Was euch erwartet: Hands-on-Sessions: Praktisches Arbeiten mit Euren eigenen Datensätzen Vertiefung spezifischer LLM-Themen und Anwendungsfälle Kollegialer Austausch, Peer-Feedback und gezielte fachliche Unterstützung
Expertinnen: Sarah Oberbichler (C²DH), Johanna Mauermann (IEG DH Lab | HERMES), Lauren Coetzee (C²DH)
In verschiedenen Impulsvorträgen und Hands-on-Sessions lernen Teilnehmende, wie sie offene, auf die geisteswissenschaftliche Forschung spezialisierte und lokale Modelle mit ihren eigenen Daten verwenden können und wie sie Prompts an geisteswissenschaftliche Fragen anpassen können. Ebenfalls reflektieren wir, wie Daten für ein Fine-Tuning oder Post-Training eines kleinen Sprachmodells aufbereitet werden können.
Voraussetzungen:
Der Workshop richtet sich an Forschende der Geisteswissenschaften, die mit Textdaten arbeiten. Vorausgesetzt werden grundlegende Kenntnisse im Bereich generativer KI. Die mitgebrachten Daten sollten maschinenlesbar vorliegen.
Wir werden in manchen Hands-on-Sessions mit Jupyter Notebooks und Python sowie mit Hugging Face arbeiten. Die Teilnahme ist auch ohne vertiefte Kenntnisse in diesen Bereich möglich. Selbstlernmaterial zur Vorbereitung wird angeboten.
Arbeitet ihr mit RDF-Daten (Linked Open Data) oder nutzt Wikidata bzw. das Wikibase-Ökosystem? Habt ihr Lust, mit euren Daten praktisch zu arbeiten und dabei Unterstützung zu bekommen?
Was euch erwartet: Hands-on-Sessions: Praktisches Arbeiten mit Euren eigenen Datensätzen Vertiefung spezifischer LOD-Themen und Anwendungsfälle Kollegialer Austausch, Peer-Feedback und gezielte fachliche Unterstützung
Der Workshop setzt grundlegende Kenntnisse in Linked Open Data voraus und bietet eine vertiefende Behandlung spezieller Themen und Anwendungsfälle in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Hier geht es um:
Linked Open Data in der Forschungspraxis
Wikibase für Forschungsdaten und -fragen …
Die praktische Arbeit mit Tools und Abfragen in Wikidata
Nach verschiedenen Impulsvorträgen werden die eingeladenen ExpertInnen die Teilnehmenden bei der praktischen Anwendung von Linked Open Data am Beispiel der Plattform Wikidata auf die eigenen Forschungsdaten und -fragen unterstützen.
Am 24.11.2025 lädt HERMES ein zu einem virtuellen Bring-your-own-data-Lab zum Thema „Topic Modeling“!
Mit Hilfe der Methode Topic Modeling lassen sich aus einem Korpus an Texten Themen einzelner Texte erschließen. Dies hilft, Korpora zu gruppieren, zu analysieren und zu interpretieren.
Das Lab wird aus zwei Teilen bestehen: Vormittags werden nach einer Einführung in das Thema Anwendungsbeispiele gezeigt und diskutiert. Es erwarten Sie zwei spannende Vorträge, durch die Sie Einblicke in die Arbeit mit unterschiedlichen Topic Modeling-Verfahren und Use Cases in der Forschung erhalten.
Am Nachmittag haben Sie die Möglichkeit, mit der Software Mallet Ihr eigenes Korpus zu analysieren und Topics zu generieren. Unter Aufsicht des Experten Dr. Keli Du (Universität Trier) wird Ihnen gezeigt, welche Einstellungen gewählt werden sollten und wie die Ergebnisse interpretiert werden können.
Vorgesehen ist, dass Teilnehmende eigene Forschungsdaten mitbringen. Diese sollten im txt-Format vorliegen. Falls dies nicht möglich ist, können wir Ihnen aber auch gerne ein Beispielkorpus zur Verfügung stellen. Gerne können Sie uns auch schreiben, sollten Sie Hilfe bei der Umwandlung Ihrer Daten benötigen.
Die Veranstaltung findet online über Zoom statt. Eine Anmeldung ist für beide Teile getrennt möglich.
Beim nächsten Bring-your-own-data-Lab in Trier erwarten Sie zwei Tage intensiver Arbeit an Ihren 3D-Daten unter der Anleitung der Expert*innen Øyvind Eide und Maria Sotomayor.
Teilnehmende lernen, wie man mit Hilfe von Kompakkt 3D-Daten annotiert und anschließend präsentiert.
Kompakkt ist ein Open Source Tool, das die kollaborative Anreicherung und anschließende Präsentation von Bildern, Videos, Audiodaten und 3D-Modellen ermöglicht.
Was erwartet Sie?
Vorstellung von Kompakkt und den Möglichkeiten zur Nutzung anhand von Anwendungsbeispielen
Arbeit an eigenen Daten unter Anleitung von Expert*innen
Intensiver Austausch mit anderen Teilnehmer*innen
Verständnis der Annotation und dadurch eröffneter Analysemöglichkeiten
Für wen eignet sich das BYODL?
Der Workshop eignet sich für alle, die mit Kompakkt ihre Daten aufbereiten, annotieren und präsentieren wollen.
Brauche ich eigene Daten?
Eigene Daten sind erwünscht, allerdings nicht zwingend. Sollten Sie keine Modelle im glb-Format mitbringen können, wenden Sie sich an das Organisationsteam. Weitere Informationen dazu auf der Eventseite.
Die International Summer School (ISS) zum Thema „Vom Sammeln zum Entdecken: Datenkompetenz für GLAM und Wissenschaft“ wird von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz in Kooperation mit dem Verbundprojekt HERMES – Humanities Education in Research, Data, and Methods veranstaltet. Im Fokus steht dabei die Vermittlung praktischer und theoretischer Kenntnisse rund um Datenmanagement, -analyse und -interpretation, speziell im Umgang mit digitalen Daten aus Galerien, Bibliotheken, Archiven, Museen (GLAM) sowie geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungsprojekten.
Ziel der Summer School ist es, Fachwissen über grundlegende Konzepte, Methoden und Werkzeuge aufzubauen, die in einer Vielzahl geistes- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen eingesetzt werden. Gleichzeitig werden die Teilnehmenden dazu angeregt, sich kritisch mit den Chancen und Herausforderungen digitaler Methoden auseinanderzusetzen und deren Auswirkungen – insbesondere in Bezug auf Fragen der Datenethik und Nachnutzbarkeit von Daten und Tools – im Forschungsprozess zu reflektieren und zu diskutieren.
Für die Studierenden des Masterstudiengangs bietet sich zudem die Gelegenheit, sich über den Ablauf des Studiengangs im Allgemeinen und seine Schwerpunkte im Besonderen zu informieren und mit den Dozent:innen sowie fortgeschrittenen Studierenden und Absolvent:innen bei verschiedenen Austauschformaten und geselligem Beisammensein ins Gespräch zu kommen.
Alle weiteren Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden sich hier: https://iss.adwmainz.net/
Das Datenkompetenzzentrum HERMES hat ein institutionen- und länderübergreifendes Netzwerk für Promovierende aufgebaut, die ihre Forschung mit digitalen Methoden vorantreiben. Für Promovierende dieses Netzwerks und weitere Interessierte bieten wir am 16. und 17. Juni im Rahmen des Text+ Plenary einen Workshop zur Methode der Kollegialen Beratung an.
Worum geht es?
Die Kollegiale Beratung ist eine strukturierte Methode, bei der sich eine Gruppe gegenseitig dabei unterstützt, Lösungen für Herausforderungen im Promotionsprozess zu entwickeln – sei es bei Argumentationsfragen, der Schärfung des eigenen wissenschaftlichen Profils oder dem Umgang mit Schreibblockaden. In einem klar definierten Ablauf übernehmen die Teilnehmenden unterschiedliche Rollen: Moderation, Ratsuchende*r und Fallberater*innen. Durch diesen Wechsel der Perspektiven entsteht ein vertrauensvoller Raum, in dem Herausforderungen gezielt und lösungsorientiert betrachtet werden.
Was erwartet Sie im Workshop?
In dem Workshop erhalten Sie unter der professionellen Anleitung der Beraterin und Trainerin Dr. Kerstin Mauth eine fundierte Einführung in die Methode, erlernen wirkungsvolle Kommunikationstechniken und sammeln erste praktische Erfahrungen in der Kollegialen Beratung. Am Ende gehen Sie mit neuen Einsichten, konkreten Lösungsansätzen und dem Know-how, die Methode eigenständig in Treffen innerhalb des HERMES-Promotionsnetzwerkes weiterzuführen, nach Hause.
Ablauf des Workshops
Montag, 16. Juni 2025
13:30-14:00 Uhr: Ankommen & informeller Austausch 14:00-15:45: Einführung in die Methode der Kollegialen Beratung 15:45-16:15: Kaffeepause 16:15-18:00: Kommunikation und Gesprächsführung
Ab 14:00 Uhr: Text+ Plenary inkl. Fish-Bowl-Diskussion
Teilnehmer*innenzahl und Anmeldung
Um einen intensiven und produktiven Austausch zu ermöglichen, ist die Teilnehmer*innenzahl auf 20 Personen begrenzt. Wenn Sie sich anmelden, bitten wir um eine verbindliche Teilnahme oder eine frühzeitige Absage, falls Sie verhindert sind.
Mitglieder des HERMES-Promotionsnetzwerks können eine Hotelübernachtung erstattet bekommen – ein Kontingent hierfür ist reserviert. Weitere Informationen dazu erhalten Sie nach der Anmeldung.
Nutzen Sie die Gelegenheit, wertvolle Impulse für Ihre Promotion zu gewinnen – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
Das Datenkompetenzzentrum HERMES (www.hermes-hub.de) lädt herzlich ein zum Meet & Greet 2024: Online-Speed-Dating – ein Event, das allen, die sich für eine geistes- oder kulturwissenschaftliche Promotion mit datenwissenschaftlichen Methoden interessieren, den ersten Schritt erleichtert, um Betreuende für ihr Vorhaben zu finden. Dieses Format bietet Ihnen die Möglichkeit, sich mit Professor*innen aus verschiedenen Fachbereichen mit Expertise in den Digital Humanities zu vernetzen.
Datum: 18.11.2024
Uhrzeit: 14:00 – 16:00 Uhr (c.t.)
Ort: Online über Zoom (Link wird bei Anmeldung bekannt gegeben)
Unser Ziel ist es, Ihnen wertvolle Einblicke und Feedback zu Ihren Promotionsideen zu geben – und im besten Fall Ihre*n Betreuer*in zu finden.
Ablauf des Meet & Greet:
Das Event gliedert sich in drei Phasen:
Phase I: Kennenlernen und Vorbereitung der Fragen (14:15 – 14:45 Uhr) In der ersten Phase, moderiert von Dr. Ruth Reiche und Johanna Konstanciak, lernen sich die Promotionsinteressierten kennen. Gemeinsam werden sinnvolle Fragen für die nachfolgenden Gespräche mit den Professor*innen erarbeitet, um hierbei möglichst effektiv herauszufinden, ob die Forschungsinteressen und Betreuungsvorstellungen zueinander passen.
Phase II: Vorstellung der Professor*innen (14:45 – 15:05 Uhr) In dieser Phase stoßen die Professor*innen hinzu. Prof. Dr. Aline Deicke (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz / Philipps-Universität Marburg), Prof. Dr. Andrea Rapp (Technische Universität Darmstadt) und Prof. Dr. Christof Schöch (Universität Trier) werden von ihren bisherigen Betreuungen berichten und damit erste Beispiele und Inspirationen für mögliche Promotionswege geben.
Phase III: Speed-Dating mit den Professor*innen (15:05 – 15:35 Uhr) Angelehnt an das Konzept des Speed-Datings bieten wir Ihnen in Break-out-Sessions die Gelegenheit, jeweils zusammen mit 2-3 anderen Promotionsinteressierten 10 Minuten lang mit einer*m Professor*in zu sprechen. So haben Sie die Möglichkeit, Ihre Forschungsideen zu diskutieren, Feedback zu erhalten und herauszufinden, ob eine Zusammenarbeit passen könnte.
Teilnehmer*innenzahl und Anmeldung:
Um einen intensiven und produktiven Austausch zu ermöglichen, ist die Teilnehmer*innenzahl auf 12 Personen begrenzt. Wenn Sie sich anmelden, bitten wir um verbindliche Teilnahme oder eine frühzeitige Absage, falls Sie verhindert sind.
Nutzen Sie diese einmalige Chance, um den ersten Schritt in Richtung Ihrer Promotion zu machen und potentielle Betreuende für Ihr Promotionsvorhaben kennenzulernen! Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
17.-18.10.2024 at the Leibniz Institute of European History (IEG), Mainz
Aims and Contents:
This workshop focuses on the application of network analysis to historical research, offering a hands-on opportunity for participants to engage with their own datasets. Through interdisciplinary collaboration and expert guidance, we will explore how network analysis can be used to uncover connections, patterns, and relationships within historical data. The workshop will provide insights into both the methodological challenges and the opportunities that arise when applying digital tools to historical inquiry, fostering a dynamic exchange between academics and practitioners in the field.
The current programme and additional details can be found here.
Preparation and Prerequisites:
Basic programming knowledge (R, Python, …). Note that the course will be in Python. On the Leibniz-Institute of European History GitHub repository you can access some preparing material (Python programming, Data Analysis with Python): There are 2 Jupyter Notebooks: Introduction_Jupyter_Python.ipynb and Intro_Data_Analysis_with_Python.ipynb. There is also a Jupyter Notebook assignment.ipynb if you want to check your understanding (the document is not long, you may need < 1h).
Willingness to learn new technical skills
Important: install and get comfortable with Anaconda3. It contains all packages we will need (Jupyter notebooks included): > Installing Anaconda > Setting up a new environment, e.g. “HNR” > Installing networkX-package, pandas, matplotlib
Autor:innen: Jonathan D. Geiger; Katharina Bergmann; Johanna Konstanciak; Marina Lemaire; Andrea Polywka; Ruth Reiche; Sibylle Söring; Anne Voigt
Lehr-Lernmaterialien (Open Educational Resources, OER) zur Entwicklung von Data Literacy und Kompetenzen im Forschungsdatenmanagement (FDM) sind in der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und darüber hinaus ein zentrales Thema. Die meisten FDM-Projekte und -Netzwerke sammeln und/oder produzieren OER und setzen sich dabei mit Fragen nach der Verstetigung, der Sammlung, der Kuratierung und der Verknüpfung auseinander. Die FAIR-Prinzipien sind hier genauso anwendbar wie auf Forschungsdaten.
Vor diesem Hintergrund fanden sich am 22. und 23. April 2024 Vertreter*innen der NFDI-Konsortien NFDI4Culture, NFDI4Memory, der Datenkompetenzzentren QUADRIGA und HERMES und des Infrastrukturprojekts der NFDI-Sektion Training & Education – DALIA – in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz zu einem gemeinsamen Workshop zusammen. Die Projekte präsentierten ihre jeweiligen Arbeitsstände und im Anschluss wurden in interaktiven Formaten Kollaborationsmöglichkeiten, Synergieeffekte und zentrale Diskussionspunkte ausgelotet.
Gruppe der Workshopteilnehmenden am 23.4.2024 (Foto: Aglaia Schieke)
Das NFDI-Konsortium NFDI4Culture (Projektlaufzeit 2020–2025) hat einen Dienst vorgestellt, der eine Auswahl an OER bereitstellt, die sich an die geistes- und kulturwissenschaftlichen Communities richten und sowohl generische als auch fachspezifische Angebote zu Forschungsdatenmanagement und Datenkompetenzen beinhalten. Im Vorfeld hat das Team der “Cultural Research Data Academy” in ausgewählten Veranstaltungen und Formaten die Bedarfe der NFDI4Culture Communities abgefragt, in einem Portfolio gesammelt und mit ausgewählten Qualitätskriterien evaluiert. Daraus entstand der “Educational Resource Finder” (ERF), eine kuratierte Auswahl an deutsch- und englischsprachigen Schulungs- und Weiterbildungsangeboten, die sich an Interessierte aller Wissensstufen richten und fortwährend aktualisiert werden.
Das NFDI-Konsortium NFDI4Memory (Projektlaufzeit 2023–2028) stellte seine Arbeitspakete der Task Area “Data Literacy” im Bereich OER vor. Die Task Area hat zur Aufgabe die Datenkompetenzen in Forschung und Lehre der historisch arbeitenden Disziplinen zu verbessern. Dafür werden u. a. ein Data-Literacy-Trainingskatalog mit didaktischen und inhaltlichen Empfehlungen erstellt sowie zielgruppenspezifische Trainingsmodule entwickelt. Die Inhalte des Trainingskatalogs werden durch eigene Recherchen, selbstentwickelte Materialien sowie durch eine Erhebung in der Community zusammengetragen. Anschließend werden die Informationen in einem in Entwicklung befindlichen Workflow für die Online-Präsentation und Suche aufbereitet.
Das vom BMBF geförderte Datenkompetenzzentrum QUADRIGA (Projektlaufzeit 2023-26) vereint die vier Disziplinen Digital Humanities, Verwaltungswissenschaft, Informatik und Informationswissenschaft entlang der Datentypen Text, Tabelle und Bewegtes Bild am Wissenschaftsstandort Berlin-Brandenburg. Auf der Grundlage von Fallstudien erarbeitet das Zentrum interaktive Lehrbücher (Jupyter Notebooks), die QUADRIGA Educational Resources (QER), die modular aufgebaut sind, und die die Lernzielkontrolle mittels eines Assessments ermöglichen. Workflows – insbesondere das Zusammenspiel mit dem QUADRIGA Space sowie dem QUADRIGA Navigator – und beispielhafte Ausgestaltungen wurden im Rahmen des Workshops von Zhenya Samoilova, Sonja Schimmler und Bettina Buchholz vorgestellt. Für das Teilprojekt Verstetigung nahm Sibylle Söring teil.
Das Datenkompetenzzentrum HERMES (Humanities Education in Research, Data, and Methods), gefördert vom BMBF (Projektlaufzeit 2023–2026), hat das Ziel, Datenkompetenzen im Bereich der Geistes- und Kulturwissenschaften zu vermitteln und weiterzuentwickeln. Anwesend bei dem Workshop waren die Mitarbeiter:innen der HERMES-Formate „Open Educational Resources“ und „HERMES-Hub“: In HERMES werden sowohl OER erstellt als auch in einer Ressource Base aggregiert. Hierfür wird eine Metadatenempfehlung entwickelt, die auf einem projektübergreifenden Metadaten-Basisschema aufbauen soll. HERMES legt dabei besonderen Wert auf die Verschlagwortung der Ressourcen mit der TaDiRAH-Taxonomie, um nach Forschungsmethoden filtern zu können. Forschende wird das HERMES-Team zudem in der Konzeption und Umsetzung von OER-Materialien beratend unterstützen.
Das Projekt DALIA ist ein vom BMBF gefördertes Infrastrukturprojekt (Laufzeit 2022–2025) der Sektion Training und Education (EduTrain) der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur. Das Projektziel ist der Aufbau eines Knowledge Graphen für Data-Literacy- und FDM-Kompetenz-bezogene OER. Dabei sollen auch Akteure des Feldes zusammengebracht und ihre Vorarbeiten und Bedarfe erhoben und berücksichtigt werden. Der Knowledge Graph ist Grundlage einer Plattform, über die OER von Nutzer*innen gefunden und von Autor*innen verzeichnet werden können.
Ergebnisse des Workshops
Als zentrale Herausforderungen für die weitere Harmonisierung der Projekt-Arbeitsprozesse wurden insbesondere drei Handlungsfelder identifiziert:
Metadaten und Interoperabilität von OER (Materialien und Repositorien)
Nachhaltigkeit
Kooperationen
Brainstorming-Ergebnisse 1. Tag (Foto: Simon Donig)
Metadaten und Interoperabilität: Um OER gemäß der FAIR-Prinzipien zu gestalten, muss sich deren Beschreibung (Metadaten) an Normdaten und kontrollierten Vokabularen orientieren. Für OER liegen verschiedene Metadatenstandards vor, insgesamt liegt die Herausforderung aber im Spagat zwischen vorhandenen Standards und den eigenen Bedarfen, die sich zwischen den Polen der eigenen Kapazitäten, technischen Rahmenbedingungen und Bedarfen der jeweiligen Community aufspannen. Synergien ergeben sich aus einem gemeinsam entwickelten Applikationsprofil sowie die gemeinsame Evaluation des DALIA OER-Metadatenbasisschema “DALIA Interchange Format” (DIF). Weitere Potenziale für Kooperationen liegen in der Anfertigung von Fallstudien, Schulungen und Bedarfsanalysen.
Ergebnisse Ermittlung des IST-Zustandes zum Themenfeld „Metadaten“ (Foto: Simon Donig)
Nachhaltigkeit: Das Thema Nachhaltigkeit von Infrastrukturangeboten umfasst verschiedene Ebenen. Klar ist, dass ein Dienst keinen langfristigen Bestand haben kann, der nicht nachhaltig organisiert und dauerhaft finanziert wird. Neben den Betriebsmodellen ist auch die Verwendung offener Datenstandards notwendig, um die Abhängigkeiten von proprietären Formaten und Werkzeugen zu reduzieren. Die Teilnehmenden des Workshops konzentrierten sich allerdings auf einen dritten Aspekt von Nachhaltigkeit: Die Akzeptanz und Nutzung des Angebotes durch die Community. Für die Akquirierung von finanziellen Ressourcen bedarf es einer nachweislichen Relevanz des Angebots für die jeweilige Fachcommunity. Diese muss beispielsweise über Zugriffs- oder Downloadzahlen sowie Interaktionen mit den Betreibenden nachgewiesen werden. Wie die Zielgruppen angesprochen und gehalten werden können, eine konkrete OER-Plattform zu nutzen, ist eine offene Frage. Dabei spielt selbstverständlich die optimale Bedienung der Bedarfe eine große Rolle, jedoch sind diese im vollen Umfang noch nicht bekannt. So wurde festgestellt, dass insbesondere die Bedarfe der Lehrenden und ihr OER-Nutzungsverhalten weniger bekannt sind.
Kooperationen: Das dritte Themencluster bestand in Überlegungen zur weiteren Kooperationen der am Workshop beteiligten Personen und Projekte. Neben den im Bereich Metadaten und Nachhaltigkeit diskutierten Maßnahmen wie Use Cases und synoptische Metadatenschema-Vergleiche zwischen den Projekten, wurden mehrere nachfolgende Meetings sowie ein Anschlussworkshop für das Frühjahr 2025 vereinbart. Wo möglich, soll Doppelarbeit vermieden werden, sowie der Austausch zwischen den Projekten erhalten bleiben.
Ergebniszusammenfassung zu welchen Themenbereichen die Gruppe zusammenarbeiten möchte (Foto: Simon Donig)
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es große Überschneidungen der Arbeitsprogramme aller Workshop-Beteiligten (NFDI-Konsortien und Datenkompetenzzentren) gibt und der Diskurs durch gemeinsame Veranstaltungen nicht nur fruchtbarer wird, sondern auch Doppelarbeit identifiziert und reduziert werden kann. Ebenfalls wurde offensichtlich, dass quasi sämtliche Aspekte (Metadaten, Förderung, Community-Akzeptanz etc.) eng miteinander gekoppelt und aufeinander bezogen sind. Dementsprechend wurde eine Reihe nächster Schritte geplant – neben weiteren Meetings zum Austausch zu den Metadatenprofilen insbesondere ein Anschlussworkshop, in dem der Kreis der beteiligten FDM-Projekte aus dem Umkreis der Geistes- und Sozialwissenschaften noch erweitert werden soll.