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Durch den DHd-Publikationsfonds gefördert: »halb und halb« – Hybride Edition als Kompromiss?

2024年12月11日 23:26

In diesem Jahr ist meine Dissertationsschrift mit dem Titel »halb und halb« – Hybride Edition als Kompromiss? Eine Studie zu Methodik, Möglichkeiten und Grenzen in der hybriden Musikedition am Beispiel der Edition von Ludwig Baumanns »Kantate. Den Gefallenen zum Gedächtnis, den Trauernden zum Trost« beim Logos-Verlag Berlin erschienen. Die Publikation ist sowohl im Druck (teilw. in Farbe) erhältlich als auch im Open Access (PDF, Vollfarbe) und das ganz ohne Moving- oder Paywall (DOI: 10.30819/5730 und auf Zenodo).

Es freut und ehrt mich sehr, dass der Vorstand der DHd den Antrag auf Unterstützung genehmigt hat und diese Dissertationsschrift durch den DHd-Publikationsfonds gefördert werden konnte.

Was ist eigentlich eine hybride Edition? Eine Frage, die wir uns noch öfter stellen sollten. Es gibt eine große Zahl traditioneller und digitaler Editionen und auch Forschungsliteratur hierzu. Was ist aber mit den Editionen, die eine Brücke zwischen traditioneller und digitaler Edition bilden? Die Forschungsliteratur hierzu ist ziemlich ›dünn‹. Im Bereich der Musikedition werden seit etwa 20 Jahren hybride Editionen angestrengt, die nahe zu alle in Langzeit-Akademieprojekten produziert werden. Umfassende Erörterungen, was eine hybride Musikedition ist, gab es bisher allerdings nicht.

Die Schrift »halb und halb« – Hybride Edition als Kompromiss? begegnet diesem Desiderat auf eigene Weise. In der zweiteiligen Anlage wird zunächst eine scheinbar traditionelle Musikedition präsentiert, die spätestens im Kritischen Bericht die Grenzen des Medium Buch aufzeigt. Die Kritischen Anmerkungen sind nicht nur wegen ihres Umfangs digital erfasst, sondern weil es nach knapp 20 Jahren nötig erschien, diese »medienadäquater zu gestalten« (S. 330). Schließlich sind kritische Berichte von Natur aus streng schematisch und müssten sich geradezu einfach in XML modellieren lassen (vgl. Kap. I.6.3 & II.4.2.2).

Den zweiten Teil der Arbeit bildet eine theoretische Abhandlung zur hybriden (Musik-)Edition. Schwerpunkte liegen auf der Forschungssoftware Edirom (Kap. II.2) und auf dem Phänomen Online-Portal (Kap. II.3), das bei hybriden und digitalen Editionen immer stärker in Erscheinung tritt. Die Edition im ersten Teil der Arbeit wird aktiv in die Theoriebildung einbezogen, um methodische Fragen gezielt erörtern zu können. Ergänzt wird diese Dissertationsschrift durch eine umfangreiche und ebenfalls im Open Access publizierte Datensammlung (DOI: 10.5281/zenodo.10072484).

Ausschreibung für den Peter-Haber-Preis 2025

2024年11月8日 14:41

Die AG Digitale Geschichtswissenschaft, der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) und das Deutsche Historische Institut Paris (DHIP) vergeben seit 2021 den Peter-Haber-Preis für digitale Geschichtswissenschaft. Auch auf dem Historikertag in Bonn 2025 wird diese Tradition fortgesetzt. Prämiert werden drei herausragende Projekte, die einen innovativen Beitrag zum Gegenstandsbereich der digitalen Geschichtswissenschaften leisten und sich über ein visuell ansprechendes Poster und einen Pitch originell präsentieren. Parallel dazu wird es eine allgemeine Posterausstellung zu digitalen Projekten in Bonn geben, für die man sich ebenfalls bewerben kann (siehe unten).

Der 1. Preis ist mit 500,- Euro, der 2. Platz mit 300,- Euro und der 3. Platz mit 200,- Euro dotiert.

Mit dem Preis wird an den Schweizer Historiker und Privat-Dozenten für Allgemeine Geschichte der Neuzeit, Peter Haber (1964-2013), gedacht. Sein wissenschaftliches Werk und sein Engagement haben wichtige Impulse für die digitale Geschichtswissenschaft geliefert.

Einreichungsfrist: 15. Januar 2025

Kontakt und Informationen: Christian Wachter (Sprecher der AG Digitale Geschichtswissenschaft im VHD), christian.wachter [at] uni-bielefeld.de

Call for papers Peter-Haber-Preis

Zum Historikertag 16.-19.9.2025 in Bonn schreiben die AG Digitale Geschichtswissenschaft, der Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands und das Deutsche Historische Institut Paris zum dritten Mal den Peter-Haber-Preis für digitale Geschichte aus. Prämiert werden Projekte von Forschenden auf Master-, Promotion-, oder Post-Doc-Niveau, die einen innovativen Beitrag zum Gegenstandsbereich der digitalen Geschichtswissenschaft leisten. Sowohl individuelle Forschende als auch Kleingruppen von Forschenden können einen Vorschlag einreichen. Jede Person kann nur an einer einzigen Einreichung beteiligt sein. Ist das Proposal Teil eines größeren Verbundprojekts, sollte der eigene Beitrag der Autor*innen in den Einreichungen deutlich hervorgehoben werden. Infrastruktur- oder Großprojekte von Forschungseinrichtungen o.ä. können ihr Poster in der Allgemeinen Postersession präsentieren, sind aber vom Wettbewerb ausgeschlossen (siehe unten). 

Einreichungen sollen den Stand eines laufenden oder seit maximal zwei Jahren abgeschlossenen Projekts der digitalen Geschichtswissenschaft anschaulich beschreiben. Einen epochalen oder methodischen Schwerpunkt gibt es nicht. Zur Orientierung können sich die Projekte auf die folgenden Profilelemente beziehen, sind aber nicht auf sie beschränkt: 

  1. Empirische/Digitale Best Practice: Es wird überzeugend dargestellt, wie ein historisches Projekt mithilfe digitaler Verfahren umgesetzt wird und z.B. eine historische Fragestellung beantwortet. Dabei zeigt sich der Innovationsgrad u.a. durch eine plausible Argumentation dafür, dass Ergebnisse und Durchführung des Projekts ohne die eingesetzten digitalen Techniken nicht oder nur in anderer Form möglich gewesen wären.
  2. Experimente: Es wird plausibel dargelegt, inwiefern der experimentelle Einsatz digitaler Verfahren einen Erkenntnisgewinn in der historischen Forschung zu fördern verspricht. Die Überlegungen, die zu der spezifischen Auswahl verwendeter Methoden/Techniken im Projekt geführt haben, sind sinnvoll und nachvollziehbar.
  3. Entwicklung: Es werden Tools, Methoden, Datensätze oder andere Angebote entwickelt, die von der Community weiter genutzt werden können. Dargelegt wird, inwiefern dies die digitale Geschichtswissenschaft konstruktiv befördern kann.

 Einreichungen sollen mindestens 500, maximal 750 Wörter umfassen (ohne Bibliographie, die separat eingereicht wird auf max. 1 Seite). Zusätzlich wird um einen Kurz-CV (1 Seite maximal) der einreichenden Person(en) gebeten. Bitte alle Dateien in einem gemeinsamen PDF einreichen.

Über die Annahme zur Präsentation auf dem Historikertag entscheidet das Komitee der AG Digitale Geschichtswissenschaft unter folgenden Bewertungskriterien:

  • Es handelt sich um einen innovativen Beitrag zum Gegenstandsbereich der digitalen Geschichtswissenschaft (3-fach gewertet).
  • Die Fragestellung und der Mehrwert des digitalen Ansatzes ist nachvollziehbar dargelegt bzw. bei Tools/Methoden/Datensätzen: Zweck, Funktionalitäten und Mehrwert des Tools/der Methode/Datensätze sind nachvollziehbar dargelegt (2-fach gewertet).
  • Der Stand der Forschung ist hinreichend dargestellt (u.a. durch eine Bibliographie von max. 1 Seite) (2-fach gewertet).
  • Die Forschungsmethodik ist verständlich beschrieben (2-fach gewertet).
  • Das Proposal ist verständlich formuliert (2-fach gewertet).
  • Allgemeine Empfehlung zur Annahme (4-fach gewertet).

Es wird erwartet, dass Poster, die für die Präsentation angenommen werden, zum Historikertag Open Access unter einer CC-BY-Lizenz online publiziert werden (z.B. in einem Repository wie Zenodo). Alle Poster werden anschließend gemeinsam auf dem Blog der AG veröffentlicht.

Auf dem Historikertag präsentieren die Preisanwärter*innen ihre Projekte anhand ihres Posters in einem 5-minütigen Pitch. Poster und Pitch werden von der Jury mit folgenden Kriterien bewertet:

  • Thema und Kernaussagen des Projekts sind auf dem Poster und beim Pitch klar erkennbar, verständlich und gut strukturiert (3-fach gewertet).
  • Visuelle Gestaltung und/oder Originalität des Posters und des Pitch (2-fach gewertet).
  • Beziehung von Grafik und Text (2-fach gewertet).

 Die Jury entscheidet gemeinsam mit einer Publikumsabstimmung über die Platzierungen.

Einreichungen bitte per Mail an christian.wachter [at] uni-bielefeld.de bis zum 15. Januar 2025.

Hinweise zum Call für die Allgemeine Posterausstellung Digitale Geschichte

Auf dem Historikertag in Bonn wird es zusätzlich die Möglichkeit für zehn weitere digitale Projekte geben, sich der Fachcommunity mit einem Poster zu präsentieren. Dieser Call richtet sich insbesondere an Infrastrukturprojekte und Projekte von Forschungsverbünden oder Einrichtungen, die Services, Tools, Editionen, Datenbanken o.ä. für die historische Fachcommunity bereitstellen.

Bitte bewerben Sie sich dafür mit einer Einreichung von mindestens 500, maximal 750 Wörter (ohne Bibliographie, die separat eingereicht wird auf max. 1 Seite). Zusätzlich wird um ein Kurz-CV (1 Seite maximal) der einreichenden Person(en) gebeten. Bitte alle Dateien in einem gemeinsamen PDF einreichen. Geben Sie außerdem an, dass Sie sich für die Allgemeine Posterausstellung bewerben (ohne Peter-Haber-Preis).

Die Auswahlkriterien entsprechen den oben genannten. Ebenso wird erwartet, dass Sie Ihr Poster vor dem Historikertag digital in einer offenen Lizenz publizieren und das Poster selbst beim Historikertag aufhängen und während der Postersession für Fragen zur Verfügung stehen.

Einreichungen bitte ebenfalls per Mail an christian.wachter [a] uni-bielefeld.de bis zum 15. Januar 2025.

Meet & Greet 2024: Online-Speed-Dating

2024年11月7日 15:27

Das Datenkompetenzzentrum HERMES (www.hermes-hub.de) lädt herzlich ein zum Meet & Greet 2024: Online-Speed-Dating – ein Event, das allen, die sich für eine geistes- oder kulturwissenschaftliche Promotion mit datenwissenschaftlichen Methoden interessieren, den ersten Schritt erleichtert, um Betreuende für ihr Vorhaben zu finden. Dieses Format bietet Ihnen die Möglichkeit, sich mit Professor*innen aus verschiedenen Fachbereichen mit Expertise in den Digital Humanities zu vernetzen.

Datum: 18.11.2024

Uhrzeit: 14:00 – 16:00 Uhr (c.t.)

Ort: Online über Zoom (Link wird bei Anmeldung bekannt gegeben)

Unser Ziel ist es, Ihnen wertvolle Einblicke und Feedback zu Ihren Promotionsideen zu geben – und im besten Fall Ihre*n Betreuer*in zu finden.

Ablauf des Meet & Greet:

Das Event gliedert sich in drei Phasen:

Phase I: Kennenlernen und Vorbereitung der Fragen (14:15 – 14:45 Uhr)
In der ersten Phase, moderiert von Dr. Ruth Reiche und Johanna Konstanciak, lernen sich die Promotionsinteressierten kennen. Gemeinsam werden sinnvolle Fragen für die nachfolgenden Gespräche mit den Professor*innen erarbeitet, um hierbei möglichst effektiv herauszufinden, ob die Forschungsinteressen und Betreuungsvorstellungen zueinander passen.

Phase II: Vorstellung der Professor*innen (14:45 – 15:05 Uhr)
In dieser Phase stoßen die Professor*innen hinzu. Prof. Dr. Aline Deicke (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz / Philipps-Universität Marburg), Prof. Dr. Andrea Rapp (Technische Universität Darmstadt) und Prof. Dr. Christof Schöch (Universität Trier) werden von ihren bisherigen Betreuungen berichten und damit erste Beispiele und Inspirationen für mögliche Promotionswege geben.

Phase III: Speed-Dating mit den Professor*innen (15:05 – 15:35 Uhr)
Angelehnt an das Konzept des Speed-Datings bieten wir Ihnen in Break-out-Sessions die Gelegenheit, jeweils zusammen mit 2-3 anderen Promotionsinteressierten 10 Minuten lang mit einer*m Professor*in zu sprechen. So haben Sie die Möglichkeit, Ihre Forschungsideen zu diskutieren, Feedback zu erhalten und herauszufinden, ob eine Zusammenarbeit passen könnte.

Teilnehmer*innenzahl und Anmeldung:

Um einen intensiven und produktiven Austausch zu ermöglichen, ist die Teilnehmer*innenzahl auf 12 Personen begrenzt. Wenn Sie sich anmelden, bitten wir um verbindliche Teilnahme oder eine frühzeitige Absage, falls Sie verhindert sind.

Bitte melden Sie sich über diesen Link an: https://uni-trier.zoom-x.de/meeting/register/u5IudOitrzgiGdX5V6EvbbgHUZQgDqpiaYw0

Bei Fragen im Vorfeld schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an: hermes@linglit.tu-darmstadt.de

Anmeldeschluss: Sobald alle Plätze vergeben sind.

Nutzen Sie diese einmalige Chance, um den ersten Schritt in Richtung Ihrer Promotion zu machen und potentielle Betreuende für Ihr Promotionsvorhaben kennenzulernen! Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

DH-Fellowships an der Zentralbibliothek Zürich (3-12 Monate)

2024年8月19日 15:59

Das Willy Bretscher-Fellowship (CHF 4000.-/ Monat) ermöglicht Stipendiat:innen während 3-12 Monaten an der Zentralbibliothek Zürich (ZB) zu forschen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 30.9.2024.

Das Fellowship bietet Forschenden die Möglichkeit, sich mit den Beständen resp. den Daten der ZB vertieft auseinanderzusetzen, sich mit den Spezialistinnen und Spezialisten im Haus auszutauschen und falls erwünscht, mit dem ZB-Lab zusammenzuarbeiten. Bei Bedarf digitalisiert oder erschliesst die ZB analoge Quellen für die Projekte der Fellows. 

Erwartet wird von den Fellows, dass sie ihren Forschungsmittelpunkt nach Zürich verlegen, ihre Zeit überwiegend dem Forschungsvorhaben widmen und dieses der interessierten Öffentlichkeit vorstellen. Das Forschungsvorhaben soll Ansätze der Digital Humanities verfolgen, einen zeitlichen Schwerpunkt im 20. Jahrhundert setzen und sich auf Bestände oder Daten der Zentralbibliothek Zürich stützen. Die mögliche Dauer der Fellowships beträgt 3 bis 12 Monate im Zeitraum 1. April 2025 bis 31. März 2026.

Weitere Infos: https://www.zb.uzh.ch/de/services/forschungsforderung

HERMES-Forschungsstudienförderung 2024: Datenkompetenzen gesucht!

2024年4月16日 18:34

Das BMBF-geförderte Verbundprojekt HERMES lädt Forschende der Geistes- und Kulturwissenschaften ein, sich für eine Forschungsstudienförderung 2024 zu bewerben. Wir suchen engagierte Forschende, die mit innovativen Ansätzen die Datenkompetenzen in den Fächern voranbringen möchten. Ob als Einzelperson oder als Teil einer Gruppe, Ihre Ideen und Projekte sind gefragt!

  • Sie haben in ihrer Forschung Daten aus digitalen Beständen von bewahrenden Einrichtungen analysiert? In einem Forschungsbericht vermitteln Sie Datenkompetenzen über die methodologische Vorgehensweise, die Datendokumentation und eine digitale Quellenkritik.
  • Sie haben in ihrer Forschung innovative Ideen für neue Zugangs- und Nutzungsformen für Daten aus GLAM-Einrichtungen entwickelt? In einem schriftlichen und/oder visuellen Konzept präsentieren Sie Zugangsformen, Nutzungsszenarien, Zielgruppen und/oder eine visuelle Exploration.
  • Sie haben Forschungsdaten aus historischen Quellen qualitätsgesichert erhoben? Sie veröffentlichen ihre Forschungsdaten transparent dokumentiert gemäß der FAIR Prinzipien, erhöhen deren Sichtbarkeit und ermöglichen die Nachnutzung.
  • Sind Sie daran interessiert, den Einsatz datenorientierter Methoden im Sinne des Open-Science-Konzepts zu vermitteln? Über Begleittexte, Leitfäden, Webinare, etc., bereiten Sie diese Umsetzungen didaktisch auf.

Wir bieten eine Förderung von 3.500€ (inkl. USt.) pro Studie an, die über Forschungsverträge vergeben (kein direktes Beschäftigungsverhältnis, Nebentätigkeit/Selbständigkeit möglich), um verschiedene Studienarten bis 20. November 2024 durchzuführen, die dazu beitragen, die Datenkompetenzen nachhaltig zu stärken und die zukünftige Forschungslandschaft mitzugestalten. Neben der finanziellen Unterstützung bietet die Förderung Zugang zu renommierten Institutionen wie dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz und den anderen HERMES-Partnereinrichtungen. Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil eines Verbundes, der einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Fachkulturen leistet.

Einsendeschluss für Bewerbungen: 12.05.2024 für einen Förderstart zum 20.05.2024.

Die vollständige Ausschreibung finden Sie unter: https://jgu.to/awbz.

Bei Fragen oder für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Dr. Judit Garzón Rodríguez.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und die Weiterleitung des Angebots an alle Interessent:innen!

Text+ im Rahmen der NFDI gefördert

2021年7月5日 21:00

Wir freuen uns sehr über die Förderentscheidung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK). Text+ wird ab Oktober 2021 für zunächst fünf Jahre durch Bund und Länder gefördert.

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DH2023 ADHO Conference Bursary Award

2023年10月28日 16:09

As one ADHO’s constituent organizations and sponsor of DH2023 the Association for Digital Humanities in the German Speaking Areas (DHd) congratulates all recipients of ADHO-Travel bursaries  for DH2023 at Graz (Austria). To promote these bursaries and to encourage applications in coming years DHd has asked recipients from the German speaking areas to write individually short blog posts about their experiences. This post is part of the series. 

The Alliance of Digital Humanities Organizations Annual Conference (ADHO) in Graz was an enlightening experience for me. I had the privilege of presenting our collaborative project, „Magnetic Margins: A Census and Reader Annotations Database,“ alongside my colleagues, Alessandro Adamou (Digital Humanities Lab at the Bibliotheca Hertziana, Rome) and Hassan el Hajj (Research IT at the Max Planck Institute for the History of Science, Berlin). Our panel was thoughtfully curated and expertly moderated, making our participation all the more rewarding.

While Alessandro was present in Graz, Hassan and I participated online as I was located in the US at the time and traveling all the way to Graz seemed somewhat over the top. I nevertheless applied for one of the ADHO’s travel grants, but  in order to be reimbursed only for the conference fees – EUR 165 instead of up to EUR 850, being the regular lump sum for travel costs. At the time of the conference, I myself had a fellowship with the Linda Hall Library at Kansas City that could not cover participation fees. To my great delight, it was no problem for ADHO to be flexible and pragmatic in this respect. 

The virtual format of the conference proved to be highly effective. Despite being in a North American time zone, I could seamlessly join the sessions via webinars. The ease of accessing live streams and recorded sessions meant I never missed any critical discussions or intriguing talks. Our presentation on “Magnetic Margins” was a culmination of collaborative efforts and research. Alessandro, Hassan, and I had worked diligently to develop a comprehensive census and reader annotations database, making use of cutting-edge digital humanities methodologies. Alessandro’s presence in Graz allowed for a smooth and seamless delivery of the presentation. Hassan and I were able to contribute effectively through the virtual medium, which was testament to the ADHO’s seamless integration of online participants.

Although I missed the opportunity for in-person networking, the virtual setting offered a range of networking tools. ADHO’s digital platforms facilitated communication among participants, allowing us to engage in meaningful conversations and connect with fellow researchers. The ADHO Annual Conference 2023 in Graz was a resounding success, leaving a lasting impression on me. I look forward to future opportunities to participate in ADHO conferences and continue contributing to the thriving community of digital humanities scholars.

5. Expert:innenforum „Nachhaltige Softwareentwicklung in NFDI4Culture”: Institutionelle Professionalisierung – Herausforderungen und Perspektiven

2023年7月18日 22:27

verfasst von: Aleksander Marcic (ORCID), Daniel Jettka (ORCID), Lisa Dieckmann (ORCID), Daniel Röwenstrunk (ORCID), Anne Ferger (ORCID), Franziska Fritzsche (ORCID)

Einführung

Im Fokus des fünften Treffens des Expert:innenforums „Nachhaltige Softwareentwicklung in NFDI4Culture” am 25. April 2023 standen institutionelle Aspekte der Professionalisierung von Softwareentwicklung in der Wissenschaft. Die Diskussuion wurde angeregt durch Impulse von Vertreter:innen von Rechen-, Daten- und DH-Kompetenzzentren, von Förderern und aus der Lehre.

Die Professionalisierung der Softwareentwicklung in der Wissenschaft steht vor der besonderen Herausforderung, dass Software größtenteils im Rahmen von Forschungsprojekten entwickelt wird, deren Finanzierung mit dem Projektende ausläuft. Auch wenn diese Problematik nicht unmittelbar auflösbar ist, lassen sich Schlüsse und Lehren daraus ziehen, wie die verschiedenen institutionellen Akteure, z. B. Rechenzentren, Institute, DH-Kompezenzzentren, Förderer und Infrastrukturprojekte mit dieser prekären Situation umgehen können.

Die Rolle von Zentren (Rechenzentren, Daten- und DH-Kompetenzzentren)

Da Softwareentwicklung in der Wissenschaft größtenteils in Projektkontexten stattfindet und für Mitarbeiter:innen nicht immer eine Anschlussfinanzierung möglich ist, geht in Projektlaufzeiten aufgebaute Expertise immer wieder verloren. Die Sicherstellung von adäquatem Wissenstransfer durch stabilisierende Elemente ist daher eine zentrale Herausforderung. Aus diesem Grund werden Institutionen benötigt, die für die Softwareentwicklung über Projektlaufzeiten hinaus Wissen transferieren und Infrastruktur kontinuieren. In der Praxis bedeutet dies:

  • Verschiedene Institutionen (z. B. Rechenzentren, Bibliotheken, Daten- und DH-Kompetenzzentren, Institute aus Fachdisziplinen) sollten zielgerichtet zusammenarbeiten.
  • Wenn diese Aufgabe auf verschiedene kleinere Institutionen verteilt ist, können Vorteile genutzt werden, etwa eine höhere Flexibilität und Spezialisierung. Gleichzeitig besteht die Gefahr der Zersplitterung von Wissen durch verteilte Strukturen.
  • Für sehr kleine Teams kann es schwer sein, gleichzeitig alte Infrastruktur in Stand zu halten (z. B. um alte Projekte weiter zu betreiben) und neue Technologien zu evaluieren und damit zu experimentieren.

 

Ohne feste Mittel für langfristige Entwickler:innenstellen besteht eine weitere besondere Herausforderung in der Aus- und Weiterbildung von RSEs an DH-Kompetenz- und Rechenzentren mit dem Ziel eines langfristigen Aufbaus von domänenspezifischer und technischer Expertise. Aus diesem Grund sind im Rahmen des Forums verschiedene Beispiele aus der Praxis vorgestellt worden, wie mit dieser Herausforderung umgegangen werden kann:

  • An Zentren kann RSEs ermöglicht werden, sich weiterzubilden und erworbene Kenntnisse ins Team zurückzuspielen.
  • Für Systemadministration und -integration können Ausbildungstellen angeboten und Auszubildende in Projektarbeit einbezogen werden.

 

Auch wenn sehr häufig noch keine direkte Finanzierung fester Entwickler:innenstellen von übergeordneten Institutionen zur Verfügung gestellt wird, können u.U. verschiedene Mittel gebündelt oder (im besten Fall längerfristige) Kooperationen eingegangen werden. Konkret genannt wurden:

  • (Aushandlung der konkreten Verwendung von) Overhead-Mitteln, d .h. flexiblen Mitteln, die bei Projektförderung von Mittelgeber:innen zur Verfügung gestellt werden
  • Pooling von Mittelanteilen aus verschiedenen Projekten für zentrale Stellen (nur mit vielen Projekten machbar)
  • Langzeitkooperationen (z. B. mit Akademien) ermöglichen wenigstens mit einem kleinen Teil der Mittel längerfristig planen zu können

 

Die Rolle von Software in Forschung und wissenschaftlicher Ausbildung

Eine weitere Herausforderung für die Professionalisierung der wissenschaftlichen Softwareentwicklung ist, dass Software in den meisten Wissenschaften zwar ein fester Bestandteil der Forschung, zugleich in vielen Fächern aber kein fester Bestandteil der wissenschaftlichen Ausbildung ist.

Vorbehalte gegenüber Softwareentwicklung als genuinem Bestandteil eines Faches, scheint in vielen Fächern der Geisteswissenschaften vorhanden zu sein. Das hat Konsequenzen für Ausbildungsangebote im Rahmen der jeweiligen Studiengänge sowie für die Anerkennung von Softwareentwicklung als wissenschaftlichem Beitrag. Problematisch ist hierbei z. B. insbesondere:

  • Studierende können ihre erworbenen Kompetenzen nicht ohne Weiteres als Studienleistung anerkennen lassen, was dazu führen kann, dass Angebote trotz bestehendem Interesse seltener wahrgenommen werden.
  • Es herrscht Ungewissheit, ob Kompetenzen und Code-Beiträge für die weitere wissenschaftliche Qualifikation in den Fächern angerechnet werden.

 

Der Gruppe gut vernetzter Wissenschaftler:innen im Bereich der Digital Humanities und RSEs stehen zahlreiche Fachwissenschaftler:innen gegenüber, die zwar digitale Methoden und Werkzeuge anwenden, Scripts schreiben usw., aber am Austausch (und z. B. auch an Standardisierungsprozessen) der Community nicht direkt beteiligt sind. Hieraus ergibt sich:

  • Probleme der Nachhaltigkeit von Softwarelösungen, etc. werden häufig v. a. im Kreis sachkundiger Expert:innen diskutiert, so dass die Problemhorizonte jeneits dieser Kreise (z.B. in den einzelnen Fächern) weitgehend unbekannt sind und gegebenenfalls erst vermittelt werden müssen.
  • Interessierte, aber nicht bereits technisch sachkundige Wissenschaftler:innen können durch diese Diskrepanz von anspruchsvollen Lösungsansätzen abgeschreckt und überfordert werden.
  • Ob einzelne Lösungsansätze auch im Arbeitsalltag der Fachwissenschaftler:innen plausibel sind und akzeptiert werden, muss zusätzlich ermittelt [bzw. berücksichtigt] werden.
  • Zudem ergibt sich weiterhin die Frage, wie weiter und besser mit dieser Kluft umzugehen ist.

 

Nicht selten fallen Defizite bei der Planung und Umsetzung digitaler Komponenten in Forschungsprojekten erst auf, wenn zum Ende und mit Blick auf die Nachhaltung von Ergebnissen Kontakt z. B. mit Datenzentren aufgenommen wird. Datenzentren (u. a.) haben derzeit in der Regel nicht die Kapazitäten eine enge Begleitung in der Softwareentwicklung zu leisten oder im Nachhinein nicht nachhaltig entwickelte Software in nachhaltige zu verwandeln. In diesem Zusammenhang ist zu beachten:

  • Es ist manchmal nicht vermeidbar Software im Nachhinein anzupassen, bspw. wegen Versäumnissen am Projektanfang – etwa (a) Umgang mit personenbezogenen Daten, (b) rechtlichen Beschränkungen externer Partner.
  • Die Erwartung einer Standardisierung von technischen Stacks ist zwar nachvollziehbar, wird jedoch als wenig aussichtsreich erachtet.
  • In Beratungsangeboten und Leitfäden, etc. können Best Practices und Standards für die Softwareentwicklung kommuniziert und diskutiert werden
  • Register (wie die NFDI4Culture Software Registry u. ä.) etc. können indirekt zu einer gewissen Vereinheitlichung beitragen

 

In Bezug auf bestehende Förderstrukturen und -angebote ist festzustellen, dass viele der Probleme im Kontext der wissenschaftlichen Softwareentwicklung den Projektförderern zwar bekannt sind, eine notwendige Anpassung der Förderung aktuell dennoch vor einer Reihe von zentralen Herausforderungen steht:

  • Es braucht eine Definition von Forschungssoftware, die vom Code Block im Jupyter Notebook bis zur gerätespezifischen medizinischen Software alles umfasst.
  • Eine Erhöhung der Fördergelder kann den ungewollten Effekt nach sich ziehen, dass die Kosten für Entwicklung steigen.
  • Es müssen Förderprogramme entwickelt werden, in denen die Bedarfe der Geisteswissenschaften ebensosehr Entsprechung finden, wie die in Natur- und Ingenieurswissenschaften, Medizin, etc.
  • Eine Übersicht über vorhandene Software ist nötig, um Förderbedarfe besser beurteilen zu können (in diesem und anderen Zusammenhängen ist die Bedeutung von Softwarekatalogen und -registern für Förderung und Studiengangsaufbau mehrfach hervorgehoben worden).

 

Die Rolle von Software in der Forschung ist vielfältig und für die Förderung, die Ansprüche an Nachhaltigkeit (z. B. hinsichtlich Entwicklungsprozess, Dokumentation usw.) stellt, ist es hilfreich, verschiedene Rollen zu unterscheiden. Generell kann Software einerseits als Mittel zur Beantwortung von Forschungsfragen eingesetzt werden, andererseits aber auch selber Gegenstand von Forschung sein. Und während Software häufig im Hinblick auf ganz spezifische Forschungsfragen (im Rahmen von Forschungsprojekten) entwickelt wird, muss auch die Entwicklung allgemeinerer Software bei Finanzierung, Förderung, Nachhaltigkeitsüberlegungen etc.  berücksichtigt werden.

  • Für experimentelle Software muss der Betrieb meist nicht Jahre über Projektende hinaus gesichert werden
  • Für sehr spezielle Software müssen Nachhaltigkeitsstrategien, Dokumentation etc. auf Nachvollziehbarkeit, für Software mit erkanntem Verallgemeinerungspotenzial auf Nachnutzbarkeit und Weiterentwicklung ausgerichtet sein.
  • Aufbau und Management von Communities sind inhärente Aufgaben bei der Entwicklung von (allgemeinerer) Software.
  • Förderprogramme zur Verallgemeinerung projektspezifischer Software werden bereits entwickelt und getestet, sind aber noch nicht fest etablierter Bestandteil der Förderlandschaft.
  • Bedarfe sowohl der Fach- als auch der Entwickler:innen-Communities müssen sichtbar gemacht werden.

 

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