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Received yesterday — 2026年6月10日4 - 德语区数字人文研究协会博客(DHd-Blog)

Zum Bibliotheks- und Informationsprofi mit dem berufsbegleitenden Master: MALIS an der TH Köln

2026年6月9日 18:59

via: Claudia Frick, Inka Tappenbeck und Luca Berrens (TH Köln)

Du interessierst Dich für die Welt der Bibliotheken und Informationseinrichtungen, willst dort (quer) Einsteigen oder Dich upgraden, dann laden wir Dich herzlich ein einen Blick auf den Master in Bibliotheks- und Informationswissenschaft (MALIS) der Technischen Hochschule Köln (TH Köln) zu werfen. Das ist genau der richtige Studiengang für alle, die berufsbegleitend und praxisnah einen Einstieg oder Aufstieg in Bibliotheken und Informationseinrichtungen suchen. Wir haben das Wichtigste hier zusammengestellt, laden aber auch herzlich zur digitalen Informationsveranstaltung am Freitag, den 24. Juli um 15 Uhr ein. Dort stellen wir den Studiengang nochmal im Detail vor und nehmen uns Zeit für alle Fragen. Anmeldungen gerne direkt über E-Mail (malis@f03.th-koeln.de) bei uns, dann bekommt ihr den Einwahllink.

Was macht MALIS besonders?

Der 4-semestrige Masterstudiengang richtet sich an alle, die in Bibliotheken, Archiven, oder anderen Informationseinrichtungen Leitungs- oder Spezialaufgaben übernehmen wollen. Pro Jahr starten etwa 30 Studierende, die aus ganz Deutschland und auch angrenzenden Ländern kommen. Durch die Struktur des Studiengangs bietet sich so eine tolle Gelegenheit zum Netzwerken und Kennenlernen vieler Menschen und Einrichtungen. Außerdem gibt es einen hohen Praxisbezug im gesamten Studium: von eigenen Projektarbeiten bis zu Lehrenden direkt aus der Praxis. Das Studium ist zudem als Blended Learning konzipiert: kurze und wenige Präsenzphasen (mal vor Ort in Köln und mal digital) wechseln sich mit hohen E-Learning-Anteilen ab.

Für wen ist MALIS gedacht? 

MALIS wendet sich sowohl an Wissenschaftler*innen mit einem ersten Hochschulabschluss (Magister, Diplom, Staatsexamen, Bachelor oder Master), die sich beruflich auf den bibliothekarischen oder informationstechnischen Bereich ausrichten wollen, als auch an Bibliothekar*innen und Informationsfachleute, die ihr Know-how auf den aktuellen Stand bringen möchten und eine Höherqualifizierung anstreben.

Was muss man mitbringen?

Zulassungsvoraussetzung ist neben dem Abschluss eines Hochschulstudiums eine qualifizierte berufspraktische Tätigkeit von mindestens zwölf Monaten, die auch in Teilzeit (mindestens halbtags) erfolgt sein kann. Mindestens zwei dieser zwölf Monate müssen im Bibliotheks- und Informationsbereich gesammelt worden sein. Wir beraten sehr gerne individuell, um die Anrechnungsfähigkeit der eigenen berufspraktischen Tätigkeiten abzuklären.

Einblicke gefällig?

Wer wissen will, welche spannenden Projekte MALIS-Studierende so umsetzen, kann auf dem MALIS-Projekte-Blog vorbeischauen. Hier gibt es Beispiele aus Forschung und Praxis, die zeigen, wie vielfältig und relevant das Feld der Informationswissenschaft heute ist. 

Wie sieht Karriere mit MALIS aus?

Ob in wissenschaftlichen oder öffentlichen Bibliotheken, Forschungseinrichtungen, bei Verbänden, Wirtschaftsunternehmen oder in der digitalen Informationsvermittlung, MALIS-Absolvierende sind gefragt. Einen guten Überblick über mögliche Karrierewege zeigen ehemalige Studierende auf unserer Webseite.

Noch Fragen?

Wir haben eine kleine Informationssammlung zum Studium als FAQ aufbereitet. Wir beraten aber jederzeit gerne persönlich über E-Mail (malis@f03.th-koeln.de) oder telefonisch (+49 221-8275-5946). Wir, das sind Luca Berrens (Studienganskoordination) sowie Prof. Dr. Inka Tappenbeck und Prof. Dr. Claudia Frick (Studiengangsleitungen). Wer darüber hinaus gerne einen Einblick aus Studierendenperspektive möchte, wird bei unseren Studiengangsbotschafter*innen fündig.

Neugierig geworden?

Am Freitag, den 24. Juli bieten wir um 15 Uhr eine digitale Informationsveranstaltung an. Dort stellen wir den Studiengang im Detail vor und nehmen uns Zeit für alle Fragen. Anmeldungen hierzu gerne direkt über E-Mail (malis@f03.th-koeln.de) bei uns, dann bekommt ihr den Einwahllink. Die Bewerbung für den Studienstart im Sommersemester 2026 erfolgt digital und ist noch bis 30. September 2026 möglich.

Kurz zusammengefasst!

MALIS an der TH Köln ist optimal für alle, die sich berufsbegleiten in der Bibliotheks- und Informationswissenschaft weiterentwickeln und in Bibliotheken und anderen Informationseinrichtungen arbeiten wollen. Das alles mit Flexibilität, Praxisbezug und einem starken Netzwerk. Wir freuen uns auf neue Gesichter!

Received before yesterday4 - 德语区数字人文研究协会博客(DHd-Blog)

Nicht nur Text, nicht nur Daten … aber was dann? – ‚Theoretisieren‘ durch Praktiken in der digitalen Editorik, der Digital History und den Computational Literary Studies. Ein Bericht.

2026年6月2日 19:31

Autor*innen (alph.)

Originalblogpost: https://dhtheorien.hypotheses.org/2442

Einleitung

Am 25. Februar 2026 fand im Rahmen der jährlichen Digital-Humanities-Konferenz (DHd) ein Panel der AG Digital Humanities Theorie statt, das eine zentrale Frage in den Mittelpunkt stellte: Wie werden digitale Forschungspraktiken selbst zum Ausgangspunkt theoretischer Reflexion? Die Diskussion, an der sich Laura Untner (Freie Universität Berlin) und Alexa Lucke (Universität Siegen) aus den Computational Literary Studies (CLS), Silke Schwandt (Universität Bielefeld) und Christian Wachter (Universität Münster) aus der Digital History und Philipp Hegel (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz) aus der Digitalen Editorik beteiligten, zeigte, dass Theoriearbeit in den Digital Humanities (DH) nicht nur als externes Gerüst verstanden werden kann, sondern vielmehr auch aus der Praxis selbst erwächst. Im Folgenden werden einige Aspekte der Debatte zusammengefasst und es wird dazu eingeladen, über die Verflechtung von Theorie und Praxis sowie Theorie und Empirie in den DH wieder nachzudenken.

Was ist Theorie in den Digital Humanities?

In den Geisteswissenschaften war Theorie lange Zeit eng mit textbasierter Argumentation verbunden – dem Lesen, Interpretieren und Schreiben. In den DH verschiebt sich dieser Fokus: Hier entsteht Wissen nicht nur in klassischen Publikationen, sondern auch in Datenmodellen, Code-Zeilen oder Visualisierungen. Theorie und Theoriebildung hängen zunehmend von technischen Bedingungen ab, wodurch ihre impliziten Annahmen und Voraussetzungen nicht immer sichtbar werden. Zugleich wurde betont, dass Theoriearbeit in den DH drei zentrale Dimensionen umfasst: die methodologische (Wie operationalisieren wir Begriffe wie ‚Genre‘ oder ‚Autor*innenschaft‘?), die epistemologische (Welche Erkenntnisbedingungen liegen unseren Datenmodellen zugrunde?) und die technische (Wie prägen Infrastrukturen wie APIs oder Datenbanken unser Verständnis von Forschungsobjekten?). Theorie muss in diesem Zusammenhang nicht als Hindernis, sondern kann als Produktivitäts- und Transparenzwerkzeug verstanden werden – gerade dann, wenn sie explizit gemacht wird.

Praktiken des Theoretisierens in den Teilfeldern

Für die Computational Literary Studies (CLS) lag der epistemologische Schwerpunkt des Panels auf der Frage, wie Modellierungsprozesse theoretische Annahmen sichtbar machen (können). So wurden Text- und (Meta-)Datenmodelle wie Genre-Taxonomien oder Autorschaftskonzepte nicht als neutrale Perspektiven auf literaturgeschichtliche Kategorien wahrgenommen, sondern vielmehr hinsichtlich ihres Status zwischen (häufig normativen) theoretischen Konstrukten und empirischen Befunden diskutiert. Die digitale Hermeneutik (Möbus et al. 2025) etwa versuche, (latente) Vorannahmen in Daten und Datensätzen zu entschlüsseln und auf diese Weise den Mythos der ‚rohen Daten‘ (Gitelman 2013) zu entkräften. Ein Extrembeispiel für theoretische Reflexion stellt das WEMI-Modell (Work-Expression-Manifestation-Item) dar, das durch seine relationale Struktur zeigt, wie stark unser Verständnis von ‚Text‘ von theoretischen Vorannahmen geprägt ist. Besonders hervorgehoben wurde die Rolle der Formalisierung: Dabei wurde kritisch gefragt, warum bestimmte Literaturtheorien (wie Strukturalismus und Formalismus) formalisierbarer seien als andere und ob der Fokus in den CLS nicht stärker auf der Prozesshaftigkeit von Theoriebildung liegen sollte.

Im Hinblick auf die Digital History zeigte sich, dass das Digitale nicht einfach nur neue Methoden, sondern einen reflexiven turn (König 2021) auslöste. Traditionelle Praktiken wie Quellenkritik oder narrative Darstellungen erhalten durch digitale Werkzeuge eine neue Dimension: Erstere muss etwa Unsicherheiten in Datenmodellen reflektieren, während Visualisierungen wie Netzwerkanalysen zu ‚produktiven Irritationen‘ führen, die etablierte Erzählungen herausfordern. Ein Schlüsselmoment ist die Erkenntnis, dass Digital History nicht ‚Geschichte in Bits‘ ist, sondern eine Auseinandersetzung mit den Bedingungen, unter denen historisches Wissen heute entsteht. Besonders kontrovers diskutiert wurde, ob der Übergang von analogen zu digitalen Medien lediglich ein Medientransfer oder eine tiefgreifende Transformation darstelle.

Für die Digitale Editorik wurde besonders deutlich, wie technische Entwicklungen theoretische Fragen erst ermöglichen. Digitale Editionen entstanden etwa durch die Verschmelzung heterogener Bausteine, deren Zweck nicht primär die Erstellung digitaler Editionen war: von der Mikroelektronik (integrierter Schaltkreis, 1958) über Codierungsstandards auf der Grundlage von SGML (ab etwa 1987) bis hin zu webbasierten Präsentationsformen (HTTP, 1991) und vermutlich Transformermodellen (2017). Jede dieser Technologien brachte implizite Modell-Entscheidungen mit sich – etwa die Frage, wo die Grenze zwischen ‚Text‘ und ‚Apparat‘ verläuft oder wie Faksimiles die Entstehungsgeschichte eines Dokuments sichtbar machen. Eine zentrale These war, dass digitale Editionen nicht länger nur als ‚Ergebnisse‘, sondern als dynamische Forschungsumgebungen verstanden werden können, in denen Theorie und Praxis untrennbar miteinander verbunden sind.

Diskursive Synthesen

Über alle beteiligten Felder hinweg zeigte sich in der Diskussion, dass ‚Theorie‘ in den DH oft implizit in Infrastrukturen, Datenmodellen/Schemata oder Code/Algorithmen u. v. m. eingebettet ist, wodurch sie erst in Test- und Grenzsituationen sichtbar wird. So entstehen theoretische Reflexionen etwa dann, wenn Historiker*innen mit Informatiker*innen über Datenmodelle diskutieren oder wenn Literaturwissenschaftler*innen feststellen, dass ihre Operationalisierungen rechnerisch nicht nutz- oder ausführbar sind. 

Ein weiterer Schwerpunkt war die Pluralität theoretischer Ansätze in Verbindung mit der Frage nach Formalisierbarkeit: Trotz (Quasi-)Standards wie den Richtlinien der TEI zeigt sich, dass fast jedes Projekt eigene Modellanpassungen vornimmt und dadurch die Standardisierungsidee aufspreizt. Einig waren sich die Panelist*innen vor allem darin, dass Kollaboration, gerade in interdisziplinären Teams, einen Raum für theoretische Reflexion schaffe, der in traditionellen Einzeldisziplinen oft fehle – was auch einem gewissen Zwang geschuldet sein könnte, in der Sache zusammenzukommen (Stichwort ‚Interoperabilität‘).

Besonders hervorgehoben wurde auch die Rolle von Visualisierungen: Tabellen, Netzwerke oder interaktive Karten machen nicht nur Daten sichtbar, sondern auch die Modell-Entscheidungen, die hinter ihnen stecken. So wird etwa durch die Darstellung von Textvarianten in digitalen Editionen deutlich, wie stark unser Verständnis von ‚Varianten‘ von technischen Repräsentationsmöglichkeiten abhängt. Gleichzeitig sei angemerkt, dass Visualisierungen auch mit Verdeckungseffekten einhergehen.

Ausblick: Theorie als Aufgabe der Community

Die Diskussion mündete in den Appell, Theoriearbeit in den DH systematischer zu verankern. Dazu gehören konkrete Schritte wie die noch stärkere Einbindung theoretischer Reflexionen in Projektbeschreibungen, die Förderung von Methodenpluralismus in Drittmittelanträgen oder die Entwicklung von Schulungsformaten, die Historiker*innen und Literaturwissenschaftler*innen in theorie- und datengetriebene Denkweisen einführen. Ein vielversprechender Ansatz ist die Idee, kritische Datenpraxis als Standard zu etablieren, also die kontinuierliche Reflexion darüber, wie Algorithmen, Interfaces und Infrastrukturen unser Wissen formen und dabei selbst Ausdruck unseres Wissens sind.

Wenn Theorie als integraler Bestandteil von Forschungspraxen verstanden wird, können die DH eine noch tragfähigere Brücke zwischen geisteswissenschaftlicher ‚Tiefe‘ und technischer Innovation schlagen. Der Schlüssel liegt darin, die unsichtbare Arbeit des Theoretisierens – im Labor, im Code, in den Datenmodellen – bewusster zu machen. Denn erst dann wird klar: Theorie ist nicht das Gegenteil von Praxis, sondern ihre treibende Kraft (wie auch Praxis die treibende Kraft von Theorie ist).

Die AG Digital Humanities Theorie bedankt sich beim Organisationsteam der DHd-Konferenz sowie bei allen Diskutant*innen im Plenum für Fragen, Anregungen und Kommentare. Die AG wird das Thema weiter bearbeiten und lädt daher alle Interessierten, vor allem auch aus weiteren Bereichen der DH, um die Debatte über CLS, Digitale Editorik und Digital History hinaus zu erweitern, zur Mitarbeit ein. Schreiben Sie dazu sehr gerne eine Mail an die Convenor der AG Jonathan D. Geiger (jonathan.geiger@adwmainz.de), Rabea Kleymann (rabea.kleymann@phil.tu-chemnitz.de) und Alexa Lucke (Alexa.Lucke@uni-siegen.de).

Referenzen

Gitelman, Lisa (Hrsg.) (2013). „Raw Data“ is an Oxymoron. Cambridge, MA: The MIT Press. DOI: https://doi.org/10.7551/mitpress/9302.001.0001.

König, Mareike (2021). „Die digitale Transformation als reflexiver turn: Einführende Literatur zur digitalen Geschichte im Überblick“. Neue Politische Literatur 66, Nr. 1: 37–60. DOI: https://doi.org/10.1007/s42520-020-00322-2.

Möbus, Dennis et al. (Hrsg.) (2025). Digital Hermeneutics II: Sources, Analysis, Interpretation, Annotation, and Curation. (Special Issue, Lecture Notes in Computer Science, LNCS, vol. 14566), Heidelberg u.a.: Springer. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-032-08697-6.

Call for Papers DHd2027

2026年6月2日 01:03

DHd 2027: Mind the Gap! – Wissen, Unsicherheit und Verantwortung

Jahrestagung des Verbandes Digital Humanities im deutschsprachigen Raum, ausgerichtet von der Universität Marburg

1. bis 5. März 2027 in Marburg

Einreichungsfrist: 1. August 2026

Die Einreichungen erfolgt über ConfTool

Lücken sind konstitutiv für Wissen. Sie markieren Leerstellen, werfen neue Fragen auf und treiben Erkenntnisprozesse an. Für die Digital Humanities gilt dies in besonderem Maße: Wo Wissen digital codiert, modelliert und computerlesbar gemacht wird, entstehen notwendigerweise Übersetzungen, Reduktionen und Zwischenräume. Die Transformation analoger Objekte in Daten, Modelle oder digitale Repräsentationen erzeugt ebenso Lücken wie die Arbeit mit Materialien, die bereits digital erstellt wurden (“born digital”) und zunächst erfasst, strukturiert, archiviert oder kuratiert werden müssen, bevor sie wissenschaftlich zugänglich werden.

Die DHd 2027 richtet den Blick auf diese produktiven, problematischen und verantwortungsrelevanten Dimensionen von Lücken, Unsicherheiten und Differenzen – und befragt damit auch implizite Ideale von Vollständigkeit und Uneindeutigkeit von Daten sowie die dahinterstehenden Deutungsprozesse. Sie fragt danach, wie Leerstellen, Praktiken und Verfahren die Digital Humanities prägen, als epistemische Voraussetzung, methodische Herausforderung, ethische Verantwortung und Ausgangspunkt neuer Interpretationen. Dabei stehen sowohl materielle und historische Abwesenheiten als auch algorithmische Intransparenzen, Datenlücken, Modellierungsentscheidungen und ungleiche Zugänge zu Wissen und Infrastruktur im Fokus.

Daten mit Bezug auf die menschliche Kultur sind häufig durch Unvollständigkeit geprägt: Quellen sind beschädigt, verloren gegangen, dekontextualisiert oder nur fragmentarisch überliefert. Zugleich erzeugen Digitalisierung und Modellierung neue Formen der Selektion und Vereinfachung. Jede Form der Repräsentation, Klassifikation oder Visualisierung beruht auf Entscheidungen darüber, was sichtbar gemacht, hervorgehoben oder ausgelassen wird. Insbesondere datengetriebene und KI-basierte Verfahren werfen Fragen nach Transparenz, Nachvollziehbarkeit, Unsicherheit und Verantwortung auf.

Das Motto Mind the Gap! verweist darüber hinaus auf bestehende Ungleichheiten innerhalb digitaler Wissensproduktion. Trotz des demokratisierenden Potenzials digitaler Technologien bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede im Zugang zu Daten, Werkzeugen,Infrastrukturen und Publikationsmöglichkeiten, abhängig von geografischer, institutioneller, sozialer oder anderer Positionalität. Die Tagung möchte daher auch Raum schaffen für Diskussionen über Teilhabe, Verantwortung und nachhaltige Entwicklungen im Feld der Digital Humanities.

Wir laden Beiträge aus allen Bereichen der Digital Humanities sowie angrenzenden Disziplinen ein. Willkommen sind insbesondere Einreichungen zu folgenden Themenfeldern:

  • Lücken und Unsicherheiten in historischen, kulturellen und materiellen Überlieferungen
  • Provenienz, Fragmentierung, Dekontextualisierung und fehlende Metadaten
  • Modellierung von Vagheit, Unsicherheit und Mehrdeutigkeit
  • Grenzen und Selektionsprozesse bei Digitalisierung, Datenmodellierung und Annotation
  • Das „digitale Dunkelfeld“ und Fragen der Nicht-Digitalisierung
  • Black-Box-Problematiken, KI-Methoden und eXplainable Artificial Intelligence (XAI)
  • Wissenslücken und Verzerrungen in Trainingsdaten großer Sprach- und Bildmodelle
  • Digitale Rekonstruktionen und der Umgang mit Spekulation und Evidenz
  • Unsicherheiten in Visualisierung, Aggregation und Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse
  • FAIR-, CARE- und datenethische Fragestellungen
  • Anonymisierung, Pseudonymisierung und bewusste Auslassungen sensibler Daten
  • Datenkompetenz, Ausbildung und infrastrukturelle Ungleichheiten
  • Postkoloniale Perspektiven und Verantwortung im Umgang mit Kulturdaten
  • Mixed Methods, KI und Hermeneutik
  • Vernetzung von GLAM-Institutionen und digitalen Forschungsinfrastrukturen
  • Reflexionen über die Rolle der Digital Humanities in gesellschaftlich und technologisch unsicheren Zeiten

Die Konferenz versteht „Lücken“ dabei nicht ausschließlich als Defizite, sondern auch als produktive Räume der Reflexion, Interpretation und Kritik. Wenn Wissen nicht als abgeschlossenes Produkt, sondern als konstruktiver Prozess verstanden wird, dann sind Unsicherheiten, Leerstellen und Differenzen zentrale Voraussetzungen wissenschaftlicher Erkenntnis.

Die DHd 2027 lädt dazu ein, diese Spannungsfelder gemeinsam zu diskutieren und Perspektiven auf eine verantwortungsvolle, reflektierte und nachhaltige digitale Wissensproduktion zu entwickeln.

Formalia

Eingereicht werden können:

Vorträge (Einreichung von mindestens 1500, maximal 2000 Wörtern)

Vorträge im Doctoral Consortium (Einreichung von mindestens 500, maximal 750 Wörtern)

Panels (minimal drei, maximal sechs Teilnehmer:innen, eine Einreichung von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern)

Poster (Einreichung von mindestens 500, maximal 750 Wörtern)

Vor der Tagung stattfindende, halb- oder ganztägige Workshops (Einreichung von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern)

Für die Einreichung müssen Sie sich in ConfTool registrieren und eine mit dem FidusWriter erstellte dhc-Datei zur Begutachtung einreichen (Der FidusWriter wird derzeit eingerichtet und steht ab Anfang Juni zur Verfügung. Hinweise zur Benutzung des FidusWriter finden Sie in der separaten Anleitung auf der Tagungswebseite). Zusätzlich ist eine Kurzzusammenfassung der Einreichung mit ca. 100–150 Wörtern in ConfTool einzutragen. Die Einreichungen, die den Charakter von regulären, dauerhaft zitierfähigen Kleinpublikationen haben, werden sowohl in der Zenodo-Community des DHd-Verbandes veröffentlicht (individuell und in der Tagungspublikation) als auch gemeinsam mit den Kurzzusammenfassungen auf der Website der Tagung und im Tagungsprogramm.

Die Frist für die Einreichungen läuft am 01.08.2026 (23:59 Uhr, MESZ) ab. Bitte beachten Sie: Wie bereits in den letzten Jahren wird diese Frist nicht verlängert.

Die Begutachtung der Einreichungen erfolgt nach einem Open Peer Review-Verfahren, bei dem die Namen der Einreichenden und Begutachter:innen gegenseitig offengelegt werden (sog. open identities), die Reviews selbst werden nicht veröffentlicht. Eine Benachrichtigung darüber, ob die Einreichung angenommen wurde, wird voraussichtlich bis Anfang November versendet. Im Fall der Annahme wird die Abgabe einer publikationsfertigen Fassung des akzeptierten Abstracts, welche das Review-Feedback berücksichtigt, bis zum 5.12.2026 erwartet. Rückfragen zur Einreichung richten Sie bitte per E-Mail an: dhd2027@uni-marburg.de.

Die wichtigsten Sprachen des Austausches in der DHd-Community sind Deutsch und Englisch. Vorschläge können auf Deutsch oder Englisch eingereicht werden. Wir ermuntern alle Teilnehmer:innen, ihre Beiträge zur Konferenz auf Deutsch vorzutragen, doch auch Beiträge auf Englisch sind willkommen.

Es wird davon ausgegangen, dass angenommene Beiträge von den Einreichenden persönlich und vor Ort vorgestellt werden.

Jede Person darf nur eine einzige Einreichung für einen Vortrag oder ein Poster vornehmen (Rolle: ›Vortragende Person im ConfTool‹) und nur einen Vortrag halten. Die Co-Autorschaft bei maximal zwei weiteren Einreichungen (Vortrag oder Poster) ist möglich. Zusätzlich kann jede Person an maximal einer Panel-Einreichung beteiligt sein. Workshop-Einreichungen fallen nicht unter diese Beschränkung. Jede Arbeitsgruppe des DHd hat darüber hinaus die Möglichkeit zu einer zusätzlichen Einreichung (Workshop, Panel, Poster), die als solchegekennzeichnet werden muss. Es wird empfohlen, bei Einreichungen mit mehreren Einreichenden in einer Fußnote zu Beginn der Einreichung die Rolle(n) der Einreichenden nach der CRediT-Taxonomie (https://credit.niso.org/) auszuweisen (in der Form: „Contributor Roles: Vorname1 Name1 (Conceptualization, Writing – original draft), Vorname2 Name2 (Software), Vorname3 Name3 (Writing – review & editing).“

Eine Einreichung für eine wissenschaftliche Präsentation hat üblicherweise Referenzen, die am Ende in einer Bibliographie aufgelistet werden. Diese werden bei der Ermittlung der Textlänge nicht berücksichtigt. Alle Wörter davor (z. B. Bildunterschriften) werden gezählt.

Eine gute Einreichung folgt den Prinzipien guter wissenschaftlicher Arbeit und beschreibt in inhaltlich und formal strukturierter Weise Forschungsfrage, Material, Methode und Ergebnisse. Bitte beachten Sie, dass es sich bei Ihren Einreichungen um zwar kleine, aber vollwertige wissenschaftliche Publikationen handeln soll, die entsprechend veröffentlicht werden können. Falls Unklarheit über die Form der Einreichung besteht, empfiehlt sich ein Blick in gelungene Beispiele der letzten Tagung: Das Book of Abstracts zur DHd2026 gibt einen Überblick über angenommene Vorträge, Panels, Poster und Workshops. Darüber hinaus empfiehlt sich ein Blick in die Handreichung für den Begutachtungsprozess der DHd-Jahrestagungen.

Mögliche Formate:

Einzelvorträge (20‘ Vortrag + 10‘ Diskussion; Einreichung von mindestens 1500, maximal 2000 Wörtern): Es sollen unveröffentlichte Ergebnisse bzw. Entwicklungen von signifikanten neuen Methoden oder digitalen Ressourcen und/oder ein methodisches bzw. theoretisches Konzept vorgestellt werden. Vortrags-Einreichungen sollten den Forschungsbeitrag in geeigneter Weise vor dem Hintergrund des Forschungsstands kontextualisieren und seine Bedeutung für die (digitalen) Geisteswissenschaften oder einen jeweiligen Teilbereich daraus deutlich machen. Einreichungen für Vorträge müssen sich bei der Einreichung explizit einem der Fokusse “Tool/Resource”, “Theorie/Metareflexion/Positionspapier”, “Methode”, “Computergestützte Analyse/Interpretation”, oder “Offenes Feld” zuordnen. Für Vorhaben, zu denen noch keine Zwischenergebnisse vorliegen, ist das Posterformat vorgesehen.

Zu angenommenen Vortragseinreichungen muss unter Berücksichtigung der Gutachten bis zum 5.12.2026 eine finale Fassung im Umfang von max. 2.500 Wörtern eingereicht werden.

Vorträge im Doctoral Consortium (Einreichung von mindestens 500, maximal 750 Wörtern): Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein besonderes Ziel der DHd-Jahrestagung. Aus diesem Grund können gesondert Vorträge zu einem Doctoral Consortium eingereicht werden, um Dissertationsvorhaben ausgewählter Teilnehmer:innen vorzustellen. Zusätzlich zur Gelegenheit, das eigene Forschungsthema zu präsentieren, können so auch Rückmeldungen des Fachpublikums eingeholt werden, um das eigene Promotionsvorhaben thematisch und methodisch weiterzuentwickeln. Der Fokus liegt auf der Anfangsphase der Promotion. Promovierende mit fortgeschrittenen Projekten werden deshalb ermuntert, Einzelvorträge (s.o.) einzureichen.

Exposés (Umfang 500–750 Worte, plus Literaturverzeichnis) zum Doctoral Consortium können bis zum 1.8.2026 auf dem üblichen Weg über das ConfTool als Beitrag der Art(Konferenztrack) “Doctoral Consortium” eingereicht werden. Die Einreichenden der besten Exposés werden zum Doctoral Consortium eingeladen. Für diese entfällt die Teilnahmegebühr an der Tagung.

Darüber hinaus ist geplant, durch die Einwerbung von Fördergeldern Reisestipendien an Vortragende und Beteiligte zu vergeben, denen nur geringe oder keine finanziellen Mittel im Rahmen eigener Stellen und Projekte zur Verfügung stehen. Auf diese Reisestipendien werden sich auch Teilnehmer:innen am Doctoral Consortium bewerben können. Zu den Reisestipendien wird ein separater Call veröffentlicht.

Panels (minimal drei, maximal sechs Teilnehmer:innen inkl. Moderator:in; 90’ Panel, davon max. 30’ Statements; Einreichung von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern): Panels bieten drei bis sechs Teilnehmer:innen die Möglichkeit, ein Thema zu diskutieren, das den Bereich eines einzelnen Projektes, Projektverbundes oder Forschungsstandorts überschreitet. Panels sollten nicht ausschließlich aus Teilnehmer:innen eines gemeinsamen Projektes bestehen. Es wird dazu ermuntert, insbesondere Panels mit Bezug zum Tagungsthema einzureichen und dem Publikum die Chance zu geben, kontroverse Themen zu diskutieren. Es ist darauf zu achten, dass ein Panel nach Kriterien der Diversität besetzt ist. Es wird erwartet, dass von der 90-minütigen Sitzung nicht mehr als ein Drittel auf vorbereitete Statements entfällt und die Aussprache innerhalb des Panels genügend Zeit für eine Diskussion mit dem Publikum lässt. Die Panel-Organisator:innen reichen eine kurze Beschreibung des Themas im Umfang von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern ein und bestätigen die Bereitschaft der aufgeführten Personen, am Panel teilzunehmen. Für die Annahme einer Paneleinreichung ist die stringente Darlegung des thematischen bzw. methodischen Zusammenhangs der Einzelbeiträge von entscheidender Bedeutung.

Poster (Einreichung von mindestens 500, maximal 750 Wörtern): Poster können zu jedem Thema des Call for Papers eingereicht werden. Sie können auch den Stand einzelner Projekte anschaulich beschreiben. Die Poster werden jeweils gemeinsam mit den Einreichungen in der Zenodo Community des DHd-Verbandes unter einer CC-BY-Lizenz publiziert. Poster, die für die Präsentation angenommen werden, müssen deshalb von den Präsentierenden bis spätestens zum 28.02.2027 als Datei über ConfTool eingereicht werden. Nähere Informationen zum Prozedere werden den Posterpräsentierenden nach der Annahme mitgeteilt.

Vor der Tagung stattfindende Workshops; Einreichung von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern): Neben Lehr-, Fort- und Weiterbildungsformaten oder Tutorials (z. B. zu bestimmten Themen, Technologien, Tools, Schlüsselqualifikationen) können auch kollaborative Arbeitsformen zu Themen und/oder Daten (z. B. Hackathons, Barcamps, Tool-Testings) sowie längere, auf einen vorab definierten Output ausgerichtete Treffen von DHd-Arbeitsgruppen eingereicht werden. Workshops dauern einen halben Tag (4 Stunden, inkl. Pause) oder zwei halbe Tage (7–8 Stunden, inkl. Pausen) und werden am Montag und Dienstag der Tagungswoche stattfinden. Die Einreichungen müssen die folgenden Informationen enthalten:

  • Titel und eine kurze Beschreibung des Themas (mindestens 1200, maximal 1500 Wörter), die vollständigen Kontaktdaten aller Beitragenden sowie einen Absatz zu deren Forschungsinteressen
  • Angaben zum Format
  • Angaben zum Zielpublikum, insbesondere zu notwendigem Vorwissen
  • Die Zahl der möglichen Teilnehmer:innen
  • Angaben zu einer etwa benötigten technischen Ausstattung
  • Den für den Workshop spezifischen Call for Papers, falls ein solcher veröffentlicht wird

Von den Workshopleiter:innen wird erwartet, dass sie sich für die Tagung anmelden.

Die DHd2027 wird als Präsenzveranstaltung abgehalten. Es wird davon ausgegangen, dass angenommene Beiträge von den Einreichenden persönlich und vor Ort vorgestellt werden. Während die Keynotes gestreamt werden, ist für die Konferenz selbst kein Hybrid-Modus vorgesehen.

Kausalanalyse ohne Experimente: ein Online-BYODL zu statistischen Verfahren mit Python

2026年6月1日 20:26

Kausalanalyse ist ein zentraler Ansatz in der Forschung, der den Fragen nachgeht, warum ein Phänomen auftritt oder wie es zustande kommt.

In diesem HERMES-Bring-your-own-data-Lab lernen Sie unter der Anleitung der Expertin Dr. Ramona Roller Methoden der kausalen Inferenz für Beobachtungsdaten kennen. Zunächst vertiefen Sie Ihr theoretisches Verständnis von Kausalität und nutzen visuelle Werkzeuge, um kausale Modelle zu konstruieren. Anschließend erhalten Sie einen Überblick über statistische Verfahren der kausalen Inferenz, die Sie anschließend auf Ihren eigenen Datensätzen anwenden können.

Der Workshop richtet sich an alle Geistes- und Kulturwissenschaftler*innen, die in ihrer Forschung kausale Fragen untersuchen und dafür einen systematischen Ansatz suchen.

Wann? 03.07.2026, 9:15 – 15:45 Uhr

Wo? Online

Alle Informationen und Registrierung unter: https://hermes-hub.de/aktuelles/events/byodl-kausalanalyse-2026-07-03.html 

 

Diskurse über lange Zeiträume hinweg mit Machine Learning erforschen: Summer School

2026年5月22日 18:31

longue durée digital Wie lassen sich Diskurse, Bedeutungsverschiebungen und soziale Ungleichheiten über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte hinweg mit Machine Learning nachverfolgen? Die ZB-Summer School Longue durée digital (17.-18.6.2026 in Zürich) verbindet qualitative und hermeneutische Forschungsfragen mit digitaler Textanalyse – von der Korpusexploration über Klassifikation bis zur kritischen Evaluation. Mit Gastvorträgen von Sophie Mützel (Luzern) und Lukas Posselt (Göttingen).

In zwei abwechslungsreichen Tagen arbeiten wir gemeinsam daran, wie sich qualitative und hermeneutische Forschungsinteressen mit Methoden der digitalen Textanalyse bearbeiten lassen, ohne dass dabei die theoretische Reflexion zu kurz kommt. Der erste Tag widmet sich der Erschliessung und Exploration von Textkorpora: Wie lassen sich geeignete Quellen identifizieren, ihre Qualität beurteilen und semantische Verschiebungen sowie Tonlagen über lange Zeiträume sichtbar machen? Am zweiten Tag wenden wir uns der Klassifikation zu – von der Entwicklung und Annotation eigener Kategorien bis hin zum Einsatz von Sprachmodellen zum automatischen Labeln. Schliesslich unterziehen wir die Resultate einer kritischen Evaluation und führen in mögliche Metriken ein. Eine offene Werkstatt gibt Raum, eigene Fragestellungen einzubringen.

Abends vertiefen Gastvorträge von Sophie Mützel (Luzern) und Lukas Posselt (Göttingen) die Themen und geben Gelegenheit zur Diskussion und Reflexion.

Die Summer School richtet sich an Forschende des Mittelbaus sowie an Masterstudierende in der Abschlussphase, die mit grossen Textmengen arbeiten oder dies vorhaben. Grundkenntnisse in Python sind vor Vorteil, aber nicht unbedingt Voraussetzung.

Weitere Informationen und Anmeldung: https://www.zb.uzh.ch/de/events/summer-school-2026-longue-duree-digital
Anmeldeschluss: 1.6.2026

DH-Tag 2026 der Universität Münster – Programm online!

2026年5月22日 00:15

Der diesjährige DH-Tag der Universität Münster steht vor der Tür. Am 10. Juli 2026 wartet ein abwechslungsreiches Format zum Thema „Digital Humanities: Human Autonomy?“ auf Sie – das offizielle Programm ist nun online.

Plakat zum DH-Tag der Universität Münster: An einer roten Backsteinmauer prangen die metallisch glänzenden 3D-Buchstaben „DIGITAL HUMANITIES", wobei das Wort „HUMANITIES" zusätzlich mit roter Sprühfarbe überdeckt ist. Darunter steht in roter Graffiti-Schrift die Frage „AUTONOMY?". Vor der Mauer steht ein Aufsteller mit der Aufschrift „DH-Tag der Universität Münster, Freitag, 10. Juli 2026" sowie einem QR-Code. Auf dem gepflasterten Boden liegen zwei gebrauchte Sprühdosen. Oben rechts befindet sich das Logo der Universität Münster, unten links das Logo des Center for Digital Humanities Münster und unten rechts das Logo des SCDH (ULB Münster). Am linken Bildrand steht vertikal der Hinweis: „Grafik erstellt mit KI-Unterstützung".

 

Ganz besonders freuen wir uns, mit Prof. Dr. Tobias Hodel von der Universität Bern einen ausgewiesenen Experten auf dem Gebiet KI-gestützter Arbeitsweisen als Keynote Speaker gewonnen zu haben. Sein Vortrag „Denken trotz Prompt? Epistemologische Souveränität als Aufgabe der Digital Humanities“ richtet den Blick nicht nur auf konkrete digitale Werkzeuge, sondern stellt vor allem das praktische Arbeiten sowie die dabei betroffenen Reflexionen und Denkweisen in den Mittelpunkt. Eine ausführliche Beschreibung des Vortrags und alle Details zu Programm sowie Hinweise zur Ameldung (bis zum 29.6.2026 möglich) finden Sie auf unserer Seite zum DH-Tag 2026.

Bitte beachten Sie, dass der DH-Tag in Präsenz stattfinden, die Keynote allerdings live online übertragen wird.

Datum: 10. Juli 2026
Ort: Universität Münster, Hörsaal JO 1
Details & Programm: https://www.uni-muenster.de/DH/cdh/dh-tage/2026.html

Herzliche Grüße im Namen des gesamten Organisationsteams
   Christian Wachter

Einladung zum morgigen Online-Vortrag von Zita Baronnet im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums

2026年5月20日 18:05

Gerne möchten wir Sie zum morgigen Online-Vortrag (16–18 Uhr (c.t.)) im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums einladen:

Zita Baronnet (Universität Trier / TCDH): „Urheberrechtlich geschützte Texte online veröffentlichen: Ein Versuch, das Paradoxon zu lösen”

Wie kann man urheberrechtlich geschützte Texte online zugänglich machen, ohne gegen das Urheberrecht zu verstoßen? Wenn urheberrechtlich geschützte Texte als Klartext online verbreitet werden, wird das Urheberrecht verletzt. Andererseits sind komplett verschlüsselte Texte nutzlos für Forscher, da keine computergestützten Analysemethoden wie Sentiment Analysis auf ihnen verwendet werden können. Ziel des DFG-Projekts ‚Forschen mit Derivaten‘ – das im Vortrag vorgestellt wird – ist die Entwicklung eines Ansatzes, mit dem urheberrechtlich geschützte Texte online veröffentlicht und trotzdem analysiert werden können, ohne das Urheberrecht zu verletzen. Wir untersuchen verschiedene Methoden, von der Randomisierung bis zur homomorphen Verschlüsselung, um dieses Problem zu lösen.

Im Sommersemester 2026 setzen wir unsere Vortragsreihe im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums fort. Das Spektrum reicht in diesem Semester von Fragen der digitalen Erschließung und Vernetzung historischer Texte und Wörterbücher über rechtliche und ethische Herausforderungen im Umgang mit Forschungsdaten bis hin zu digitalen Editionen und Plattformlösungen für die geisteswissenschaftliche Forschung. 

Sie sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren!

Alle Informationen und Zoom-Link gibt es unter: https://tcdh.uni-trier.de/de/event/vortrag-von-zita-baronnet-universitaet-trier-tcdh-leonard-schild-cosic-ku-leuven

Betreuungskompetenz gezielt stärken: Chancen und Herausforderungen in den digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften

2026年5月18日 19:44

Diese dreiteilige HERMES-Veranstaltungsreihe richtet sich an Betreuende von Qualifikationsarbeiten (Bachelor, Master, Promotion) im Bereich der digitalen Geistes- und Kulturwissenschaften. Die Reihe ist modular aufgebaut und jede Veranstaltung kann unabhängig besucht werden – ideal für eine gezielte, flexible und praxisnahe Weiterbildung im Alltag im Austausch mit Expert*innen.

Den Auftakt der Reihe bildet eine Veranstaltung zum Thema „Hochleistungsrechnen“, gefolgt von zwei Podiumsdiskussionen zu den Themen „GLAM“ und „Interdisziplinarität“. Hierbei kommen Vertreter*innen von Hochschulen und dem GLAM-Bereich (Galleries, Libraries, Archives, Museums) in unterschiedlicher Zusammensetzung miteinander ins Gespräch, diskutieren verschiedene Thesen und eröffnen Reflexionsräume. Die Teilnehmer*innen gewinnen durch den Besuch der Veranstaltungen neue  Perspektiven zu aktuellen Themen, die sie in die Betreuung und Beratung ihrer Studierenden und Promovierenden einbringen können. Raum für Fragen und eine offene Diskussion wird bei allen Veranstaltungen gegeben.

Die Veranstaltungen finden online statt, eine Registrierung ist über die einzelnen Veranstaltungsseiten möglich.

High Performance Computing (HPC) nutzen: Anja Gerbes und Dr. Sabine Bartsch

08.06.2026, 18-20 Uhr

Nach einer Roadshow von Anja Gerbes zu High Performance Computing des NHR, berichtet Dr. Sabine Bartsch von ihren Erfahrungen des Dienstes in Forschung und Lehre.

https://hermes-hub.de/aktuelles/events/betreuenden-ws-hpc-2026-06-08.html 

GLAM als Partner der Wissenschaft verstehen: Prof. Dr. Felix Schäfer, Konstantin Freybe, N.N.

16.07.2026, 18-19:30 Uhr

In der Podiumsdiskussion sprechen Vertreter*innen des GLAM-Sektors und Hochschullehrende über Angebote und Forschung an GLAM-Einrichtungen  sowie der gemeinsamen Betreuung von Qualifiaktionsarbeiten.

https://hermes-hub.de/aktuelles/events/betreuenden-ws-glam-als-partner-2026-07-16.html

Interdisziplinäre Qualifikationsarbeiten betreuen: Prof. Dr. Anna Neovesky, Dr. Shumon T. Hussain, Dr. Anna Froese

17.09.2026, 18-19:30 Uhr

Die eingeladenen Vertreter*innen aus der Wissenschaft diskutieren ihre Erfahrungen in Hinblick auf interdisziplinäres Arbeiten und deren  Betreuung.

https://hermes-hub.de/aktuelles/events/betreuenden-ws-interdisziplinarit%C3%A4t-2026-09-17.html 

Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy

2026年5月11日 21:38

Autor:innen:


Für Originalbeitrag, siehe https://hdl.hypotheses.org/5097

Abb. 1: Gruppenarbeitsphase: Beschreibung disziplinspezifischer OER (Quelle: NFDI4Memory)

Digitale Werkzeuge und die Arbeit mit Forschungsdaten verändern den wissenschaftlichen Alltag – und erfordern die Entwicklung neuer Kompetenzen. Eine besondere Stellung nehmen dabei Data Literacy (Schüller, Busch und Hindinger, 2019) und Forschungsdatenmanagement (FDM) ein, die über OER (Open Educational Resources) vermittelt werden können (Deimann et al., 2015). Doch OER zu FDM sind bisher über verschiedene Plattformen verstreut und damit schwer auffindbar. Plattformen wie DALIA (Ortmeyer et al., 2024) oder Sammlungen wie NFDI4Memory HISTOCAT und HERMES Resourcebase versuchen, hier Abhilfe durch Registraturen und kuratierte Sammlungen zu schaffen. Ein zentraler Schlüssel für die Auffindbarkeit und Nachnutzbarkeit der OER sind dabei allerdings gute Metadaten – doch bestehende Schemata (z. B. das Schema des Datenkompetenzzentrums HERMES (Urbaum et al., 2026) oder das DALIA Interchange Format (Geiger et al., 2026)) unterscheiden sich hinsichtlich fachspezifischer Angaben wie Disziplinen oder Methoden. Hier fehlen in vielen Fällen standardisierte Vokabulare zu einer Beschreibung von OER, um Such-Find-Prozesse effizienter werden zu lassen.

Vor diesem thematischen Hintergrund organisierten die Projekte HERMES, NFDI4Memory, DALIA und NFDI4Culture auf der 12. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. (DHd2026), die vom 23. bis 27. Februar 2026 an der Universität Wien stattfand, einen Workshop. Die Konferenz in Wien stand unter dem Motto „Nicht nur Text, nicht nur Daten“ und erweiterte damit ihren Fokus von den traditionellen text-basierten Analysen zu einer umfassenden, objekt-übergreifenden Perspektive. Neben Textkorpora standen nun auch Personen, Orte, materielle Kultur, Bild- und Klangobjekte, Klimadaten, genetische sowie neurophysiologische Messungen im Fokus.

Abb. 2: Organisationsteam Workshop Kontext und Klarheit (Quelle: Jonathan D. Geiger)

Insbesondere das technische Interesse der Konferenz-Teilnehmenden und die Breite des geisteswissenschaftlichen Disziplinen-Panoramas machten die DHd zu einer geeigneten Konferenz für den Workshop “Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy”. Unser Ziel war es, Metadatenschemata und disziplinspezifische Metadaten von OER unter die Lupe zu nehmen und so eine Grundlage für die Verbesserung der Schemata zu entwickeln. Der halbtägige Workshop konzentrierte sich daher auf die Untersuchung und Strukturierung von OER-Metadaten – insbesondere den Einsatz fachspezifischer, kontrollierter Vokabulare, Picklists und Metadatenschemata für geisteswissenschaftliche Lehr- und Lernmaterialien. Nach einer kurzen Vorstellung der Referent*innen und ihrer Projekte folgte ein Ice-Breaker, der die Unschärfe von Klassifikationen thematisierte. Die daran anschließende kompakte Einführung vermittelte einen Überblick über unseren Untersuchungsbereich wie OER-Metadatenstandards, Metadatenschemata, Vokabularien und deren disziplinäre Herausforderungen und Potenziale. In der Gruppenphase wurde die Think-Pair-Share-Methode nach Bönsch (2002) eingesetzt. Im Hauptteil durchliefen die Teilnehmenden in Kleingruppen einen klassischen Erschließungsprozess. Anhand ausgewählter OER aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen untersuchten die Teilnehmenden, inwiefern die beiden OER-Metadatenschemata von HERMES und DALIA für die Ressourcen geeignet waren und inwiefern disziplinen-spezifische Angaben zu den Werten der einzelnen Attributen gemacht werden können. Das Moderationsteam unterstützte dabei. Abschließend wurden die Ergebnisse im Plenum präsentiert, Bedarfe diskutiert und nächste Schritte für die Weiterentwicklung von Picklists skizziert. Eine Reflexionsrunde fasste zentrale Erkenntnisse zusammen und eröffnete Anknüpfungspunkte.

Abb. 3: Beschreibung von OER anhand ausgewählter Metadatenschemata (Quelle: NFDI4Memory)

Unter den Eindrücken der Kleingruppen gab es interessante Überschneidungen: Demnach waren Autor*innen- und Lizenzinformationen der Ressourcen häufig unklar oder fehlten ganz; Zielgruppen und Kompetenzstufen wurden uneinheitlich beschrieben oder nicht klar voneinander abgegrenzt. Beide Metadatenschemata wiesen Redundanzen bzw. zu viele Pflichtfelder auf, und Metadatenfelder wie Titel, Untertitel oder Versionsangaben konnten nicht konsistent angegeben werden. Die Teilnehmenden merkten zudem an, dass die  Anpassbarkeit an fachspezifische Begriffe derzeit noch begrenzt ist.

Aus diesen  Überschneidungen  ergaben sich gemeinsame Empfehlungen: Vorgeschlagen wurde ein modularer Kern-/Erweiterungs-Ansatz, bei dem grundlegende Metadaten obligatorisch und fachspezifische Felder optional über kontrollierte Vokabulare (Picklists) ergänzt werden können. Darüber hinaus wurde angeregt,  Lizenz- und Autor*innen-Angaben für OER klar auszuweisen; die  Disziplinen-Taxonomie um digitale Geisteswissenschaften bzw. Digital Humanities zu erweitern sowie Metametadaten (Version, Datum, Provenienz, Autor*innen etc.) systematisch zu integrieren. Für komplexere Fälle wurde außerdem die Möglichkeit freier Ergänzungen als sinnvoll erachtet. Einheitliche Definitionen für OER, klare Rollenbezeichnungen und ein abgestuftes Kompetenzmodell wurden ebenfalls als  wünschenswert erachtet. In der Gruppendiskussion wurde insbesondere die Bedeutung  von Metametadaten für Versionierung und Nachvollziehbarkeit von Entwicklungen betont.

Die Organisator*innen danken allen Teilnehmenden herzlich für die rege und produktive Teilnahme und der DHd für die Ausrichtung der Konferenz in Wien. Auch uns hat der Workshop viele Impulse erbracht, die in die weitere Entwicklung der Arbeit an den Metadaten und Plattformen einfließen werden. Die inhaltliche Arbeit an OER und -Metadaten soll im Rahmen einer DHd-Arbeitsgruppe Data Literacy weitergeführt werden – Interessierte sind sehr herzlich zur Mitarbeit eingeladen und können sich in die Mailingliste eintragen und/oder unserem RocketChat-Channel (OER.Net) beitreten.

Referenzen

Bönsch, Manfred. 2002. Unterrichtsmethoden – kreativ und vielfältig. Schneider-Verlag Hohengehren.

Deimann, Markus, Jan Neumann und Jöran Muuß-Merholz. 2015. Whitepaper Open Educational Resources (OER) an Hochschulen in Deutschland – Bestandsaufnahme und Potenziale 2015. Transferstelle für OER. Hamburg. https://open-educational-resources.de/wp-content/uploads/Whitepaper-OER-Hochschule-2015.pdf (zugegriffen: 26.03.2026).

Geiger, Jonathan, Petra Steiner, Abdelmoneim Amer Desouki, Henrika Maria Hüppe und Frank Lange. 2026. DALIA Interchange Format (1.4). DOI: 10.5281/zenodo.17871138

Ortmeyer, Jochen, Jan-Michael Haugwitz, Petra Steiner, Thomas Stäcker, Torsten Schrade, Ulrich Sax, Gábor Kismihók, Matthias Müller, Peter F. Pelz und Sonja Herres-Pawlis. 2024. A Platform for the Provision of Teaching and Training Contents in Data Literacy: DALIA4NFDI. BASE4NFDI User Conference. Berlin, 20-21 November 2024. DOI: 10.5281/zenodo.14183168

Schüller, Katharina, Paulina Busch und Carina Hindinger. 2019. Future Skills: Ein Framework für Data Literacy. Hochschulforum Digitalisierung, 47. DOI: 10.5281/zenodo.3349865

Urbaum, Dorothee und Grigori Chlesberg. 2026. Metadatenschema und Picklisten für Open Educational Resources des Datenkompetenzzentrums HERMES – Humanities Education in Research, Data, and Methods (v1-1). DOI: 10.5281/zenodo.18679758

Urbaum, Dorothee, Laura Döring, Grigori Chlesberg, Jonathan D. Geiger und Petra Steiner. 2026. Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy. In: Silke Schwandt, Gabriel Viehhauser, Tara Andrews und Thomas Wallnig (Hg). 2026. Book of Abstracts – DHd 2026: Nicht nur Text, nicht nur Daten. 12. Jahrestagung des Verbands Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V. DHd2026, Universität Wien, 23.–27. Februar 2026. Wien. DOI: 10.5281/zenodo.18702757

Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 18.05.2026: Introducing Playfair: An Integrated Scholarship Environment

2026年5月11日 15:58

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 18. Mai 2026, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.academiccloud.de/gl/rooms/lou-eyn-nm6-t6b/join)

Dr. Jeffrey Wolf (Vrije Universiteit Brussel)

Humanities researchers today work across a fragmented landscape of digital tools. Citation managers know nothing about manuscript images. Transcription software has no connection to the writing environment. Collection metadata lives in spreadsheets that no other application can read. The result is not merely inconvenience; it is a structural barrier to the kind of cross-referencing, discovery, and synthesis that scholarship demands.

The prototype (early stage) Playfair Suite takes a different approach: a family of desktop applications for collection and source management (Playfair), academic writing (Scribe), manuscript analysis (Quire), OCR and transcription (Almanak), and prosopographical work (Proso), all built on a shared data layer. At the centre sits Playfair, which manages sources, entities, and metadata across the entire research lifecycle, and makes them available to every other application through embeddable views and a common interface. A citation entered in Playfair is immediately accessible while writing in Scribe. A manuscript catalogued in Playfair carries its metadata into analysis in Quire.

This talk introduces the architecture and vision of the Playfair Suite, demonstrates the integration between Playfair and Scribe, and asks what a truly integrated research environment could mean for humanities scholarship.

***

Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum über den Link https://meet.academiccloud.de/gl/rooms/lou-eyn-nm6-t6b/join erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.

Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.

Praxislabor 2026: Recogito – gemeinsames semantisches Annotieren im Browser (Do. 21.05.26, 13:30 – 15:00 Uhr)

2026年5月11日 15:17

Recogito ist eine Webumgebung, mit der man in Texten und Bildern Orte, Personen und Ereignisse einfach semantisch auszeichnen kann. Die Dokumente können gemeinsam bearbeitet und Orte bereits während der Annotation auf Karten angezeigt werden. Die Annotationen können in einer Vielzahl von Formaten exportiert werden, um dann weitere Schritte in GIS, Gephi oder in digitalen Editionen vorzunehmen. Der Einstieg ist niedrigschwellig und jede:r kann sofort starten. Recogito wurde 2018 mit dem DH Award ausgezeichnet und seitdem umfangreich weiterentwickelt.

Information und Zoomlink: https://digigw.hypotheses.org/7494

Praxislabor 2026: Wikibase verstehen und praktisch nutzen? (online, 7.5.26, 20 Uhr)

2026年5月5日 21:01

Im Rahmen des Praxislabors 2026 zeigt dir Olaf Simons, wie du mit Wikibase eigene Datenprojekte umsetzen und dich mit bestehenden Wissensnetzwerken wie Wikidata oder FactGrid verbinden kannst.
Keine alternative Textbeschreibung für dieses Bild vorhandenDer Workshop richtet sich an alle, die erste Schritte mit strukturierten Daten und Knowledge Graphen machen wollen.

📅 07.05.2026
🕗 20:00 – 21:30 Uhr
👉 Alle Infos & Details im Blog:
https://digigw.hypotheses.org/7420

 

 

8. WissKI Anwender*innentreffen 20./21. Oktober 2026 in Nürnberg

2026年5月4日 18:49

Liebe WissKI-Community und alle die sich für Linked Open Data Management interessieren,

auch in diesem Jahr laden wir alle WissKI-Anwender*innen und -Entwickler*innen herzlich ein, um gemeinsam über Projekte und Themen zu diskutieren, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren und gemeinsam Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln.
Das 8. WissKI Anwender*innentreffen findet statt:

Bis zum 31. August 2026 können Beiträge in Form von Präsentationen und Workshops eingereicht werden. Eure Einreichungen werden dieses Jahr in einem Book of Abstracts veröffentlicht! Mehr dazu in unserem „Call for Abstracts“.

Einen vorläufigen Programmablauf könnt ihr schon jetzt online einsehen!

Eine Anmeldung zur Teilnahme am WissKI Anwender*innentreffen ist bis einschließlich 30. September 2026 möglich.
Bei Fragen rund um das WissKI Anwender*innentreffen schreibt ihr an info@wiss-ki.eu oder in unseren Mattermost WAT Channel.

Herzliche Grüße

Die Organisator*innen des #WAT26

Neues Whitepaper zum Thema Fuzzyness & Wobbliness im NFDI4Objects Community Hub

2026年5月4日 15:33

Die NFDI4Objects TWG Community-Standards for modelling fuzziness & wobbliness in research data using Semantic Web technologies and formalisms (FuzzyWobblySW) hat ein neues Whitepaper veröffentlicht, das die Begriffe Unsicherheit, Vagheit und „Fuzzyness & Wobbliness” aus Sicht der Arbeitsgruppe definiert.

Das Dokument vergleicht und fasst gemeinschaftlich entwickelte Arbeitsdefinitionen der TWG  zusammen. Ziel ist ein gemeinsamer begrifflicher und modellierungstechnischer Rahmen. Durch Klärung der Konzepte und Darstellung von Modellierungsstrategien (z. B. probabilistische Ansätze, graduelle semantische Abbildungen, Wikibase-Implementierungen) trägt die Arbeit zu transparenteren, interoperableren und FAIR-konformen Lösungen für unsichere, unpräzise oder mehrdeutige Informationen in Kulturerbe-Wissensgraphen bei.

Das Whitepaper kann im Rahmen des NFDI4Objects-Commons-Prozess bis 28. Mai 2026 kommentiert werden! Wir freuen uns auf Euer Feedback!

Stellenausschreibung: Digital Humanities Fachkraft (m/w/d) an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

2026年4月30日 22:21

 

 

Wir sind eine renommierte Gelehrtengesellschaft und außeruniversitäre Forschungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg und suchen in einem inspirierenden Arbeitsumfeld in der Heidelberger Altstadt zum nächstmöglichen Zeitpunkt ganztags für die Dauer von zunächst zwei Jahren eine

 

Digital Humanities Fachkraft.

 

Zu den Aufgaben gehört die Entwicklung von Software-Lösungen zur Unterstützung von Forschungsprojekten im Akademienprogramm im Bereich Digital Humanities z. B. im Bereich von eXist-DB, XML und XQuery. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Bereich digitaler Editionen und der visuellen Datenpräsentation sowie der Zusammenarbeit mit Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen bei der Entwicklung von Forschungsfragen und der Konzeption von digitalen Methoden im Rahmen der Projektberatung und Projektumsetzung.

 

Dieses Profil zeichnet Sie aus:

  • ein einschlägiges Digital Humanities-bezogenes Studium (mit mindestens Masterabschluss) und mehrjährige Berufserfahrung oder eine vergleichbare Qualifikation
  • Kenntnisse aktueller Webtechnologien und Erfahrung mit Webentwicklung und KI
  • fundierte Kenntnisse in verschiedenen Programmiersprachen (z. B. Java, JavaScript, Python, XQuery, XSLT)
  • Kenntnisse im Bereich XML (z. B. TEI-XML, eXist-DB, XML-Editoren) und Linux
  • ausgeprägte Teamfähigkeit
  • einschlägige Erfahrungen in der Projektarbeit und fachliche Unterstützung bei der Einwerbung von Drittmittelprojekten
  • Erfahrung im Umgang mit Forschungsdaten im Bereich der Digital Humanities und Forschungsdatenmanagement.

 

Wir bieten Ihnen:

  • einen attraktiven Arbeitsplatz im ehemaligen Großherzoglichen Palais am Karlsplatz
  • flexible Gleitzeitregelungen und abwechslungsreiche Tätigkeitsfelder
  • eine betriebliche Altersvorsorge sowie vermögenswirksame Leistungen
  • sehr gute Erreichbarkeit mit dem ÖPNV und Jobticketzuschuss
  • Vergütung nach Entgeltgruppe 13 TV-L (Öffentlicher Dienst der Länder).

 

Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

 

Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen und Angabe der Kennziffer 02/2026 richten Sie bitte bis zum 31. Mai 2026 in einer einzigen PDF-Datei per E-Mail an verwaltung@hadw-bw.de.

correspSearch knackt 400.000-Marke – mit Helmina von Chézy

2026年4月30日 19:49

Der Webservice correspSearch, der historische Briefe durchsuchbar macht und vernetzt, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Mit der jüngsten Integration der Briefe an Helmina von Chézy, die durch ein Explorationsprojekt an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) ermöglicht wurde, weist die Plattform nun mehr als 400.000 Metadatensätze von edierten oder wissenschaftlich erschlossenen Briefen nach.  

Initiiert von der BBAW-Arbeitsgruppe „Gender & Data“ und mit institutioneller Unterstützung der Akademie wird seit 2025 an der Erschließung der Korrespondenzen in Helmina von Chézys Nachlass im Akademiearchiv gearbeitet (Mitwirkende s. u.). Innerhalb von acht Monaten wurde die umfangreiche Korrespondenz von rund 3.500 Briefen mit Unterstützung von TELOTA und unter Nutzung des CMIF Creators erfasst und für die Aufnahme in correspSearch vorbereitet. Etwa 2.000 Briefe wurden an Chézy gerichtet und knapp 1.400 von ihr verfasst. Erstere sind nun freigeschaltet, die Briefe von Chézy selbst werden in Kürze ebenfalls integriert. Zukünftig sollen die Informationen auch zurück in das Findbuch des BBAW-Archivs fließen, um die Nutzung der Bestände vor Ort zu verbessern.

Die Aufnahme der Briefe in correspSearch stellt sicher, dass die Daten standardisiert und langfristig recherchierbar und für die Forschung nutzbar sind. Auch weitere Datenlieferungen trugen dazu bei, die Marke von 400.000 Briefversionen zu erreichen, u.a. der Briefwechsel zwischen Heinrich Mann und Inés Schmied, die Korrespondenz Wilhelm Wieprechts, Frank Wedekinds Korrespondenz digital, der Briefwechsel von Alice und Ludwig Klein, die Historisch-Kritische Ausgabe der Briefe von Goethe oder die Korrespondenz von Else Lasker-Schüler.

Helmina von Chézys Korrespondenznetzwerk

Helmina von Chézy (1783–1856) war als Schriftstellerin, Journalistin und Intellektuelle in vielfältige Netzwerke eingebunden. Mit rund 20 Jahren ging sie nach Paris und verbrachte dort ein prägendes Jahrzehnt, in dem sie Kontakte zu den Romantikern Dorothea und Friedrich Schlegel knüpfte und journalistisch für französische und deutsche Zeitschriften arbeitete. Ein besonderes Kapitel stellte ihr humanitäres Engagement 1815/16 dar, als sie in Lazaretten in Köln und Namur verwundete Soldaten pflegte. Ihr kritischer Bericht über deren schlechte Behandlung führte zu einer Gefängnisstrafe, vor der sie nach Berlin floh, wo E. T. A. Hoffmann erfolgreich ihre Verteidigung übernahm. Ihre Dresdner Jahre (1817–1823) markierten einen Höhepunkt ihres Schaffens durch die Mitgliedschaft im Dresdner Liederkreis und die Zusammenarbeit mit Carl Maria von Weber am Libretto zur Oper „Euryanthe“.

Helmina von Chézys Korrespondenz bildet den zentralen Bestandteil ihres Nachlasses. Rund 3.500 Briefe dokumentieren ein weitreichendes Netzwerk aus Personen aus Literatur, Kunst, Politik und Verlagswesen. Die Briefe geben Einblick in literarische Arbeitszusammenhänge und soziale Beziehungen und zeigen zugleich die Lebensbedingungen einer Frau, die sich im frühen 19. Jahrhundert in einem überwiegend männlich geprägten kulturellen Umfeld behauptete. Ein nicht unerheblicher Teil der Korrespondenz entfällt auf den Austausch mit Frauen und verweist auf die Bedeutung weiblicher Netzwerke in dieser Zeit.

Helmina von Chézys internationales Briefnetzwerk im Jahr 1822 während ihres Aufenthalts in Dresden. [Screenshot der Visualisierung in correspSearch]

Netzwerk der an Helmina von Chézy gerichteten Briefe mit farblicher Kennzeichnung des Geschlechts der Briefpartner. Graue Punkte markieren Personen ohne Normdaten, für die bislang keine Geschlechtsinformation vorliegt. [Screenshot der Visualisierung in correspSearch]

Aktiv gegen den Gender-Data-Gap

Wie in vielen anderen digitalen Diensten und Sammlungen besteht auch in correspSearch ein deutlicher Gender-Data-Gap. Dieser geht zum Teil auf historisch bedingte Ungleichheiten zurück, wird jedoch durch Überlieferungsbrüche und -lücken sowie eine häufig unzureichende Erschließung vorhandener Bestände weiter verstärkt.

Die systematische Aufarbeitung von Nachlässen wie dem Helmina von Chézys trägt dazu bei, Frauen als historische Akteurinnen im digitalen Raum sichtbarer zu machen und eröffnet neue, auch geschlechtergeschichtliche Perspektiven für die Forschung. Dieses Anliegen wird an der BBAW seit April 2026 von einer auf zwei Jahre geförderten Initiative „Gender & Data“ weitergeführt, die sich unter anderem mit der Rolle der Digital Humanities für eine inklusivere geisteswissenschaftliche Forschung befasst.

***

Mitwirkende an der Erschließung des Chézy-Nachlasses: Michael Rölcke (Bearbeiter), Bénédicte Savoy und Frederike Neuber (Leitung, Herausgeberschaft), Stefan Dumont und Steven Sobkowski (correspSearch), Sandra Miehlbradt (BBAW-Archiv).

Lecture: Embedding the Past: From Visual Artefact to Semantic Data – AI-Supported Workflows in Digital Scholarly Editing, 22.05.2026, online

2026年4月30日 18:06

We invite you to the online lecture by Prof. Dr. Michael Schonhardt (TU Darmstadt) on 22.05.2026 from 10:00 to 11:30, organised as a part of the seminar series ‘Legal History Meets Digital Humanities’ at the Max Planck Institute for Legal History and Legal Theory.

The presentation will focus on the AI-driven datafication of historical sources, ranging from medieval manuscripts to early modern correspondence, into structured and semantic data. It will explain the Digital Editing Toolkit, a modular AI-based editorial workflow, and discuss the potential of vector embeddings and entity linking for new heuristic approaches to digitised source corpora. Finally, it will evaluate how these methods reshape the role of the editor in the age of large-scale datafication

Registration and more information here: https://plan.events.mpg.de/event/762

Re-Use of Editions and Text Collections: The Role of APIs – Workshop Report

2026年4月24日 20:27

In late January 2026, approximately 50 researchers, developers, and representatives of memory institutions from Switzerland, Germany, Austria, and the United Kingdom gathered at the University of Zurich for a two-day event to discuss specific use cases for APIs in digital editions and to develop ideas for future API specifications. The event was organized in collaboration between the Università della Svizzera italiana, the University of Bern and the University of Zurich within the context of the swissuniversities-funded project ReSED API

Little Data Reuse in Digital Editions

Digital editions data is extensive, varied, and high quality. Despite this it rarely gets re-used beyond the original project context. Richly encoded TEI editions with carefully structured metadata and detailed annotations often remain locked within individual project websites, making it difficult to compare texts across corpora or integrate annotations and materials in new research or teaching contexts. We see this as a great missed opportunity.  

This concern motivated us to run the workshop “Re-use of Editions and Text Collections: the Role of APIs” (Zurich, 29-30 January 2026), aided by the Open Research Data funding line of swissuniversities.

The Potential of APIs

The interest in APIs for digital scholarly editions is growing, particularly within the technically-oriented segment of the community. Evidence of that could be seen at the recent Heidelberg workshop “APIs for text-based digital editions” (September 2025) which was very well attended. With our workshop, we wanted to build on the insights gained from the highly acclaimed event in Heidelberg, especially the three key findings:

  • While the benefits and possibilities of APIs are obvious to many developers, they remain less tangible for the editors and users of digital editions.
  • While promising API solutions for digital editions already exist, they are still rarely implemented in editorial projects.
  • While there is general agreement that a common standard would bring significant benefits, there is uncertainty about how such a standard could be achieved.

Against this backdrop, the workshop organized within the swissuniversities-funded project “ReSED API—Re-Use Standards for Editions Data with Application Programming Interfaces” in cooperation between the Università della Svizzera Italiana, the University of Bern and the University of Zurich intentionally adopted a use-centered perspective. At the same time, we wanted to make the topic of APIs—which many people still find very technical—as accessible as possible, with a particular focus on reaching those without prior knowledge.

Objectives and Outcomes of the Workshop

The aims of the workshop were two-fold: to provide training to digital editors about application programming interfaces (APIs) and to stimulate community discussion about what a standardised API for editions might look like. We were hoping to attract an audience of scholars who work on digital editions and who come from other disciplines that might have an interest in re-using editions data. The target was specifically to bring together people without extensive technical background. The reality turned out to be better: the participants of the workshop had a range of backgrounds, many with extensive technical expertise, and all – with a burning enthusiasm for APIs.

The workshop sought to include the excellent initiatives that exist in the field (e.g. the DTS API that was presented at the workshop) and launch a community discussion around what we want these tools to do for us, which has been lacking until now. We started with a morning of APIs training including a theoretical and a hands-on component. We then went on to hear about six APIs – some already implemented and others in various stages of development. The second day began with presentations of editions data re-use from domains of linguistics, literary studies, and digital history. Inspired by these (and equipped with knowledge acquired the previous day) the participants went on to spend the afternoon proposing specific scenarios for re-use of digital edition data and to discuss the possible parameters of a standardised API. All presentation slides are available via the Zenodo community of the Center for Digital Editions.

The discussion was very productive. The participants highlighted the need for both core elements common to all editions and specific functionalities applicable to a few. It was stressed that a potential API would need to work for both dynamic and static editions (minimal computing approach), which are growing in popularity. It became clear from the comments of the participants that any proposed solution should be practical and easy to implement and run. The participants noted that REST APIs probably hold an advantage in this sense over GraphQL APIs (the latter being more suitable for large settings with complex queries). A demand for a clear and consistent terminology denoting different data representations was also voiced. Not least, the discussion touched upon possible ways to communicate and track re-use of editions and editions data both with the creators of the resource and the community.

Outlook

By failing to standardize APIs for editions, we risk perpetuating silos that limit scholarly innovation, slow down research, and underutilize decades of digitized cultural heritage. For this reason the work of developing an edition API must and will continue beyond the workshop with an emphasis on community discussion.

Drawing on the results of the workshop and on interviews with key stakeholders conducted as part of the project, we are planning to publish a report that surveys the state of the art and proposes pathways towards a potential standardized API for digital editions. This will of course be returned to the community of workshop participants and other scholars and RSEs whom we hope to get on board with this initiative.

If you would like to get involved in the development of a recommendation for editions API please contact Elena Chestnova: elena.chestnova@usi.ch

All presentation slides are available via the Zenodo community of the Center for Digital Editions.
 
Workshop report written by: Elena Chestnova, Yann Stricker, Elena Spadini, Peter Dängeli and Federico Grasso
 

Einladung zum heutigen Online-Vortrag von Anne Klee im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums

2026年4月23日 15:55

Gerne möchten wir Sie zum heutigen Online-Vortrag (16–18 Uhr (c.t.)) im Rahmen des TCDH-Forschungskolloquiums einladen:

Anne Klee (Universität Trier / TCDH): „Klassische Verfahren oder (Large) Language Models? Wie historische Dialektwörterbücher zu Linked Open Data vernetzt werden können”

Die semantische Vernetzung historischer Wörterbücher stellt eine zentrale Herausforderung für ihre Aufbereitung als Linked Open Data (LOD) dar. Der Vortrag präsentiert die Ergebnisse einer Analyse dreier Ansätze zur automatisierten konzeptbasierten Vernetzung von Wörterbuchartikeln. Verglichen werden (1) ein klassischer rein ausdrucksseitiger Abgleich von Zeichenketten, (2) die Nutzung von Sentence Embeddings mit einem feinjustierten Encoder-Sprachmodell auf Basis von ModernGBERT und (3) Promptbasiertes Konzeptmapping mit dem generativen Large Language Model Llama 3.3.
Die Vernetzung wurde exemplarisch an drei ausgewählten Dialektwörterbüchern des westmitteldeutschen Sprachraumes und am semantischen Feld Trinken durchgeführt. Die Ergebnisse werden in Form einer Wikibase, der DiaLexBase, aufbereitet.

Sie sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren!

Alle Informationen und Zoom-Link gibt es unter: https://tcdh.uni-trier.de/de/event/vortrag-von-anne-klee-universitaet-trier-tcdh-klassische-verfahren-oder-large-language-models

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