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DH2026 DAEJEON, SÜDKOREA • Engagement zwischen Schnittmuster, Daten und 3D Garment Reconstruction

2026年8月27日 04:03

Dank des Reisestipendiums der DHd durfte ich diesen Sommer zur DH2026 nach Daejeon, Südkorea, reisen. Da ich zurzeit an der Schwelle zwischen Masterarbeit und Konzeption meines Promotionsprojektes stehe, war die Konferenz für mich eine transformative Erfahrung: eine Woche voller interdisziplinärer Impulse, wertvollem Fachfeedback und neuer internationaler Perspektiven, alles unter dem diesjährigen Fokus „Engagement“.

Hands-on: Die ersten Konferenztage

Der Auftakt der Konferenz bestand wie üblich aus Workshops und Minikonferenzen, die für mich ganz im Zeichen des praktischen Ausprobierens und des methodischen Querdenkens standen. Durch meinen Hintergrund in Medienwissenschaften/Medieninformatik habe ich besonders Gefallen an Workshops/Minikonferenzen gefunden, die Visualisierung und interaktive Medienformen aufgriffen.

Rubber duck doing craftsSo bot mir bereits am ersten Tag der Workshop zu IIIF-Tools von Glen Robson und Martin Kalfatovic direkte Anwendungsmöglichkeiten für die eigene Forschungspraxis. Ein besonderes Highlight für mich folgte jedoch direkt im Anschluss beim Brainstorming & Prototyping für Educational Games mit Sophia Booij und Nellie Seale. Das metaphorische „toying with ideas“ zeigte nachdrücklich, wie Fachinhalte und Informationen für unterschiedliche (schwierige) Zielgruppen zugänglich gemacht und methodisch aufgearbeitet werden können. 

Ähnlich verhielt es sich am zweiten Tag in der Minikonferenz „#DHMakes: Embodied Craft as Critical Engagement“. Das Verknüpfen von klassischem Handwerk und textiler Kunst mit Datenvisualisierung eröffnete für mich neuartige Zugänge der Interaktion: Die Übersetzung von Daten in das Haptisch-Physische verändert grundlegend, wie wir uns mit Inhalten auseinandersetzen können. Da ich mich im Digitalen viel mit textiler Kunst auseinandersetze, sprach mich hier die Minikonferenz besonders an.

Digital Fashion als Forschungsmethode: Mein Beitrag auf der DH2026

Der Kern meiner Reise war die Präsentation meines Konferenzbeitrags am dritten Tag. Vorgestellt habe ich das Paper „From 2D sewing patterns to dynamic 3D models: documenting cultural heritage in digital fashion.“, welches ich in Zusammenarbeit mit meinem Co-Autor Prof. Dr. Øyvind Eide eingereicht habe. Das Paper fokussiert sich auf ein in den Digital Humanities bislang stark unterrepräsentiertes Themenfeld: die Erforschung und Dokumentation von Kleidung als materielles und immaterielles Kulturerbe.

Der Erhalt von Kleidung als materielles Kulturerbe und damit die Dokumentation von Fashion, oder auch Mode, als immaterielles Kulturerbe, steht in enger Abhängigkeit von der Minimierung des materiellen Zerfalls von Textilien. Entsprechende Aufbewahrungsrichtlinien schränken dadurch jedoch die Rezipierbarkeit der Kleidung in ihrem ursprünglichen Kontext stark ein. Einflüsse wie Gravitation, Bewegung und das Gefühl des Stoffes, sowie das Binden, Knoten oder Layering von Kleidung gehen hier nahezu oder vollständig verloren.

Unsere reproduzierbare Methodik der digitalen Rekonstruktionen basiert auf 2D-Schnittmustern und transformiert diese zu dynamischen 3D-Kleidungssimulationen, welche dabei nicht nur als Erkundung der Beziehung zwischen Schnittmustern, Kleidungsstücken und dem Digital Fashion Object dienen, sondern auch eine direkte Simulation darstellen, wie wir Kleidung tragen und herstellen.

Da diese Forschung auf meiner Masterarbeit aufbaut und das Fundament meines geplanten PhD-Projektes bildet, war der direkte Austausch vor Ort von hohem Wert für mich. Das konstruktive Feedback aus unterschiedlichen Disziplinen und kulturellen Kontexten hat mir wichtige Impulse in Sachen 3D-Modellierung, Verbindungen mit Game Studies und die Einbettung in das Digital Cultural Heritage geliefert. Die aufschlussreichen Diskussionen verankerten unsere theoretische Arbeit in der Modelltheorie und der Intermedialität und unterstrichen gleichzeitig die Bedeutung der Forschung. Die Verbindung zu der globalen Community hat meine wissenschaftliche Perspektive zutiefst bereichert und mich für die nächste Phase meines akademischen Weges inspiriert. Nicht nur durch Feedback, sondern auch durch neue Kontakte.

Austausch und Nachwuchsperspektive

Neben den wissenschaftlichen Panels lebte die DH2026 von der warmen Gastfreundschaft und dem lebendigen Austausch bei der Poster-Session, den Coffee Breaks oder dem Konferenzbankett. Daejeon by night

Die Teilnahme an der DH2026 hat noch einmal meinen Horizont hinsichtlich der Vielfältigkeit der Digital Humanities erweitert. Auch wenn mir diese Vielfalt vorher schon bewusst war, ist das Erleben der Bandbreite an unterschiedlichen Forschungsfeldern, Interessen und kreativen Anwendungsansätze sehr aufschlussreich für mich gewesen. Vor allem aber hat die Vielfältigkeit mich dazu angeregt, mich weiterhin mit unterschiedlichen Medientypen auseinanderzusetzen und verschiedene Formen der Visualisierung, Modellierung und Dokumentation stetig kritisch zu reflektieren. Was langfristig meine eigene akademische Praxis beeinflussen wird.

Besonders gefallen hat mir unter anderem der Beitrag „Where War Lived“ von Liam Isaac Downs-Tepper und dessen Einblicke in Photogrammetry oder die Keynote von Maciej Eders als Antonio Zampolli-Preisträger, die ganz unter dem Motto stand: „All you need is a coffee machine and a couch!“.

Die DH2026 hat mir gezeigt, dass „Engagement“ für mich nicht nur die aktive Teilnahme an einer Konferenz bedeutet. Es bedeutet auch, sich auf neue Methoden einzulassen, Forschung über Disziplingrenzen hinweg zu denken und Teil einer internationalen wissenschaftlichen Gemeinschaft zu werden.

Meine Erfahrung auf der DH2026 habe ich ebenfalls in einer Live-Dokumentation über meinen Mastodon-Account (https://fedihum.org/@lpascale) geteilt. Auch hier war ich begeistert von der schnellen Aufnahme in die Community, die mich und meine Reporterquietscheente mit offenen Armen empfangen hat.

Fazit & Dank

Die DH2026 in Daejeon war geprägt von inspirierenden Keynotes, informativen Vorträgen und bereichernden Begegnungen. Der Tagungsabschluss hat verdeutlicht, wie essenziell der persönliche Kontaktaufbau für Forschende ist. Mein herzlicher Dank gilt meinem Co-Autor Prof. Dr. Øyvind Eide, den Organisator*innen vor Ort sowie insbesondere der DHd für die finanzielle Unterstützung durch das Reisestipendium. Ohne diese Unterstützung wäre diese wertvolle Erfahrung für mich nicht möglich gewesen!

 

Computational Literary Studies auf der DH-Konferenz 2026

2026年8月10日 16:48

Die Computational Literary Studies (CLS) haben sich in den letzten Jahren als wichtige Teildisziplin im Umfeld der Digital Humanities (DH) etabliert. Die Relevanz der CLS wird nicht zuletzt auf den DH-Konferenzen sichtbar, die von der Alliance of Digital Humanities Organizations (ADHO) ausgerichtet werden, alljährlich stattfinden und die DH-Community in ihrer ganzen Breite und Vielfalt zusammenbringen. Auch auf der DH-Konferenz 2026, die in Daejeon (Südkorea) unter dem Motto „Engagement“ vom 27. bis 31. Juli stattfand, waren die CLS präsent. Ziel dieses Blogposts ist, einen Überblick über CLS-Beiträge und -Trends auf der DH2026 zu geben (für einen ähnlichen Blogpost zu den DHd-Konferenzen siehe Guhr 2025). Ein Schwerpunkt meines Beitrags liegt auf einer besonders wichtigen DH- und CLS-Tendenz der letzten Jahre: der zunehmenden Auseinandersetzung mit Large Language Models (LLMs).

Quantitatives

Das Book of Abstracts zur DH2026 umfasst 513 Beiträge: Short und Long Paper, Poster, Workshops und Mini-Konferenzen (vgl. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909). Davon verorteten sich 137 (27%) im Feld der ‚Literary Studies‘.1 Somit zählten die Literaturwissenschaften zu den prominentesten Disziplinen auf der DH-Konferenz (zum Vergleich: ‚History‘ = 155 Beiträge; ‚Library & Information Science‘ = 110 Beiträge; ‚Computer Science‘ = 99 Beiträge; ‚Linguistics‘ = 83 Beiträge; ‚Art History‘ = 53 Beiträge).

Die 137 ‚Literary Studies‘-Beiträge auf der DH2026-Konferenz stammen von 386 Autor:innen. Tab. 1 zeigt, mit welchen Ländern die Autor:innen affiliiert sind. Sofort wird die große Zahl von CLS-Forscher:innen aus Deutschland deutlich: Es gab kein anderes Land, mit dessen Forschungsinstitutionen mehr Autor:innen affiliiert waren.2 Am zweitmeisten Forscher:innen kamen, wenig überraschend, aus den USA. Auffällig, und gegebenenfalls durch den Konferenzort bedingt, war daneben die große Zahl von Autor:innen aus asiatischen Ländern (Südkorea, Japan, China, Hong Kong).

LandAnzahl Autor:innenAnteil
Deutschland780.2
USA630.16
Südkorea560.15
Japan330.09
China270.07
Frankreich170.04
Kanada160.04
Hong Kong130.03
Rumänien120.03
United Kingdom100.03
Tab. 1: Affiliationen der 386 Autor:innen von ‚Literary Studies‘-Beiträgen auf der DH2026

Blickt man auf die ‚Keywords‘, die den 137 ‚Literary Studies‘-Beiträgen der DH2026-Konferenz zugeordnet waren (Tab. 2), zeigt sich vor allem die große Relevanz von LLMs. Würde man Keywords wie ‚Artificial Intelligence‘ (5 Beiträge) oder ‚Generative AI‘ (4 Beiträge) ebenfalls den LLMs zurechnen, wäre ihr Anteil sogar noch größer. Die Daten weisen darauf hin, dass sich auch auf der DH2026 der Trend zur Auseinandersetzung mit LLMs niederschlug, der die DH und die CLS in den letzten Jahren insgesamt kennzeichnet. Daneben weisen die Keywords darauf hin, dass weiterhin grundlegende Ressourcen- und Datenfragen eine Rolle spielen (TEI, Metadata, Linked Open Data). Zudem finden sich auf etwas niedrigeren, in Tab. 2 nicht mehr repräsentierten Rängen etablierte Methoden bzw. Ansätze wie ‚Topic Modeling‘ oder ‚Stylometry‘ (jeweils vier Beiträge) sowie ‚Knowledge Graph‘, ‚Sentiment Analysis‘ und ‚Annotation‘ (jeweils drei Beiträge), die nach wie vor zum Einsatz kommen.

KeywordAnzahl BeiträgeAnteil
Large Language Models220.16
Computational Literary Studies140.1
Digital Humanities110.08
Natural Language Processing90.07
TEI70.05
Metadata60.04
Cultural Analytics60.04
Artificial Intelligence50.04
Linked Open Data50.04
Intertextuality100.04
Tab. 2: Keywords der 137 ‚Literary Studies‘-Beiträge auf der DH2026

Einzelne Veranstaltungen und Beiträge

Die ersten zwei Tage der DH-Konferenz waren wie üblich für Workshops und Minikonferenzen reserviert. Aus CLS-Perspektive war das Treffen der Special Interest Group ‚Digital Literary Studies‘ (SIG-DLS) am Dienstagnachmittag von besonderem Interesse (https://dls.hypotheses.org/2318). Die SIG-DLS ist eine von elf Special Interest Groups der ADHO und „brings together researchers from different perspectives to discuss theoretical, methodological and technical issues of doing digital literary studies, share resources, and organize events and initiatives“ (https://dls.hypotheses.org/). Das Treffen bestand aus einer Serie von Lightning Talks und einer anschließenden Postersession. Deutlich wurde die große Vielfalt der untersuchten Gegenstände und genutzten Methoden. Das Spektrum reichte von der Analyse formaler Merkmale galicischer Lyrik (Pablo Ruiz Fabo) über die Auswertung von Korrespondenzbeziehungen zwischen DDR-Autor:innen mittels Netzwerkanalyse (Marco Lorenz) oder die Differenzierung verschiedener Kanonizitätsindikatoren für englischsprachige Literatur (Haruka Tsutsui) bis hin zum Vergleich von Word Embeddings je nachdem, ob sie auf Texten von Charles Dickens oder anderen englischsprachigen Autor:innen beruhen (Tomoji Tabata). Auch LLMs spielten eine Rolle: Silvia Lilli untersuchte, inwiefern GPT 5.2 plausible Analysen literarischer Texte generieren kann und wie sich die LLM-Outputs verbessern lassen, indem man dem Modell Annotationen bereitstellt; Jenny Kwok ging darauf ein, inwieweit LLMs relevante Kontexte für literarische Texte identifizieren können, die dann wiederum das manuelle Close Reading bereichern; Kohei Furuya widmete sich der Autorschaftsattribution durch LLMs im Kontext englisch-japanischer Übersetzungen.

Unter den Keynotes war besonders diejenige von Maciej Eder einschlägig für die CLS. Eder sprach stellvertretend für die Computational Stylistics Group bzw. das Team hinter dem Stilometrie-Tool stylo, die den Zampolli-Preis 2026 erhalten hatten (https://adho.org/2025/07/16/2026-antonio-zampolli-prize/). Er stellte unter anderem die Arbeit der Gruppe sowie das Tool stylo vor, präsentierte eine exemplarische Analyse zu Stilunterschieden in der Rede von Dramenfiguren (Šeļa et al. 2024) und betonte vor allem, dass Projekte und Initiativen nicht unbedingt mit einer umfassenden finanziellen Förderung, einer formalisierten Organisationsstruktur und/oder einer ‚großen Idee‘ starten müssen, sondern sich auch oder sogar am ehesten ‚bottom up‘, in kleinen Schritten entwickeln können.

Die einzelnen Konferenzsessions waren nicht spezifischen Methoden oder Disziplinen zugeordnet, sodass reine CLS-Sessions die Ausnahme blieben. Die erhebliche methodische und thematische Heterogenität der Sessions könnte man in einem positiven Sinn als Beitrag zum Austausch und zur Verknüpfung innerhalb der mittlerweile stark ausdifferenzierten DH-Community begreifen; andererseits erschwerte die Uneinheitlichkeit der Sessions, kohärente Diskussionszusammenhänge entstehen zu lassen. Trotz allem lassen sich einige übergreifende Tendenzen der CLS-Beiträge ausmachen. Dabei gilt, wie bereits im Fall des SIG-DLS-Treffens, dass dieser Blogpost exemplarisch bleiben muss. Ich beschränke mich auf drei Punkte:

(1) Mehrere Beiträge haben sich neuen, überarbeiteten und/oder erweiterten Tools, Korpora und Infrastrukturen und damit den Grundlagen der CLS-Analyse gewidmet. Henny Sluyter-Gäthje hat beispielsweise eine Sammlung von Ecocriticism-Korpora vorgestellt (https://ecocor.org/), die technologisch an DraCor anknüpft (Trilcke et al. 2026). DraCor selbst, eine besonders wichtige Plattform für Dramenkorpora in verschiedenen Sprachen (https://dracor.org/), war ebenfalls auf der Konferenz vertreten (Giovannini et al. 2026) und wurde auch von Eder in seiner Keynote als hilfreiche Ressource hervorgehoben. Zu nennen ist des Weiteren das GOLEM-Korpus, das aktuell erarbeitet wird und Fanfiction in sieben Sprachen (allerdings nicht Deutsch) sowie diverse Annotationen (z. B. Koreferenzen, Figuren, Events) enthält (Pianzola 2026; Yang/Pianzola 2026).

(2) Auffallend viele Vorträge haben sich mit der manuellen und automatisierten Emotions- und Sentimentanalyse befasst. Untersucht wurden unterschiedlichste Textsorten und Sprachen: von koreanischer Gegenwartslyrik (Lim/Kim 2026) über russische Kurzprosa des 20. Jahrhunderts (Kirina 2026) bis zu – jenseits der Literatur – historischen Zeitschriften (Brozic 2026) und persönlichen Holocaust-Zeugnissen (Neovesky et al. 2026). Insgesamt zeigten sich die Sentiment- und Emotionsanalyse als etablierte Ansätze der CLS und DH, wobei ein hohes Bewusstsein für konzeptuelle Unterscheidungen wie der zwischen Sentiment und Emotion oder diskreter versus dimensionaler Emotionsmodelle bestand.

(3) Diverse Beiträge haben sich, wie bereits angedeutet, mit LLMs auseinandergesetzt. Der Einsatz von LLMs zur automatisierten Annotation kann mittlerweile als etabliert gelten und spielte für zahlreiche Vorträge und Poster eine Rolle. Daneben war auffällig, dass sich viele Beiträge auch mit den generativen Aspekten von LLMs befasst haben, insbesondere mit der Frage, wie sich LLM-generierte literarische Texte von menschlichen unterscheiden. Durchgespielt wurde dies etwa anhand von englischsprachigen K-Pop Lyrics (Florescu/Dinu 2026) sowie der Literatur Han Kangs (Lee et al. 2026), Xin Qijis (Liao et al. 2026) und Leopold Trymands (Rykowska 2026). Betont wurde in allen Fällen, dass LLMs die menschlichen Texte nicht exakt nachahmen können, sondern Unterschiede bestehen bleiben. Auf einer allgemeineren, die eigene Forschung betreffenden Ebene haben mehrere Beiträge zudem betont, dass die Arbeit mit LLMs nicht dazu führen dürfe, relevante Entscheidungen auf eine Weise zu delegieren, die Forscher:innen in zentralen konzeptionellen und interpretativen Fragen von den Modellen abhängig werden lasse. Stattdessen sei wichtig, als Mensch die ‚epistemic agency‘ zu bewahren (vgl. jenseits reiner CLS-Kontexte etwa den Workshop von Hiltmann/Kim-Baumann 2026 sowie die Keynote von Kim Hyeon).

Insgesamt hat sich auf der DH-Konferenz 2026 abermals gezeigt, wie vielfältig und lebendig die CLS im Rahmen der DH sind. Vertreten waren Forscher:innen aus diversen Ländern, die sich mit unterschiedlichsten Texten und Sprachen befasst und dabei unterschiedlichste Methoden angewandt haben. Trotz aller Heterogenität lässt sich festhalten, dass ein anhaltender Schwerpunkt die Auseinandersetzung mit LLMs darstellt, die mittlerweile regelmäßig für Annotationsaufgaben verwendet, aber auch in ihrer textgenerativen Funktion untersucht werden.

Dank

Ich danke dem DHd-Verband, der mir durch ein Reisekostenstipendium die Teilnahme an der DH2026-Konferenz in Daejeon (Südkorea) ermöglicht hat.

Literaturverzeichnis

Brozić, Lucija (2026): „Sentiments toward Migrants and Minorities: Fine-Tuning Transformer Models for Sentiment Analysis of Historical Newspapers.“ In: Digital Humanities 2026: Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909.

Florescu, Andra-Maria/Dinu, Anca Daniela (2026): „The ‘K’ Factor: Comparing Human and LLM-Generated English Lyrics in K-Pop.“ In: Digital Humanities 2026: Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909.

Giovannini, Luca/Sluyter-Gäthje, Henny/Skorinkin, Daniil/Trilcke, Peer/Börner, Ingo/Fischer, Frank/Khilji, Tabeer (2026): „A Decade in Drama Research. Data Mining the DraCor Bibliography (2015–2025).“ In: Digital Humanities 2026: Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909.

Guhr, Svenja (2025): „Trends in den Computational Literary Studies bei den DHd-Jahrestagungen.“ DHd-Blog, 13.05.2025. https://dhd-blog.org/?p=22316.

Hiltmann, Torsten/Kim-Baumann, Noah Jefferson (2026): „Bringing Humanist Practices into AI – Establishing and Maintaining Sovereignty when Working with LLMs.“ In: Digital Humanities 2026: Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909.

Kirina, Margarita (2026): „Annotating Data, Exploring Emotions: A Case of Russian Short Prose of the 20th Century.“ In: Digital Humanities 2026: Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909.

Lee, Jae-Yon/Jang, MinHyeok/Jeon, Minguk/Moon, Ji-Seong/Kang, MinJin/Bae, Byung-Chull (2026): „From Poetic Prose to Science Fiction: Classifying and Generating Han Kang’s Literary Style via Computational Methods.“ In: Digital Humanities 2026: Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909.

Liao, Zhewei/Xiao, Shuang/Sui, Shengnan/Han, Yafei/Lu, Quanyu (2026): „Large Language Models’ Capability Boundaries in Generating Xin Qiji’s Ci Poetry: A Humanistic Evaluation Study.“ In: Digital Humanities 2026: Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909.

Lim, Iro/Kim, Byungjun (2026): „KPoEM: Visualizing Emotion Data in Modern Korean Poetry through a Web-Based Interface Prototype.“ In: Digital Humanities 2026: Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909.

Neovesky, Anna/Brolich, Nina/Romeis, Finn/Menny, Anna/Geibel, Helena/Giesecke, Marc (2026): „Insight or Misrepresentation? A case study on sentiment analysis of personal accounts of the Holocaust.“ In: Digital Humanities 2026: Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909.

Pianzola, Federico (2026): „The GOLEM Annotated Corpus for Computational Literary Studies.“ In: Digital Humanities 2026: Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909.

Rykowska, Aleksandra (2026): „Can LLMs Imitate an Author’s Style? Comparative Stylometric Study of ChatGPT, Gemini, and Claude.“ In: Digital Humanities 2026: Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909.

Šeļa, Artjoms/Nagy, Benedek/Byszuk, Joanna/Hernández-Lorenzo, Laura/Szemes, Botond/Eder, Maciej (2024): „From Stage to Page: Language Independent Bootstrap Measures of Distinctiveness in Fictional Speech.“ In: M. Andersen/N. Reiter (Hg.), Computational Drama Analysis. Reflecting on Methods and Interpretations, S. 149–166. Berlin: De Gruyter.

Trilcke, Peer/Barkey, Sören/Schumacher, Mareike/Börner, Ingo/Milling, Carsten/Skorinkin, Daniil/Sluyter-Gäthje, Henny/Haider, Thomas/Schwindt, Mark/Busch, Anna/Fischer, Frank/Funk, Clara/Giovannini, Luca/Helmig, Clara/Viebke, Gesine/Khilji, Tabeer/Käb, Corinna/Ottenberg, Bianca Linnea/Daniel, Rebecca (2026): „Introducing EcoCor: An Open Infrastructure for Digital Ecocriticism.“ In: Digital Humanities 2026: Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909.

Yang, Xiaoyan/Pianzola, Federico (2026): „Engaged Annotators: Developing a Multilingual Character Annotation Framework for Fiction.“ In: Digital Humanities 2026: Book of Abstracts. https://doi.org/10.5281/zenodo.21495909.

  1. Der Anteil entspricht in etwa dem Niveau der vergangenen Jahre: 2022 (https://github.com/ADHO/dh2022) = 25%; 2023 (https://doi.org/10.5281/zenodo.7961822) = 25%. Die Book of Abstracts der DH-Konferenzen 2024 und 2025 sind nur als PDFs zugänglich und wurden daher nicht ausgewertet. ↩︎
  2. Auch wenn man die Beiträge betrachtet, die nicht den ‚Literary Studies‘ zugeordnet waren, kamen am meisten Autor:innen aus Deutschland, gefolgt von den USA. ↩︎

Proroga per l’invio di proposte a DH2026 (Daejeon, Corea del Sud)

2025年12月3日 19:16

Gli organizzatori del convegno Digital Humanities 2026 informano che la scadenza per l’invio delle proposte è stata prorogata al 15 dicembre 2025.

La prossima conferenza annuale ADHO si terrà dal 27 al 31 luglio 2026 presso il Daejeon Convention Center a Daejeon, in Corea del Sud, ed è ospitata dalla Korean Association for Digital Humanities (KADH). Il tema di questa edizione è “Engagement”.

Sono benvenute proposte in diversi formati, tra cui:

  • long paper
  • short paper
  • poster
  • workshop
  • mini-conferenze

Per tutti i dettagli si rimanda alla Call for Proposals sul sito della conferenza: https://dh2026.adho.org

Le proposte vanno inviate tramite la piattaforma Conftool: https://www.conftool.pro/dh2026

AIUCD invita la comunità italiana delle Digital Humanities a diffondere la call e a partecipare numerosi/e.

L'articolo Proroga per l’invio di proposte a DH2026 (Daejeon, Corea del Sud) proviene da AIUCD.

[CFP] DH2026

作者김병준
2025年9月30日 19:45

학회 개요

세계 최대 규모의 디지털인문학 학술대회인 DH2026이 2026년 7월 27일부터 31일까지 대전에서 개최됩니다. ADHO(Alliance of Digital Humanities Organizations)가 주최하는 이번 학회는 하이브리드 형식으로 진행됩니다.

학회 주제: “Engagement”

AI 시대의 번역과 다언어성, 소규모 데이터를 통한 해석, 디지털 기술과 문화적 기억의 상호작용 등을 탐구합니다. 이 외에도 디지털인문학의 모든 주제에 대한 제안을 환영합니다.

자세한 주제 설명 및 CFP 전문은 학회 웹사이트를 참고해주세요.

제출 형식

본 학회 발표

  • Long papers (초록 1,250-1,500단어): 발표 약 20분
  • Short papers (초록 750-1,000단어): 발표 약 10분
  • Posters (초록 500-750단어)

Pre Conference

  • Workshops (초록 1,000단어): 반나절 집중 교육
  • Mini-conferences (초록 1,000단어): 하루 일정

Technical Track: 소프트웨어 및 인프라 개발 관련 제출물은 기술 트랙으로 지정 가능

언어: 초록은 영어로 제출, 발표는 선호 언어 선택 가능 (AI 번역 지원)

중요 일정

  • 제출 시작: 2025년 10월 8일 00:00 (KST)
  • 제출 마감: 2025년 12월 8일 23:59 (KST)
  • 심사 결과 통보: 2026년 2월 중순
  • 학회 일정: 2026년 7월 27-31일

제출 및 문의

대전에서 여러분을 만나기를 기대합니다!

게시물 [CFP] DH2026이 KADH / 한국디지털인문학협의회에 처음 등장했습니다.

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