Das Berlin-Brandenburgische Datenkompetenzzentrum für Digital Humanities, Verwaltungswissenschaft, Informatik und Informationswissenschaft QUADRIGA lädt vom 19.–20. Juni 2025 zu Barcamp und Jahrestagung nach Potsdam ein. Am Nachmittag des ersten Tages starten wir mit einem Barcamp zu Data Literacy, am zweiten Tag folgt die Jahrestagung zum Thema „Stärkung von Datenkompetenz für die Forschung: Strategien, Best Practices und Outputs“. Mit einem Call for Participation sowie Abstracts wollen wir die Communitys herzlich zur Teilnahme einladen.
Ein Barcamp lebt natürlich von Beteiligung, daher können Vorschläge für Sessions während der Anmeldung, aber natürlich auch direkt vor Ort eingebracht werden. Im Rahmen der Jahrestagung wird es einen Slot mit Impulsen aus der Community geben, für den bis 16. Mai Abstracts im Umfang von max. 4000 Zeichen mit Leerzeichen (zuzüglich Bibliografie) eingereicht werden können.
Wir freuen uns auf Einreichungen. Die Teilnahme ist natürlich auch ohne eigenen Beitrag möglich. Die Plätze sind allerdings begrenzt, eine zeitnahe Anmeldung wird daher empfohlen.
Autor:innen: Jonathan D. Geiger; Katharina Bergmann; Johanna Konstanciak; Marina Lemaire; Andrea Polywka; Ruth Reiche; Sibylle Söring; Anne Voigt
Lehr-Lernmaterialien (Open Educational Resources, OER) zur Entwicklung von Data Literacy und Kompetenzen im Forschungsdatenmanagement (FDM) sind in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und darüber hinaus ein zentrales Thema. Die meisten FDM-Projekte und -Netzwerke sammeln und/oder produzieren OER und setzen sich dabei mit Fragen nach der Verstetigung, der Sammlung, der Kuratierung und der Verknüpfung auseinander. Die FAIR-Prinzipien sind hier genauso anwendbar wie auf Forschungsdaten.
Vor diesem Hintergrund fanden sich am 22. und 23. April 2024 Vertreter*innen der NFDI-Konsortien NFDI4Culture, NFDI4Memory, der Datenkompetenzzentren QUADRIGA und HERMES und des Infrastrukturprojekts der NFDI-Sektion Training & Education – DALIA – in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz zu einem gemeinsamen Workshop zusammen. Die Projekte präsentierten ihre jeweiligen Arbeitsstände und im Anschluss wurden in interaktiven Formaten Kollaborationsmöglichkeiten, Synergieeffekte und zentrale Diskussionspunkte ausgelotet.
Gruppe der Workshopteilnehmenden am 23.4.2024 (Foto: Aglaia Schieke)
Das NFDI-Konsortium NFDI4Culture (Projektlaufzeit 2020–2025) hat einen Dienst vorgestellt, der eine Auswahl an OER bereitstellt, die sich an die geistes- und kulturwissenschaftlichen Communities richten und sowohl generische als auch fachspezifische Angebote zu Forschungsdatenmanagement und Datenkompetenzen beinhalten. Im Vorfeld hat das Team der “Cultural Research Data Academy” in ausgewählten Veranstaltungen und Formaten die Bedarfe der NFDI4Culture Communities abgefragt, in einem Portfolio gesammelt und mit ausgewählten Qualitätskriterien evaluiert. Daraus entstand der “Educational Resource Finder” (ERF), eine kuratierte Auswahl an deutsch- und englischsprachigen Schulungs- und Weiterbildungsangeboten, die sich an Interessierte aller Wissensstufen richten und fortwährend aktualisiert werden.
Das NFDI-Konsortium NFDI4Memory (Projektlaufzeit 2023–2028) stellte seine Arbeitspakete der Task Area “Data Literacy” im Bereich OER vor. Die Task Area hat zur Aufgabe die Datenkompetenzen in Forschung und Lehre der historisch arbeitenden Disziplinen zu verbessern. Dafür werden u. a. ein Data-Literacy-Trainingskatalog mit didaktischen und inhaltlichen Empfehlungen erstellt sowie zielgruppenspezifische Trainingsmodule entwickelt. Die Inhalte des Trainingskatalogs werden durch eigene Recherchen, selbstentwickelte Materialien sowie durch eine Erhebung in der Community zusammengetragen. Anschließend werden die Informationen in einem in Entwicklung befindlichen Workflow für die Online-Präsentation und Suche aufbereitet.
Das vom BMBF geförderte Datenkompetenzzentrum QUADRIGA (Projektlaufzeit 2023-26) vereint die vier Disziplinen Digital Humanities, Verwaltungswissenschaft, Informatik und Informationswissenschaft entlang der Datentypen Text, Tabelle und Bewegtes Bild am Wissenschaftsstandort Berlin-Brandenburg. Auf der Grundlage von Fallstudien erarbeitet das Zentrum interaktive Lehrbücher (Jupyter Notebooks), die QUADRIGA Educational Resources (QER), die modular aufgebaut sind, und die die Lernzielkontrolle mittels eines Assessments ermöglichen. Workflows – insbesondere das Zusammenspiel mit dem QUADRIGA Space sowie dem QUADRIGA Navigator – und beispielhafte Ausgestaltungen wurden im Rahmen des Workshops von Zhenya Samoilova, Sonja Schimmler und Bettina Buchholz vorgestellt. Für das Teilprojekt Verstetigung nahm Sibylle Söring teil.
Das Datenkompetenzzentrum HERMES (Humanities Education in Research, Data, and Methods), gefördert vom BMBF (Projektlaufzeit 2023–2026), hat das Ziel, Datenkompetenzen im Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften zu vermitteln und weiterzuentwickeln. Anwesend bei dem Workshop waren die Mitarbeiter:innen der HERMES-Formate „Open Educational Resources“ und „HERMES-Hub“: In HERMES werden sowohl OER erstellt als auch in einer Ressource Base aggregiert. Hierfür wird eine Metadatenempfehlung entwickelt, die auf einem projektübergreifenden Metadaten-Basisschema aufbauen soll. HERMES legt dabei besonderen Wert auf die Verschlagwortung der Ressourcen mit der TaDiRAH-Taxonomie, um nach Forschungsmethoden filtern zu können. Forschende wird das HERMES-Team zudem in der Konzeption und Umsetzung von OER-Materialien beratend unterstützen.
Das Projekt DALIA ist ein vom BMBF gefördertes Infrastrukturprojekt (Laufzeit 2022–2025) der Sektion Training und Education (EduTrain) der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur. Das Projektziel ist der Aufbau eines Knowledge Graphen für Data-Literacy- und FDM-Kompetenz-bezogene OER. Dabei sollen auch Akteure des Feldes zusammengebracht und ihre Vorarbeiten und Bedarfe erhoben und berücksichtigt werden. Der Knowledge Graph ist Grundlage einer Plattform, über die OER von Nutzer*innen gefunden und von Autor*innen verzeichnet werden können.
Ergebnisse des Workshops
Als zentrale Herausforderungen für die weitere Harmonisierung der Projekt-Arbeitsprozesse wurden insbesondere drei Handlungsfelder identifiziert:
Metadaten und Interoperabilität von OER (Materialien und Repositorien)
Nachhaltigkeit
Kooperationen
Brainstorming-Ergebnisse 1. Tag (Foto: Simon Donig)
Metadaten und Interoperabilität: Um OER gemäß der FAIR-Prinzipien zu gestalten, muss sich deren Beschreibung (Metadaten) an Normdaten und kontrollierten Vokabularen orientieren. Für OER liegen verschiedene Metadatenstandards vor, insgesamt liegt die Herausforderung aber im Spagat zwischen vorhandenen Standards und den eigenen Bedarfen, die sich zwischen den Polen der eigenen Kapazitäten, technischen Rahmenbedingungen und Bedarfen der jeweiligen Community aufspannen. Synergien ergeben sich aus einem gemeinsam entwickelten Applikationsprofil sowie die gemeinsame Evaluation des DALIA OER-Metadatenbasisschema “DALIA Interchange Format” (DIF). Weitere Potenziale für Kooperationen liegen in der Anfertigung von Fallstudien, Schulungen und Bedarfsanalysen.
Ergebnisse Ermittlung des IST-Zustandes zum Themenfeld „Metadaten“ (Foto: Simon Donig)
Nachhaltigkeit: Das Thema Nachhaltigkeit von Infrastrukturangeboten umfasst verschiedene Ebenen. Klar ist, dass ein Dienst keinen langfristigen Bestand haben kann, der nicht nachhaltig organisiert und dauerhaft finanziert wird. Neben den Betriebsmodellen ist auch die Verwendung offener Datenstandards notwendig, um die Abhängigkeiten von proprietären Formaten und Werkzeugen zu reduzieren. Die Teilnehmenden des Workshops konzentrierten sich allerdings auf einen dritten Aspekt von Nachhaltigkeit: Die Akzeptanz und Nutzung des Angebotes durch die Community. Für die Akquirierung von finanziellen Ressourcen bedarf es einer nachweislichen Relevanz des Angebots für die jeweilige Fachcommunity. Diese muss beispielsweise über Zugriffs- oder Downloadzahlen sowie Interaktionen mit den Betreibenden nachgewiesen werden. Wie die Zielgruppen angesprochen und gehalten werden können, eine konkrete OER-Plattform zu nutzen, ist eine offene Frage. Dabei spielt selbstverständlich die optimale Bedienung der Bedarfe eine große Rolle, jedoch sind diese im vollen Umfang noch nicht bekannt. So wurde festgestellt, dass insbesondere die Bedarfe der Lehrenden und ihr OER-Nutzungsverhalten weniger bekannt sind.
Kooperationen: Das dritte Themencluster bestand in Überlegungen zur weiteren Kooperationen der am Workshop beteiligten Personen und Projekte. Neben den im Bereich Metadaten und Nachhaltigkeit diskutierten Maßnahmen wie Use Cases und synoptische Metadatenschema-Vergleiche zwischen den Projekten, wurden mehrere nachfolgende Meetings sowie ein Anschlussworkshop für das Frühjahr 2025 vereinbart. Wo möglich, soll Doppelarbeit vermieden werden, sowie der Austausch zwischen den Projekten erhalten bleiben.
Ergebniszusammenfassung zu welchen Themenbereichen die Gruppe zusammenarbeiten möchte (Foto: Simon Donig)
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es große Überschneidungen der Arbeitsprogramme aller Workshop-Beteiligten (NFDI-Konsortien und Datenkompetenzzentren) gibt und der Diskurs durch gemeinsame Veranstaltungen nicht nur fruchtbarer wird, sondern auch Doppelarbeit identifiziert und reduziert werden kann. Ebenfalls wurde offensichtlich, dass quasi sämtliche Aspekte (Metadaten, Förderung, Community-Akzeptanz etc.) eng miteinander gekoppelt und aufeinander bezogen sind. Dementsprechend wurde eine Reihe nächster Schritte geplant – neben weiteren Meetings zum Austausch zu den Metadatenprofilen insbesondere ein Anschlussworkshop, in dem der Kreis der beteiligten FDM-Projekte aus dem Umkreis der Geistes- und Sozialwissenschaften noch erweitert werden soll.
Das BMBF-geförderte Verbundprojekt HERMES lädt Forschende der Geistes- und Kulturwissenschaften ein, sich für eine Forschungsstudienförderung 2024 zu bewerben. Wir suchen engagierte Forschende, die mit innovativen Ansätzen die Datenkompetenzen in den Fächern voranbringen möchten. Ob als Einzelperson oder als Teil einer Gruppe, Ihre Ideen und Projekte sind gefragt!
Sie haben in ihrer Forschung Daten aus digitalen Beständen von bewahrenden Einrichtungen analysiert? In einem Forschungsbericht vermitteln Sie Datenkompetenzen über die methodologische Vorgehensweise, die Datendokumentation und eine digitale Quellenkritik.
Sie haben in ihrer Forschung innovative Ideen für neue Zugangs- und Nutzungsformen für Daten aus GLAM-Einrichtungen entwickelt? In einem schriftlichen und/oder visuellen Konzept präsentieren Sie Zugangsformen, Nutzungsszenarien, Zielgruppen und/oder eine visuelle Exploration.
Sie haben Forschungsdaten aus historischen Quellen qualitätsgesichert erhoben? Sie veröffentlichen ihre Forschungsdaten transparent dokumentiert gemäß der FAIR Prinzipien, erhöhen deren Sichtbarkeit und ermöglichen die Nachnutzung.
Sind Sie daran interessiert, den Einsatz datenorientierter Methoden im Sinne des Open-Science-Konzepts zu vermitteln? Über Begleittexte, Leitfäden, Webinare, etc., bereiten Sie diese Umsetzungen didaktisch auf.
Wir bieten eine Förderung von 3.500€ (inkl. USt.) pro Studie an, die über Forschungsverträge vergeben (kein direktes Beschäftigungsverhältnis, Nebentätigkeit/Selbständigkeit möglich), um verschiedene Studienarten bis 20. November 2024 durchzuführen, die dazu beitragen, die Datenkompetenzen nachhaltig zu stärken und die zukünftige Forschungslandschaft mitzugestalten. Neben der finanziellen Unterstützung bietet die Förderung Zugang zu renommierten Institutionen wie dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz und den anderen HERMES-Partnereinrichtungen. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil eines Verbundes, der einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Fachkulturen leistet.
Einsendeschluss für Bewerbungen: 12.05.2024 für einen Förderstart zum 20.05.2024.
Wissenschaftliche Sammlungen an Hochschulen und Universitäten sind bedeutende Infrastrukturen. Ihre vielfältigen Potentiale für Forschung, Lehre und Transfer können jedoch erst ausgeschöpft werden, wenn die Möglichkeiten der Digitalisierung optimal genutzt werden. Die Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland (KUS), die am Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt ist, entwickelt mit dem Verbundprojekt “SODa – Sammlungen Objekte Datenkompetenzen” ein Datenkompetenzzentrum, an dem für die Forschung in und mit wissenschaftlichen Sammlungen notwendige Datenkompetenzen transdisziplinär und praxisbezogen vermittelt und weiterentwickelt werden.
Forschung zu anwendbaren Verfahren, Methoden und Standards für die Digitale Provenienzforschung in wissenschaftlichen Sammlungen
Forschung zu anwendbaren Verfahren, Methoden und Standards für das Modellieren, Strukturieren, Standardisieren, Anreichern und globale Vernetzen unter Berücksichtigung so genannter FAIR-Prinzipien für Forschungsdaten mit dem Ziel der Etablierung von Standards zur Dokumentation, Archivierung und Publizierung der Provenienz von Objekten
Mitarbeit im Rahmen der im Verbundprojekt vertretenen Fachexpertise beim Konzipieren, Durchführen, Evaluieren und Dokumentieren von Veranstaltungsformaten mit dem Ziel, Wissenschaftler*innen im Expertisefeld des Datenkompetenzzentrums weiterzubilden, sie zu vernetzen und gemeinsam mit ihnen entsprechende Verfahren, Methoden, Standards und Werkzeuge forschend weiterzuentwickeln
Herstellen von Materialien und Produkten der Wissenschaftskommunikation
Aufbereiten und Präsentation von Forschungsergebnissen auf Kongressen/Forschungskolloquien usw.
Publikationen zu eigenen Forschungsergebnissen
Anforderungen:
abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium, z. B. in Informationswissenschaften, Kulturinformatik, Digital Humanities, Geschichts- und Sozialwissenschaften sowie naturkundlichen Disziplinen
Erfahrung in der (digitalen) Provenienzforschung
Kenntnisse digitaler Werkzeuge und Methoden für die Provenienzforschung
Kenntnisse aktueller Fachdebatten, insbesondere im Bereich digitaler Methoden in der Arbeit in und mit wissenschaftlichen Sammlungen und in der Provenienzforschung
Erfahrungen in der Arbeit mit wissenschaftlichen Sammlungen und Objekten
Erfahrungen in inter- und transdisziplinären wissenschaftlichen Projekten erwünscht
Erfahrung in der Entwicklung von Lehr- und Vermittlungsangeboten erwünscht
vorteilhaft sind Erfahrungen in Community Building-Prozessen und im Projektmanagement
ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, mündlich und schriftlich, in Englisch und Deutsch
ausgeprägte Teamfähigkeit, auch bei der Zusammenarbeit über digitale Tools
strukturierte, selbständige und lösungsorientierte Arbeitsweise
Wir bieten:
einen eigenen Wirkungs- und Gestaltungsbereich in einem sich neu entwickelnden, zukunftsweisenden und dynamischen Tätigkeitsfeld im Kontext wissenschaftlicher Sammlungen, Kulturerbe und Digitalisierung
Mitarbeit in einem motivierten, interdisziplinär aufgestellten Team
ein attraktives Arbeitsumfeld und vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten auf dem grünen Campus Nord in der Mitte Berlins
Bewerbungen (mit Anschreiben, Lebenslauf und relevanten Zeugnissen) richten Sie bitte bis 8. Januar 2024 unter Angabe der Kennziffer DR/143/23 an die Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland, Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik, Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin oder bevorzugt per E-Mail in einer PDF-Datei an: hzk.bewerbungen@hu-berlin.de
Für Rückfragen steht der Co-Sprecher der Koordinierungsstelle und SODa-Projektleiter Martin Stricker (martin.stricker@hu-berlin.de, Tel. 030 2093 12879) zur Verfügung.
Zur Sicherung der Gleichstellung sind Bewerbungen qualifizierter Frauen besonders willkommen. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationsgeschichte sind ausdrücklich erwünscht. Da wir Ihre Unterlagen nicht zurücksenden, bitten wir Sie, Ihrer Bewerbung nur Kopien beizulegen.
Datenschutzrechtliche Hinweise zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten im Rahmen des Ausschreibungs- und Auswahlverfahrens finden Sie auf der Homepage der Humboldt-Universität zu Berlin: https://hu.berlin/DSGVO.
Wissenschaftliche Sammlungen an Hochschulen und Universitäten sind bedeutende Infrastrukturen. Ihre vielfältigen Potentiale für Forschung, Lehre und Transfer können jedoch erst ausgeschöpft werden, wenn die Möglichkeiten der Digitalisierung optimal genutzt werden. Die Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland (KUS), die am Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik der Humboldt-Universität zu Berlin angesiedelt ist, entwickelt mit dem Verbundprojekt “SODa – Sammlungen Objekte Datenkompetenzen” ein Datenkompetenzzentrum, an dem für die Forschung in und mit wissenschaftlichen Sammlungen notwendige Datenkompetenzen transdisziplinär und praxisbezogen vermittelt und weiterentwickelt werden.
Erarbeitung des fachlich und didaktische Vermittlungs-,Vernetzungs- und Forschungsprogramms des Zentrums, insbesondere:
Sammlung, Systematisierung und Auswertung wissenschaftlicher Veröffentlichungen / Materialien (Literaturrecherche / Quellenrecherche / Datenbankanalyse) des aktuellen Forschungsstand zu wissenschaftlichen Datenkompetenzen
Erarbeitung von didaktischen Konzepten und Vermittlungsmethoden sowie deren Evaluation
Konzipieren, Durchführen, Evaluieren und Dokumentieren von Veranstaltungsformaten, mit dem Ziel Wissenschaftler*innen im Expertisefeld des Datenkompetenzzentrums weiterzubilden, sie zu vernetzen und gemeinsam mit ihnen entsprechende Verfahren, Methoden, Standards und Werkzeuge forschend weiterzuentwickeln
Organisation und Ergebnissicherung von Workshops mit externen Expert*innen und der Öffentlichkeit
Aufbereitung und Präsentation der Erkenntnisse inkl. Abfassung von wissenschaftlichen Texten sowie vermittelnden Texten
Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit
Anforderungen:
abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium, z. B. in Informationswissenschaften, Kulturinformatik, Digital Humanities, Geschichts- und Sozialwissenschaften sowie naturkundlichen Disziplinen
nachweislich Kenntnisse digitaler Werkzeuge, Datenbankanwendungen und Forschungsumgebungen (wie z.B. WissKI, 3D-Digitalisierung, Wissensgraphen)
Erfahrungen in der Arbeit mit wissenschaftlichen Sammlungen und Objekten
Kenntnisse didaktischer Methoden, Konzepte und Vermittlungsformate – sowohl analog als auch digital
Erfahrung in der Entwicklung von Lehr- und Vermittlungsangeboten erwünscht
Erfahrungen in inter- und transdisziplinären wissenschaftlichen Projekten erwünscht
vorteilhaft sind Erfahrungen in Community Building-Prozessen und im Projektmanagement
ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, mündlich und schriftlich, in Englisch und Deutsch
ausgeprägte Teamfähigkeit, auch bei der Zusammenarbeit über digitale Tools
strukturierte, selbständige und lösungsorientierte Arbeitsweise
Wir bieten:
einen eigenen Wirkungs- und Gestaltungsbereich in einem sich neu entwickelnden, zukunftsweisenden und dynamischen Tätigkeitsfeld im Kontext wissenschaftlicher Sammlungen, Kulturerbe und Digitalisierung
Mitarbeit in einem motivierten, interdisziplinär aufgestellten Team
ein attraktives Arbeitsumfeld und vielfältige Vernetzungsmöglichkeiten auf dem grünen Campus Nord in der Mitte Berlins
Bewerbungen (mit Anschreiben, Lebenslauf und relevanten Zeugnissen) richten Sie bitte bis 8. Januar 2024 unter Angabe der Kennziffer DR/141/23 an die Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland, Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik, Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin oder bevorzugt per E-Mail in einer PDF-Datei an: hzk.bewerbungen@hu-berlin.de
Für Rückfragen steht der Co-Sprecher der Koordinierungsstelle und SODa-Projektleiter Martin Stricker (martin.stricker@hu-berlin.de, Tel. 030 2093 12879) zur Verfügung.
Zur Sicherung der Gleichstellung sind Bewerbungen qualifizierter Frauen besonders willkommen. Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher Eignung bevorzugt. Bewerbungen von Menschen mit Migrationsgeschichte sind ausdrücklich erwünscht. Da wir Ihre Unterlagen nicht zurücksenden, bitten wir Sie, Ihrer Bewerbung nur Kopien beizulegen.
Datenschutzrechtliche Hinweise zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten im Rahmen des Ausschreibungs- und Auswahlverfahrens finden Sie auf der Homepage der Humboldt-Universität zu Berlin: https://hu.berlin/DSGVO.
Offen für alle! Unser Open Space Day (via Zoom), im Rahmen der Digital Academy 2023: “From Uncertainty to Action: Advancing Research with Digital Data” – 28. September 2023.
Die Digital Academy lädt erneut zum Austausch über datengestützte Forschung und digitale Arbeitstechniken ein. In diesem Jahr steht ein Thema im Mittelpunkt, das die Digital Humanities in ihrer ganzen Breite und auf vielen Ebenen betrifft: Unsicherheit. Unsicherheit soll dabei nicht als ein Manko der Digital Humanities verstanden werden, wonach jede datengestützte Forschung unweigerlich unscharf sei. Vielmehr geht es um vielfältige Möglichkeiten, Strategien für einen konstruktiven Umgang mit Unsicherheit und digitalen Forschungsdaten zu entwickeln.
Drei Expert*innen berichten in einem Interviewformat von ihren Forschungsprojekten und teilen ihre Sicht auf das Thema – von der Modellierung digitaler Korpora und wissenschaftlicher Konzepte über Fragen des Zugangs zu digitalen Daten in born-digital Archiven bis zu Strategien der Abbildung von Unsicherheit in digitalen Editionen. Anschließend an jedes der drei Interviewgespräche gibt es eine offene Diskussionsrunde mit dem Publikum.
Programm des Open Space Day: 28. September 2023; alle Zeiten in MESZ
10.00-10.15: Begrüßung
10.15-11.45: Talking to an expert & discussion I: Michael Piotrowski (Department of Language and Information Sciences, Université de Lausanne)
11.45-12.45: Mittagspause
12.45-14.15: Talking to an expert & discussion II: Jane Winters (School of Advanced Study, University of London)
14.15-14.30: Kaffeepause
14.30-16.00: Talking to an expert & discussion III: Susan Schreibman (Faculty of Arts and Social Sciences, Maastricht University)
Der Zoom-Link und weitere Informationen sind auf der Website der Digital Academy zu finden: https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/geschichtswissenschaft/abteilung/arbeitsbereiche/digital-history/digital-academy/index.xml.
Wir freuen uns auf den Austausch!
Mit den besten Grüßen des Organisationskomitees (Universität Bielefeld) Silke Schwandt, Christopher Kuhlmann, Anna Maria Neubert, Sophie Spliethoff, Christian Wachter
Projektmitarbeiter*in (m/w/d) für NFDI-4Memory, Schwerpunkt Data Literacy/E-Learning mit 70%-Teilzeitbeschäftigung befristet bis zum 28.02.2028 (Projektende), Entgeltgruppe 13 TV-L FU
Die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin versorgt an verschiedenen Standorten mehr als 35.000 Studierende und 2.000 Wissenschaftler*innen mit Information, Literatur und Services für Forschung, Lehre und Studium. Sie stellt physische und virtuelle Lern- und Kommunikationsräume bereit, um analog und digital Begegnung und Austausch zu ermöglichen. Als moderne, serviceorientierte Informationsdienstleisterin für die Angehörigen der Freien Universität schafft sie verlässlichen Zugang zu Daten, Informationen und Wissen – u. a. durch die Bereitstellung von über 9 Millionen Medien (Bücher, E-Books, Zeitschriften, Datenbanken usw.), zentralen Systemen wie Lernplattformen, Blogs und Wikis sowie knapp 3.500 Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen auf dem Campus.
Der Arbeitsbereich Digital Humanities der Abteilung Forschungs- und Publikationsservices unterstützt Wissenschaftler*innen der Freien Universität Berlin beim Einsatz digitaler Methoden, Werkzeuge und Ressourcen in den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Dazu zählt u.a. der Aufbau und Betrieb von projektspezifischen und zentralen virtuellen Forschungsinfrastrukturen, die Begleitung der Projektentwicklung und -durchführung sowie Beratungsangebote und Fortbildungen im Kontext von Digital Humanities und Data Literacy. Im Projekt NFDI-4Memory wirkt der Arbeitsbereich mit am geschichtswissenschaftlichen Konsortium „4Memory“ in der Nationalen Forschungsdaten-Infrastruktur (NFDI, https://4memory.de). Im Mittelpunkt steht hier der Aufbau eines „Data Literacy Training Labs“ inkl. E-Learning-Modulen für Forschungsdaten in den historisch arbeitenden Wissenschaften.
Aufgabengebiet: In enger Abstimmung mit dem Team Digital Humanities an der UB und in Zusammenarbeit mit Forschenden und Lehrenden der Global History, der Geschichtsdidaktik und den historisch arbeitenden Area Studies an der FU sollen folgende Aufgaben übernommen werden:
– Koordination der Arbeiten zum Aufbau eines „Data Literacy Training Lab“ (Measure 1 der Task Area 4: Data Literacy), u.a. vor allem Aufbau eines Kompetenznetzwerks und Entwicklung einer Outreach Strategie für die entwickelten Trainings- und Beratungsangebote; – Beratung der Projektmitglieder zu Blended Learning, digitale Lehr- und Lernressourcen und Open Educational Resources sowie zur Konzeption von Train-the-Trainer Maßnahmen – Beratung zur Konzeption von Lernmodulen und Blended-Learning-Szenarien für die Vermittlung von Data Literacy in der Lehre in den historisch arbeitenden Wissenschaften; – Konzeption und Erarbeitung von Guidelines, Workshops – Mitwirkung an der Konzeption von Lernmodulen und Blended-Learning-Szenarien für Data Literacy in der Lehre in den historisch arbeitenden Wissenschaften an der FU – Mitarbeit bei der Entwicklung eines Virtual Hubs für Online-Tutorials für historische Data Literacy, mit Fokus auf multilingualen Forschungsdaten (insbesondere: Forschungsdaten in nicht-lateinischen Schriften)
Wir bieten Ihnen – selbstständiges Arbeiten in einem motivierten Team – innovatives, interdisziplinäres, forschungsnahes Arbeitsumfeld – ein vielfältiges Fortbildungsangebot zur Weiterentwicklung Ihrer Kompetenzen – Unterstützung bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in einer familiengerechten Universität – flexible Arbeitszeitmodelle (Gleitzeitregelung) und Angebot zum partiellen Mobilen Arbeiten – Jahressonderzahlung und Betriebsrente – 30 Tage Urlaub pro Jahr, zusätzlich arbeitsfrei am 24. und 31. Dezember – ein bezuschusstes Firmenticket im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB)
Einstellungsvoraussetzungen: Hochschulabschluss (Master, Diplom, Magister, Staatsexamen) vorzugsweise in einem sozial- oder geisteswissenschaftlichen Studienfach
Erwünscht: – Mehrjährige Erfahrung mit Projektarbeit und Koordinationsaufgaben in größeren Projektvorhaben – Fundierte Kenntnisse aktueller Entwicklungen im Bereich E-Learning Methoden und Werkzeuge – Erfahrungen in der kollegialen Beratung und der Konzeption von Train-the-Trainer Maßnahmen als Blended-Learning-Angebote – Vertrautheit mit aktuellen Angeboten zur Data Literacy in den historisch arbeitenden Wissenschaften – von Vorteil sind Fachkenntnisse der Global History oder in einem mit historischen Methoden arbeitenden Area Studies Fach (z.B. Lateinamerika-Studien, Ostasienstudien) sowie Erfahrungen mit der Verwendung von nicht-lateinischen Schriften in digitalen Wissenschaftsinfrastrukturen – sehr gute deutsche und englische Sprachkenntnisse – Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit sowie hohes Maß an sozialer Kompetenz
Bewerbungen sind mit aussagekräftigen Unterlagen unter Angabe der Kennung im Format PDF (vorzugsweise als ein Dokument) elektronisch per E-Mail zu richten an Herrn Dr. Andreas Brandtner: sekretariat@ub.fu-berlin.de oder per Post an die
Freie Universität Berlin Universitätsbibliothek Abt. Forschungs- und Publikatonsservices / Team Digital Humanities Herrn Dr. Andreas Brandtner Garystr. 39 14195 Berlin (Dahlem)
Mit der Abgabe einer Onlinebewerbung geben Sie als Bewerber*in Ihr Einverständnis, dass Ihre Daten elektronisch verarbeitet und gespeichert werden.
Wir weisen darauf hin, dass bei ungeschützter Übersendung Ihrer Bewerbung auf elektronischem Wege von Seiten der Freien Universität Berlin keine Gewähr für die Sicherheit übermittelter persönlicher Daten übernommen werden kann.