Im Akademienprojekt der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe (Laufzeit bis 2034) ist am Standort Detmold/Paderborn zum 1. Oktober des Jahres die Stelle einer Wissenschaftlichen Mitarbeiterin / eines Wissenschaftlichen Mitarbeiters im Umfang von 85% einer TV-L-13-Stelle zu besetzen. Näheres entnehmen Sie bitte der nachfolgend verlinkten Ausschreibung. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! https://www.uni-paderborn.de/fileadmin/zv/4-4/stellenangebote/Kennziffer7249.pdf
27.04.2026 Prof. Dr. Franz Fischer (Università Ca’ Foscari di Venezia) Unreadable, Unstable, Uneditable – Critical, Genetic, and Constellational Editions of Difficult Texts and Their Transmission
18.05.2026 Dr. Bart Holterman und Dr. Angela Huang (beide FGHO) Ein NER-Schema für die Hanseforschung: Überlegungen und Herausforderungen
01.06.2026 Hellmut Braun (Universität Rostock), Dr. Anne Gessing (Universität Bonn), Karsten Labahn und Robert Stephan (beide UB Rostock) Künstlike Werltspröke und Eyn schön rimbökelin. Digitale Edition mittelniederdeutscher Spruchsammlungen des 16. Jahrhunderts
06.07.2026 Dr. Frederike Neuber und Tim Westphal (beide BBAW) Wer hat hier ediert? Autorschaft, Transparenz und Dokumentation in maschinell unterstützten Editionsprozessen
Veranstaltungszeit
Immer montags an den ausgewiesenen Terminen, ab 17:15 Uhr.
Kontakt
Bei Fragen zur Ringvorlesung wenden Sie sich gerne an das Team der DH-Juniorprofessur: phf.dh@uni-rostock.de.
“AI를 활용한 한국 근대소설 TEI 태깅” 한국 근대소설 텍스트를 수집/정제하고, 구글 AI studio와 프롬프트 엔지니어링을 통해 TEI/XML 반자동 태깅을 하는 과정을 다룬다. 반자동 태깅 이후에는 연구자들의 검수를 통해 태깅을 수정 보완한다. 이 과정에서 국한문 혼용 및 일본어/중국어/영어 등의 외국어가 포함된 한국 근대문학 텍스트에 최적화된 TEI 태깅 작업의 전과정을 다루며, 30여개의 소설 텍스트를 태깅한 KNoTE (Korean Novel TEI Encoded) dataset을 공개한다.
We are delighted to welcome Chiara Zuanni as the new Chair of EADH!
Chiara’s work sits right where things get exciting: at the crossroads of digital humanities and museum studies. From museum data practices to 3D digitisation, from born-digital curation to new ways of mediating cultural heritage through digital media, her research doesn’t just follow the field, it actively shapes it.
Her journey reflects that same curiosity and drive. With a background in Classics and Archaeology (University of Bologna) and a PhD in Museology (University of Manchester), Chiara has worked across institutions including the University of Liverpool and the Victoria and Albert Museum in London. Since moving to Austria in 2018, she has been a key figure at the University of Graz, where she advanced from tenure-track assistant professor to associate professor after completing her Habilitation in Digital Humanities in 2024.
Since September 2025, she holds the Professorship in Digital Cultures and Digital Humanities at the University of Krems.
Chiara brings not only deep expertise, but also a thoughtful, forward-looking perspective on how digital practices are transforming the ways we understand, curate, and engage with cultural heritage.
We couldn’t be more excited to see where her leadership will take EADH.
Als Stipendiatin des DHd-Verbands obliegt es mir einen Blogeintrag bezüglich meiner Erfahrungen auf dieser Konferenz zu schreiben. An dieser Stelle möchte ich meinen herzlichen Dank an den DHd-Verband ausdrücken, ohne dessen Förderung ich nicht an dieser Konferenz hätte teilnehmen können. Da es sich dabei um meine allererste Konferenz gehandelt hat, bin ich dem DHd-Verband noch dankbarer für diese Chance!
Nachdem der genaue Programm-Ablauf online im Detail abgerufen werden kann, wollte ich die Konferenz nicht Schritt für Schritt protokollieren, sondern lieber erst etwas sacken lassen, um zu sehen, welche Elemente, denn den größten Eindruck hinterlassen haben. Zu den eindrucksvollsten Elementen zählen für mich die Räumlichkeiten, die eröffnende Keynote sowie einer der Workshops. Auch die hier nicht aufgeführten Panels, Sessions, Workshops, Vorträge und Diskussionen waren alle hervorragend und ich konnte aus allen, an denen ich teilgenommen habe, etwas mitnehmen, doch die im Folgenden genannten Elemente werden mich am längsten begleiten.
Imposante Räumlichkeiten
Auf Anhieb fällt da zunächst das imposante Hauptgebäude ein mit seiner in gleichem Maße wunderschönen als auch verwirrenden Architektur. Die zahlreichen breiten Treppen, die Statuen und der Stuck verleiten der Konferenz ein besonderes Flair, der schwer zu imitieren ist. Besonders stechen dabei natürlich die Festsäle heraus: nicht nur waren diese ein wahrer Augenschmaus mit ihren hohen, aufwändigen Stuck-Decken, es wurde auch besonders viel Zeit in ihnen verbracht, nachdem hier die regelmäßigen Kaffeepausen mit Gebäcken zur Stärkung zwischendurch verbracht wurden. Insgesamt hatte man dank der Kulisse das Gefühl in eine andere Welt eingetaucht zu sein, fern vom regulären Alltag und gefüllt mit Wissenschaft, Forscher:innen und digitalen Methoden.
An dieser Stelle kann auch generell die Verpflegung positiv hervorgehoben: zweimal am Tag wurden Kaffee, Tee und zahlreiche Variationen an Gebäck angeboten, mit sowohl pflanzlicher als auch tierischer Milch, die einen immer gestärkt in die nächste Veranstaltung ziehen haben lassen.
Eine andere Räumlichkeit, die starken Eindruck hinterlassen hat, war das Rathaus. Mit noch stärker verschachtelten Treppen als im Hauptgebäude der Universität Wien versetzt es einen direkt in vergangene Jahrhunderte. Noch beeindruckender war allerdings der Festsaal, welcher über und über mit Gold, Kristall und anderen Verzierungen prunkt. Während des Empfangs im Rathaus durch diesen Saal zu schlendern und die Verzierungen im Detail zu betrachten, war ein außergewöhnliches Vergnügen besonders, wenn man dabei in guter Gesellschaft war.
Keynotes und Datenaliens
Von den Keynotes ist mir vor allem die von Miriah Meyer zu „Data As _______: Exploring the Plurality of Data in Visualization“ in Erinnerung geblieben. Nicht nur war ihr Vortrag informativ und unterhaltsam, ihre PowerPoint-Präsentation war ein Zeichen ihrer Spezialisierung auf (Daten)Visualisierung. Grundlegend wurden in diesem Vortrag Fragen gestellt, wie Was sind Daten? Woher kommen sie? Wer macht Daten?. Eine Antwort, die mir dabei besonders in Erinnerung geblieben sind, waren die Datenaliens, die von Kindern kreiert und mit ihren eigenen Informationen gefüllt wurden. Das Konzept, das alles Daten sein können und jede:r Daten kreieren kann, mag zwar simpel sein, jedoch war es doch eine Epiphanie die mich in meinem weiteren Leben und Forschungsweg begleiten wird.
Ein beeindruckender Workshop
Besonders oft musste ich an den Workshop am Dienstag zu „LLMs unter Kontrolle: Offene Modelle in Forschung und Praxis“ von Jürgen Hermes, Kai Niebes, Sarah Oberbichler, Andreas Wagner zurückdenkend. Nicht nur wurde dieser sehr interessant und abwechslungsreich gestaltet, inhaltlich kann ich die vermittelten Kompetenzen, allen voran das Selbst-Hosten eines LLMs (selbst auf meinem alten Laptop), für meine Masterarbeit zur Erkennung generierter Paper direkt anwenden. Aus diesen Gründen möchte ich nun etwas vertiefter diesen Workshop beschreiben.
Beginnend mit einer theoretischen Einheit zu den Grundlagen von LLMs sowie verschiedenen Konzepte der Offenheit (Open Source vs. Open Weights) wurde eine solide gemeinsame Wissensbasis erarbeitet. Dabei wurde grundlegend die Architektur von LLMs erläutert sowie auf die Problematik von proprietären Modellen im Forschungskontext eingegangen. Im Anschluss gab es eine Praxis-Einheit in der gezeigt wurde, wie Modelle lokal auf dem eigenen Laptop zum Laufen gebracht werden können. Beginnend mit einer sehr hilfreichen Anleitung zum Starten einer virtuellen Umgebung und mehreren Python-Dateien mit denen man Schritt für Schritt an neue Elemente, wie System Prompts, herangeführt wurde. Eingegangen wurde dabei auch auf die verschiedenen Parameter, die zur Verfügung stehen, um den generierten Output zu beeinflussen, darunter auch die Temperatur oder der Seed.
Im Anschluss an die Mittagspause gab es dann den zweiten Theorieblock: der Einsatz offener LLMs (OpenLLMs) in den DH. Dabei wurde sowohl darauf eingegangen, welche Modelle verwendet werden und inwiefern general-purpose Modelle angemessen für die Forschung eingesetzt werden können als auch die Unterscheidung zwischen LLMs als Methode oder als Werkzeug erläutert und welche Folgen das jeweils mit sich bringt, vor allem in Bezug auf mögliche Risiken, die abgewogen werden müssen. Im Fokus stand dabei auch das Maß an Kontrolle über das verwendete Model: proprietäre Modelle bedeuten wenig Kontrolle, währen lokale Modelle mehr Kontrolle bieten können. Dann wurde noch darauf eingegangen, wie offene Modelle implementiert werden können: Beispiele für (Cloud) Server, wie HPC-Jupyter oder Huggingface Inference/Jobs und JupyterHubs, etwa vom Leibniz-Rechenzentrum oder vom RWTH der Universität Aachen wurden genannt. Außerdem wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die eigenen Institutionen eventuell auch High Performance Computing (HPC)-Dienste anbieten. Zum Abschluss wurde der Fokus noch auf die Evaluation und die möglichen Optionen gelegt: von programmatischer Evaluation bis verschiedene, bereits existierende Metriken wurde einiges genannt.
Besonders positiv hervorzuheben sind hier auch die verwendeten Bilder im Foliensatz: die Bilder stammen von https://betterimagesofai.org/, einer non-profit Kollaboration mit dem Ziel nicht-generierte Bilder rund um das Thema Künstlicher Intelligenz zur Verfügung zu stellen, um somit Stereotype und Klischees zu reduzieren. In Anbetracht des exzessiven Einsatzes von generierten Bildern in unserem Alltag mittlerweile (von Werbung im Kino bis Serviettenmotive), war es eine sehr willkommene Abwechslung, gerade in einem Workshop zum Einsatz von KI, keine generierten Bilder zu sehen.
Im direkten Anschluss an den zweiten Theorieteil folgte der zweite Praxisteil, welcher die Leistungsfähigkeit offener Modelle, wie etwa OLMO, aufgezeigt hat. Dabei wurde sowohl gezeigt wie über die Hugging Face Inference API als auch HuggingFace Jobs eingesetzt werden können.
Da ich in meiner Masterarbeit viel mit LLMs arbeite, wird besonders der Part zum selbst-hosten von Modellen mir viel weiterhelfen können und mir neue Optionen ermöglichen.
Fazit
Insgesamt war die DHd 2026 eine eindrucksvolle Konferenz, die verschiedene Themen- und Forschungsbereiche abgedeckt hat, manche vertraut, andere komplett neu, jedoch alle verbunden durch die Digital Humanities. Es war ein guter Einblick in Konferenzen und einen Teil der wissenschaftlichen Welt mit dem ich bisher noch keinen Kontakt hatte. Somit möchte ich mich noch einmal explizit beim DHd-Verband bedanken mir die Mittel gegeben zu haben, an dieser wunderbaren Konferenz teilgenommen haben zu können sowie grundlegend für das Ausrichten dieser Konferenz!
2026년 3월 21일 열린 ‘2026 한국철학회 정기학술대회’에서 하나 성균관대학교 한국철학문화연구소 책임연구원이 ‘DBpia 학술상’을 수상했다. 이번 수상은 전통 한국철학 연구와 디지털 인문학 방법론을 결합한 연구 성과를 높이 평가받은 데 따른 것이다.
한국철학회는 하나 연구원에 대해 “전통 한국철학의 정밀한 해석과 디지털 인문학 방법론을 결합해 새로운 연구 지형을 개척하고 있는 연구자”라고 평가했다. 특히 조선 유학의 사단칠정 논쟁과 성호 이익의 감정론을 중심으로, 텍스트를 구조적으로 분석하고 데이터 기반으로 재구성했다는 점이 높이 평가됐다.
박사학위논문에서는 도설 및 네트워크 분석을 통해 퇴계·율곡·성호의 이론을 개념 관계망 속에서 입체적으로 규명했으며, 이후 “성호 이익의 감정 스펙트럼에 관한 연구― Word2Vec을 활용한 성호와 퇴계ㆍ율곡의 감정 어휘 비교 분석을 중심으로” 등 논문을 발표하며 디지털 분석 기법을 활용해 감정 개념의 의미 구조를 실증적으로 제시했다. 이는 고전 텍스트를 데이터로 전환·분석한 사례로 주목받는다. 나아가 디지털 환경에서 인문학 연구의 확장 가능성을 실증한 성과로 평가된다.
Dieser Blogbeitrag zur DHd2026 in Wien entstand im Rahmen des DHd Early Career Reisestipendiums, gefördert durch NFDI 4 Culture. Neben der statischen Fassung hier im Blog ist über den Button auch eine scrollbare Version über GitHubverfügbar.
Unter dem Motto „Nicht nur Text, nicht nur Daten“ präsentierte sich die DHd 2026 in Wien als Einladung, die Vielfalt in der DH sichtbar zu machen. Als Erstbesucher, gefördert durch ein Early Career Reisestipendium von NFDI 4 Culture, konnte auch ich davon einen kleinen Ausschnitt erleben. Auch aus diesem begrenzten Blick sind dabei doch ein paar Themen geblieben, die sich in den von mir besuchten Sessions immer wieder verdichteten. Ausgehend davon stellt sich mein Bericht daher die im Motto implizit angelegte Frage nochmal ganz ausdrücklich:
Nicht nur Text, nicht nur Daten…SONDERN?
KI
Das Thema KI darf natürlich an keiner guten Konferenz fehlen – besonders nicht in den Digital Humanities. Auch an der diesjährigen DHd war das Thema daher wieder in vielen Beiträgen präsent. Dabei galt der Blick auf das Thema weniger dem Versprechen einer vollständigen Automatisierung bestimmter Schritte, sondern mehr als Werkzeug, um Zugänge zu schaffen. Zahlreiche Ansätze setzen auf geteilte Arbeit von Mensch und Maschine. Schlagwörter wie der Human-in-the-Loop markierten den Anspruch, selbst aktiv zu werden und gewonnene Ergebnisse nicht unreflektiert zu benutzen. Die Möglichkeit, durch die KI Zugänge zu schaffen wurde sowohl für DHler*innen, aber auch für potenzielle Nutzer*innen von DH-Produkten wie digitale Editionen erkannt. KI als archäologisches Werkzeug für ein Reverse Engineering vorhandener, nur schwer verständlicher Code- oder Datenstrukturen, aber auch durch die Verwendung eines Model Context Protocol als Zugriffspunkt für Nutzer*innen, die so im Dialog mit dem Sprachmodell die Daten durchsuchen können. Die Nutzung von KI als Aussicht auf neue Formen der Interaktion mit dem Material und als Mittel, um bestehende Barrieren zu senken.
Lessons Learned eines der ältesten DH-Projekte der Welt: Paradigmenwechsel von RDF-Strukturen zu AI-gestützter Erschließung in der MHDBDB
Zeppezauer-Wachauer, Katharina / Hintersteiner, Julia / van Beek, Alan / Steiner, Christian Zum Beitrag auf Zenodo
Agenten im Dienst der Edition: Dialogische Zugänge zu digitalen Editionen mittels Model Context Protocol (MCP) basierten KI-Agenten
Auch das Thema Nachhaltigkeit hatte als Dauerbrenner der DH seinen festen Platz auf der diesjährigen DHd – nicht etwa deshalb, weil es so oft behandelt wird, sondern weil das Thema weiter brandaktuell bleibt. Zwischen technischem Anspruch, der Realität oft stark begrenzter Ressourcen und der Frage nach langfristiger Nutzung zeigt sich so eines der zentralen Spannungsfelder der Digital Humanities.
In den von mir besuchten Beiträgen wurde deutlich, dass digitale Editionen und Projekte nur dann langfristig erhalten werden können, wenn Nachhaltigkeit bereits früh in Planung und Konzeption mitgedacht wird. Projekte sollten ihre Komplexität am tatsächlichen Bedarf ausrichten und vorhandene Ressourcen berücksichtigen. Gleichzeitig können technische Strategien wie Reduktion (Minimalcomputing), die Nutzung wiederverwendbarer Module oder robuste Architekturen dazu beitragen, dass Projekte über längere Zeiträume nutzbar bleiben. Gerade Interfaces stehen hier im Fokus, da sie bei digitalen Editionen oft am zerbrechlichsten sind. Positiv aufgefallen war mir zumindest noch, dass in einem Beitrag auch die Barrierefreiheit über ARIA-Labeling berücksichtigt wurde – ein Ansatz, der gleichzeitig die Robustheit der Strukturen stärkt.
Der rosa Elefant im Raum oder: Wie viel Ewigkeit wollen wir uns leisten? Überlegungen zur langfristigen Verfügbarkeit digitaler Editionen
Generische Editionen – Bottom up? Ein static-site-basiertes Template für die synoptische Darstellung der Textversionen von Wernhers driu liet von der maget – und anderer Texte.
Haak, Carl Friedrich / Viehhauser, Gabriel / Miklautsch, Lydia / Müller, Stephan / Andorfer, Peter Zum Beitrag auf Zenodo
Nachhaltiger Betrieb generischer Forschungsdatenwerkzeuge: Erfahrungen aus 10 Jahren Spacialist
Derntl, Michael / Brendel, Heiko / Opel, Severin / Quénéherve, Geraldine / Offermann, Martin / Rosenkranz, Vinzenz Zum Beitrag auf Zenodo
Perspektiven
Der Blick auf die eigene Arbeit und die erarbeiteten Ergebnisse wurde an der DHd in Wien aus verschiedenen Perspektiven. Verschiedene Beiträge wollten dafür sensibilisieren auch solche zuzulassen, die vielleicht weniger prominent sind – oder andere Aspekte betonen. Dabei lässt sich aus Bereichen wie der Gender-Forschung, Diversität, Multilingualität, Barrierefreiheit oder der Theorie viel Potential für eine inklusive und reflektierte Forschungspraxis gewinnen. Neue Perspektiven können in Daten neue Kontexte sichtbar machen. Methoden wie Data Crafting oder Entagled Data zeigen, dass Daten nicht nur produziert und gesammelt werden sollten, sondern stellen die Reflexion über verschiedene Kontexte von Daten in den Mittelpunkt. Perspektive in der DH heißt demnach, die eigenen Rahmenbedingungen mit-, um-, oder manchmal auch neuzudenken. Beginnen tut das oftmals aber erst bei der nötigen Sensibilisierung für diese.
The Dark Sides of DH revisited: From Utopia to Reality
Arnold, Matthias / Horváth, Alíz / Lang, Sarah / Müller-Laackman, Jonas / Roeder, Torsten Zum Beitrag auf Zenodo
Nicht nur Text, nicht nur Daten … aber was dann? – ‚Theoretisieren‘ durch Praktiken in der digitalen Editorik, der Digital History und den Computational Literary Studies
Lucke, Alexa / Eggert, Lisa / Geiger, Jonathan D. / Gengnagel, Tessa / Hainke, Jessica / Hegel, Philipp / Schwandt, Silke / Untner, Laura / Wachter Christian Zum Beitrag auf Zenodo
Translations and the gender gap in the German National Library: A case study for women writers
Die Beschäftigung mit Bildern in der DH wirkt – für mich zumindest – oft noch wie der Sonderfall. Wenn sich doch die meisten mit Texten beschäftigen, wirken Bilder mehr wie dekorativer Zusatz. Dass sich das vielleicht aktuell zu ändern scheint zeigten einige Beiträge an der DHd. Insbesondere aus der Digital Art History rückten mehrere Vorträge die Analyse, Erschließung und Auswertung von Bildmaterial in den Blick. Ob es um die optimale Mischung von Bildern aus Herbarien und Drucken als Trainingsdaten für KI, die Entwicklung von Klassifizierungssystemen für Bildbeschreibungen oder die Erkennung historischer Szenen geht – Bilder traten hier als eigenständige Forschungsobjekte auf, die neue Perspektiven ermöglichen. Die Ausführungen zeigten das ihnen innewohnende Potenzial, das weit über bloße Illustration hinausgeht.
Deep Seeing the Sacred: Zur KI-gestützten Analyse historischer Bilderzählungen
Mit Blick zurück sind mir doch einige Themen von der DHd 2026 in Wien ganz gut in Erinnerung geblieben. Insgesamt aber bleibt der Überblick aber weiter nur ein Ausschnitt. Auf jeden Fall zeigte sich für mich an der DHd die Vielfalt, die in den Digital Humanities steckt. Vielleicht lässt sich ja an das ein oder andere noch anknüpfen…
Untangling Data Complexity: Custom Oxygen Frameworks for Edition Projects by Jennifer Bunselmeier and Sina Krottmaier. https://doi.org/10.18716/ride.a.19.2.
RIDE, a Review Journal for Scholarly Digital Editions and Resources is published since 2014 by the Institute of Documentology and Scholarly Editing (IDE). The 19th issue has been edited by Roman Bleier and Stefan Dumont.
wir weisen Sie gerne darauf hin, dass der DHd-Verband einen Publikationsfonds eingerichtet hat, aus dem auf Antrag aus dem Kreis der Mitglieder des Verbands die Veröffentlichung fachwissenschaftlicher Publikationen finanziell unterstützt werden kann. Pro Antrag stehen maximal 1.000 EUR zur Verfügung. Weitere wichtige Details zu den Kriterien, Antragsfristen und der Antragstellung entnehmen Sie bitte der Verbandswebseite: Open Access Publikationsfonds.
Rückfragen richten Sie bitte an: info@digitalhumanities.de
Wir freuen uns auf Ihre Anträge.
Prof. Dr. Ulrike Wuttke 1. Vorsitzende des DHd-Verbands und Beauftragte für den DHd-OA-Publikationsfonds
① 초빙분야 개요 : 격변하는 인문학 연구 환경 속에서 한국현대문학 연구는 한국 인문학의 창신을 주도해야할 막중한 상황에 있습니다. 성균관대학교 국어국문학과는 한국현대문학에 대한 깊이 있는 연구와 의욕적인 교육 성과를 바탕으로 국어국문학을 둘러싼 제도와 학문의 급속한 변화와 AI 전환에 함께 대응할 ‘디지털인문학’ 분야의 연구자를 초빙하고자 합니다.
② 지원자 요구 능력 1) 한국현대문학에 대한 고도의 전문성을 가지고, AI 시대에 선제적으로 대응하는 충실한 연구 및 교육 활동을 해온 ‘디지털인문학(한국현대문학)’ 분야의 연구자. 2) 본 학과 및 BK21 교육연구단 핵심 주제인 ‘디지털한국어문학 트랙’ 을 주도하며, 우리 대학의 전통을 창발적으로 잇는 새로운 국학연구와 융합적 인재 양성을 도모할 연구자. 3) 선도적 연구와 후학들에 대한 애정을 함께 가지고 후속세대 양성에 함께 힘을 기울여 주실 분. 4) 한국어교육, 비교문화, 글로컬문화콘텐츠, 동아시아학 등 운영 및 참여 전공, 연계전공/협동과정 운영에 적극적으로 참여해주실 분. 5) 본 학과 및 단과대학, 인접 연구/교육 단위의 국내외 R&E 사업에 의욕과 성심을 가지고 임해주실 분
③ 임용 후 담당 교과목 : 인공지능시대의한국문학, 현대소설론, 한국어인공지능데이터과학, 디지털한국어문학연구방법론1-2, 한국현대문학데이터분석연구, 한국문학텍스트와네트워크분석연구, 현대문화론, 표상문화론 등
Am Institut für Grundlagen des Rechts ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt
eine Stelle als studentische Hilfskraft (m/w/d) im Editionsprojekt Carl Schmitt Kriegstagebücher (DFG)
mit einer regelmäßigen Arbeitszeit von bis zu 10 Stunden pro Woche (40 Stunden/Monat) zu besetzen. Die Aufgaben können nach Wunsch vollständig in Telearbeit erledigt werden; eine regelmäßige Anwesenheit in Göttingen ist nicht erforderlich.
Die Stelle ist an der Schnittstelle von Digital Humanities, strukturierter Textauszeichnung und technischer Projektpflege angesiedelt. Die Arbeit erfolgt in einem kollaborativen Workflow über GitLab.
Pflege und Optimierung bestehender XML-/TEI-Dateien
Prüfung und Verbesserung der Projektstruktur, Dateibenennung und internen Verlinkungen
Konsolidierung und Weiterentwicklung von Vorlagen und Workflows
Unterstützung bei der Validierung und Qualitätssicherung der XML-Daten
Mitarbeit an Versionsverwaltung und Team-Workflows in GitLab
Dokumentation technischer Abläufe und Best Practices
Ihr Profil
laufendes Hochschulstudium, vorzugsweise in den Digital Humanities, der Informatik, den Geisteswissenschaften mit Digitalbezug oder einem verwandten Fach
Kenntnisse in TEI
Erfahrung mit oXygen XML Editor
Grundkenntnisse in XPath, XSLT oder XQuery
Erfahrung mit GitLab CI/CD
gute Kenntnisse im Umgang mit Git und idealerweise GitLab
Sicherheit im Umgang mit XML
sorgfältige, strukturierte und zuverlässige Arbeitsweise
Fähigkeit, sich in bestehende technische Strukturen schnell einzuarbeiten
Wünschenswert sind
Interesse an digitalen Editionen und editorischen Workflows
Wir bieten
Mitarbeit in einem spannenden digitalen Forschungsprojekt
Einblick in die technische Infrastruktur digitaler Editionen
flexible Arbeitszeiten
die Möglichkeit, eigene technische Ideen in die Optimierung des Workflows einzubringen
ein interdisziplinäres Arbeitsumfeld an der Schnittstelle von Forschung und Technik
Bewerbungen werden bis zum 15.04.2026 in elektronischer Form (bitte als eine PDF-Datei) per E-Mail erbeten an staatsl@gwdg.de.
Wenn Sie Fragen zur Ausschreibung haben, schreiben Sie bitte einfach an die angegebene E-Mail-Adresse. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft/Beruf und Familie. Der beruflichen Teilhabe von schwerbehinderten Beschäftigten sieht sich die Universität in besondere Weise verpflichtet und begrüßt deshalb Bewerbungen schwerbehinderter Menschen. Bei gleicher Qualifikation erhalten Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung den Vorzug. Eine Behinderung bzw. Gleichstellung ist zur Wahrung der Interessen bereits in die Bewerbung aufzunehmen. Reise- und Bewerbungskosten können nicht übernommen werden. Reichen Sie bitte die Bewerbungsunterlagen nur in Kopie ein. Die Unterlagen werden nach einer Aufbewahrungsfrist von drei Monaten nach Abschluss des Verfahrens gelöscht. Wir weisen darauf hin, dass die Einreichung der Bewerbung eine datenschutzrechtliche Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer Bewerberdaten durch uns darstellt. Näheres zur Rechtsgrundlage und Datenverwendung finden Sie unter https://www.uni-goettingen.de/hinweisdsgvo.
Am Institut für Grundlagen des Rechts (Lehrstuhl Prof. Dr. Meinel) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt
eine Stelle als studentische Hilfskraft (m/w/d)
mit einer regelmäßigen Arbeitszeit von bis zu 10 Stunden pro Woche (40 Stunden/Monat) zu besetzen. Die Aufgaben können nach Wunsch vollständig in Telearbeit erledigt werden; eine regelmäßige Anwesenheit in Göttingen ist nicht erforderlich.
Ihr Profil:
laufendes Hochschulstudium, vorzugsweise in den Digital Humanities, der Informatik, den Sozial- oder Geisteswissenschaften mit Digitalbezug oder einem verwandten Fach
Gute Kenntnisse in R / RStudio / RMarkdown; Kenntnisse in bookdown
Bereitschaft, sich in bestehende Arbeitsabläufe zur Erstellung digitaler, webbasierter Lehrmaterialien einzuarbeiten
Erfahrung mit oder Bereitschaft zur Einarbeitung in ILIAS bzw. digitale Lernplattformen
sicherer Umgang mit Dateistrukturen, Bilddateien, Ordnerlogik und Formatkonvertierungen
gutes Verständnis für wissenschaftliche Quellenarbeit und sauberes Dokumentieren von Änderungen
eigenständige, strukturierte und zugleich eng abstimmungsfähige Arbeitsweise
Wünschenswert:
Interesse an digitalen Lehrformaten im Bereich der Rechts- und Sozialwissenschaften
Wir bieten:
ein angenehmes Teamklima
flexible Arbeitszeiten
Bewerbungen werden bis zum 15.04.2026 in elektronischer Form (bitte als eine PDF-Datei) per E-Mail erbeten an staatsl@gwdg.de.
Wenn Sie Fragen zur Ausschreibung haben, schreiben Sie bitte einfach an die angegebene E-Mail-Adresse. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft/Beruf und Familie. Der beruflichen Teilhabe von schwerbehinderten Beschäftigten sieht sich die Universität in besondere Weise verpflichtet und begrüßt deshalb Bewerbungen schwerbehinderter Menschen. Bei gleicher Qualifikation erhalten Bewerbungen von Menschen mit Schwerbehinderung den Vorzug. Eine Behinderung bzw. Gleichstellung ist zur Wahrung der Interessen bereits in die Bewerbung aufzunehmen. Reise- und Bewerbungskosten können nicht übernommen werden. Reichen Sie bitte die Bewerbungsunterlagen nur in Kopie ein. Die Unterlagen werden nach einer Aufbewahrungsfrist von drei Monaten nach Abschluss des Verfahrens gelöscht. Wir weisen darauf hin, dass die Einreichung der Bewerbung eine datenschutzrechtliche Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer Bewerberdaten durch uns darstellt. Näheres zur Rechtsgrundlage und Datenverwendung finden Sie unter https://www.uni-goettingen.de/hinweisdsgvo.
본 대회(7월 29–31일)에 앞서 7월 27–28일(월–화) 이틀간 미니컨퍼런스 12개, 워크샵 18개, SIG 미팅 5개 등 총 35개 세션이 진행됩니다. 모든 프리컨퍼런스 이벤트는 대회 등록자에게 무료로 제공되며, ConfTool 등록 시 과정에서 참가를 신청할 수 있습니다.
📢 프리컨퍼런스 CFP — DH2026에서 발표할 수 있는 새로운 기회
일부 미니컨퍼런스와 SIG에서 자체적으로 논문 발표자를 모집하고 있습니다. 본 대회의 발표 채택 여부와 관계없이 지원할 수 있는 별도의 기회이므로, 관심 있는 분들의 적극적인 참여를 부탁드립니다.
현재 공개된 CFP는 아래 3건이며, 향후 추가 CFP가 공개될 수 있으니 프리컨퍼런스 페이지를 수시로 확인해 주시기 바랍니다.
1. AI for Ancient Studies (AI4AS): Artificial Intelligence, Engagement, and the Fragility of Ancient Scripts
Wie nimmt man als Nachwuchswissenschaftler, zumal noch als Student, an einer wissenschaftlichen Tagung teil? Allgemeingültig beantworten kann das wohl weder ich noch jemand anders. In diesem kurzen Beitrag will ich aber zumindest meinen Weg zur DHd2026 in Wien nachzeichnen. Ich hoffe damit aus Nachwuchsperspektive allen, für die eine Teilnahme an der Konferenz ebenfalls einen ersten Schritt in die Wissenschaftswelt bedeuten würde, eine Vorstellung zu geben, wie dieser Weg aussehen könnte.
Vom Vorhaben zum fertigen Abstract…
Die diesjährige Konferenz begann für mich am 22. Februar mit Ankunft in Wien. Der Weg dahin nahm seinen Anfang dagegen – wie sicher für viele Forscherinnen und Forscher aus den DH – bald ein Jahr zuvor. Denn: Nach der DHd ist vor der DHd.
Im letzten Jahr hatte ich das Glück, im heimischen Bielefeld als Teil des studentischen Organisationsteams indirekt schon an der letzten DHd-Konferenz teilnehmen zu können. Kein halbes Jahr zuvor hatte ich meine Bachelorarbeit in der Germanistik eingereicht. In dem Zusammenhang entstand bei mir bereits die Frage: Wäre meine Arbeit wohl auch was für die DHd…?
Bald darauf stellte ich meine BA im Kolloquium der Bielefelder Arbeitsgruppe CLS vor, mit anschließendem Gespräch über Publikationsmöglichkeiten. Veröffentlichen in einer Fachzeitschrift(?) – theoretisch möglich, aber vielleicht eine zu große Hürde, wo man nach der ersten Qualifikationsarbeit gerade zu laufen angefangen hat. Womöglich konzentriert man sich besser aufs Studium, immerhin stellt eine Veröffentlichung in jedem Fall einen Mehraufwand dar! Aber die Arbeit war gut, sagt man mir, und wenn man in die Wissenschaft will, gibt es hier Chancen, die sich auszuschöpfen lohnen.
Die alternative Idee: Veröffentlichen im Rahmen einer Konferenz – immerhin schwirrt die nächste DHd schon in den Köpfen rum und hier gäbe es niedrigschwelligere Einstiegsmöglichkeiten. Man könnte es versuchen, und bei Erfolg würde man diesmal als echter Teilnehmer mit eigenem Beitrag an der ersten Wissenschaftskonferenz teilnehmen. Etwa zur selben Zeit dürfte der Call for Papers eingegangen sein.
Ein Poster soll es werden. Mit Deadline für die Abstracts am 1. August ist im Juli Schreibarbeit angesagt. Eine 47-seitige Bachelorarbeit will auf 750 Wörter gestutzt werden und am Ende soll sogar noch so etwas wie eine Aussage rauskommen. Mit tatkräftiger Unterstützung von Prof. Dr. Berenike Herrmann und der ganzen AG ergeht eine x-malige Feedbackschleife – man unterschätze nicht, wie man – vor allem mit sich selbst – um jedes Wort kämpft, um das Abstract passend hinzubekommen. Am Ende bin ich zufrieden, der Beitrag ist im glücklicherweise gut funktionierenden Fidus Writer abgetippt und schließlich auf ConfTool hochgeladen. Dann heißt es auf das Open Peer-Review-Verfahren warten, um zu erfahren, ob man angenommen wurde oder nicht.
…über Reviewprozess und Posterdesign…
Und das dauert, naturgemäß. Über drei Monate, in denen das Leben natürlich weitergeht, aber man – weil es das erste Mal ist – trotzdem ungeduldig wartet. Schließlich wissen wir, ich und die weiteren drei(!) an AG-Projekten beteiligten Hilfskräfte mit Einreichungen, dass unsere Poster-Abstracts angenommen wurden! Die Freude ist groß.
Die ganze mitgereiste Bielefelder AG CLS im gr. Festsaal der Universität Wien
Sofort geht es aber weiter, denn für das Metagutachten und die Veröffentlichung im Book of Abstracts wollen die Beiträge binnen eines Monats überarbeitet werden. Außerdem muss man sich nun ernsthaft Gedanken machen, wie man eigentlich nach Wien kommt.
In den nächsten Wochen wird sich für Konferenz und Workshops registriert, es werden Absprachen getroffen und Reisen und Unterkünfte gebucht. Man beachte: Für all das muss man üblicherweise in Vorleistung gehen, und es kommt ein bisschen was zusammen. Aber es gibt Finanzierungsmöglichkeiten. Neben der Forschungskommission der eigenen Universität, ggf. sogar der betreffenden AG, schreiben die Beteiligten am Stipendienprogramm des DHd-Verbands großzügig eine ganze Reihe Reisekostenstipendien aus, für die man übrigens nicht zwingend einen Konferenzbeitrag mitbringen muss. Wer den ganzen Organisations- und Verwaltungsaufwand zum ersten Mal macht, berechne aber auch hier etwas Zeit und Nerven ein, die immer dazugehören.
Im neuen Jahr schließlich, nachdem die Überarbeitung für das Metagutachten eingereicht und die meisten Fragen geklärt sind (die letzten werden es noch auf den letzten Drücker, keine Sorge), muss nur noch das eigentliche Poster designt werden. Also nochmal reduzieren und fürs Auge aufbereiten, bei ConfTool hochladen und ab in den Druck. Dann endlich ist alles in trockenen Tüchern und ein paar Tage später ist man, eh man sich versieht, auf dem Weg zur Konferenz.
…bis schließlich zum Ziel
Und was erwartet einen da? Nun, vorausgesetzt das gewählte Verkehrsmittel bringt einen erst einmal planmäßig an sein Ziel, eine ganze Menge. Mit Wien in meinem Fall zunächst eine prächtige Kulturstadt im Herzen Europas, die ich trotz des vollen Konferenzprogramms etwas Zeit hatte, zu erkunden. Neben großen, auch im Frühjahr schönen Gärten und viel ansehnlichem habsburgischen Prunk gehörte dazu nicht zuletzt das Hauptgebäude der ältesten Universität im heutigen deutschsprachigen Raum, wo die Konferenz ihre Räumlichkeiten fand.
Auch das war drin: Schloss Schönbrunn mit der Stadt im Hintergrund, aufgenommen von der Gloriette-Anhöhe
In den Workshops gab es dort ungezwungenen Erfahrungsaustausch im Konferenz-Du und Raum zum Ausprobieren und Selbermachen. Das Kernprogramm, in dem ich durch meine Teilnahme die Möglichkeit hatte, eine ganze Reihe hochaktueller, interessanter Vorträge in breitgefächerten Konferenztracks zu hören, war gerahmt von zwei großen Keynotes im Audimax, die Anlass für anregende Gespräche boten. Dazwischen tischten die Veranstalter im kleinen und großen Festsaal zu Eröffnungsfeier und Kaffeepausen und nicht zuletzt zum großen Empfang im Ballsaal des Wiener Rathauses auf.
Der Mittelpunkt der Konferenz war für mich aber die große Poster-Vorstellung am Donnerstag. Nach vormittäglichem Poster-Slam, wo einige Mutigere die restlichen Teilnehmer kreativ und humorvoll schon auf ihre Poster heißgemacht hatten, warteten die zwei aufeinanderfolgenden Poster-Sessions mit insgesamt 98 Beiträgen.
Vorstellung meines Posters in der ersten Session
Es war eindrucksvoll, das eigene Poster dort endlich im A0-Format neben all den anderen hängen zu sehen, zumal im üppigen großen Festsaal der Universität Wien. Während der Poster-Session hatte ich die Möglichkeit, mit gestandenen Wissenschaftlern und anderen Studenten und frisch Promovierenden gleichermaßen ins Gespräch zu kommen, Zusammenhänge meiner Arbeit zu erklären und Rückfragen zu beantworten. Und in der zweiten Session konnte ich dann auch selbst herumgehen und mich mit anderen wiederum über ihre Poster austauschen. Bei all dem habe ich die Erfahrung machen dürfen, mich wirklich als Teil einer wissenschaftlichen Community zu fühlen.
In diesem Sinne kann ich allen, die wie ich noch weit am Anfang ihres akademischen Werdegangs stehen, nur empfehlen, bei Möglichkeit auch diese Erfahrungen zu machen. Ob mit eigenem Beitrag oder ohne, der Weg zur DHd kann für Nachwuchswissenschaftler ganz unterschiedlich aussehen – aber es lohnt sich in jedem Fall, ihn zu beschreiten.
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Dieser Beitrag ist im Rahmen eines Early Career-Reisestipendiums für die 13. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. entstanden. Mein herzlicher Dank gebührt dem DHd-Verband als Stipendiengeber für die finanzielle Ermöglichung meiner Teilnahme.