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Nicht nur Text, nicht nur Daten … aber was dann? – ‚Theoretisieren‘ durch Praktiken in der digitalen Editorik, der Digital History und den Computational Literary Studies. Ein Bericht.

Autor*innen (alph.)

Originalblogpost: https://dhtheorien.hypotheses.org/2442

Einleitung

Am 25. Februar 2026 fand im Rahmen der jährlichen Digital-Humanities-Konferenz (DHd) ein Panel der AG Digital Humanities Theorie statt, das eine zentrale Frage in den Mittelpunkt stellte: Wie werden digitale Forschungspraktiken selbst zum Ausgangspunkt theoretischer Reflexion? Die Diskussion, an der sich Laura Untner (Freie Universität Berlin) und Alexa Lucke (Universität Siegen) aus den Computational Literary Studies (CLS), Silke Schwandt (Universität Bielefeld) und Christian Wachter (Universität Münster) aus der Digital History und Philipp Hegel (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz) aus der Digitalen Editorik beteiligten, zeigte, dass Theoriearbeit in den Digital Humanities (DH) nicht nur als externes Gerüst verstanden werden kann, sondern vielmehr auch aus der Praxis selbst erwächst. Im Folgenden werden einige Aspekte der Debatte zusammengefasst und es wird dazu eingeladen, über die Verflechtung von Theorie und Praxis sowie Theorie und Empirie in den DH wieder nachzudenken.

Was ist Theorie in den Digital Humanities?

In den Geisteswissenschaften war Theorie lange Zeit eng mit textbasierter Argumentation verbunden – dem Lesen, Interpretieren und Schreiben. In den DH verschiebt sich dieser Fokus: Hier entsteht Wissen nicht nur in klassischen Publikationen, sondern auch in Datenmodellen, Code-Zeilen oder Visualisierungen. Theorie und Theoriebildung hängen zunehmend von technischen Bedingungen ab, wodurch ihre impliziten Annahmen und Voraussetzungen nicht immer sichtbar werden. Zugleich wurde betont, dass Theoriearbeit in den DH drei zentrale Dimensionen umfasst: die methodologische (Wie operationalisieren wir Begriffe wie ‚Genre‘ oder ‚Autor*innenschaft‘?), die epistemologische (Welche Erkenntnisbedingungen liegen unseren Datenmodellen zugrunde?) und die technische (Wie prägen Infrastrukturen wie APIs oder Datenbanken unser Verständnis von Forschungsobjekten?). Theorie muss in diesem Zusammenhang nicht als Hindernis, sondern kann als Produktivitäts- und Transparenzwerkzeug verstanden werden – gerade dann, wenn sie explizit gemacht wird.

Praktiken des Theoretisierens in den Teilfeldern

Für die Computational Literary Studies (CLS) lag der epistemologische Schwerpunkt des Panels auf der Frage, wie Modellierungsprozesse theoretische Annahmen sichtbar machen (können). So wurden Text- und (Meta-)Datenmodelle wie Genre-Taxonomien oder Autorschaftskonzepte nicht als neutrale Perspektiven auf literaturgeschichtliche Kategorien wahrgenommen, sondern vielmehr hinsichtlich ihres Status zwischen (häufig normativen) theoretischen Konstrukten und empirischen Befunden diskutiert. Die digitale Hermeneutik (Möbus et al. 2025) etwa versuche, (latente) Vorannahmen in Daten und Datensätzen zu entschlüsseln und auf diese Weise den Mythos der ‚rohen Daten‘ (Gitelman 2013) zu entkräften. Ein Extrembeispiel für theoretische Reflexion stellt das WEMI-Modell (Work-Expression-Manifestation-Item) dar, das durch seine relationale Struktur zeigt, wie stark unser Verständnis von ‚Text‘ von theoretischen Vorannahmen geprägt ist. Besonders hervorgehoben wurde die Rolle der Formalisierung: Dabei wurde kritisch gefragt, warum bestimmte Literaturtheorien (wie Strukturalismus und Formalismus) formalisierbarer seien als andere und ob der Fokus in den CLS nicht stärker auf der Prozesshaftigkeit von Theoriebildung liegen sollte.

Im Hinblick auf die Digital History zeigte sich, dass das Digitale nicht einfach nur neue Methoden, sondern einen reflexiven turn (König 2021) auslöste. Traditionelle Praktiken wie Quellenkritik oder narrative Darstellungen erhalten durch digitale Werkzeuge eine neue Dimension: Erstere muss etwa Unsicherheiten in Datenmodellen reflektieren, während Visualisierungen wie Netzwerkanalysen zu ‚produktiven Irritationen‘ führen, die etablierte Erzählungen herausfordern. Ein Schlüsselmoment ist die Erkenntnis, dass Digital History nicht ‚Geschichte in Bits‘ ist, sondern eine Auseinandersetzung mit den Bedingungen, unter denen historisches Wissen heute entsteht. Besonders kontrovers diskutiert wurde, ob der Übergang von analogen zu digitalen Medien lediglich ein Medientransfer oder eine tiefgreifende Transformation darstelle.

Für die Digitale Editorik wurde besonders deutlich, wie technische Entwicklungen theoretische Fragen erst ermöglichen. Digitale Editionen entstanden etwa durch die Verschmelzung heterogener Bausteine, deren Zweck nicht primär die Erstellung digitaler Editionen war: von der Mikroelektronik (integrierter Schaltkreis, 1958) über Codierungsstandards auf der Grundlage von SGML (ab etwa 1987) bis hin zu webbasierten Präsentationsformen (HTTP, 1991) und vermutlich Transformermodellen (2017). Jede dieser Technologien brachte implizite Modell-Entscheidungen mit sich – etwa die Frage, wo die Grenze zwischen ‚Text‘ und ‚Apparat‘ verläuft oder wie Faksimiles die Entstehungsgeschichte eines Dokuments sichtbar machen. Eine zentrale These war, dass digitale Editionen nicht länger nur als ‚Ergebnisse‘, sondern als dynamische Forschungsumgebungen verstanden werden können, in denen Theorie und Praxis untrennbar miteinander verbunden sind.

Diskursive Synthesen

Über alle beteiligten Felder hinweg zeigte sich in der Diskussion, dass ‚Theorie‘ in den DH oft implizit in Infrastrukturen, Datenmodellen/Schemata oder Code/Algorithmen u. v. m. eingebettet ist, wodurch sie erst in Test- und Grenzsituationen sichtbar wird. So entstehen theoretische Reflexionen etwa dann, wenn Historiker*innen mit Informatiker*innen über Datenmodelle diskutieren oder wenn Literaturwissenschaftler*innen feststellen, dass ihre Operationalisierungen rechnerisch nicht nutz- oder ausführbar sind. 

Ein weiterer Schwerpunkt war die Pluralität theoretischer Ansätze in Verbindung mit der Frage nach Formalisierbarkeit: Trotz (Quasi-)Standards wie den Richtlinien der TEI zeigt sich, dass fast jedes Projekt eigene Modellanpassungen vornimmt und dadurch die Standardisierungsidee aufspreizt. Einig waren sich die Panelist*innen vor allem darin, dass Kollaboration, gerade in interdisziplinären Teams, einen Raum für theoretische Reflexion schaffe, der in traditionellen Einzeldisziplinen oft fehle – was auch einem gewissen Zwang geschuldet sein könnte, in der Sache zusammenzukommen (Stichwort ‚Interoperabilität‘).

Besonders hervorgehoben wurde auch die Rolle von Visualisierungen: Tabellen, Netzwerke oder interaktive Karten machen nicht nur Daten sichtbar, sondern auch die Modell-Entscheidungen, die hinter ihnen stecken. So wird etwa durch die Darstellung von Textvarianten in digitalen Editionen deutlich, wie stark unser Verständnis von ‚Varianten‘ von technischen Repräsentationsmöglichkeiten abhängt. Gleichzeitig sei angemerkt, dass Visualisierungen auch mit Verdeckungseffekten einhergehen.

Ausblick: Theorie als Aufgabe der Community

Die Diskussion mündete in den Appell, Theoriearbeit in den DH systematischer zu verankern. Dazu gehören konkrete Schritte wie die noch stärkere Einbindung theoretischer Reflexionen in Projektbeschreibungen, die Förderung von Methodenpluralismus in Drittmittelanträgen oder die Entwicklung von Schulungsformaten, die Historiker*innen und Literaturwissenschaftler*innen in theorie- und datengetriebene Denkweisen einführen. Ein vielversprechender Ansatz ist die Idee, kritische Datenpraxis als Standard zu etablieren, also die kontinuierliche Reflexion darüber, wie Algorithmen, Interfaces und Infrastrukturen unser Wissen formen und dabei selbst Ausdruck unseres Wissens sind.

Wenn Theorie als integraler Bestandteil von Forschungspraxen verstanden wird, können die DH eine noch tragfähigere Brücke zwischen geisteswissenschaftlicher ‚Tiefe‘ und technischer Innovation schlagen. Der Schlüssel liegt darin, die unsichtbare Arbeit des Theoretisierens – im Labor, im Code, in den Datenmodellen – bewusster zu machen. Denn erst dann wird klar: Theorie ist nicht das Gegenteil von Praxis, sondern ihre treibende Kraft (wie auch Praxis die treibende Kraft von Theorie ist).

Die AG Digital Humanities Theorie bedankt sich beim Organisationsteam der DHd-Konferenz sowie bei allen Diskutant*innen im Plenum für Fragen, Anregungen und Kommentare. Die AG wird das Thema weiter bearbeiten und lädt daher alle Interessierten, vor allem auch aus weiteren Bereichen der DH, um die Debatte über CLS, Digitale Editorik und Digital History hinaus zu erweitern, zur Mitarbeit ein. Schreiben Sie dazu sehr gerne eine Mail an die Convenor der AG Jonathan D. Geiger (jonathan.geiger@adwmainz.de), Rabea Kleymann (rabea.kleymann@phil.tu-chemnitz.de) und Alexa Lucke (Alexa.Lucke@uni-siegen.de).

Referenzen

Gitelman, Lisa (Hrsg.) (2013). „Raw Data“ is an Oxymoron. Cambridge, MA: The MIT Press. DOI: https://doi.org/10.7551/mitpress/9302.001.0001.

König, Mareike (2021). „Die digitale Transformation als reflexiver turn: Einführende Literatur zur digitalen Geschichte im Überblick“. Neue Politische Literatur 66, Nr. 1: 37–60. DOI: https://doi.org/10.1007/s42520-020-00322-2.

Möbus, Dennis et al. (Hrsg.) (2025). Digital Hermeneutics II: Sources, Analysis, Interpretation, Annotation, and Curation. (Special Issue, Lecture Notes in Computer Science, LNCS, vol. 14566), Heidelberg u.a.: Springer. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-032-08697-6.

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Kausalanalyse ohne Experimente: ein Online-BYODL zu statistischen Verfahren mit Python

Kausalanalyse ist ein zentraler Ansatz in der Forschung, der den Fragen nachgeht, warum ein Phänomen auftritt oder wie es zustande kommt.

In diesem HERMES-Bring-your-own-data-Lab lernen Sie unter der Anleitung der Expertin Dr. Ramona Roller Methoden der kausalen Inferenz für Beobachtungsdaten kennen. Zunächst vertiefen Sie Ihr theoretisches Verständnis von Kausalität und nutzen visuelle Werkzeuge, um kausale Modelle zu konstruieren. Anschließend erhalten Sie einen Überblick über statistische Verfahren der kausalen Inferenz, die Sie anschließend auf Ihren eigenen Datensätzen anwenden können.

Der Workshop richtet sich an alle Geistes- und Kulturwissenschaftler*innen, die in ihrer Forschung kausale Fragen untersuchen und dafür einen systematischen Ansatz suchen.

Wann? 03.07.2026, 9:15 – 15:45 Uhr

Wo? Online

Alle Informationen und Registrierung unter: https://hermes-hub.de/aktuelles/events/byodl-kausalanalyse-2026-07-03.html 

 

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DH-Tag 2026 der Universität Münster – Programm online!

Der diesjährige DH-Tag der Universität Münster steht vor der Tür. Am 10. Juli 2026 wartet ein abwechslungsreiches Format zum Thema „Digital Humanities: Human Autonomy?“ auf Sie – das offizielle Programm ist nun online.

Plakat zum DH-Tag der Universität Münster: An einer roten Backsteinmauer prangen die metallisch glänzenden 3D-Buchstaben „DIGITAL HUMANITIES", wobei das Wort „HUMANITIES" zusätzlich mit roter Sprühfarbe überdeckt ist. Darunter steht in roter Graffiti-Schrift die Frage „AUTONOMY?". Vor der Mauer steht ein Aufsteller mit der Aufschrift „DH-Tag der Universität Münster, Freitag, 10. Juli 2026" sowie einem QR-Code. Auf dem gepflasterten Boden liegen zwei gebrauchte Sprühdosen. Oben rechts befindet sich das Logo der Universität Münster, unten links das Logo des Center for Digital Humanities Münster und unten rechts das Logo des SCDH (ULB Münster). Am linken Bildrand steht vertikal der Hinweis: „Grafik erstellt mit KI-Unterstützung".

 

Ganz besonders freuen wir uns, mit Prof. Dr. Tobias Hodel von der Universität Bern einen ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet KI-gestützter Arbeitsweisen als Keynote Speaker gewonnen zu haben. Sein Vortrag „Denken trotz Prompt? Epistemologische Souveränität als Aufgabe der Digital Humanities“ richtet den Blick nicht nur auf konkrete digitale Werkzeuge, sondern stellt vor allem das praktische Arbeiten sowie die dabei betroffenen Reflexionen und Denkweisen in den Mittelpunkt. Eine ausführliche Beschreibung des Vortrags und alle Details zu Programm sowie Hinweise zur Ameldung (bis zum 29.6.2026 möglich) finden Sie auf unserer Seite zum DH-Tag 2026.

Bitte beachten Sie, dass der DH-Tag in Präsenz stattfinden, die Keynote allerdings live online übertragen wird.

Datum: 10. Juli 2026
Ort: Universität Münster, Hörsaal JO 1
Details & Programm: https://www.uni-muenster.de/DH/cdh/dh-tage/2026.html

Herzliche Grüße im Namen des gesamten Organisationsteams
   Christian Wachter

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Einladung zum morgigen Online-Vortrag von Zita Baronnet im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums

Gerne möchten wir Sie zum morgigen Online-Vortrag (16–18 Uhr (c.t.)) im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums einladen:

Zita Baronnet (Universität Trier / TCDH): „Urheberrechtlich geschützte Texte online veröffentlichen: Ein Versuch, das Paradoxon zu lösen”

Wie kann man urheberrechtlich geschützte Texte online zugänglich machen, ohne gegen das Urheberrecht zu verstoßen? Wenn urheberrechtlich geschützte Texte als Klartext online verbreitet werden, wird das Urheberrecht verletzt. Andererseits sind komplett verschlüsselte Texte nutzlos für Forscher, da keine computergestützten Analysemethoden wie Sentiment Analysis auf ihnen verwendet werden können. Ziel des DFG-Projekts ‚Forschen mit Derivaten‘ – das im Vortrag vorgestellt wird – ist die Entwicklung eines Ansatzes, mit dem urheberrechtlich geschützte Texte online veröffentlicht und trotzdem analysiert werden können, ohne das Urheberrecht zu verletzen. Wir untersuchen verschiedene Methoden, von der Randomisierung bis zur homomorphen Verschlüsselung, um dieses Problem zu lösen.

Im Sommersemester 2026 setzen wir unsere Vortragsreihe im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums fort. Das Spektrum reicht in diesem Semester von Fragen der digitalen Erschließung und Vernetzung historischer Texte und Wörterbücher über rechtliche und ethische Herausforderungen im Umgang mit Forschungsdaten bis hin zu digitalen Editionen und Plattformlösungen für die geisteswissenschaftliche Forschung. 

Sie sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren!

Alle Informationen und Zoom-Link gibt es unter: https://tcdh.uni-trier.de/de/event/vortrag-von-zita-baronnet-universitaet-trier-tcdh-leonard-schild-cosic-ku-leuven

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Betreuungskompetenz gezielt stärken: Chancen und Herausforderungen in den digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften

Diese dreiteilige HERMES-Veranstaltungsreihe richtet sich an Betreuende von Qualifikationsarbeiten (Bachelor, Master, Promotion) im Bereich der digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Reihe ist modular aufgebaut und jede Veranstaltung kann unabhängig besucht werden – ideal für eine gezielte, flexible und praxisnahe Weiterbildung im Alltag im Austausch mit Expert*innen.

Den Auftakt der Reihe bildet eine Veranstaltung zum Thema „Hochleistungsrechnen“, gefolgt von zwei Podiumsdiskussionen zu den Themen „GLAM“ und „Interdisziplinarität“. Hierbei kommen Vertreter*innen von Hochschulen und dem GLAM-Bereich (Galleries, Libraries, Archives, Museums) in unterschiedlicher Zusammensetzung miteinander ins Gespräch, diskutieren verschiedene Thesen und eröffnen Reflexionsräume. Die Teilnehmer*innen gewinnen durch den Besuch der Veranstaltungen neue  Perspektiven zu aktuellen Themen, die sie in die Betreuung und Beratung ihrer Studierenden und Promovierenden einbringen können. Raum für Fragen und eine offene Diskussion wird bei allen Veranstaltungen gegeben.

Die Veranstaltungen finden online statt, eine Registrierung ist über die einzelnen Veranstaltungsseiten möglich.

High Performance Computing (HPC) nutzen: Anja Gerbes und Dr. Sabine Bartsch

08.06.2026, 18-20 Uhr

Nach einer Roadshow von Anja Gerbes zu High Performance Computing des NHR, berichtet Dr. Sabine Bartsch von ihren Erfahrungen des Dienstes in Forschung und Lehre.

https://hermes-hub.de/aktuelles/events/betreuenden-ws-hpc-2026-06-08.html 

GLAM als Partner der Wissenschaft verstehen: Prof. Dr. Felix Schäfer, Konstantin Freybe, N.N.

16.07.2026, 18-19:30 Uhr

In der Podiumsdiskussion sprechen Vertreter*innen des GLAM-Sektors und Hochschullehrende über Angebote und Forschung an GLAM-Einrichtungen  sowie der gemeinsamen Betreuung von Qualifiaktionsarbeiten.

https://hermes-hub.de/aktuelles/events/betreuenden-ws-glam-als-partner-2026-07-16.html

Interdisziplinäre Qualifikationsarbeiten betreuen: Prof. Dr. Anna Neovesky, Dr. Shumon T. Hussain, Dr. Anna Froese

17.09.2026, 18-19:30 Uhr

Die eingeladenen Vertreter*innen aus der Wissenschaft diskutieren ihre Erfahrungen in Hinblick auf interdisziplinäres Arbeiten und deren  Betreuung.

https://hermes-hub.de/aktuelles/events/betreuenden-ws-interdisziplinarit%C3%A4t-2026-09-17.html 

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Abschlussworkshop des Projekts „Materi-A-Net“ und Launch der Datenbank

Am 10. und 11. März 2026 fand die Abschlussveranstaltung des Projekts Materi-A-Net: Material als Akteur in den transkulturellen Netzwerken zwischen Frankreich und Deutschland im Spätmittelalter und der Frühen…

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Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy

Autor:innen:


Für Originalbeitrag, siehe https://hdl.hypotheses.org/5097

Abb. 1: Gruppenarbeitsphase: Beschreibung disziplinspezifischer OER (Quelle: NFDI4Memory)

Digitale Werkzeuge und die Arbeit mit Forschungsdaten verändern den wissenschaftlichen Alltag – und erfordern die Entwicklung neuer Kompetenzen. Eine besondere Stellung nehmen dabei Data Literacy (Schüller, Busch und Hindinger, 2019) und Forschungsdatenmanagement (FDM) ein, die über OER (Open Educational Resources) vermittelt werden können (Deimann et al., 2015). Doch OER zu FDM sind bisher über verschiedene Plattformen verstreut und damit schwer auffindbar. Plattformen wie DALIA (Ortmeyer et al., 2024) oder Sammlungen wie NFDI4Memory HISTOCAT und HERMES Resourcebase versuchen, hier Abhilfe durch Registraturen und kuratierte Sammlungen zu schaffen. Ein zentraler Schlüssel für die Auffindbarkeit und Nachnutzbarkeit der OER sind dabei allerdings gute Metadaten – doch bestehende Schemata (z. B. das Schema des Datenkompetenzzentrums HERMES (Urbaum et al., 2026) oder das DALIA Interchange Format (Geiger et al., 2026)) unterscheiden sich hinsichtlich fachspezifischer Angaben wie Disziplinen oder Methoden. Hier fehlen in vielen Fällen standardisierte Vokabulare zu einer Beschreibung von OER, um Such-Find-Prozesse effizienter werden zu lassen.

Vor diesem thematischen Hintergrund organisierten die Projekte HERMES, NFDI4Memory, DALIA und NFDI4Culture auf der 12. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. (DHd2026), die vom 23. bis 27. Februar 2026 an der Universität Wien stattfand, einen Workshop. Die Konferenz in Wien stand unter dem Motto „Nicht nur Text, nicht nur Daten“ und erweiterte damit ihren Fokus von den traditionellen text-basierten Analysen zu einer umfassenden, objekt-übergreifenden Perspektive. Neben Textkorpora standen nun auch Personen, Orte, materielle Kultur, Bild- und Klangobjekte, Klimadaten, genetische sowie neurophysiologische Messungen im Fokus.

Abb. 2: Organisationsteam Workshop Kontext und Klarheit (Quelle: Jonathan D. Geiger)

Insbesondere das technische Interesse der Konferenz-Teilnehmenden und die Breite des geisteswissenschaftlichen Disziplinen-Panoramas machten die DHd zu einer geeigneten Konferenz für den Workshop “Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy”. Unser Ziel war es, Metadatenschemata und disziplinspezifische Metadaten von OER unter die Lupe zu nehmen und so eine Grundlage für die Verbesserung der Schemata zu entwickeln. Der halbtägige Workshop konzentrierte sich daher auf die Untersuchung und Strukturierung von OER-Metadaten – insbesondere den Einsatz fachspezifischer, kontrollierter Vokabulare, Picklists und Metadatenschemata für geisteswissenschaftliche Lehr- und Lernmaterialien. Nach einer kurzen Vorstellung der Referent*innen und ihrer Projekte folgte ein Ice-Breaker, der die Unschärfe von Klassifikationen thematisierte. Die daran anschließende kompakte Einführung vermittelte einen Überblick über unseren Untersuchungsbereich wie OER-Metadatenstandards, Metadatenschemata, Vokabularien und deren disziplinäre Herausforderungen und Potenziale. In der Gruppenphase wurde die Think-Pair-Share-Methode nach Bönsch (2002) eingesetzt. Im Hauptteil durchliefen die Teilnehmenden in Kleingruppen einen klassischen Erschließungsprozess. Anhand ausgewählter OER aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen untersuchten die Teilnehmenden, inwiefern die beiden OER-Metadatenschemata von HERMES und DALIA für die Ressourcen geeignet waren und inwiefern disziplinen-spezifische Angaben zu den Werten der einzelnen Attributen gemacht werden können. Das Moderationsteam unterstützte dabei. Abschließend wurden die Ergebnisse im Plenum präsentiert, Bedarfe diskutiert und nächste Schritte für die Weiterentwicklung von Picklists skizziert. Eine Reflexionsrunde fasste zentrale Erkenntnisse zusammen und eröffnete Anknüpfungspunkte.

Abb. 3: Beschreibung von OER anhand ausgewählter Metadatenschemata (Quelle: NFDI4Memory)

Unter den Eindrücken der Kleingruppen gab es interessante Überschneidungen: Demnach waren Autor*innen- und Lizenzinformationen der Ressourcen häufig unklar oder fehlten ganz; Zielgruppen und Kompetenzstufen wurden uneinheitlich beschrieben oder nicht klar voneinander abgegrenzt. Beide Metadatenschemata wiesen Redundanzen bzw. zu viele Pflichtfelder auf, und Metadatenfelder wie Titel, Untertitel oder Versionsangaben konnten nicht konsistent angegeben werden. Die Teilnehmenden merkten zudem an, dass die  Anpassbarkeit an fachspezifische Begriffe derzeit noch begrenzt ist.

Aus diesen  Überschneidungen  ergaben sich gemeinsame Empfehlungen: Vorgeschlagen wurde ein modularer Kern-/Erweiterungs-Ansatz, bei dem grundlegende Metadaten obligatorisch und fachspezifische Felder optional über kontrollierte Vokabulare (Picklists) ergänzt werden können. Darüber hinaus wurde angeregt,  Lizenz- und Autor*innen-Angaben für OER klar auszuweisen; die  Disziplinen-Taxonomie um digitale Geisteswissenschaften bzw. Digital Humanities zu erweitern sowie Metametadaten (Version, Datum, Provenienz, Autor*innen etc.) systematisch zu integrieren. Für komplexere Fälle wurde außerdem die Möglichkeit freier Ergänzungen als sinnvoll erachtet. Einheitliche Definitionen für OER, klare Rollenbezeichnungen und ein abgestuftes Kompetenzmodell wurden ebenfalls als  wünschenswert erachtet. In der Gruppendiskussion wurde insbesondere die Bedeutung  von Metametadaten für Versionierung und Nachvollziehbarkeit von Entwicklungen betont.

Die Organisator*innen danken allen Teilnehmenden herzlich für die rege und produktive Teilnahme und der DHd für die Ausrichtung der Konferenz in Wien. Auch uns hat der Workshop viele Impulse erbracht, die in die weitere Entwicklung der Arbeit an den Metadaten und Plattformen einfließen werden. Die inhaltliche Arbeit an OER und -Metadaten soll im Rahmen einer DHd-Arbeitsgruppe Data Literacy weitergeführt werden – Interessierte sind sehr herzlich zur Mitarbeit eingeladen und können sich in die Mailingliste eintragen und/oder unserem RocketChat-Channel (OER.Net) beitreten.

Referenzen

Bönsch, Manfred. 2002. Unterrichtsmethoden – kreativ und vielfältig. Schneider-Verlag Hohengehren.

Deimann, Markus, Jan Neumann und Jöran Muuß-Merholz. 2015. Whitepaper Open Educational Resources (OER) an Hochschulen in Deutschland – Bestandsaufnahme und Potenziale 2015. Transferstelle für OER. Hamburg. https://open-educational-resources.de/wp-content/uploads/Whitepaper-OER-Hochschule-2015.pdf (zugegriffen: 26.03.2026).

Geiger, Jonathan, Petra Steiner, Abdelmoneim Amer Desouki, Henrika Maria Hüppe und Frank Lange. 2026. DALIA Interchange Format (1.4). DOI: 10.5281/zenodo.17871138

Ortmeyer, Jochen, Jan-Michael Haugwitz, Petra Steiner, Thomas Stäcker, Torsten Schrade, Ulrich Sax, Gábor Kismihók, Matthias Müller, Peter F. Pelz und Sonja Herres-Pawlis. 2024. A Platform for the Provision of Teaching and Training Contents in Data Literacy: DALIA4NFDI. BASE4NFDI User Conference. Berlin, 20-21 November 2024. DOI: 10.5281/zenodo.14183168

Schüller, Katharina, Paulina Busch und Carina Hindinger. 2019. Future Skills: Ein Framework für Data Literacy. Hochschulforum Digitalisierung, 47. DOI: 10.5281/zenodo.3349865

Urbaum, Dorothee und Grigori Chlesberg. 2026. Metadatenschema und Picklisten für Open Educational Resources des Datenkompetenzzentrums HERMES – Humanities Education in Research, Data, and Methods (v1-1). DOI: 10.5281/zenodo.18679758

Urbaum, Dorothee, Laura Döring, Grigori Chlesberg, Jonathan D. Geiger und Petra Steiner. 2026. Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy. In: Silke Schwandt, Gabriel Viehhauser, Tara Andrews und Thomas Wallnig (Hg). 2026. Book of Abstracts – DHd 2026: Nicht nur Text, nicht nur Daten. 12. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. DHd2026, Universität Wien, 23.–27. Februar 2026. Wien. DOI: 10.5281/zenodo.18702757

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Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 18.05.2026: Introducing Playfair: An Integrated Scholarship Environment

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 18. Mai 2026, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.academiccloud.de/gl/rooms/lou-eyn-nm6-t6b/join)

Dr. Jeffrey Wolf (Vrije Universiteit Brussel)

Humanities researchers today work across a fragmented landscape of digital tools. Citation managers know nothing about manuscript images. Transcription software has no connection to the writing environment. Collection metadata lives in spreadsheets that no other application can read. The result is not merely inconvenience; it is a structural barrier to the kind of cross-referencing, discovery, and synthesis that scholarship demands.

The prototype (early stage) Playfair Suite takes a different approach: a family of desktop applications for collection and source management (Playfair), academic writing (Scribe), manuscript analysis (Quire), OCR and transcription (Almanak), and prosopographical work (Proso), all built on a shared data layer. At the centre sits Playfair, which manages sources, entities, and metadata across the entire research lifecycle, and makes them available to every other application through embeddable views and a common interface. A citation entered in Playfair is immediately accessible while writing in Scribe. A manuscript catalogued in Playfair carries its metadata into analysis in Quire.

This talk introduces the architecture and vision of the Playfair Suite, demonstrates the integration between Playfair and Scribe, and asks what a truly integrated research environment could mean for humanities scholarship.

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Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum über den Link https://meet.academiccloud.de/gl/rooms/lou-eyn-nm6-t6b/join erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.

Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.

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Praxislabor 2026: Wikibase verstehen und praktisch nutzen? (online, 7.5.26, 20 Uhr)

Im Rahmen des Praxislabors 2026 zeigt dir Olaf Simons, wie du mit Wikibase eigene Datenprojekte umsetzen und dich mit bestehenden Wissensnetzwerken wie Wikidata oder FactGrid verbinden kannst.
Keine alternative Textbeschreibung für dieses Bild vorhandenDer Workshop richtet sich an alle, die erste Schritte mit strukturierten Daten und Knowledge Graphen machen wollen.

📅 07.05.2026
🕗 20:00 – 21:30 Uhr
👉 Alle Infos & Details im Blog:
https://digigw.hypotheses.org/7420

 

 

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Re-Use of Editions and Text Collections: The Role of APIs – Workshop Report

In late January 2026, approximately 50 researchers, developers, and representatives of memory institutions from Switzerland, Germany, Austria, and the United Kingdom gathered at the University of Zurich for a two-day event to discuss specific use cases for APIs in digital editions and to develop ideas for future API specifications. The event was organized in collaboration between the Università della Svizzera italiana, the University of Bern and the University of Zurich within the context of the swissuniversities-funded project ReSED API

Little Data Reuse in Digital Editions

Digital editions data is extensive, varied, and high quality. Despite this it rarely gets re-used beyond the original project context. Richly encoded TEI editions with carefully structured metadata and detailed annotations often remain locked within individual project websites, making it difficult to compare texts across corpora or integrate annotations and materials in new research or teaching contexts. We see this as a great missed opportunity.  

This concern motivated us to run the workshop “Re-use of Editions and Text Collections: the Role of APIs” (Zurich, 29-30 January 2026), aided by the Open Research Data funding line of swissuniversities.

The Potential of APIs

The interest in APIs for digital scholarly editions is growing, particularly within the technically-oriented segment of the community. Evidence of that could be seen at the recent Heidelberg workshop “APIs for text-based digital editions” (September 2025) which was very well attended. With our workshop, we wanted to build on the insights gained from the highly acclaimed event in Heidelberg, especially the three key findings:

  • While the benefits and possibilities of APIs are obvious to many developers, they remain less tangible for the editors and users of digital editions.
  • While promising API solutions for digital editions already exist, they are still rarely implemented in editorial projects.
  • While there is general agreement that a common standard would bring significant benefits, there is uncertainty about how such a standard could be achieved.

Against this backdrop, the workshop organized within the swissuniversities-funded project “ReSED API—Re-Use Standards for Editions Data with Application Programming Interfaces” in cooperation between the Università della Svizzera Italiana, the University of Bern and the University of Zurich intentionally adopted a use-centered perspective. At the same time, we wanted to make the topic of APIs—which many people still find very technical—as accessible as possible, with a particular focus on reaching those without prior knowledge.

Objectives and Outcomes of the Workshop

The aims of the workshop were two-fold: to provide training to digital editors about application programming interfaces (APIs) and to stimulate community discussion about what a standardised API for editions might look like. We were hoping to attract an audience of scholars who work on digital editions and who come from other disciplines that might have an interest in re-using editions data. The target was specifically to bring together people without extensive technical background. The reality turned out to be better: the participants of the workshop had a range of backgrounds, many with extensive technical expertise, and all – with a burning enthusiasm for APIs.

The workshop sought to include the excellent initiatives that exist in the field (e.g. the DTS API that was presented at the workshop) and launch a community discussion around what we want these tools to do for us, which has been lacking until now. We started with a morning of APIs training including a theoretical and a hands-on component. We then went on to hear about six APIs – some already implemented and others in various stages of development. The second day began with presentations of editions data re-use from domains of linguistics, literary studies, and digital history. Inspired by these (and equipped with knowledge acquired the previous day) the participants went on to spend the afternoon proposing specific scenarios for re-use of digital edition data and to discuss the possible parameters of a standardised API. All presentation slides are available via the Zenodo community of the Center for Digital Editions.

The discussion was very productive. The participants highlighted the need for both core elements common to all editions and specific functionalities applicable to a few. It was stressed that a potential API would need to work for both dynamic and static editions (minimal computing approach), which are growing in popularity. It became clear from the comments of the participants that any proposed solution should be practical and easy to implement and run. The participants noted that REST APIs probably hold an advantage in this sense over GraphQL APIs (the latter being more suitable for large settings with complex queries). A demand for a clear and consistent terminology denoting different data representations was also voiced. Not least, the discussion touched upon possible ways to communicate and track re-use of editions and editions data both with the creators of the resource and the community.

Outlook

By failing to standardize APIs for editions, we risk perpetuating silos that limit scholarly innovation, slow down research, and underutilize decades of digitized cultural heritage. For this reason the work of developing an edition API must and will continue beyond the workshop with an emphasis on community discussion.

Drawing on the results of the workshop and on interviews with key stakeholders conducted as part of the project, we are planning to publish a report that surveys the state of the art and proposes pathways towards a potential standardized API for digital editions. This will of course be returned to the community of workshop participants and other scholars and RSEs whom we hope to get on board with this initiative.

If you would like to get involved in the development of a recommendation for editions API please contact Elena Chestnova: elena.chestnova@usi.ch

All presentation slides are available via the Zenodo community of the Center for Digital Editions.
 
Workshop report written by: Elena Chestnova, Yann Stricker, Elena Spadini, Peter Dängeli and Federico Grasso
 
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Einladung zum heutigen Online-Vortrag von Anne Klee im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums

Gerne möchten wir Sie zum heutigen Online-Vortrag (16–18 Uhr (c.t.)) im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums einladen:

Anne Klee (Universität Trier / TCDH): „Klassische Verfahren oder (Large) Language Models? Wie historische Dialektwörterbücher zu Linked Open Data vernetzt werden können”

Die semantische Vernetzung historischer Wörterbücher stellt eine zentrale Herausforderung für ihre Aufbereitung als Linked Open Data (LOD) dar. Der Vortrag präsentiert die Ergebnisse einer Analyse dreier Ansätze zur automatisierten konzeptbasierten Vernetzung von Wörterbuchartikeln. Verglichen werden (1) ein klassischer rein ausdrucksseitiger Abgleich von Zeichenketten, (2) die Nutzung von Sentence Embeddings mit einem feinjustierten Encoder-Sprachmodell auf Basis von ModernGBERT und (3) Promptbasiertes Konzeptmapping mit dem generativen Large Language Model Llama 3.3.
Die Vernetzung wurde exemplarisch an drei ausgewählten Dialektwörterbüchern des westmitteldeutschen Sprachraumes und am semantischen Feld Trinken durchgeführt. Die Ergebnisse werden in Form einer Wikibase, der DiaLexBase, aufbereitet.

Sie sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren!

Alle Informationen und Zoom-Link gibt es unter: https://tcdh.uni-trier.de/de/event/vortrag-von-anne-klee-universitaet-trier-tcdh-klassische-verfahren-oder-large-language-models

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Warum digitale Methoden unsere Wissenschaft herausfordern: SHareDH-Vortragsreihe „Produktive Ambivalenz – Digitale Methoden und Meistererzählungen“

Digitale Methoden haben die Geisteswissenschaften in den letzten Jahren grundlegend verändert. Sie eröffnen neue Wege der Analyse, ermöglichen große Datenmengen zu erschließen und stellen etablierte Forschungsfragen in ein neues Licht. Doch mit diesen Möglichkeiten entstehen auch neue Herausforderungen: Welche Narrative prägen unser wissenschaftliches Denken? Welche Perspektiven werden sichtbar – und welche bleiben unsichtbar?

Die Vortragsreihe „Produktive Ambivalenz – Digitale Methoden und Meistererzählungen“ setzt genau hier an. Sie versteht Digitalisierung nicht nur als technischen Fortschritt, sondern als epistemologische Herausforderung. Digitale Werkzeuge können dazu beitragen, lange etablierte Meistererzählungen und Korpora zu hinterfragen. Gleichzeitig können sie selbst neue Normen, Standards und Narrative erzeugen – etwa durch algorithmische Auswahlprozesse, Datenstrukturen oder softwarebasierte Voreinstellungen.

Im Zentrum der Vortragsreihe stehen daher Fragen wie: 

  • Wie verändern digitale Methoden die Art und Weise, wie Wissen entsteht?
  • Welche Rolle spielen Prozesse von Auswahl, Kanonbildung und Datenstrukturierung?
  • Inwiefern schaffen digitale Technologien neue wissenschaftliche Selbstverständnisse?
  • Und wie lässt sich diese Ambivalenz produktiv für Forschung und Lehre nutzen?

Die Vortragsreihe bringt Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen und lädt dazu ein, die Zukunft der Geisteswissenschaften kritisch und konstruktiv zu diskutieren. Sie richtet sich an Forschende, Studierende und alle Interessierten, die sich mit den Auswirkungen digitaler Technologien auf Wissenschaft und Gesellschaft auseinandersetzen möchten. Veranstaltet wird sie im Rahmen des Projekts SHareDH, einem gemeinsamen Projekt von UB Kiel und Europa Universität Flensburg zur Förderung der Digital Humanities in Forschung und Lehre an den beiden Universitäten in Kiel und Flensburg.

Termine

28.04.2026, digital: Wahlverwandtschaften 2.0? Statistische Narrative in den Digital Humanities
Jun.-Prof.  Dr. Rabea Kleymann (TU Chemnitz)

05.05.2026, digital: Edition als Mnemotechnik – Multimodale Quellen jenseits linearer Wissensordnungen
Jun.-Prof. Dr. Elisa Cugliana (Universität zu Köln)

19.05.2026, Kiel, OS75 – Hörsaal 1 und digital: Unsere breite Gegenwart und ihre algorithmische Zukunft: LLM-Epistemik beim Aktualisieren historischer Narrative
Dr. Christopher Nunn (Universität Heidelberg)

26.05.2026, Flensburg, Gebäude Helsinki, Raum HEL 067 und digital: Digitale Praktiken und digital-analoge Daten zwischen Ausprobieren, Explorieren und Infrastrukturieren in den Digital Humanities
Prof. Dr. Lina Franken (Universität Vechta)

09.06.2026, Kiel, OS75/S3 – R.177 und digital: Erzählforschung als Messverfahren? Zu den methodologischen Chancen und Herausforderungen computationeller Zugänge
Prof. Dr. Evelyn Gius (TU Darmstadt)

23.06.2026, digital: Kanonkritik durch Distant Reading, Zoom und Close Reading oder De arte venandi per algorithmum
Prof. Dr. Peter Bell (Philipps-Universität Marburg)

07.07.2026, tba.: Über die epistemische Gewalt der Digitalität: Plädoyer für eine grundlegende Datenkultur in den Geisteswissenschaften
Dr. Till Grallert (Humboldt Universität zu Berlin)

Zeit: Dienstags, 16:15 Uhr

Digitale Teilnahme via https://uni-kiel.zoom-x.de/j/69649547724?pwd=rxlaUZ5lO4yKxylnUshz1afWqoS8rq.1 ohne Anmeldung möglich.

Das Plakat zur Vortragsreihe ist hier zu finden. 

Kontakt: Patrick Nehr-Baseler

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Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 27.04.2026: Historische Fremdsprachenlehrwerke digital. Erschließung historischer, mehrsprachiger Quellen: Kontext und Herausforderungen

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 27. April 2026, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.academiccloud.de/gl/rooms/lou-eyn-nm6-t6b/join)

Janine Rauchmann (TU Darmstadt), Dr. Kerstin Roth (Universität Hamburg),
Lisa Scharrer (TU Darmstadt), Dr. Josephine Ulbricht (BBAW)

Das Akademienvorhaben „Historische Fremdsprachenlehrwerke digital“ (FSL digital) widmet sich erstmalig der Volltexterschließung, korpuslinguistischen Aufbereitung, Annotation, digitalen Vernetzung sowie der sprach-, kultur- und wissenshistorischen Auswertung von mehrsprachigen Fremdsprachenlehrwerken aus der Frühen Neuzeit (15. – 17. Jahrhundert). Fremdsprachenlehrwerke der Frühen Neuzeit, die bis zu zehn Vernakularsprachen parallel abbilden, stellen eine genuin mehrsprachige Textsorte mit komplexem Layout dar. Somit bringen diese Quellen besondere Herausforderungen bei ihrer digitalen Aufbereitung mit sich. Um der inhaltlichen und strukturellen Heterogenität der Lehrwerke gerecht zu werden, bedarf es eines geeigneten Ansatzes zur (automatisierten) Texterkennung, der auch zukünftige Aspekte der Text- und Layoutannotation frühzeitig mitdenkt. In diesem Zusammenhang möchten wir die Quellengruppe und den aktuellen Workflow im Projekt vorstellen, welcher angesichts der großen Datenmenge einen Work-in-Progress darstellt und neben Text- und Layouterkennung auch das Postprocessing des OCR-Outputs sowie erste Ansätze zur Textannotation umfasst.

 

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Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum über den Link https://meet.academiccloud.de/gl/rooms/lou-eyn-nm6-t6b/join erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.

Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.

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GND-Forum Humanities@NFDI: 23./24.06.26 in Göttingen

Mitwirkende der vier geisteswissenschaftlichen Konsortien der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) treffen sich zum GND-Forum Humanities@NFDI am 23./24. Juni in Göttingen. Zentrales Thema des Arbeitstreffens ist die Gemeinsame Normdatei (GND) aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Die Veranstalter:innen

Wir organisieren das GND-Forum Humanities@NFDI als Team: Barbara Fischer (Deutsche Nationalbibliothek, GND-Community), Stefan Buddenbohm & Alex Steckel (SUB Göttingen als Gastgeberin sowie Text+). Melanie Gruss & Desiree Mayer (NFDI4Culture), Anja Gerber & Frank von Hagel (NFDI4Objects), Katrin Moeller und Anne Purschwitz (NFDI4Memory), Domenic Schäfer & Michael Markert (VZG des GBV).

Die GND-Foren

Mit dem Veranstaltungsformat FORUM verfolgen wir, d.h. die GND-Community, das Ziel, mit euch gemeinsam – den Nutzenden, den Forschenden, den Infrastrukturbetreibenden – über konkrete Anwendungsszenarien der GND nachzudenken. 

GND-Forum Humanities@NFDI

Das Selbstverständnis der GND ist es Brücken zu schlagen zwischen unterschiedlichen Ressourcen und Communities. Wie kann ihre Doppelrolle als Datenbank und Organisation beim Ausbau der Zusammenarbeit der vier geisteswissenschaftlichen Konsortien NFDI4Culture, NFDI4Memory, NFDI4Objects und Text+ helfen, ist die zentrale Frage in Göttingen. Hintergrund der Frage sind zum einen die für 2028 erwartete Neuausrichtung des NFDI-Förderprogramms, und zum anderen wie das Synergienpotenzial der bisherigen Entwicklungen in den jeweiligen Konsortien rund um die GND für die anderen Partner genutzt werden kann. Beides soll aus drei Blickwinkeln diskutiert werden:

  • Die Rolle der GND in Tools und Services der Konsortien
  • Unterschiedliche Perspektiven auf vier Entitätstypen der GND 
  • Zukunftspotenzial der vertieften Zusammenarbeit der Konsortien mittels der GND

Themen

Wir wollen Euch die Möglichkeit geben, euch aktiv einzubringen und schlagen den folgenden programmatischen Dreiklang vor:

  1. Tools: Welche Werkzeuge für welche Zwecke?
  2. Die GND im Schulterblick: Tandems aus GND- und NFDI-Kolleg:innen stellen die Entitätentypen der GND im Anwendungskontext vor
  3. Strategie: Pfade für die GND in der NFDI

Anmeldung

Bitte meldet Euch sich bis zum 16.06. über die Anmeldefunktion dieser Veranstaltungsseite an. Wir haben 80 Plätze für Teilnehmende reserviert. Die Teilnahme am GND-Forum ist kostenfrei.

 

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Forschungsdaten im Zentrum: Ewig währt am längsten

Ein partizipativer Workshop der Initiative „Datenzentrum – wissenschaftliche Konzeption und Ausgestaltung“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)

Berlin, 25. und 26. Juni 2026; Akademiegebäude am Gendarmenmarkt; Einstein-Saal


Der Wert geisteswissenschaftlicher Forschungsdaten für Wissenschaft und Gesellschaft ist nicht zuletzt durch den laufenden Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) offensichtlich geworden. Zentrale Fragen nach dem dauerhaften Betrieb vertrauenswürdiger Datenrepositorien und der langfristigen Verfügbarkeit der aggregierten Inhalte sind jedoch weiterhin offen.

Vor diesem Hintergrund lädt die Initiative „Datenzentrum – wissenschaftliche Konzeption und Ausgestaltung“ der BBAW zu einem zweitägigen Lunch-to-Lunch-Workshop ein. Diese 2025 eingerichtete Initiative erarbeitet ein Konzept für die organisatorischen und technischen Grundlagen für ein leistungsfähiges, zertifiziertes Repositorium und dessen infrastrukturelle Einbindung innerhalb der BBAW. Darauf aufbauend wird die Akademie ab 2028 ein eigenes Datenzentrum betreiben. Dessen Hauptaufgaben werden die Aggregation, Verfügbarhaltung und Archivierung von Forschungsdaten, Software und Diensten aus den Vorhaben und Projekten der Akademie sein. Darüber hinaus ist eine Öffnung des Repositoriums für externe Datengeber:innen vorgesehen.

Im Workshop werden anhand von Impulsvorträgen die unterschiedlichen Perspektiven aus Sicht von Forschung, Bibliothek, Archiv und IT reflektiert. Anschließend bieten verschiedene Thementische die Möglichkeit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit spezifischen Fragen, von der technischen Einrichtung nachhaltiger Infrastrukturen zwischen quelloffenen und kommerziellen Lösungen bis hin zum Einsatz sog. Künstlicher Intelligenz samt deren ethischen Herausforderungen.


Um Anmeldung wird gebeten unter: www.bbaw.de/veranstaltungen/veranstaltung-workshop-datenzentrum-2026

Nähere Informationen zum Programm: https://datenzentrum.bbaw.de/veranstaltungen/workshop-2026. Die Seite befindet sich im Aufbau und wird fortlaufend aktualisiert.

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From Manuscripts to AI: Reflections on DHd 2026

Overall, DHd 2026 was a truly memorable experience for me. What stood out was not only the diversity of research topics and approaches, but also the opportunity to engage with such talented and dedicated researchers. Being able to exchange ideas, receive feedback, and gain inspiration from other projects was both motivating and rewarding, and offered perspectives that I would not have encountered within my own academic environment. It also encouraged me to think more critically about how my own work fits into the broader field of digital humanities, and how it might contribute to ongoing discussions on combining computational methods with traditional manuscript studies.

I would like to sincerely thank the organizers for planning such a well-structured and inspiring conference. I am also very grateful for the travel grant, without which my participation would not have been possible.

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Workshop „Von digitalen Korpora zu Forschungsdaten in der KMW“ am 29.05. in Leipzig

Am 29. Mai 2026 veranstaltet der FID Media einen Workshop für die Forschungscommunity in Leipzig. Die Teilnahme ist offen für alle Interessierten und – wie alle Angebote des FID Media – kostenlos. Registrieren Sie sich jetzt unter diesem Link!

Titel: Von digitalen Korpora zu Forschungsdaten in der Kommunikations- und Medienwissenschaft: Verantwortung, Methoden, Infrastrukturen
Datum und Ort: 29. Mai 2026 von 10 bis 16 Uhr im Vortragssaal der Bibliotheca Albertina (Beethovenstr. 6, 04107 Leipzig)

Der Workshop steht unter der Leitfrage: Was bleibt von digitalen Kommunikationskorpora nach Projektende und wie kann ihre wissenschaftliche Nachnutzung verbessert werden?

Beschreibung: Digitale Kommunikationsräume, von Social-Media-Plattformen über Messenger-Dienste bis hin zu digitalen und digitalisierten Zeitungsarchiven, erzeugen eine Vielzahl potenzieller Forschungsdaten für die Kommunikations- und Medienwissenschaft. In vielen Projekten entstehen daraus umfangreiche digitale Korpora. Nach Projektende bleiben diese jedoch häufig schwer auffindbar und nur eingeschränkt nachnutzbar, etwa aufgrund urheber- und datenschutzrechtlicher Rahmenbedingungen sowie komplexer technischer Anforderungen an ihre Reproduzierbarkeit. Der Workshop nimmt diese Herausforderungen zum Ausgangspunkt und diskutiert, wie digitale Kommunikationskorpora erhoben, dokumentiert und wissenschaftlich nachnutzbar gemacht werden können. Dabei sollen sowohl methodische als auch epistemische Fragen der Datafizierung von Kommunikation behandelt werden. Ein besonderer Fokus liegt auf den Bedingungen, unter denen digitale Korpora – auch wenn sie häufig nicht vollständig archiviert werden können – durch einheitliche Dokumentation und Vernetzung noch größere analytische Mehrwerte für die Kommunikations- und Medienwissenschaft liefern können, sowie auf der Frage, welche Rollen Forschungsinfrastrukturen dabei künftig spielen können.

Programm:

Registrierung, Kaffe (9:00-10:00)

Begrüßung (10:00-10:15)

Panel 1 (10:15-12:15)
Titel: „Von digitaler Kommunikation zu Korpora für die Forschung“
Leitfragen: Wie werden Spuren digitaler Kommunikation und digital(isiert)e journalistische Inhalte zu Forschungsdaten – wie prägen methodische, epistemische und praktische Entscheidungen diesen Prozess und welche Potenziale für neue Perspektiven birgt er?
Referent:innen:
Katharina Kinder-Kurlanda (D!ART Universität Klagenfurt; CAIS): Titel folgt
Eric Koenen (ZeMKI Bremen) zu epistemischen Fragen der Digitalität und Digitalisierung ;
Vanessa Angenendt (Universität Duisburg-Essen) zu Datenspenden und Misogynie in Chat-Kommunikation

Mittagsbuffet im Vorraum (11:45-12:45)

Panel 2 (12:45 – 14:15)
Titel: Vom Korpus-Silo zur nachnutzbaren Forschungsdatenlandschaft
Leitfragen: Warum verschwinden digitale Korpora nach Projektende und wie kann ein nicht vollständig teilbarer Korpus trotzdem auffindbar, zitierbar und für Synergien nutzbar werden?
Referent:innen:
Vincent Fröhlich (Universität Erlangen-Nürnberg): Infrastrukturelle Bedarfe der Social-Media-Forschung zu Rechtsextremismus und Verschwörungstheorien
Birte Kuhle (CAIS): Titel folgt
Philipp Knöpfle (IfKW der LMU München) zu Replizierbarkeit von CCS-Studien

Kaffepause (14:15-14:30)

Panel 3 (14:30 – 16:00)
Titel: Vernetzte Kommunikationskorpora analysieren – neue Erkenntnispotenziale und Fallstricke für die KMW
Leitfragen: Welche Voraussetzungen müssen Daten erfüllen, damit CCS Analysen überhaupt valide sind? Welche neuen Analyse- und Erkenntnispotenziale entstehen, wenn digitale Kommunikationskorpora auffindbar, gut dokumentiert, und verknüpfbar werden?
Referent:innen:
Marko Bachl (FU Berlin, Weizenbaum Institut) zu Bias und epistemische Konsequenzen von CCS;
Jakob Jünger (IfK der Universität Münster) Titel folgt
N.N.

Abschlussdiskussion (16:00-16:15)

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Online-Vortragsreihe „FID Media Bites“ im SoSe 2026

Die FID Media Bites bieten praxisnahe Wissenshappen für die Kommunikations- und Medienwissenschaft. Zu jedem Termin steht ein Thema aus den Bereichen wissenschaftliches Publizieren, Urheberrecht, Open Science, Tools oder Forschungsdaten im Mittelpunkt, und zwar jeweils mit dem Fokus auf den fachspezifischen Rahmenbedingungen der Kommunikations- und Medienwissenschaft.

Die FID Media Bites finden während der Vorlesungszeit freitags von 11 bis 12 Uhr via Zoom statt. Im ersten Teil der Veranstaltung wird es einen thematischen Input geben und im zweiten Raum für Diskussion und Fragen.

Im Sommersemester setzen sich die FID Media Bites mit Predatory Publishing, digitalen Zugangsmöglichkeiten und aktuellen (KI-)Anwendungen von/für Archivbeständen sowie manueller und KI-assistierter Annotation auseinander. Die Inhalte basieren auf Themenwünschen der Teilnehmenden des Wintersemesters.

Die FID Media Bites richten sich an Forschende aller Karrierestufen, Mitarbeitende aus Infrastruktureinrichtungen in den entsprechenden Fachgebieten, Studierende sowie Interessierte. Organisiert und moderiert werden die FID Media Bites durch das Koordinationsteam des FID Media.

Die „FID Media Bites“ finden in diesem Zoom-Raum statt. Es ist keine Anmeldung nötig.

8. Mai 2026, 11:00 bis 12:00 Uhr

Maximilian Heimstädt (Hamburg): Predatory Publishing. Ein kleines Bestiarium des Raubtierverlegens

12. Juni 2026, 11:00 bis 12:00 Uhr

Götz Lachwitz (Potsdam): Bestände des Deutschen Rundfunkarchivs

3. Juli 2026, 11:00 bis 12:00 Uhr

Josephine Diecke und Eric Müller-Budack (Zürich/Hannover): Zwischen manueller Annotation und generativer KI. Hybride Workflows für audiovisuelle Analysen mit VIAN & TIB-AV-A 

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Einladung zum TCDH-Forschungskolloquium „Perspektiven der Digital Humanities“

Vorträge des TCDH-Forschungskolloquiums im Sommersemester 2026

Alle Informationen und Zoomlink unter: https://tcdh.uni-trier.de/de/event/programm-des-tcdh-forschungskolloquiums-perspektiven-der-digital-humanities-1

Im Sommersemester 2026 setzen wir unsere Vortragsreihe im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums fort. Das Spektrum reicht in diesem Semester von Fragen der digitalen Erschließung und Vernetzung historischer Texte und Wörterbücher über rechtliche und ethische Herausforderungen im Umgang mit Forschungsdaten bis hin zu digitalen Editionen und Plattformlösungen für die geisteswissenschaftliche Forschung.

Sie sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren!

Programm:

23.04.2026

  • Anne Klee (Universität Trier / TCDH): „Klassische Verfahren oder (Large) Language Models? Wie historische Dialektwörterbücher zu Linked Open Data vernetzt werden können”

07.05.2026

  • Selina Galka (Universität Graz): „Die Memoiren der Gräfin Schwerin: Digitale Erschließung eines einzigartigen Selbstzeugnisses”

21.05.2026

  • Zita Baronnet (Universität Trier / TCDH): „Urheberrechtlich geschützte Texte online veröffentlichen: Ein Versuch, das Paradoxon zu lösen”

11.06.2026

  • Irakli Khvedelidze (Shota Rustaveli Institute of Georgian Literature, Tiflis): „Korrespondenzforschung in Deutschland und ihre Relevanz für die Erschließung des georgischen schriftlichen Nachlasses: Ein Pilotprojekt”

25.06.2026

  • Edda Schwarzkopf (Digital Humanities Center, Universität Tübingen): „Der OMnibus of MANTRAMS: Entangled Data in a Minimalist Computing online platform”

02.07.2026

  • Frank Queens (Universität Trier / TCDH), Michael Scheffel (Universität Wuppertal), Anne Schittek (Universität Wuppertal), Olivia Varwig (Universität Wuppertal): „,kein Traum ist völlig Traum’. Die Genese der ,Traumnovelle’ in der digitalen Arthur Schnitzler-Edition”

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Save the Date: 12. Juni 2026 – 4. Community Meeting von NFDI4Objects

Das vierte Community Meeting 2026 von NFDI4Objects findet virtuell statt! Die Veranstaltung richtet sich an Einsteiger:innen und Interessierte und bietet spannende Einblicke in die Arbeit des Konsortiums. Freut euch auf interaktive Formate, Austauschmöglichkeiten und dezentrale Online-Workshops.

Programm und Workshop-Termine folgen in Kürze – merken Sie sich den Termin schon jetzt vor!

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