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RIDE 20 ist erschienen!

作者Erik Renz
2025年6月28日 03:06

Wir freuen uns, Ihnen die 20. Ausgabe der Rezensionszeitschrift RIDE anzukündigen, die seit 2014 vom Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE) herausgegeben wird.

Die aktuelle Ausgabe wird von Ulrike Henny-Krahmer und Martina Scholger herausgegeben und widmet sich digitalen wissenschaftlichen Editionen. Sie enthält fünf Rezensionen (drei auf Englisch, zwei auf Deutsch):

Alle Rezensionen sind abrufbar unter https://www.doi.org/10.18716/ride.a.20.

Enjoy the RIDE!

RIDE 19 erschienen

2024年12月20日 19:08

Wir freuen uns, die 19. Ausgabe des Rezensionsjournals RIDE, das seit 2014 vom Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE) herausgegeben wird, anzukündigen. Die aktuelle, von Roman Bleier und Stefan Dumont herausgegebene Ausgabe der Sparte „Tools and Environments“ enthält bisher zwei Rezensionen (eins auf Englisch, eins auf Deutsch):

Die Ausgabe 19 erscheint als „rolling release“, d.h. die Ausgabe ist noch nicht abgeschlossen und demächst erscheinen noch weitere Rezensionen.

Alle Rezensionen sind abrufbar unter https://ride.i-d-e.de/issues/issue-19.

RIDE und Text+: 2ter gemeinsamer Call for Reviews

2024年7月31日 19:49

Das Konsortium Text+ der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und das Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE) laden erneut Autor:innen ein, Rezensionen digitaler wissenschaftlicher Editionen für die Zeitschrift RIDE einzureichen. Die Rezensionen sollten sich einerseits am Kriterienkatalog zur Besprechung digitaler Editionen des IDEs orientieren und darüber hinaus insbesondere die Anwendung der FAIR-Prinzipien in den Blick nehmen, wofür eine eigene Handreichung erstellt wurde.

2023/24 wurden bereits zwei RIDE-Bände in Zusammenarbeit zwischen IDE und Text+ herausgegeben, nun sollen in einer zweiten Runde weitere Rezensionen mit Schwerpunkt auf die Umsetzung der FAIR Prinzipien in digitalen Editionen folgen. Herausgeber:innen der Ausgabe sind Christoph Kudella, Marie Millutat (beide Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen) und Frederike Neuber (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften). 

Mehr Informationen zum Call for Reviews finden Sie hier: https://ride.i-d-e.de/reviewers/call-for-reviews/ride-textplus-de/

Für Fragen und Anregungen kontaktieren Sie uns bitte unter ride-textplus [at] i-d-e.de.

10 Jahre RIDE – still enjoying the ride

2024年6月20日 14:04

An automatically translated English version of the blog post is available on the IDE website.

***

Genau vor 10 Jahren, am 20. Juni 2014, erschien die erste Ausgabe der Rezensionszeitschrift RIDE – A Review Journal for Digital Editions and Resources, herausgegeben vom Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE). Während wir den 10ten Geburtstag auf Mastodon im Fediverse von unserem IDE-Account unter dem Hashtag #10YearsRIDE feieren, wurde der Launch der digitalen Zeitschrift damals u. a. auf Twitter mit einem eher unscheinbaren Post (siehe Abb. 1) beworben. So manch einer fragte sich schon damals, wie man RIDE eigentlich ausspricht: /ri:de/ (Deutsch) oder /raɪd/ (Englisch)? Für die aufmerksamen Leser:innen werden wir das Geheimnis am Ende dieses Posts lüften.

Tweet, der den Launch von RIDE am 20.6.2014 verkündet.

Abb. 1: Der Tweet zum RIDE-Launch.

RIDE wurde vom IDE ins Leben gerufen, um ein Forum zur Besprechung digitaler Editionen zu schaffen, einen Beitrag zur Qualitätssicherung zu leisten sowie die gängige Praxis zu verbessern und die zukünftige Entwicklung voranzutreiben.[1] Digitale Editionen wurden und werden[2] von traditionellen Rezensionsorganen meist übergangen und damit in den Fachwissenschaften kaum wahrgenommen. Dies wiederum führt dazu, dass den Ersteller:innen digitaler Editionen – von Editor:innen über Datenmodellierer:innen bis hin zu Softwareentwickler:innen – die Anerkennung ihrer Leistungen seitens der Fachwissenschaften oftmals verwehrt bleibt. Um dem entgegenzuwirken, sollte mit RIDE ein interdisziplinäres Austauschforum entstehen, in dem digitale Forschungsressourcen in ihrer Gesamtheit rezensiert werden, d. h. sowohl aus fachlich-inhaltlicher als auch und vor allem aus methodisch-technischer Perspektive. 

Stand heute (Juni 2024) wurden in RIDE insgesamt 97 digitale Ressourcen in 18 Issues rezensiert. Ein Großteil der Rezensionen, 65 an der Zahl, ist digitalen Editionen gewidmet. Weitere 20 Rezensionen besprechen Textsammlungen (seit 2017) und bislang 12 Rezensionen nehmen »Tools und Arbeitsumgebungen für digitale Editionen« (seit 2022) in den Blick (Abb. 2). In der Sparte »Editionen« gibt es mittlerweile außerdem Themenausgaben: zwei Issues zu Briefeditionen und zwei Issues mit dem Schwerpunkt auf der Umsetzung der FAIR-Prinzipien. Derzeit liegen etwa zwei Drittel der Rezensionen auf Englisch und ein Drittel auf Deutsch vor, außerdem sind zwei Rezensionen in Französisch und eine in Italienisch verfasst (Abb. 3). Für alle drei Rezensionssparten – digitale Editionen, Textsammlungen und Tools – gibt es vom IDE erstellte Kriterienkataloge[3] zur Besprechung der jeweiligen Ressourcen, die die Rezensent:innen bei der Begutachtung unterstützen und als Leitfaden dienen sollen. Durch verschiedene Rückmeldungen aus der Community wissen wir, dass die Kriterienkataloge mittlerweile nicht nur zur Begutachtung in RIDE, sondern auch bei der Planung und Entwicklung neuer Ressourcen als best-practice-Leitfaden zum Einsatz kommen.[4

Tortendiagramme

Abb. 2 / 3: Anzahl der Artikel pro Rezensionssparte (li.); Sprachen der Rezensionen (re.).

Durch die zunehmende Etablierung von RIDE hat sich der Aufwand des Betriebs und der Weiterentwicklung der Zeitschrift über die Jahre vervielfacht. Initial von einem Managing Editor geführt und zwischenzeitlich von einem Zweier-Team übernommen, umfasst das Management Team aus dem IDE-Kreis derzeit drei Personen.[5] Während die Herausgeber:innen der Issues in den ersten Jahren ausschließlich IDE-Mitglieder waren, planen und publizieren mittlerweile auch Gastherausgeber:innen ganze Issues.[6] Für bestimmte redaktionelle (u. a. Proof Reading) und technische Tasks, packt außerdem das ganze IDE regelmäßig mit an.

In RIDE besteht jede Rezension aus dem eigentlichen Rezensionstext und einem Factsheet. Letzteres ist ein Fragebogen mit weitgehend formalisierten Antwortmöglichkeiten, damit die rezensierten Ressourcen einfacher miteinander vergleichbar sind.[7] Gleichzeitig ermöglichen die erhobenen Daten einen Überblick, was bereits in RIDE rezensiert wurde, beispielsweise aus welchen Epochen und Disziplinen die begutachteten Editionsprojekte stammen (Abb. 4 und 5). Das Fächerspektrum in RIDE umfasst nahezu alle geisteswissenschaftlichen (textbezogenen) Disziplinen. Allerdings wird auch deutlich, dass trotz der interdisziplinären Anlage der Zeitschrift ein Großteil der rezensierten Editionen und Textsammlungen fachlich in den Literaturwissenschaften und zeitlich in der Moderne zu verorten ist.[8

Balkendiagramme

Abb. 4 / 5: Epochenzugehörigkeit (li.) und Disziplinzugehörigkeit (re.) [9] der rezensierten Ressourcen. 

Die Daten der Factsheets sind auch jenseits ihrer Rolle für die Rezensionen interessant, zum Beispiel als Grundlage, um (spartenübergreifend) Unterschiede und allgemeine Tendenzen hinsichtlich der Rezensionsobjekte zu ermitteln.[10] So bilden etwa Editionen, was die Offenheit der Daten bzw. des Quellcodes angeht, unter den drei Ressourcentypen das Schlusslicht, während die rezensierten Textsammlungen anteilig häufiger auf offene Daten und die rezensierten Tools sogar überwiegend auf offenen Source Code setzen (Abb. 6). Eine mögliche Erklärung hierfür ist, dass Editionen vor allem ›klassisch‹ über das Graphical User Interface rezipiert werden, während Textsammlungen stärker den Charakter eines Datensets haben. Editionstools hingegen funktionieren selten nach dem Prinzip Plug-and-Play, sondern müssen meist projektspezifisch angepasst werden, wofür offener Quellcode die Voraussetzung ist. 

Gestapelte Balkendiagramme.

Abb. 6 / 7: Offenheit der Daten bzw. des Quellcodes (li.) und Vorhandensein von Zitationsvorschlägen (re.) (jeweils anteilig pro Sparte).

Ein umgekehrtes Bild zeigt sich bei der Frage nach der Zitierbarkeit der Ressourcentypen (Abb. 7): In den rezensierten Editionen haben sich Zitierempfehlungen weitestgehend durchgesetzt, denn Referenzierbarkeit von Text ist schließlich ein Kernanliegen von Editionen. Das Schlusslicht bilden hier die Tools. Dort scheinen sich Zitationsstandards oder Zitierhilfen noch nicht durchgesetzt oder etabliert zu haben.

In anderen Kontexten haben wir bereits ausführlich über Ziele und Methoden von RIDE berichtet und geschrieben,[11] daher möchten wir anlässlich des zehnjährigen Jubiläums hier einen Einblick in die Arbeit geben, die täglich hinter den Kulissen passiert und die viel zu selten sichtbar wird. Dazu zählt u.a.: Autor:innen suchen, Artikel intern begutachten und mit hilfreichen Kommentaren zur Überarbeitung versehen, Peer Reviewer:innen suchen, die Rezensionen für die Publikation formatieren und konvertieren, verschiedene Publikationsformate generieren (XML/TEI, HTML, PDF), die Verfügbarkeit und Archivierung der Artikel sichern (u. a. über DOI, APIs), die Zeitschriftenbände bewerben. Zu den langfristigen Aufgaben zählen u. a. die Pflege und Weiterentwicklung des XML-Schemas für die Reviews und die Weiterentwicklung von Skripten und Routinen zur Verarbeitung der Daten für die Publikation. Auch der Server, auf dem die WordPress-Instanz von RIDE läuft, muss regelmäßig gewartet werden und die eXist-db-Instanz, die wir für einige Funktionen nutzen, braucht regelmäßig ein Upgrade auf eine neuere Version. 

Tweet zum Gewinn des DHd-Posterawards.

Abb. 8: Das RIDE-Management-Team gewinnt den dritten Platz beim Posterwettbewerb der DHd2022 (Tweet).

Abgesehen von den herausgeberischen und den redaktionellen-technischen Tasks kümmern wir uns um die wissenschaftliche Etablierung und Sichtbarkeit der Zeitschrift. Beispielsweise hat RIDE erst kürzlich das Open Access-Seal der Directory of Open Access Journals (DOAJ) erhalten und wird demnächst in die Scopus-Datenbank aufgenommen. Schließlich ist auch die Dissemination unserer Arbeit im nationalen und internationalen Kontext ein wichtiger Teil unserer Mission, um das Thema »Qualitätssicherung digitaler Forschungsressourcen« in der Community präsent zu halten. Gleichzeitig steigern wir so die Bekanntheit von RIDE und können neue Rezensent:innen gewinnen. Fast alles, was wir für RIDE leisten, passiert ehrenamtlich und jenseits unserer Lohnarbeit, oft in den Abendstunden oder am Wochenende. Würdigungen unserer Arbeit, wie etwa der dritte Platz für unseren Beitrag beim Posterwettbewerb der DHd2022, freuen uns daher natürlich besonders (Abb. 8).

GitHub Issues von RIDE.

Abb. 9: Internes Issue-Board des Herausgeber:innenteams.

Alle anfallenden Arbeiten für RIDE koordinieren und organisieren wir seit einiger Zeit in internen GitHub-Repositorien und nutzen dafür Issues, Project Board und Wiki (Abb. 9). Da wir RIDE möglichst offen gestalten möchten, stehen nicht nur die Rezensionsdaten, sondern auch einige Skripte, die im Publikationsprozess zum Einsatz kommen, über öffentliche GitHub-Repositorien und über Zenodo zur Verfügung.[12] Auch wenn es heutzutage digitale Arbeitsmittel braucht, um die Herausgabe einer Zeitschrift zu koordinieren, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass wir eigentlich am liebsten in schummrigen Kneipen über Rezensionen und Digital Humanities diskutieren und Zukunftspläne für RIDE schmieden (Abb. 10 und 11).

Tweet zum RIDE-Launch.

Abb. 10: Launch von RIDE 2014 in der legendären Bar Celentano, Köln (Tweet). 

RIDE Treffen in Köln.

Abb. 11: Vorbereitung des Launches der Sparte »Text Collections«, Elektra Bar, Köln (Tweet). 

Die kontinuierliche Produktion von Bänden, die Weiterentwicklung der Zeitschrift auf verschiedenen Ebenen und der Betrieb der technischen Infrastruktur erfordern erhebliche (Wo|Man)-Power. RIDE ist ein Gemeinschaftsprojekt des IDEs und ohne die vielen Schultern seiner Mitglieder nicht zu stemmen. Daneben sind wir auf die Mitarbeit der Community angewiesen: auf die Autor:innen, die sich die Zeit nehmen, digitale Ressourcen genauestens unter die Lupe zu nehmen und teilweise auch mehrmalige Überarbeitungen ihrer Beiträge in Kauf nehmen; auf die Gast-Herausgeber:innen, die unsere Arbeit mit eigenen Bänden gewissenhaft fortführen und gleichzeitig neue Impulse setzen, und auf unser Editorial Board, das uns bei jedweden Problemen spontan unterstützt. Last but not least können wir auf ein Netzwerk an Peer-Reviewer:innen zählen, dank derer wir nach höchsten wissenschaftlichen Qualitätsstandards ein ›international peer-reviewed journal‹ publizieren können und die wertvolles Feedback zu den Rezensionen liefern. Ihnen allen möchten wir an dieser Stelle unseren herzlichsten Dank aussprechen! 

Schließlich möchten wir aber auch den Leser:innen danken. Wir haben im Laufe der Jahre immer wieder wertvolles Feedback erhalten, was zur Entwicklung und Verbesserung von RIDE beigetragen hat. Deshalb lösen wir nun auch endlich das Rätsel um die Aussprache: RIDE ist natürlich Lateinisch /ri:de/: »ridere« = »lachen«. Und damit verabschieden wir uns fröhlich lachend, freuen uns auf weitere 10 Jahre RIDE und switchen zum Schluss doch noch mal ins Englische für das allseits bekannte und beliebte:

Enjoy the ride! 

Die Mitglieder des Instituts für Dokumentologie und Editorik

***

 

[1] Siehe Philipp Steinkrüger, Ulrike Henny-Krahmer, Frederike Neuber und die Mitglieder der IDE, Editorial, März 2021, https://ride.i-d-e.de/about/editorial/.
[2] Siehe beispielsweise für Stichproben zur Rezension digitaler Forschungsressourcen in geschichtswissenschaftlichen Rezensionsorganen, Frederike Neuber und Patrick Sahle, Nach den Büchern: Rezensionen digitaler Forschungsressourcen, H-Soz&Kult 2022, https://www.hsozkult.de/debate/id/fddebate-132457; für eine fachlich engere Untersuchung Colleen Seidel, Digitale Forschung und Wissenschaftskommunikation – der Fall der mediävistischen Zeitschriften, DH@BUW 2022, https://dhbuw.hypotheses.org/319. Bezeichnend ist außerdem, dass selbst digitale Rezensionsplattformen wie Sehepunkte fast nur gedruckten Beiträgen ein Forum geben.
[3] Patrick Sahle; in Zusammenarbeit mit Georg Vogeler und den Mitgliedern des IDE; Version 1.1, Juni 2014, http://www.i-d-e.de/publikationen/weitereschriften/kriterien-version-1-1/; Ulrike Henny-Krahmer und Frederike Neuber, in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des IDE; Version 1.0, Februar 2017, https://www.i-d-e.de/publikationen/weitereschriften/criteria-text-collections-version-1-0/; Anna-Maria Sichani und Elena Spadini, in Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des IDE; Version 1.0, Dezember 2018, https://www.i-d-e.de/publikationen/weitereschriften/criteria-tools-version-1/.
[4]So heißt es etwa in Bezug auf den Kriterienkatalog zur Besprechung von Textsammlungen bei José Calvo Tello, The Novel in the Spanish Silver Age (3. Data: Texts and Metadata), https://doi.org/10.14361/9783839459256-005, 3.1.2: „Its usefulness is beyond the specific frame of this journal, constituting a remarkable check‐list for any new literary corpus.“
[5] 2014-19 Philipp Steinkrüger, 2019-22 Ulrike Henny-Krahmer und Frederike Neuber, ab 2022 zusammen mit Martina Scholger.
[6] Auf Initiative von Anna-Maria Sichani und Elena Spadini wurde die Sparte „Tools and Environments“ eröffnet, die FAIR-Bände erscheinen in Kooperation mit dem NFDI-Konsortium Text+ und unter Beteiligung von dessen Mitarbeiter:innen (bisher Tessa Gegnagel und Daniela Schulz)..
[7] Zur rezensionsübergreifenden Vergleichbarkeit der Ressourcen bietet RIDE verschiedene Visualisierungen der Fragebögen für Editionen (https://ride.i-d-e.de/data/charts-scholarly-editions/) und Textsammlungen (https://ride.i-d-e.de/data/charts-text-collections/).
[8] Die rezensionsübergreifende Auswertung kann dabei hilfreich sein, solche ‚Ballungen‘ zu identifizieren und ihnen ggf. entgegenzuwirken, indem man gezielt Rezensent:innen für Ressourcen aus anderen Disziplinen und mit anderen epochalen Schwerpunkt zu gewinnen versucht.
[9] Die Antwortmöglichkeiten der Fragebögen zu Editionen und zu Textsammlungen unterscheiden sich leicht und wurden aufeinander gemappt. „Literary Studies / Philology“ im Editionenfragebogen entspricht „Literary Studies“ bei den Textsammlungen, die Kategorie „Musicology“ taucht nur im Editionenfragebogen auf, „Linguistics“ und „Archeology“ nur im Fragebogen der Textsammlungen.
[10] Siehe Claudia Resch, Digitale Editionen aus der Perspektive von Expert:innen und User:innen — Rezensionen der Zeitschrift RIDE im Meta-Review, in: Digitale Edition in Österreich / Digital Scholarly Edition in Austria, 2023, S. 37-54 (urn:nbn:de:hbz:38-704476).
[11] Siehe u. a. Neuber / Sahle 2022 (Anm. 2); Henny Ulrike, Reviewing von digitalen Editionen im Kontext der Evaluation digitaler Forschungsergebnisse, in: Digitale Metamorphose: Digital Humanities und Editionswissenschaft (hrsg. v. Roland S. Kamzelak and Timo Steyer), 2018. DOI: 10.17175/sb002_006;Markus Schnöpf, Evaluationskriterien für digitale Editionen und die reale Welt, in: HiN – Alexander Von Humboldt Im Netz 14(27), 69-76, DOI: 10.18443/182.
[12] Zur technischen Infrastruktur von RIDE siehe Henny-Krahmer, Ulrike; Frederike Neuber; Martina Scholger (2022): „Informationstechnologische Gedächtnisarbeit in der Rezensionszeitschrift RIDE“ [Poster]. In DHd 2022. Kulturen des digitalen Gedächtnisses. 8. Tagung des Verbands „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“, Potsdam. Zenodo. DOI: 10.5281/zenodo.6322571

RIDE 18 ist erschienen

2024年1月2日 22:17

Wir freuen uns, die achtzehnte Ausgabe des Rezensionsjournals RIDE, das seit 2014 vom Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE) herausgegeben wird, anzukündigen. Die aktuelle Ausgabe ist digitalen wissenschaftlichen Editionen gewidmet und wurde von Ulrike Henny-Krahmer und Martina Scholger herausgegeben. 

Der Band enthält fünf Rezensionen, eine in deutscher und vier in englischer Sprache, von folgenden Autor:innen und zu den folgenden digitalen Editionen:

Alle Rezensionen sind abrufbar unter https://ride.i-d-e.de/issues/issue-18/.

Enjoy the RIDE!

Crowd Editions: Call for Reviews für RIDE

2023年10月9日 17:14

Das Institut für Dokumentologie und Editorik (IDE) ruft zur Einreichung von Rezensionen digitaler Editionen auf, die einen besonderen Fokus auf Crowd Editing und Peer Sourcing legen. Eine Publikation der Rezensionen ist in der online Rezensionszeitschrift für digitale Editionen und Ressourcen RIDE unter dem Themenschwerpunkt „Crowd Edited Digital Scholarly Editions“ als Rolling Release im Jahr 2024 vorgesehen. Herausgegeben wird die Ausgabe von Anna Busch, Martin Prell und Torsten Roeder.

Wir laden zur Begutachtung solcher digitaler Editionen aus allen geisteswissenschaftlichen Disziplinen ein. “Crowd Editing” wird hier in einem weiten Sinne verstanden: Es beschreibt eine Form der digital ermöglichten, öffentlichen oder teilöffentlichen Beteiligung an den Aufgaben, die die Erstellung und Veröffentlichung einer digitalen wissenschaftlichen Edition mit sich bringen. Typische editorische Aufgaben wie die Transkription, Kollationierung, Annotation, (Quer-)Verlinkung oder Kommentierung können “crowd sourced” oder “peer sourced” sein, d.h. sie können von einer zufälligen Gruppe engagierter Personen über eine öffentlich zugängliche Plattform durchgeführt werden. Es kann auch bedeuten, dass die jeweilige Edition vollständig von einer unabhängigen öffentlichen Nutzergruppe erstellt wird, z. B. auf einer Social-Media-Plattform (“soziale Edition”).

Um Gutachter:innen durch den Begutachtungsprozess zu begleiten und einen Rahmen für die Bewertung von „Crowd Edited Digital Scholarly Editions“ zu schaffen, gibt es dafür zu berücksichtigende Richtlinien, die sich am Ende dieses Calls befinden. Die allgemeinen Richtlinien für Digitale Editionen (Version 1.1) finden Sie hier: https://www.i-d-e.de/publikationen/weitereschriften/kriterien-version-1-1/.

Wir bitten Sie, uns vor der Begutachtung einer „Crowd Edited Digital Scholarly Edition“ eine E-Mail an ride-crowd@i-d-e.de zu schicken, mit einem Vorschlag, welche Ressource Sie begutachten möchten. Bitte senden Sie uns zudem eine kurze Erläuterung Ihrer Zugehörigkeit, Ihrer Verbindung zu der zu begutachtenden Edition/dem Projekt und Ihrem Fachgebiet. So kann vermieden werden, dass dieselbe Edition mehrfach begutachtet wird, und es lassen sich mögliche Interessenkonflikte erkennen.

Bitte informieren Sie sich im Vorfeld auch über die Regelungen zur Abfassung von RIDE-Rezensionen und über die RIDE-Einreichungsrichtlinien. Das Ziel von RIDE ist es, Rezensionen zu veröffentlichen, die als Peer-Review-Artikel gelten. Um eine gewisse Tiefe der Diskussion zu erreichen, sollten Rezensionen mindestens 2000 Wörter lang sein. Rezensionen können auf Deutsch oder Englisch eingereicht werden. Die Veröffentlichungen werden unter CC BY 4.0 lizenziert. RIDE erhebt keine Einreichungs-, Bearbeitungs- oder Veröffentlichungsgebühren jeglicher Art.

Hintergrund

Crowd-Editing gehört derzeit nicht zu den traditionellen Methoden, die für die Erstellung einer wissenschaftlichen Edition genutzt werden. Mit dem Aufkommen digitaler Umgebungen ist es jedoch nicht nur sehr viel einfacher geworden, die Kompetenzen der Crowd für hochspezialisierte, arbeitsintensive und/oder langwierige Aufgaben im Kontext wissenschaftlicher Editionen zu aktivieren, sondern Crowd-Editing ist auch zu einer zumindest potenziell relevanten Methode geworden, um den politisch attraktiven Bereich der sogenannten Citizen Science zu adressieren. Die Idee des Crowd-Editing, der Beteiligung von Personen an wissenschaftlichen Prozessen im Rahmen digitaler Editionsprojekte entstand im angloamerikanischen Raum vor etwa fünfzehn Jahren (vgl. Busch/Roeder 2023), wobei das Finden des Break-Even-Points in der Gleichung von Arbeitsaufwand der Crowd versus Arbeitsaufwand des Crowd-Managements und der Qualitätskontrolle eine Herausforderung geblieben ist, für die es noch keine Lösung gibt. Ein Ziel der RIDE-Ausgabe ist es, die verschiedenen Erfahrungen gegenüberzustellen und generische “best practices” der Organisation von “Crowd-Editionen” zu identifizieren.

Die Vielfalt der von den Peers behandelten Aufgaben ist groß: einfache Transkription, Korrektur nach der OCR, Zusammenstellung, Annotation, (Quer-)Verknüpfung, Erkennung benannter Entitäten, Bildbearbeitung oder Annotation, Datenbereinigung, Auszeichnung, Kommentierung und so weiter. Zweitens gibt es unterschiedliche Ansätze, wie viel Qualitätskontrolle die Crowd benötigt: Verfügt das “Community Brain” über genügend Erfahrung, um Fehler oder Mehrdeutigkeiten zu erkennen, oder gibt es eine akzeptable Fehlerquote? Muss jede Aufgabe von einer/m erfahrenen Editor:in kontrolliert werden? Das Augenmerk auf diese Fragen zu lenken, dient nicht nur der Kalkulation von zusätzlichen Kosten, sondern beleuchtet auch die verschiedenen Rollen innerhalb des Projekts und bestimmt auch das Verhältnis zwischen Öffentlichkeit und Wissenschaft. In vielen Fällen beruht ein erfolgreicher Crowd-Editing-Ansatz sehr viel eher auf gegenseitigem Vertrauen als auf tatsächlicher Crowd-Kontrolle (vgl. Moczek 2023). – Zum Thema »Crowd Editions« ist in der offenen Zotero-Bibliographie weiterführende Literatur zu finden.

Die Zeitschrift RIDE wurde 2014 gegründet, um einen Rahmen für die Bewertung digitaler wissenschaftlicher Editionen zu schaffen. RIDE ist Open Access, Rezensionen werden als HTML veröffentlicht und können als TEI heruntergeladen werden.

Details zur Einreichung

Wenn Sie daran interessiert sind, eine Rezension zu schreiben, kontaktieren Sie uns bitte im Voraus, um inhaltliche Überschneidungen zu vermeiden. Rezensionen werden in Englisch und Deutsch angenommen. Die Länge der Rezension kann variieren (ca. 2000-5000 Wörter).

Bitte reichen Sie Ihre Rezension als editierbare Textdatei ein (vorzugsweise, aber nicht unbedingt als .docx, um die Konvertierung in TEI zu erleichtern). Abbildungen senden Sie bitte als separate Bilddateien (PNG) und hinterlassen im Text eine Notiz als Platzhalter für jedes Bild. Zusätzlich zum Text sammeln wir Schlüsselwörter (bis zu fünf pro Rezension). Jeder Rezension sollte eine kurze Zusammenfassung in englischer Sprache beigefügt werden, unabhängig von der im Haupttext verwendeten Sprache.

Weitere Informationen finden Sie in den allgemeinen RIDE-Richtlinien für das Verfassen und Einreichen von Artikeln unter https://ride.i-d-e.de/reviewers/submission-guidelines/. Der in der Checkliste für die Einreichung erwähnte Fragebogen wurde für wissenschaftliche digitale Ausgaben im Allgemeinen entwickelt.

Alle Rezensionen werden einem Peer-Review unterzogen, um ein hohes Qualitätsniveau der Bewertungen zu erreichen. Wir halten dies für sinnvoll, da die Bewertung digitaler wissenschaftlicher Ressourcen in der Regel eine doppelte Expertise in digitalen Methoden sowie in einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen erfordert.

Besonders zu berücksichtigende Richtlinien 

Wir würden es begrüßen, wenn in der Rezension die folgenden Punkte besonders berücksichtigt würden:

  • Konzeptionelle Aspekte
    • Wie nennt sich die Edition? Wie hebt sie die Crowd-Aspekte hervor?
    • Verweis auf Vorbilder? Partnerprojekte?
    • Was verspricht sich die Edition davon, dass sie die Crowd einbindet?
    • Was sind die Benefits für die Einzelnen beteiligten? (Gamification, soziale Einbindung, Studiencredits etc.)
  • Praktische Umsetzung
    • Wie kann man sich beteiligen? (Anmeldeprozess, Lernkurve)
    • Was macht die Crowd? => typisch z.B. Transkription und Annotation; wie weit werden aber auch “editorische” Aufgaben übernommen wie z.B. Textkritik und Kommentierung?
    • Wer managt das Ganze (die Crowd selbst = Social Edition oder die Projektleitung = Crowdsourcing)? Qualitätsmanagement?
    • Welche Plattform wird verwendet? (z.B. MediaWiki, eigene Plattform)
    • technische Aspekte, wie wird das umgesetzt?
  • Rechtliche Aspekte
    • Gibt es eine Nutzungsrechtabtretung oder eine Freiwilligen-Vereinbarung?
    • Wie wird die Beteiligung akkreditiert?
    • Wie werden die gecrowdeten Inhalte lizenziert?

Rezensent*innen können aus einer Liste potentiell zu rezensierender digitaler Editionen wählen. Auch eigene Vorschläge sind willkommen!

Kontakt

Wir freuen uns über eine Kontaktaufnahme und Beitragsvorschläge unter: ride-crowd@i-d-e.de

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