formaten die Bedarfe der NFDI4Culture Communities abgefragt, in einem Portfolio gesammelt und mit ausgewählten Qualitätskriterien evaluiert. Daraus entstand der “Educational Resource Finder” (ERF), eine kuratierte Auswahl an deutsch- und englischsprachigen Schulungs- und Weiterbildungsangeboten, die sich an Interessierte aller Wissensstufen richten und fortwährend aktualisiert werden.

Das NFDI-Konsortium NFDI4Memory (Projektlaufzeit 2023–2028) stellte seine Arbeitspakete der Task Area “Data Literacy” im Bereich OER vor. Die Task Area hat zur Aufgabe die Datenkompetenzen in Forschung und Lehre der historisch arbeitenden Disziplinen zu verbessern. Dafür werden u. a. ein Data-Literacy-Trainingskatalog mit didaktischen und inhaltlichen Empfehlungen erstellt sowie zielgruppenspezifische Trainingsmodule entwickelt. Die Inhalte des Trainingskatalogs werden durch eigene Recherchen, selbstentwickelte Materialien sowie durch eine Erhebung in der Community zusammengetragen. Anschließend werden die Informationen in einem in Entwicklung befindlichen Workflow für die Online-Präsentation und Suche aufbereitet.

Das vom BMBF geförderte  Datenkompetenzzentrum QUADRIGA (Projektlaufzeit 2023-26) vereint die vier Disziplinen Digital Humanities, Verwaltungswissenschaft, Informatik und Informationswissenschaft entlang der Datentypen Text, Tabelle und Bewegtes Bild am Wissenschaftsstandort Berlin-Brandenburg. Auf der Grundlage von Fallstudien erarbeitet das Zentrum interaktive Lehrbücher (Jupyter Notebooks), die QUADRIGA Educational Resources (QER), die modular aufgebaut sind, und die die Lernzielkontrolle mittels eines Assessments ermöglichen. Workflows – insbesondere das Zusammenspiel mit dem QUADRIGA Space sowie dem QUADRIGA Navigator – und beispielhafte Ausgestaltungen wurden im Rahmen des Workshops von Zhenya Samoilova, Sonja Schimmler und Bettina Buchholz vorgestellt. Für das Teilprojekt Verstetigung nahm Sibylle Söring teil.

Das Datenkompetenzzentrum HERMES (Humanities Education in Research, Data, and Methods), gefördert vom BMBF (Projektlaufzeit 2023–2026), hat das Ziel, Datenkompetenzen im Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften zu vermitteln und weiterzuentwickeln. Anwesend bei dem Workshop waren die Mitarbeiter:innen der HERMES-Formate „Open Educational Resources“ und „HERMES-Hub“: In HERMES werden sowohl OER erstellt als auch in einer Ressource Base aggregiert. Hierfür wird eine Metadatenempfehlung entwickelt, die auf einem projektübergreifenden Metadaten-Basisschema aufbauen soll. HERMES legt dabei besonderen Wert auf die Verschlagwortung der Ressourcen mit der TaDiRAH-Taxonomie, um nach Forschungsmethoden filtern zu können. Forschende wird das HERMES-Team zudem in der Konzeption und Umsetzung von OER-Materialien beratend unterstützen.

Das Projekt DALIA ist ein vom BMBF gefördertes Infrastrukturprojekt (Laufzeit 2022–2025) der Sektion Training und Education (EduTrain) der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur. Das Projektziel ist der Aufbau eines Knowledge Graphen für Data-Literacy- und FDM-Kompetenz-bezogene OER. Dabei sollen auch Akteure des Feldes zusammengebracht und ihre Vorarbeiten und Bedarfe erhoben und berücksichtigt werden. Der Knowledge Graph ist Grundlage einer Plattform, über die OER von Nutzer*innen gefunden und von Autor*innen verzeichnet werden können.

Ergebnisse des Workshops

Als zentrale Herausforderungen für die weitere Harmonisierung der Projekt-Arbeitsprozesse wurden insbesondere drei Handlungsfelder identifiziert:

  • Metadaten und Interoperabilität von OER (Materialien und Repositorien)
  • Nachhaltigkeit
  • Kooperationen

Brainstorming-Ergebnisse 1. Tag (Foto: Simon Donig)

Metadaten und Interoperabilität: Um OER gemäß der FAIR-Prinzipien zu gestalten, muss sich deren Beschreibung (Metadaten) an Normdaten und kontrollierten Vokabularen orientieren. Für OER liegen verschiedene Metadatenstandards vor, insgesamt liegt die Herausforderung aber im Spagat zwischen vorhandenen Standards und den eigenen Bedarfen, die sich zwischen den Polen der eigenen Kapazitäten, technischen Rahmenbedingungen und Bedarfen der jeweiligen Community aufspannen. Synergien ergeben sich aus einem gemeinsam entwickelten Applikationsprofil sowie die gemeinsame Evaluation des DALIA OER-Metadatenbasisschema “DALIA Interchange Format” (DIF). Weitere Potenziale für Kooperationen liegen in der Anfertigung von Fallstudien, Schulungen und Bedarfsanalysen.

Ergebnisse Ermittlung des IST-Zustandes zum Themenfeld „Metadaten“ (Foto: Simon Donig)

Nachhaltigkeit: Das Thema Nachhaltigkeit von Infrastrukturangeboten umfasst verschiedene Ebenen. Klar ist, dass ein Dienst keinen langfristigen Bestand haben kann, der nicht nachhaltig organisiert und dauerhaft finanziert wird. Neben den Betriebsmodellen ist auch die Verwendung offener Datenstandards notwendig, um die Abhängigkeiten von proprietären Formaten und Werkzeugen zu reduzieren. Die Teilnehmenden des Workshops konzentrierten sich allerdings auf einen dritten Aspekt von Nachhaltigkeit: Die Akzeptanz und Nutzung des Angebotes durch die Community. Für die Akquirierung von finanziellen Ressourcen bedarf es einer nachweislichen Relevanz des Angebots für die jeweilige Fachcommunity. Diese muss beispielsweise über Zugriffs- oder Downloadzahlen sowie Interaktionen mit den Betreibenden nachgewiesen werden. Wie die Zielgruppen angesprochen und gehalten werden können, eine konkrete OER-Plattform zu nutzen, ist eine offene Frage. Dabei spielt selbstverständlich die optimale Bedienung der Bedarfe eine große Rolle, jedoch sind diese im vollen Umfang noch nicht bekannt. So wurde festgestellt, dass insbesondere die Bedarfe der Lehrenden und ihr OER-Nutzungsverhalten weniger bekannt sind.

Kooperationen: Das dritte Themencluster bestand in Überlegungen zur weiteren Kooperationen der am Workshop beteiligten Personen und Projekte. Neben den im Bereich Metadaten und Nachhaltigkeit diskutierten Maßnahmen wie Use Cases und synoptische Metadatenschema-Vergleiche zwischen den Projekten, wurden mehrere nachfolgende Meetings sowie ein Anschlussworkshop für das Frühjahr 2025 vereinbart. Wo möglich, soll Doppelarbeit vermieden werden, sowie der Austausch zwischen den Projekten erhalten bleiben. 

Ergebniszusammenfassung zu welchen Themenbereichen die Gruppe zusammenarbeiten möchte (Foto: Simon Donig)

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es große Überschneidungen der Arbeitsprogramme aller Workshop-Beteiligten (NFDI-Konsortien und Datenkompetenzzentren) gibt und der Diskurs durch gemeinsame Veranstaltungen nicht nur fruchtbarer wird, sondern auch Doppelarbeit identifiziert und reduziert werden kann. Ebenfalls wurde offensichtlich, dass quasi sämtliche Aspekte (Metadaten, Förderung, Community-Akzeptanz etc.) eng miteinander gekoppelt und aufeinander bezogen sind. Dementsprechend wurde eine Reihe nächster Schritte geplant – neben weiteren Meetings zum Austausch zu den Metadatenprofilen insbesondere ein Anschlussworkshop, in dem der Kreis der beteiligten FDM-Projekte aus dem Umkreis der Geistes- und Sozialwissenschaften noch erweitert werden soll.

Anmeldung zur Tagung „Digital History & Citizen Science“ und zum 2. Community Forum NFDI4Memory eröffnet

2024年6月19日 14:35

Steintorcampus Halle (Saale), 18. sowie 19. bis 22. September 2024
https://www.geschichte.uni-halle.de/struktur/hist-data/dh_cs/

Die Tagung widmet sich mit einem reichhaltigen Programm wissenschaftlicher Vorträge und Diskussionsforen vielen Themen der Digitalen Geschichtswissenschaft an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Citizen Science und Public History. Dabei spielen die Fragen des gemeinsamen Zugangs zu Quellen, methodischen Ansätzen und Fragestellungen ebenso eine Rolle wie Herausforderungen der digitalen Erschließung, Analyse und der langfristigen Archivierung von Citizen Science Nachlässen und Daten.

Begleitet werden diese Vorträge von vielfältigen und abwechslungsreichen Diskussionsrunden, Workshops und Projektvorstellungen. Kulturelle Angebote laden zum Kennenlernen und Mitmachen ein. Es finden sich viele Partner und Partnerinnen der digitalen Community zur Tagung ein, für die es zahlreiche Möglichkeiten des Kennenlernens und der Vernetzung geben wird. So können viele neue Impulse für gemeinsame Projekte und Ideen entstehen. Gleichzeitig feiern CompGen, Matricula und Archion ihre Jubiläumsveranstaltungen. Die Tagung „Digital History & Citizen Science“ findet vom 19. bis 22. September 2024 in Halle (Saale) statt. Zuvor veranstaltet das Konsortium NFDI4Memory das Community Forum NFDI4Memory am 18. September 2024. Sie sind herzlich zu allen Veranstaltungen eingeladen.

 

Es handelt sich dabei um eine Gemeinschaftstagung der AG Digitale Geschichtswissenschaft des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, des Vereins für Computergenealogie, NFDI4Memory, Archion und ICARUS e.V., der Historischen Kommission Sachsen-Anhalt, des Instituts für Landesgeschichte (Sachsen-Anhalt) und des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt.

Anmeldung

Eine Anmeldung im ConfTool und für einzelne Veranstaltungen ist bis zum 29. August 2024 erforderlich. Dabei ist zunächst das Anlegen eines Benutzerkontos notwendig, um sich dann zur Tagung anzumelden. Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund des Caterings eine Tagungsgebühr von 30 Euro für den mehrtägigen und 15 Euro für den eintägigen Besuch der Tagung erheben. Dafür stehen Ihnen während der Tagung Getränke und ein kleiner Imbiss zur Verfügung. Für Workshops und besondere Events sind zum Teil separate Anmeldungen im Rahmen der Tagung notwendig sind, weil zum Teil begrenzte Platzkapazitäten oder zusätzliche Gebühren bestehen. Podiumsdiskussionen, Vorträge und Projektpräsentationen stehen grundsätzlich allen Teilnehmenden frei.

Kontakt:

Dr. Katrin Moeller
Institut für Geschichte, Historisches Datenzentrum Sachsen-Anhalt
Emil-Abderhalden-Str. 26/27
06108 Halle (Saale)
digitalhistory@geschichte.uni-halle.de

[Aktuelles] Neues aus dem HCDH – News unserer Kooperationspartner

2023年10月7日 02:07
Nicht nur von uns gibt es einiges zu berichten – auch von unseren zahlreichen Partnern und Partnerinnen wollen wir nach diesem Sommersemester einige Neuigkeiten teilen. Über den neuen Educational Resource Finder der Cultural Research...

Wir suchen eine_n Research Software Engineer für das Methodenlab des NFDI4Memory

2023年10月17日 20:00

Wir freuen uns eine zunächst auf vier Jahre befristete Stelle als Wissenschaftliche Mitarbeiter_in (TV-L 13) im Bereich Research Software Engineering an der Digital History an der Humboldt-Universität zu Berlin ausschreiben zu können. Die Stelle ist am neuen Methodenlabor des NFDI4Memory angesiedelt und der Fokus liegt auf der kollaborativen Evaluation und Adaption innovativer computationeller Methoden für ihre Anwendung in den Geschichtswissenschaften. Die Anforderungen haben wir bewusst sehr flexibel gehalten und es kann flexibel, in Teilzeit und viel, wenn auch nicht ausschließlich, remote gearbeitet werden.

Kontaktiert uns bei Fragen zur Eignung und Ausgestaltung der Stelle einfach über till.grallert@hu-berlin.de oder torsten.hiltmann@hu-berlin.de.  Bewerbungsfrist ist der 25. Oktober.

Die offizielle Ausschreibung findet sich auf der Website der HU Berlin in deutsch und englisch aber wir haben die Texte hier der Einfachheit halber aufgeführt:

Ausschreibung: Research Software Engineering

Philosophische Fakultät – Institut für Geschichtswissenschaften

Wissenschaftlicher Mitarbeiterin (m/w/d) im Bereich Research Software Engineering (RSE) in Vollzeit (individuelle Teilzeitvereinbarungen möglich), vergütet nach E 13 TV-L HU, wegen Drittmittelfinanzierung zunächst bis 29. Februar 2028 befristet. Die Bewerbungsfrist endet am 25. Oktober 2023.

In der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) werden Datenbestände von Wissenschaft und Forschung für das gesamte deutsche Wissenschaftssystem systematisch erschlossen, vernetzt und nachhaltig sowie qualitativ nutzbar gemacht. NFDI-Konsortien, Zusammenschlüsse verschiedener Einrichtungen innerhalb eines Forschungsfeldes, arbeiten hierbei interdisziplinär zusammen. NFDI4Memory ist das Konsortium für die Geschichtswissenschaften und historisch arbeitende Geisteswissenschaften und verbindet historische Forschung, Gedächtnisinstitutionen und Informationsinfrastruktureinrichtungen. Über 80 Institutionen sind deutschlandweit an 4Memory beteiligt, um das Forschungsdatenmanagement in unserer Fachcommunity systematisch und nachhaltig zu verbessern.

Im Rahmen von 4Memory verantwortet die Humboldt-Universität zu Berlin gemeinsam mit dem Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) die Task Area 5 “Data Culture”. Deren Aufgabe ist es, den Dialog um digitale Forschungsdaten und computationelle Methoden in den historischen Geisteswissenschaften und deren Bedeutung für die Gesellschaft beispielsweise im Kontext des maschinellen Lernens und generativer KI voranzubringen und somit zur Etablierung einer starken Datenkultur in dieser Domäne beizutragen.

Für die Task Area 5 suchen wir eine Person, die als Research Software Engineer im Rahmen unseres Methods Innovation Lab und von Clio-online die Prozesse der Datafizierung in den Geschichtswissenschaften aktiv und kollaborativ mitgestalten möchte.

Die Stelle ist bis zum 29. Februar 2028 befristet.

Ihre Aufgaben

  • Entwicklung prototypischer Softwarelösungen im Bereich der historisch arbeitenden Digital Humanities in enger Kollaboration mit den am Projekt beteiligten Fachwissenschaftler:innen
  • Mitwirkung an der Aufbereitung entsprechender Lösungen für die Fachöffentlichkeit mit innovativen Formaten, beispielsweise im Rahmen von Data Stories oder Jupyter Notebooks
  • Mitwirkung an der Weiterentwicklung der Publikationsplattformen von Clio-online / H-Soz-Kult

Unsere Erwartungen:

Wir suchen eine engagierte Persönlichkeit mit eigenverantwortlichem, lösungsorientiertem Arbeitsstil, sehr guten konzeptionellen Fähigkeiten und ausgeprägter Teamfähigkeit. Sie zeichnen sich darüber hinaus durch gute Kommunikationsfähigkeit aus und erfüllen folgendes Profil:

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium in den Bereichen Informatik, Geschichtswissenschaften, Computerlinguistik oder verwandten Fächern
  • Solide Kenntnisse aktueller Webtechnologien
  • Solide Kenntnisse in Python
  • Bereitschaft zum interdisziplinären Austausch (z.B. zwischen Informatik und Geistes- und Sozialwissenschaften)
  • Sehr gute Kenntnisse entweder der deutschen oder englischen Sprache in Wort und Schrift und mindestens Grundkenntnisse der jeweils anderen Sprache (Level B1), bzw. die Bereitschaft diese innerhalb von zwei Jahren nach Stellenantritt zu erwerben.
  • grundsätzliche Bereitschaft an Präsenzmeetings teilzunehmen

Darüber hinaus wünschen wir uns

  • Kenntnis und Erfahrung im modernen Research Software Engineering (RSE), inkl. Modularität, Reproduzierbarkeit und Wiederverwendbarkeit
  • Erfahrungen in der Durchführung von kollaborativer Softwareentwicklung mit externen Auftragnehmer:innen
  • vertiefte Kenntnisse in aktuellen Methoden und Technologien in mindestens einem der Bereiche: Automatische Textanalyse/NLP, Computer Vision, Machine Learning
  • Kenntnisse in weiteren höheren Programmiersprachen, wie z.B. Java

Was wir bieten

  • Flexible Festlegung der Arbeitszeit (zwischen 50% und 100%)
  • Möglichkeit zum mobilen Arbeiten (individuelle Lösungen sind möglich)
  • Innovatives Arbeiten mit der Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen und umzusetzen
  • Ein freundliches und offenes Team mit einer modernen Arbeitskultur
  • Möglichkeit zur eigenen wissenschaftlichen Qualifikation (Promotion, Habilitation)
  • Eine traditionsreiche und international anerkannte Universität im Herzen Berlins als Arbeitgeber
  • Sehr dynamisches und innovatives Umfeld für die Digital Humanities
  • Vorteile der Arbeit im öffentlichen Dienst, wie z.B. eine attraktive betriebliche Altersvorsorge (VBL) und Förderung des Deutschlandtickets.

Bewerbungen in deutscher oder englischer Sprache (mit Anschreiben, Lebenslauf und relevanten Zeugnissen) richten Sie bitte bis zum 25. Oktober 2023 gemeinsam mit einer kurzen Skizze zu relevanten Projekten, die Sie in diesem Bereich ggf. bereits betreut oder begleitet haben (1-2 Seiten) innerhalb von 4 Wochen unter Angabe der Kennziffer DR/087/23 an die Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät, Institut für Geschichtswissenschaften, Prof. Dr. Torsten Hiltmann, Unter den Linden 6, 10099 Berlin oder bevorzugt per E-Mail in einer zusammengefassten PDF-Datei an digitalhistory@hu-berlin.de.

Zur Sicherung der Gleichstellung sind Bewerbungen qualifizierter Frauen besonders willkommen. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund sind ausdrücklich erwünscht. Da wir Ihre Unterlagen nicht zurücksenden, bitten wir Sie, Ihrer Bewerbung nur Kopien beizulegen.

Datenschutzrechtliche Hinweise zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten im Rahmen des Ausschreibungs- und Auswahlverfahrens finden Sie auf der Homepage der Humboldt-Universität zu Berlin: https://hu.berlin/DSGVO.

Die rechtlich bindende Version dieser Ausschreibung finden Sie auf der Webseite http://www.hu-berlin.de/stellenangebote.

Job Opening: Research Software Engineering

Philosophische Fakultät – Institut für Geschichtswissenschaften

Research Associate (Wissenschaftlicher Mitarbeiterin) for Research Software Engineering (f/m/d), full time, E 13 TV-L HU compensation scheme (grant-funded, limited-term contract until 29 February 2028). Deadline for applications is 25 October 2023.

NFDI 4Memory is one of 27 interdisciplinary German consortia that jointly manage the creation of a long-term and sustainable national research-data infrastructure (Nationale Forschungsdateninfrastruktur, or “NFDI”) for the digital age. Our shared goal is to make research data systematically accessible, linked, interoperable, and, ultimately, (re-)usable in a sustainable and qualitative manner for scientific and scholarly communities in Germany and beyond. 4Memory brings together more than 80 partners from universities and research institutes to cultural heritage and memory institutions and infrastructure facilities, united by a common set of interests, needs, and aims related to the distinct challenges faced by disciplines employing historical methods or relying on data that require historical contextualization.

Within the framework of 4Memory, Humboldt-Universität zu Berlin and the Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) jointly lead Task Area 5 “Data Culture”. This Task Area aims at advancing the discourse on digital research data and computational methods in the field of history and, more broadly, the historically inclined humanities. We also explore the significance of datafication for our contemporary societies’ history-making, such as, for example, the current developments in the fields of machine learning and generative AI. Ultimately, we will contribute to the establishment of a strong data culture in our scholarly domain.

We are looking for someone to join our team as a Research Software Engineer for TA5’s Methods Innovation Lab and Clio-online, who wants to be actively and collaboratively involved in shaping the processes of datafication in the historical humanities at this exciting time.

The position is limited until 29 February 2028.

Your tasks

  • Development of prototypical software solutions in the field of historically working digital humanities in close collaboration with domain experts involved in the project
  • Participation in the publication of our results and methods for scholarly audiences with innovative formats, such as data stories or Jupyter notebooks
  • Participation in the development of the publication platforms of Clio-online / H-Soz-Kult

Our expectations

We are looking for a dedicated personality with an independent, solution-oriented work style, very good conceptual skills, and a strong team-working ethos. You will also have good communicative skills and fit the following profile:

  • University degree (graduate degree, such as MSc, MA, etc.) and potentially a doctorate in computer science, history, computational linguistics or related subjects
  • Solid knowledge of current web technologies
  • Solid knowledge of Python
  • Willingness to engage in interdisciplinary exchange and work environments (e.g. between computer science and the humanities and social sciences)
  • Very good command of either German or English, both written and spoken, and at least basic knowledge of the other language (Level B1), or the willingness to acquire such knowledge within two years of taking up the position

Experience and knowledge in the following fields is not strictly required but would be considered a boon (and can be acquired on the job):

  • modern research software engineering (RSE), including modularity, reproducibility and reusability
  • implementing collaborative software development with external contractors
  • current methods and technologies in at least one of the following areas: automatic text analysis/NLP, computer vision, machine learning
  • other high-level programming languages, such as Java

Our offer

  • Innovative work with the opportunity to contribute and implement your own ideas
  • A friendly and open team with a modern working culture
  • Very dynamic and innovative environment for the Digital Humanities
  • Opportunity for your own academic advancement (doctoral or postdoctoral research)
  • Possibility of part time (min. 50 per cent) or full time work
  • Flexible working hours
  • Possibility of remote work (individually tailored solutions are possible but not fully remote work)
  • An excellent and internationally well-recognised university in the heart of Berlin as an employer
  • Advantages of working in the public sector, such as an attractive company pension scheme (VBL), and a subsidized job ticket / Deutschlandticket for public transport.

Please send your application in German or in English (including cover letter, a complete curriculum vitae and copies of relevant certificates and documents) together with a short outline of relevant projects in the field of research software engineering that you may have already supervised or participated in (1-2 pages) quoting the reference number DR/087/23 to Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät, Institut für Geschichtswissenschaften, Prof. Dr. Torsten Hiltmann, Unter den Linden 6, 10099 Berlin or in electronic form as a single PDF file to digitalhistory@hu-berlin.de until 25 October 2023.

The Humboldt-Universität zu Berlin is seeking to increase the proportion of women in research and teaching, and specifically encourages qualified female scholars to apply. Severely disabled applicants with equivalent qualifications will be given preferential consideration. People with an immigration background are specifically encouraged to apply. Since we will not return your documents, please submit copies in the application only.

Data protection information on the processing of your personal data within the

framework of the advertisement and selection procedure can be found on our Website: https://hu.berlin/DSGVO.

Please visit our website www.hu-berlin.de/stellenangebote, which gives you access to the legally binding German version.

Stellenausschreibung Projektmitarbeiter*in (m/w/d) für NFDI 4memory, Schwerpunkt Data Literacy/E-Learning

2023年8月31日 18:46

Projektmitarbeiter*in (m/w/d) für NFDI-4Memory, Schwerpunkt Data Literacy/E-Learning mit 70%-Teilzeitbeschäftigung befristet bis zum 28.02.2028 (Projektende), Entgeltgruppe 13 TV-L FU

Kennung: UB-ZB-2023-28

Bewerbungsfrist: 25.09.2023

Link: https://www.fu-berlin.de/universitaet/beruf-karriere/jobs/nichtwiss/58_universitaetsbibliothek/UB-ZB-2023-28.html

Die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin versorgt an verschiedenen Standorten mehr als 35.000 Studierende und 2.000 Wissenschaftler*innen mit Information, Literatur und Services für Forschung, Lehre und Studium. Sie stellt physische und virtuelle Lern- und Kommunikationsräume bereit, um analog und digital Begegnung und Austausch zu ermöglichen. Als moderne, serviceorientierte Informationsdienstleisterin für die Angehörigen der Freien Universität schafft sie verlässlichen Zugang zu Daten, Informationen und Wissen – u. a. durch die Bereitstellung von über 9 Millionen Medien (Bücher, E-Books, Zeitschriften, Datenbanken usw.), zentralen Systemen wie Lernplattformen, Blogs und Wikis sowie knapp 3.500 Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen auf dem Campus.

Der Arbeitsbereich Digital Humanities der Abteilung Forschungs- und Publikationsservices unterstützt Wissenschaftler*innen der Freien Universität Berlin beim Einsatz digitaler Methoden, Werkzeuge und Ressourcen in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Dazu zählt u.a. der Aufbau und Betrieb von projektspezifischen und zentralen virtuellen Forschungsinfrastrukturen, die Begleitung der Projektentwicklung und -durchführung sowie Beratungsangebote und Fortbildungen im Kontext von Digital Humanities und Data Literacy.
Im Projekt NFDI-4Memory wirkt der Arbeitsbereich mit am geschichtswissenschaftlichen Konsortium „4Memory“ in der Nationalen Forschungsdaten-Infrastruktur (NFDI, https://4memory.de). Im Mittelpunkt steht hier der Aufbau eines „Data Literacy Training Labs“ inkl. E-Learning-Modulen für Forschungsdaten in den historisch arbeitenden Wissenschaften.

Aufgabengebiet:
In enger Abstimmung mit dem Team Digital Humanities an der UB und in Zusammenarbeit mit Forschenden und Lehrenden der Global History, der Geschichtsdidaktik und den historisch arbeitenden Area Studies an der FU sollen folgende Aufgaben übernommen werden:

– Koordination der Arbeiten zum Aufbau eines „Data Literacy Training Lab“ (Measure 1 der Task Area 4: Data Literacy), u.a. vor allem Aufbau eines Kompetenznetzwerks und Entwicklung einer Outreach Strategie für die entwickelten Trainings- und Beratungsangebote;
– Beratung der Projektmitglieder zu Blended Learning, digitale Lehr- und Lernressourcen und Open Educational Resources sowie zur Konzeption von Train-the-Trainer Maßnahmen
– Beratung zur Konzeption von Lernmodulen und Blended-Learning-Szenarien für die Vermittlung von Data Literacy in der Lehre in den historisch arbeitenden Wissenschaften;
– Konzeption und Erarbeitung von Guidelines, Workshops
– Mitwirkung an der Konzeption von Lernmodulen und Blended-Learning-Szenarien für Data Literacy in der Lehre in den historisch arbeitenden Wissenschaften an der FU
– Mitarbeit bei der Entwicklung eines Virtual Hubs für Online-Tutorials für historische Data Literacy, mit Fokus auf multilingualen Forschungsdaten (insbesondere: Forschungsdaten in nicht-lateinischen Schriften)

Wir bieten Ihnen
– selbstständiges Arbeiten in einem motivierten Team
– innovatives, interdisziplinäres, forschungsnahes Arbeitsumfeld
– ein vielfältiges Fortbildungsangebot zur Weiterentwicklung Ihrer Kompetenzen
– Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in einer familiengerechten Universität
– flexible Arbeitszeitmodelle (Gleitzeitregelung) und Angebot zum partiellen Mobilen Arbeiten
– Jahressonderzahlung und Betriebsrente
– 30 Tage Urlaub pro Jahr, zusätzlich arbeitsfrei am 24. und 31. Dezember
– ein bezuschusstes Firmenticket im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB)

Einstellungsvoraussetzungen:
Hochschulabschluss (Master, Diplom, Magister, Staatsexamen) vorzugsweise in einem sozial- oder geisteswissenschaftlichen Studienfach

(Berufs-)Erfahrung:
mindestens dreijährige Berufserfahrung

Erwünscht:
– Mehrjährige Erfahrung mit Projektarbeit und Koordinationsaufgaben in größeren Projektvorhaben
– Fundierte Kenntnisse aktueller Entwicklungen im Bereich E-Learning Methoden und Werkzeuge
– Erfahrungen in der kollegialen Beratung und der Konzeption von Train-the-Trainer Maßnahmen als Blended-Learning-Angebote
– Vertrautheit mit aktuellen Angeboten zur Data Literacy in den historisch arbeitenden Wissenschaften
– von Vorteil sind Fachkenntnisse der Global History oder in einem mit historischen Methoden arbeitenden Area Studies Fach (z.B. Lateinamerika-Studien, Ostasienstudien) sowie Erfahrungen mit der Verwendung von nicht-lateinischen Schriften in digitalen Wissenschaftsinfrastrukturen
– sehr gute deutsche und englische Sprachkenntnisse
– Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit sowie hohes Maß an sozialer Kompetenz

Weitere Informationen erteilt Frau Dr. Brigitte Grote (brigitte.grote@fu-berlin.de / +49 30 838 55031).

Weitere Informationen

Bewerbungen sind mit aussagekräftigen Unterlagen unter Angabe der Kennung im Format PDF (vorzugsweise als ein Dokument) elektronisch per E-Mail zu richten an Herrn Dr. Andreas Brandtner: sekretariat@ub.fu-berlin.de oder per Post an die

Freie Universität Berlin
Universitätsbibliothek
Abt. Forschungs- und Publikatonsservices / Team Digital Humanities
Herrn Dr. Andreas Brandtner
Garystr. 39
14195 Berlin (Dahlem)

Mit der Abgabe einer Onlinebewerbung geben Sie als Bewerber*in Ihr Einverständnis, dass Ihre Daten elektronisch verarbeitet und gespeichert werden.

Wir weisen darauf hin, dass bei ungeschützter Übersendung Ihrer Bewerbung auf elektronischem Wege von Seiten der Freien Universität Berlin keine Gewähr für die Sicherheit übermittelter persönlicher Daten übernommen werden kann.

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