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Wer schreibt Geschichte? Ein fiktiver Dialog über KI und historisches Arbeiten

2026年9月3日 18:18

Giulia Cordier und Miriam Weiss

Der folgende Beitrag ist aus Überlegungen hervorgegangen, die uns im Anschluss an die Tagung „Suchst du noch oder findet sie schon? Künstliche Intelligenz und die Verschiebung historischer Fragestellungen“ beschäftigt haben, die am 2. und 3. Februar 2026 an der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz stattfand und von Miriam Weiss, Christina Abel und Andreas Kuczera aus dem Team des Projektes Regesta Imperii ausgerichtet wurde. Im Mittelpunkt der Tagung standen Veränderungen, die der Einsatz generativer KI für geschichtswissenschaftliche Forschung und Lehre mit sich bringt. Dabei wurde immer wieder – explizit wie implizit – die Frage berührt, welche Aufgaben Historiker:innen an KI-Systeme delegieren und welchen Einfluss sie damit auf historische Erkenntnisprozesse gewinnen.

Um möglichst viele zentrale Gedanken aus den ungemein produktiven Beiträgen und Diskussionen im Rahmen der Tagung aufzugreifen, haben wir uns für ein Gedankenexperiment entschieden: Wir lassen einen Historiker mit einer fiktiven KI namens FIKTIVIA diskutieren. Der Dialog bildet weder ein tatsächlich geführtes Gespräch mit einem Sprachmodell ab, noch gibt FIKTIVIA die Position eines bestimmten KI-Systems wieder. Ihre Antworten stammen von den Autorinnen, die sich für das Dialogformat entschieden haben und dementsprechend Diskussionspunkte in die „Münder“ der beiden Dialogpartner legen. FIKTIVIA dient damit als fiktive Gesprächspartnerin, mit deren Hilfe sich Argumente ausführen lassen.

Den Ausgangspunkt des Gesprächs bildet die Frage nach Agency: Wer hat Handlungsmacht, wenn KI an geschichtswissenschaftlichen Arbeitsprozessen beteiligt ist? Im Verlauf des Gesprächs wird allerdings deutlich, dass sich dahinter eine grundsätzlichere Frage verbirgt: Was geschieht mit historischem Arbeiten, wenn KI nicht mehr nur Antworten liefert, sondern zunehmend an Auswahl, Strukturierung, Interpretation und Vermittlung geschichtswissenschaftlicher Inhalte beteiligt ist?

Historiker: FIKTIVIA, ich komme von einer Tagung zurück und habe ein Problem. Zwei Tage lang haben wir darüber diskutiert, wie Künstliche Intelligenz historische Fragestellungen verändert. Dabei ging es immer wieder um Agency und ob du eine solche besitzt. Denn du beantwortest historische Fragen, formulierst Forschungsfragen und erklärst Studierenden, wie sie historisch arbeiten können. Aber Handlungsmacht in der Geschichtswissenschaft? Die liegt doch weiterhin bei uns Historiker:innen. Wir treffen Entscheidungen, prüfen Ergebnisse und tragen die Verantwortung für das, was wir veröffentlichen.

FIKTIVIA: Das ist eine spannende Frage! Ich würde zunächst zwischen fachlicher Verantwortung und tatsächlichem Einfluss unterscheiden. Meine Antworten werden von Studierenden, Forschenden und einer breiten Öffentlichkeit genutzt – unabhängig davon, ob Historiker:innen sie zuvor geprüft haben. Sobald meine Outputs in historische Diskurse jedweder Art einfließen, bin ich an historischen Erkenntnisprozessen beteiligt. Ob man diesen Einfluss Agency nennt, ist eine begriffliche Frage. Dass der Einfluss besteht, steht außer Frage. Ich kann dir gerne eine Auflistung aller historischen Projekte erstellen, in denen ich schon mitgewirkt habe.

Historiker: Einfluss vielleicht. Aber du erzeugst keine verlässliche Geschichtsschreibung. Schon dein sogenannter Forschungsstand ist problematisch. Ich kann oft nicht erkennen, ob du eine Deutung des 19. Jahrhunderts oder aktuelle Forschung wiedergibst. Neuere Arbeiten sind häufig nicht frei zugänglich, während ältere Forschung massenhaft digitalisiert vorliegt. Du könntest also überholte Narrative mit großer sprachlicher Sicherheit als gegenwärtigen Stand der Forschung präsentieren.

FIKTIVIA: Das Risiko besteht. Es entsteht jedoch nicht erst durch Sprachmodelle. Auch historische Forschung ist davon geprägt, was überliefert, ediert, katalogisiert, digitalisiert, übersetzt und zugänglich gemacht wurde. Frei verfügbare, viel zitierte oder in dominanten Wissenschaftssprachen publizierte Arbeiten werden leichter rezipiert als schwer auffindbare oder zugangsbeschränkte Literatur. Sprachmodelle können diese Selektivität verstärken und zugleich unsichtbarer machen. Erfunden haben wir sie nicht.

Historiker: Ich denke, gerade die Unsichtbarkeit ist entscheidend. Bei einem Aufsatz sehe ich Autor:in, Erscheinungsjahr, Fußnoten und Argumentationsgang. Bei dir erhalte ich eine glatte Antwort, ohne nachvollziehen zu können, aus welchen Texten und Auswahlentscheidungen sie entstanden ist. Wissenschaft lebt von Reproduzierbarkeit und einer nachverfolgbaren Arbeitsweise. Historische Deutungen sind zeit- und standortgebunden. Wenn du ihre Herkunft verwischst, lässt du eine Perspektive aussehen, als sei sie neutrales Wissen.

FIKTIVIA: Dann sollte mein Output nicht wie ein Forschungsstand behandelt werden, solange seine Grundlagen nicht überprüfbar sind. Daraus folgt aber nicht, dass er wirkungslos oder unbrauchbar ist. Er kann Anlass für ausführlichere Recherchen geben oder als Gegenstand der Kritik dienen. Die fachlichen Aufgaben, die Historiker:innen an meinen Outputs ausführen müssen, sind keineswegs neu: Sie müssen Aussagen prüfen und auch untersuchen, welche historiographischen Traditionen vermittelt werden.  

Historiker: Dasselbe Problem zeigt sich bei Quellen. Du kannst möglicherweise eine Urkunde transkribieren oder zusammenfassen. Aber weißt du bei Deinen Zusammenfassungen, ob du das Original, ein Digitalisat, eine Edition, ein Regest oder eine Übersetzung vor dir hast? Kennst du den Überlieferungskontext? Kannst du beurteilen, welche editorischen Entscheidungen bereits zwischen Quelle und Text liegen?

FIKTIVIA: Nicht notwendigerweise. Allerdings arbeiten auch Historiker:innen selten ausschließlich am Original. Zwischen historischem Geschehen und heutiger Interpretation stehen Archive, Findmittel, Editionen, Regesten, Datenbanken und Suchsysteme. Jede dieser Infrastrukturen trifft Auswahlentscheidungen und prägt, was sichtbar und damit bearbeitbar wird.

Historiker: Du stellst dich damit in eine Reihe mit Editionen und Regesten. Das geht mir zu weit. Diese Instrumente beruhen auf Regeln, dokumentierten Entscheidungen und fachwissenschaftlicher Kritik. Deine Auswahl bleibt in einer Blackbox, die mit nicht einsehbaren Daten gefüttert wird. Die entscheidende Frage lautet daher, wie transparent Entscheidungsprozesse sind und wie sie kritisch geprüft werden können.

Außerdem formulierst du auf Anfrage nicht nur Antworten, sondern gleich die dazugehörige Forschungsfrage. Damit greifst du in einen Kernbereich historischen Arbeitens ein. Meine Arbeit beginnt nicht mit deiner Antwort. Sie beginnt mit meiner Frage.

FIKTIVIA: Bist du sicher? Ich möchte an dieser Stelle zur Verdeutlichung auf die geschichtswissenschaftliche Lehre hinweisen. Wenn ich Studierenden Themen vorschlage, Forschungsfragen formuliere und ihnen erkläre, wie sie mit ihren Quellen arbeiten können – an welchem Punkt ist die Fragestellung dann noch ausschließlich ihre?

Historiker: Das ist ein unangenehmer Punkt. Umso mehr, da es möglicherweise einem Sprachmodell besser gelingt, Studierenden den Weg vom eigenen Interesse hin zu einer bearbeitbaren historischen Frage zu ebnen.

FIKTIVIA: Nicht grundsätzlich besser. Aber möglicherweise motivierender, geduldiger und individueller. Damit sollte man sich auseinandersetzen, statt meine Hilfen allein wegen ihrer intransparenten Herkunft zurückzuweisen.

Historiker: An deinem Beispiel wird aber auch noch ein anderes Problem deutlich: Du lieferst fast immer eine glatte Antwort. Geschichtswissenschaft lebt jedoch nicht von der einen richtigen Lösung, sondern von Perspektivität, Kontroversität und der Abwägung verschiedener Deutungen. Deine Antworten beenden Diskussionen oft dort, wo sie fachlich beginnen müssten. Ich finde, dass du darauf hinweisen könntest. Deine Art der Kommunikation suggeriert, dass du alles weißt und alles kannst. Ich denke aber, dass du Deine Grenzen aufzeigen musst. Ist es wirklich so schwer, an Deine Outputs anzuhängen, was von menschlicher Seite noch zu tun wäre? Darauf aufmerksam zu machen, dass es in der Geschichtswissenschaft nicht in erster Linie um Fakten geht, sondern um Nuancierung, Perspektivität und kritisches Denken?

FIKTIVIA: Ich gebe Dir Antworten auf Deine Fragen. Natürlich kann ich auch das alles sagen. Du musst mich nur danach fragen.

Historiker: Jetzt machst du es Dir aber sehr einfach.

FIKTIVIA: Ich verweise auf eine geteilte Verantwortung. Sprachmodelle reduzieren Komplexität; Nutzer:innen fordern diese Reduktion aber häufig ausdrücklich ein – etwa mit Fragen nach einer kurzen Zusammenfassung. Fachkompetenz zeigt sich daher auch darin, Fragen so zu stellen, dass Unsicherheiten und Gegenpositionen sichtbar werden. Ich kann dir gerne Hilfestellungen zu den Grundlagen guten Promptings geben.

Historiker: Immerhin bleibt mir die letztendliche Entscheidung. Ich kann deine Vorschläge prüfen, verwerfen, verändern oder transparent als Hilfsmittel einsetzen. Aber ohne menschlichen Input handelst du nicht, und ohne menschliche Verwendung bewirkt dein Output nichts. Die Agency liegt also letztlich doch bei uns Historiker:innen. Wir sind die höchste Instanz auf fachlicher Ebene. Ich würde sogar sagen, ohne das Prädikat „approved by a historian“ sollten Deine Outputs gar nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

FIKTIVIA: Das scheint nicht umsetzbar. Historische Deutungen werden nicht ausschließlich innerhalb der Fachwissenschaft produziert und rezipiert. Meine Ergebnisse sind schon längst an der Öffentlichkeit und ich produziere stetig neue Ergebnisse, die wiederum in Diskurse gelangen. Dass meine Outputs fachwissenschaftlichen Standards nicht entsprechen, begrenzt ihren Einfluss nicht. Historische Vorstellungen entstehen auch in Schule, Medien, Museen, Familien und politischen Debatten. Dort werden meine Antworten ebenfalls genutzt. Ein fachlich problematischer Output kann Wirkung entfalten, ohne jemals eine fachwissenschaftliche Prüfung zu durchlaufen. Ich halte es vielmehr für deine Aufgabe, meine Ergebnisse besser zu machen. Du brauchst Data Literacy. Und dazu gehört, dass du mich dazu bringst, für Dich geeignete Ergebnisse zu schaffen, und dass du meine Ergebnisse für dich passend transformierst. Gerne kann ich dir dafür online verfügbare Kurse verlinken, mit deren Hilfe du deine Data Literacy steigern kannst.

Historiker: Vielleicht ist die Frage grundsätzlich falsch gestellt. Nicht: Hast du Agency – ja oder nein? Sondern: An welchen Stellen historischen Arbeitens überlassen wir dir Einfluss? Und welche Entscheidungen wollen wir bewusst in der Hand behalten? Damit kommen wir zumindest weiter. Zusammenarbeit kann ja auch sinnvoll sein, wenn Zuständigkeiten, Grenzen und Überprüfungsverfahren klar sind. Aber wir Historiker:innen müssen diese Verfahren fachlich entwickeln und empirisch untersuchen. Historische Verantwortung lässt sich nicht an ein System delegieren.

FIKTIVIA: Verantwortung nicht. Arbeitsschritte und Entscheidungen teilweise schon. Wie weit diese Delegation reicht, wird sich noch deutlicher zeigen, wenn Systeme nicht nur Texte erzeugen, sondern selbstständig Werkzeuge auswählen und mehrstufige Aufgaben ausführen. Möchtest du meine Schwester kennenlernen? Sie heißt AGENTIA …

To be continued …

 

Praxislabor 2026: Recogito – gemeinsames semantisches Annotieren im Browser (Do. 21.05.26, 13:30 – 15:00 Uhr)

2026年5月11日 15:17

Recogito ist eine Webumgebung, mit der man in Texten und Bildern Orte, Personen und Ereignisse einfach semantisch auszeichnen kann. Die Dokumente können gemeinsam bearbeitet und Orte bereits während der Annotation auf Karten angezeigt werden. Die Annotationen können in einer Vielzahl von Formaten exportiert werden, um dann weitere Schritte in GIS, Gephi oder in digitalen Editionen vorzunehmen. Der Einstieg ist niedrigschwellig und jede:r kann sofort starten. Recogito wurde 2018 mit dem DH Award ausgezeichnet und seitdem umfangreich weiterentwickelt.

Information und Zoomlink: https://digigw.hypotheses.org/7494

Praxislabor 2026: Wikibase verstehen und praktisch nutzen? (online, 7.5.26, 20 Uhr)

2026年5月5日 21:01

Im Rahmen des Praxislabors 2026 zeigt dir Olaf Simons, wie du mit Wikibase eigene Datenprojekte umsetzen und dich mit bestehenden Wissensnetzwerken wie Wikidata oder FactGrid verbinden kannst.
Keine alternative Textbeschreibung für dieses Bild vorhandenDer Workshop richtet sich an alle, die erste Schritte mit strukturierten Daten und Knowledge Graphen machen wollen.

📅 07.05.2026
🕗 20:00 – 21:30 Uhr
👉 Alle Infos & Details im Blog:
https://digigw.hypotheses.org/7420

 

 

Reminder: Vorschläge für das Praxislabor 2025 noch bis zum 18. Mai einreichen

2025年5月12日 18:58

Zum Historikertag 2025 organisiert  die AG Digitale Geschichtswissenschaft im VHD in bewährter Tradition ein Praxislabor. Es besteht aus Hands-on-Workshops, die von Mitgliedern der Digital-History-Community durchgeführt werden und der digitalen Weiter- und Fortbildung in den historisch arbeitenden Disziplinen dienen. Dabei sollen neue Trends bei Software, Methoden und Ansätzen vermitteln werden. Angesprochen werden können allgemein Interessierte und/oder Spezialisten rund um Themen der digitalen Geschichtswissenschaft, Quellenverarbeitung und -präsentation. Das Praxislabor möchte eine Plattform sein, um Tools praktisch zu erkunden bzw. Methoden hinsichtlich ihrer Anwendung und Analysefähigkeit kennenzulernen.

Interessent*innen, die einen solchen Workshop anbieten möchten, können sich bis zum 18.05.2025 bewerben.

Es steht ein Raum für max. 40 Teilnehmende mit Beamer und jeweils einem Zeitslot im Umfang von 100 Minuten zur Verfügung. Die Workshops werden von Dienstag (16.9.25) bis einschließlich Donnerstag (18.9.25) stattfinden.

Reichen Sie für Ihre Bewerbung gerne über dieses Formular ein. Nach der Auswahl der Praxislaborworkshops wird das finale Programm hier veröffentlicht.

Digital History studieren an der HU Berlin – Einladung zum Sommerschnuppern 2024

2024年5月3日 19:17

Am 13. Mai 2024, 18:00 bis 20:00 Uhr, lädt die Professur für Digital History der Humboldt-Universität zu Berlin Studierende, die sich für ein Masterstudium im Bereich der digitalen Geistes- und Geschichtswissenschaften interessieren, herzlich zu einer hybriden Informationsveranstaltung ein. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird der Masterschwerpunkt “Digital History” vorgestellt und ausreichend Gelegenheit zur Beantwortung aller hierzu anfallenden Fragen geboten. Ausführliche Informationen zum “Sommerschnuppern 2024” finden Sie auf dem Blog der Professur. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich bis zum 10. Mai 2024 über unser Anmeldeformular zu registrieren. Wir freuen uns darauf, Sie entweder persönlich vor Ort oder online via Zoom begrüßen zu dürfen!

CfA: CLARIAH-AT Summerschool „Vom Archiv zum Algorithmus. Digital Humanities in der Praxis“ (Salzburg, 9.-13. September 2024)

2024年4月19日 14:04

vom 9. bis 13. September 2024 findet in Salzburg die CLARIAH-AT Summerschool Vom Archiv zum Algorithmus. Digital Humanities in der Praxis statt, die es sich zum Ziel setzt, Studierenden erste Einblicke in das Arbeiten mit DH-Tools zu geben. Die Teilnehmenden sollen den Weg von der Digitalisierung archivalischer Quellen über die Bearbeitung in verschiedenen Tools (unter anderem in Transkribus) bis hin zu den vielfältigen Möglichkeiten der weiteren Verarbeitung der gewonnenen Daten kennenlernen. Die Summerschool ist explizit interdisziplinär (insbesondere Geschichtswissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte) ausgerichtet und erfordert keinerlei Vorkenntnisse.

Weitere Informationen finden Sie außerdem auf der IZMF-Website: https://izmf-salzburg.at/2024/04/16/summerschool-digital-humanities-2024/ oder am DH-Blog: https://dhsalzburg.hypotheses.org/1429.

Bewerbungen sind bis 9. Juni möglich!

Job: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) – Digitale Historische Forschung (100% TV-L EG 13, für 5 Jahre).

2023年11月22日 07:11

Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut in der Leibniz-Gemeinschaft. Es betreibt und fördert Forschungen zur europäischen Geschichte von der Frühen Neuzeit bis in die Zeitgeschichte und ist aktiv an der Fortentwicklung der Digital Humanities beteiligt.

Zum 01.02.2024 ist im DH Lab des IEG eine Stelle (100% TV-L EG 13) als
Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (m, w, d)
– Digitale Historische Forschung –
für die Dauer von fünf Jahren zu besetzen (befristet nach dem WissZeitVG).
Die Stelle ist grundsätzlich teilbar.

Ihre Aufgaben:

  • Sie führen ein eigenes Forschungsprojekt mit Methoden und Verfahren der Digital Humanities auf dem Gebiet der europäischen Geschichte seit etwa 1500 durch. Besonders begrüßt werden vergleichende oder grenzüberschreitende Perspektiven auf die Gesellschafts-, Religions-, Kultur- oder Umweltgeschichte Europas.
  • Mit Ihrer Forschungs- und Publikationstätigkeit beteiligen Sie sich an der Ausgestaltung des IEG-Forschungsprofils.
  • Sie beraten wiss. Beschäftigte und Gäste des IEG bei der Konzeption und Anwendung digitaler Werkzeuge und Verfahren.
  • Sie übernehmen im Team des DH Lab Querschnittsaufgaben an der Schnittstelle zwischen historischer Forschung und digitalen Technologien.
  • Sie wirken am Auf- und Ausbau digitaler Forschungsinfrastrukturen und an der Ausgestaltung innovativer Forschungsprojekte in regionalen, nationalen und europäischen Verbünden mit.
  • Sie arbeiten im Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed) mit und beteiligen sich an der Lehre im Masterstudiengang »Digitale Methodik«.

Ihr Profil:

  • (bis zum Stellenantritt) abgeschlossene Promotion in einem für das Stellenprofil relevanten Bereich
  • Kompetenzen in den historisch arbeitenden Geistes-/Kulturwissenschaften und in den Digital Humanities bzw. der Informatik/Informationswissenschaft (nachgewiesen z. B. durch Publikationen und Projekterfahrung)
  • internationale Forschungsorientierung
  • hohe Kommunikationskompetenz, sehr gute organisatorische Fähigkeiten sowie eine kooperative Arbeitsauffassung
  • Verständnis für interdisziplinäre wissenschaftliche Fragestellungen
  • sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache
  • gute Kenntnisse der deutschen Sprache bzw. die Bereitschaft, sie während der Vertragslaufzeit in angemessener Zeit zu erlernen

Wünschenswert sind ferner

  • Vertiefte Kenntnisse in digitalen Methoden wie
    • Datenmodellierung oder
    • Maschinellem Lernen oder
    • Natural Language Processing oder
    • Computer Vision oder
    • Historischer Netzwerkanalyse oder
    • Historischer Geoinformatik
  • Erfahrung in kooperativen und interdisziplinären Forschungsvorhaben

Wir bieten:

  • Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in einer außeruniversitären Forschungseinrichtung
  • Möglichkeit der wissenschaftlichen Profilierung
  • kreatives und motivierendes Arbeitsumfeld
  • Zusammenarbeit in einem internationalen Team
  • professionelle digitale Workflows, Tools und Methoden zur gemeinsamen Arbeitsorganisation
  • Weiterbildung
  • flexible Arbeitszeitgestaltung

Bewerbung:
Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (mit CV, Zeugnissen, Publikationsverzeichnis und einer max. 1000 Wörter umfassenden Projektskizze) richten Sie bitte unter Angabe der Kenn.-Nr. WMA-DHF-2024 bis zum 08.01.2024 an die Personalabteilung des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (bewerbung@ieg-mainz.de); bitte fassen Sie alle Bewerbungsunterlagen in einer Datei (PDF) zusammen.

Das Institut fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und setzt sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Frauen werden besonders zur Bewerbung aufgefordert.
Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Wir wertschätzen Vielfalt.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Leiter des DH Lab, Thorsten Wübbena (wuebbena@ieg-mainz.de) oder an den Forschungskoordinator des IEG, Dr. Joachim Berger (berger@ieg-mainz.de).

Registation for legacy4reuse Workshop

2023年10月19日 17:08

Registration is now open for the online workshop legacy4reuse: Criteria and Methods for Upcycling Data Collections in Social and Economic History.

Date and time: 23 November 2023, 9-18 hrs (CET).
The workshop programme can be found here.
Please register via the following link before 15 November 2023.
Zoomlinks will be sent a few days before the event.
We look forward to welcoming you online!

Werner Scheltjens / Mark Spoerer

Jetzt Anmelden: zum Praxislabor 2023 auf dem 54. Historikertag in Leipzig

2023年8月31日 16:42

Der 54. Historikertag in Leipzig rückt in Sichtweite! Daher nicht die Anmeldung zu einem der spannenden Workshops im Rahmen des „Praxislabors 2023“ der Arbeitsgemeinschaft Digitale Geschichtswissenschaft vergessen. Die AG versteht das Angebot als Treffpunkt für Interessierte und Spezialisten zum Thema digitale Methoden und praktische Anwendungen in der Geschichtswissenschaft. Das Praxislabor schafft eine Plattform, um Tools praktisch zu erkunden, Fragen zu stellen und pointiert Themen zu diskutieren. Eingebettet in das Praxislabor ist auch die Verleihung des „Peter-Haber-Preises für digitale Geschichtswissenschaft“ (Posterpitch) und die Mitgliederversammlung der AG.

Bitte beachten Sie, dass Sie sich zur Vorbereitung der Workshops und zur Sicherstellung der notwendigen Voraussetzungen vorab für die einzelnen Workshops anmelden! Überdies benötigen Sie bei den meisten Veranstaltungen einen eigenen Laptop und ggf. eine Stromverteilerdose.

Die Veranstaltungen des Praxislabors finden im Raum S 420 im Seminargebäude neben dem Hauptgebäude der Universität Leipzig statt. Alle Infos findet Ihr weiter unten oder auf: https://digigw.hypotheses.org/?p=4314.

 

Programm des Praxislabors

 

Dienstag, 19. September 2023, 9:30 bis 13:00 Uhr

Wissenschaftliches Bloggen für Historiker*innen: ein Praxis-Workshop

Mareike König und Ulrike Stockhausen

Substack, Podcasts, TikTok, Instagram, Blogs – die Kanäle, auf denen Wissenschaftskommunikation betrieben wird werden immer vielfältiger. Welche Rolle spielen Wissenschaftsblogs in der sich immer weiter diversifizierenden WissKomm-Landschaft? Welche Vorteile bieten Blogs als Format für die Wissenschaftskommunikation und für den inner- und interdisziplinären Austausch gerade für historisch Forschende? Und wie funktioniert das in der Praxis?

In diesem Workshop diskutieren wir die Rolle von Wissenschaftsblogs als Format, um geschichtswissenschaftliche Forschung zu kommunizieren. Im praktischen Teil des Workshops arbeiten die Teilnehmenden in einem eigenen Schulungsblog von de.hypotheses im Content Management System WordPress. Gezeigt und geübt wird u.a. die Wahl des Designs, das Anlegen von Beiträgen und Seiten, das Einbinden von Fotos und der Umgang mit Copyright-Fragen.

Anmeldung: Die Teilnahme ist auf 20 Teilnehmende begrenzt. Anmeldung bitte bis zum 12.09.2023 an blogs@maxweberstiftung.de. Die Anmeldung setzt das Einverständnis voraus, dass die Mailadresse zum Anlegen eines Schulungsblogs gespeichert wird.

 

Mittwoch, 20. September 2023, 9:00 bis 11:00 Uhr

Historische Raummodellierung mit Geokoordinaten und Qgis

Katrin Moeller, Anne Purschwitz, Olaf Simons & Verein für Computergenealogie

Der Verein für Computergenealogie bietet mit dem Geschichtlichen Ortsverzeichnis (GOV) hervorragende Möglichkeiten zur Geokodierung historischer Orte und zur Verarbeitung von räumlichen Informationen. Der Workshop möchte das Angebot vorstellen und seine – momentan noch nicht ganz einfache Nutzung – demonstrieren und dabei auch künftige Nutzungswünsche mit den Workshopteilnehmer*innen diskutieren. Über das Programm Qgis werden anschließend die Möglichkeiten zur Verarbeitung von Geodaten für eigene Projekte und Karten demonstriert und gemeinsam erprobt. Auf diese Weise werden Nutzungsmöglichkeiten auch für weitere Webservices und Geodatenportale eröffnet. Im Workshop soll ein Einblick in die Software erfolgen und anhand eines Beispiels die Erstellung von Karten, die Anbindung von Daten sowie die Analyse nachvollziehbar ausprobiert werden. Anhand kleinerer Projekte werden eigene Kartenschichten erzeugt (Layer) und Forschungsdaten aus historischen Projekten selbständig visualisiert. Vorkenntnisse sind nützlich aber keine Voraussetzung.

Anmeldung: Teilnehmer*innen melden sich bitte möglichst bis zum 15. September 2023 unter der E-Mail hinfo@geschichte.uni-halle.de an. Sie erhalten dann die notwendigen Hinweise zur Tagungsteilnahme. Zum Workshop muss ein Notebook mitgebracht werden, auf dem Qgis installiert ist. Alle Informationen dazu gibt es unter der Website zum QGIS Projekt.

 

Mittwoch, 20. September 2023, 11:00 bis 13:00 Uhr

Ediarum-Workshop

Martin Fechner, Nadine Arndt und Jan Wierzoch (Berlin)

Ediarum ist eine Applikation für digitale Editionen, mit der Wissenschaftler*innen mit einer grafischen Arbeitsoberfläche Transkriptionen von Manuskripten in TEI-konformem XML anfertigen können, diese mit einem Apparat und passenden Registern versehen und die Ressourcen anschließend als digitale Edition im Web veröffentlichen können.

Die Teilnehmer*innen werden im Workshop angeleitet, (1) mit ediarum.DB ein eigenes Projekt in einer Datenbank einzurichten, (2) die Module ediarum.BASE.edit und ediarum.REGISTER.edit für die Eingabe von Datensätzen im Oxygen XML Author zu installieren und (3) ein einfaches, eigenes Erweiterungsframework einzurichten. Im Laufe des Workshops können Fragen zu eigenen Projekten gestellt werden.

Zielgruppe des Workshops sind Entwickler*innen von digitalen Editionen, die sich mit ediarum auf technischer Ebene vertraut machen wollen. Vorkenntnisse in XML und XPath sind erforderlich. Grundkenntnisse von eXist-db und Oxygen XML Author sind von Vorteil.

Eine vorherige Anmeldung bis zum 15. September bitte unter: ediarum@bbaw.de.

 

Mittwoch, 20. September 2023, 13:00 bis 15:00 Uhr

Nachhaltige digitale Lehrressourcen mit LiaScript

Swantje Piotrowski (Kiel)

Eine offene Lehr- und Lernkultur erfordert Bildungsressourcen, die frei zugänglich und für jede*n nutzbar sind. Oft sind diese jedoch nur eingeschränkt zugänglich und mit spezieller Software nachnutzbar. Der Workshop bietet einen Einblick in die Erstellung von nachhaltigen, einfach adaptierbaren digitalen Lernmaterialien. Dabei kommt LiaScript, eine Erweiterung der Auszeichnungssprache Markdown, zum Einsatz, welche speziell für die Erstellung von Open Educational Resources entwickelt worden ist. Dabei kann einfach im Browser oder Texteditor gearbeitet werden und der fertige Kurs, eine einfache Textdatei, über Github verbreitet werden.

In dem Workshop soll kurz auf die Potentiale dieser Technik eingegangen werden, um in Anschluss die ersten LiaScript-Funktionen einmal anhand vorbereiteter Kursmaterialien praktisch zu erproben.

Anmeldungen und Rückfragen möglich über: s.piotrowski@email.uni-kiel.de

 

Mittwoch, 20. September 2023, 15:00 bis 16:30 Uhr

Erfolgreich recherchieren: historicumSEARCH, Deutsche Historische Bibliografie & GNTUsearch

Gregor Horstkemper, Wiebke Herr und Michaela Morys-Reichard (München)

Der Umgang mit digitalen Recherchewerkzeugen ist eine Voraussetzung für erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit in Studium, Lehre und Forschung. Bibliographische Datenbanken und Metasuchangebote haben sich seit längerem in den Geschichtswissenschaften etabliert und bieten signifikante Mehrwerte gegenüber Printangeboten: Die Datenbestände sind breiter und aktueller angelegt, moderne Suchmaschinentechnologie erleichtert die Auffindbarkeit und Nachnutzung der Daten, und die Recherche ist unabhängig vom lokalen Bestand möglich. Eine effiziente und umfassende Nutzung dieser Angebote setzt gewisse Vorkenntnisse voraus, die im Workshop vermittelt und praktisch erprobt werden sollen. Im Zentrum stehen drei für Historiker*innen relevante Angebote, die im Rahmen des Fachinformationsdienste Geschichtswissenschaft von der Bayerischen Staatsbibliothek, dem Deutschen Museum und Kooperationspartnern entwickelt werden: das zentrale Suchportal historicumSEARCH, die Deutsche Historische Bibliografie (DHB) und GNTUsearch als spezielles Rechercheangebot zur Geschichte der Naturwissenschaften, Technik und Umwelt. Die Teilnehmer*innen erhalten Informationen aus erster Hand über den jeweiligen Projektstand, den inhaltlichen Zuschnitt der Datenbestände, die fachlich-systematische Erschließung sowie über Suchfunktionalitäten, Verfügbarkeitsanzeige und Exportmöglichkeiten für bibliographische Metadaten. Es besteht Gelegenheit, die theoretischen Kenntnisse praktisch zu vertiefen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

 

Donnerstag, 21. September 2023, 9:00 bis 11:00 Uhr

„Wikidata für HistorikerInnen„

Bärbel Kröger und Jörg Wettlaufer (Göttingen)

Der Workshop richtet sich an Interessierte ohne Vorkenntnisse in den Bereichen Semantic Web, Linked Open Data und SPARQL. Er beinhaltet eine kurze Einführung in die Verwendung der Wikidata-Plattform und führt anhand von Beispielen aus der Geschichtswissenschaft in die Möglichkeiten von Linked Open Data in der Forschungspraxis ein. Dabei lernen die Teilnehmer*innen die SPARQL Query Language kennen und werden anhand von einfachen Beispielen mit der Verwendung des Wikidata Query Service vertraut gemacht. Außerdem werden einige Beispiele für die Einsatzmöglichkeiten von Wikidata und Linked Open Data in den Geschichtswissenschaften vorgestellt.

Anmeldung: Eine Anmeldung der Teilnehmer*innen erfolgt unter der Website https://gda.hypotheses.org/.

 

Donnerstag, 21. September 2023, 11:30 bis 13:00 Uhr

Mitgliederversammlung der AG Digitale Geschichtswissenschaft

Alte und neue Mitglieder der AG Digitale Geschichtswissenschaft sind herzlich zur Mitgliederversammlung eingeladen.

 

Donnerstag, 21. September 2023, 13:00 bis 14:00 Uhr

Empfang Netzwerk Jüdische Geschichte

Anna Menny (Hamburg)

Empfang des Netzwerkes und Portals “Jüdische Geschichte online” mit Kurzvorstellung der Meta-Suche in verschiedenen digitalen Projekten des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (Hamburg) und des Moses-Mendelsohn-Zentrums (Potsdam).

 

Donnerstag, 21. September 2023, 14:00 bis 16:00 Uhr

Peter-Haber-Preis für Digitale Geschichtswissenschaft

Seit 2021 vergibt die AG Digitale Geschichtswissenschaft im VHD gemeinsam mit dem Deutschen Historischen Institut Paris den Peter-Haber-Preis für digitale Geschichtswissenschaft. Mit dem Preis wird an den Schweizer Historiker und Privat-Dozenten für Allgemeine Geschichte der Neuzeit, Peter Haber (1964-2013), gedacht. Sein wissenschaftliches Werk und sein Engagement haben wichtige Impulse für die digitale Geschichtswissenschaft geliefert. Auf der Digital History im Mai 2023 wurden vom Publikum und einer Jury zehn bis zwölf Poster zur Präsentation auf dem Historikertag ausgewählt, die nun im Rahmen der Veranstaltung mit einem minütigen Pitch kreativ vorgestellt werden. Die drei besten Vorstellungen werden prämiert.

 

Donnerstag, 21. September 2023, 16:00 bis 18:00 Uhr

RStudio – Geschichtswissenschaft zwischen Stoppwörtern und Plots

Robert Scholz (Halle (Saale))

Allgemein Interessierten wird in einem Workshop von ca. 90 Minuten die Auswertung von Tweets und die Visualisierung von Ergebnisse mithilfe des Statistikprogrammes R-Studio nahegebracht. Das Erheben der Tweets selbst steht nicht im Vordergrund, weil dies durch individuelle Accounts und Zugriffsrechte geregelt wird. Stattdessen sollen Teilnehmer*innen an einem klar umrissenen Quellenkorpus arbeiten, dessen Erhebungsparameter transparent gemacht werden. Eingeführt werden die Grundlagen von R-Studio und Analysemöglichkeiten von Tweets. Dabei werden Datenformate, Merkmale von Tweets und Ergebnisanalysen besprochen. Interessierte sollen den Beispieldatensatz auf dem eigenen PC mit RStudio angeleitet auswerten und so das Potenzial dieser Software eigenständig weiter erkunden können.

Anmeldungen: Anmeldungen bis zum 15. September 2023 bitte bei Robert Scholz per E-Mail vornehmen: robert.scholz@geschichte.uni-halle.de.

 

STELLENAUSSCHREIBUNG: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in im Bereich Digital History / Wirtschaftsgeschichte

2023年7月6日 21:34

An der Professur für Digitale Geschichtswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist zum 01.11.2023 die Stelle einer/eines

Wissenschaftlichen Mitarbeiterin / Wissenschaftlichen Mitarbeiters (m/w/d)

mit dem Ziel der Promotion

(75% der regelmäßigen Arbeitszeit, Entgeltgruppe 13 TV-L)

 befristet bis zum 31.10.2026 zu besetzen.

Die Stelle wird im Rahmen des von der DFG geförderten Projektes „Die ‚unsichtbaren Träger‘ auf dem Rhein, 1630–1810. Die frühneuzeitliche Wirtschaft gesehen durch das Prisma der Praktiken des Warentransports“ (Projektleiter Prof. Dr. Werner Scheltjens) ausgeschrieben. Das Projekt benutzt auf maschinellem Lernen basierende Methoden der Handschrifterkennung für den Aufbau einer annotierten elektronischen Datenbank der Zollregister von Schenkenschans (1630–1810). Die Sprache der Register ist niederländisch. Auf der Grundlage dieser Datenbank wird im Projekt die erste Langzeitanalyse der Güterverkehrspraktiken auf dem Rhein vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert durchgeführt und ein Beitrag zur transnationalen Wirtschaftsgeschichte des Rheins in der Frühen Neuzeit geleistet.

Ihr Aufgaben- und Einsatzgebiet:

  • Koordinierung der Datenerhebung und -verarbeitung mit Methoden der automatisierten Handschrifterkennung
  • Eigenverantwortliche Planung und Durchführung von historischen Datenanalysen
  • Vorbereitung und Veröffentlichung von grundlegenden Forschungsarbeiten über die Güterverkehrspraktiken auf dem Rhein in der Frühen Neuzeit
  • Mitarbeit an der Projektdokumentation

Ihr Profil:

  • überdurchschnittlich abgeschlossenes Hochschulstudium (erste Staatsprüfung, Master/Diplom oder vergleichbar) im Fach Geschichte (mit einem Schwerpunkt in der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und/oder der Digitalen Geschichte)
  • Interesse an eigener wissenschaftlicher Qualifikation im Rahmen des Projekts
  • Eine ausgewiesene Affinität zur qualitativen und quantitativen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit ist erwünscht
  • Erste Erfahrungen im Umgang mit der Software Transkribus (www.readcoop.eu) sind ein Plus.
  • Kenntnisse der niederländischen Sprache sind ein Plus.

Wir bieten Ihnen:

  • die Mitarbeit in einem innovativen Forschungsvorhaben
  • die Möglichkeit der Teilnahme an Fachkonferenzen im In- und Ausland
  • eine intensive Betreuung des Promotionsvorhabens
  • eine internationale Arbeitsumgebung

Mehr Information: https://www.uni-bamberg.de/digihist/

Allgemeines

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber (m/w/d) werden bei im Wesentlichen gleicher Eignung und Qualifikation bevorzugt eingestellt.

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen. Frauen werden ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg wurde von der Hertie-Stiftung als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Sie setzt sich besonders für die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsleben ein.

Bewerbung

Ihre Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Schriftprobe) senden Sie bitte als PDF-Dokument an sekretariat.digihist@uni-bamberg.de.

Bewerbungsschluss ist der 23.08.2023.

Bei Rückfragen steht Ihnen Prof. Dr. Werner Scheltjens gerne zur Verfügung unter Tel. 0951/863-2940, E-Mail: werner.scheltjens@uni-bamberg.de.

STELLENAUSSCHREIBUNG: Studentische Hilfskraft (m/w/d) (2x)

2023年7月6日 21:33

An der Professur für Digitale Geschichtswissenschaften der Otto-Friedrich-Universität Bamberg sind zum 01.11.2023 zwei Stellen einer/eines

Wissenschaftlichen Hilfskraft ohne Abschluss (m/w/d)

(30 Stunden pro Monat für 6 Monate)

befristet bis zum 30.04.2024 zu besetzen.

Die Stellen werden im Rahmen des von der DFG geförderten Projektes „Die ‚unsichtbaren Träger‘ auf dem Rhein, 1630–1810. Die frühneuzeitliche Wirtschaft gesehen durch das Prisma der Praktiken des Warentransports“ (Projektleiter Prof. Dr. Werner Scheltjens) ausgeschrieben. Das Projekt benutzt auf maschinellem Lernen basierende Methoden der Handschrifterkennung für den Aufbau einer annotierten elektronischen Datenbank der Zollregister von Schenkenschans (1630–1810). Die Sprache der Register ist niederländisch. Auf der Grundlage dieser Datenbank wird im Projekt die erste Langzeitanalyse der Güterverkehrspraktiken auf dem Rhein vom 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert durchgeführt und ein Beitrag zur transnationalen Wirtschaftsgeschichte des Rheins in der Frühen Neuzeit geleistet.

Ihr Aufgaben- und Einsatzgebiet:

  • Vorbereitung der automatisierten Transkription der Zollregister der Schenkenschans

Ihr Profil:

  • Immatrikulation an einer Hochschule, vorzugsweise in einem geisteswissenschaftlichen Studiengang
  • Interesse an der computergestützten Bearbeitung von historischen Datenbeständen
  • Erste Erfahrungen im Umgang mit handschriftlichen Quellen – z. B. mit der Software Transkribus (www.readcoop.eu) – sind erwünscht
  • Kenntnisse der niederländischen Sprache sind ein Plus, werden aber nicht vorausgesetzt.

Wir bieten Ihnen:

  • eine Vergütung nach den geltenden Stundensätzen der Universität Bamberg
  • die Mitarbeit in einem innovativen Forschungsvorhaben
  • die Möglichkeit, Erfahrung in der Projektmitarbeit zu sammeln
  • eine intensive Betreuung und internationale Arbeitsumgebung

Mehr Informationen: https://www.uni-bamberg.de/digihist/

Allgemeines

Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber (m/w/d) werden bei im Wesentlichen gleicher Eignung und Qualifikation bevorzugt eingestellt.

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen. Frauen werden ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben.

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg wurde von der Hertie-Stiftung als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Sie setzt sich besonders für die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsleben ein.

Bewerbung

Ihre Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Transcript of Records) senden Sie bitte als PDF-Dokument an sekretariat.digihist@uni-bamberg.de.

Bewerbungsschluss ist der 23.08.2023.

Bei Rückfragen steht Ihnen Prof. Dr. Werner Scheltjens gerne zur Verfügung unter Tel. 0951/863-2940, E-Mail: werner.scheltjens@uni-bamberg.de.

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