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Positionspapier zur Objektbiografie in NFDI4Objects veröffentlicht

2026年3月9日 22:59

Die Konzepte des Datenlebenszyklus und der Objektbiografie bilden die zentrale konzeptionelle Grundlage von NFDI4Objects. Während der Datenlebenszyklus mit seinen Phasen von Datenerstellung über Verarbeitung, Analyse, Veröffentlichung bis hin zur Archivierung ein etabliertes Prinzip im Forschungsdatenmanagement darstellt, eröffnet die Objektbiografie einen neuen Zugang zur Erzeugung, Modellierung und Repräsentation von Sammlungsdaten.

Die Objektbiografie versteht Objekte nicht als statische Einheiten, sondern als dynamische Knotenpunkte, die im Laufe ihrer Existenz mit unterschiedlichen Ereignissen, Akteur:innen, Orten und Bedeutungen verknüpft sind. Sie integriert historische, archäologische, naturwissenschaftliche und museale Perspektiven und schafft damit einen interdisziplinären Rahmen zur Beschreibung materieller Kultur.

Als Paradigma zur Datenmodellierung geht die Objektbiografie über einen rein narrativen Ansatz hinaus. Sie ermöglicht es, die Semantik materieller Kultur systematisch in digitale Wissenssysteme zu überführen und komplexe Objektzusammenhänge strukturiert abzubilden.

Zu diesem Ansatz haben Anja Gerber und Sarah Wagner ein Positionspapier vorgelegt, das Anfang Januar auf Zenodo veröffentlicht wurde. Das Papier erläutert die theoretischen Grundlagen der Objektbiografie und zeigt ihre Bedeutung für die Weiterentwicklung von Sammlungs- und Forschungsdaten im Kontext von NFDI4Objects auf.

Das Positionspapier ist hier abrufbar: https://zenodo.org/records/18221449.

NFDI4Objects Clustertreffen „Objekte als Inschriftenträger“ am 19.3.2026, 15:00 Uhr mit dem Thema Modellierung von Inschriften

2026年3月3日 17:12

Am Donnerstag, 19. März 2025, 15 Uhr (MEZ), lädt das Community Cluster „Objekte als Inschriftenträger” von NFDI4Objects zu einem Treffen mit Vortrag ein.

Thema wird die Modellierung von Inschriften sein, die in der Ontologie des FAIR Epigraphy Project entwickelt wurde. Wir freuen uns, dass Jonathan Prag und Imran Asif (Oxford) uns diese Arbeit vorstellen werden: ‘A CIDOC-based ontology for Epigraphy: mapping the epigraphic datasphere’

Die Integration von Daten aus verschiedenen digitalen Epigraphik-Projekten ist seit langem ein Desiderat und wurde für die griechisch-römische Epigraphik im Rahmen des EAGLE-Projekts (2012-2016) pilotiert. Das FAIR Epigraphy Project (AHRC-DFG, 2023–2026) verfolgt einen semantischen Webansatz für dieses Problem und entwickelt Tools und Standards zur Erleichterung der Datenintegration (siehe https://inscriptiones.org/). Dieser Ansatz basiert auf der Annahme, dass die Serialisierung in RDF eine sinnvolle Lösung für das allgemeine Problem darstellt, insbesondere angesichts der Vielfalt der derzeit verwendeten Ansätze zur Datendigitalisierung. Anknüpfend an frühere Versuche, eine Ontologie für die Epigraphik zu entwickeln, darunter die CRMtex-Erweiterung zu CIDOC, haben wir eine vorläufige Ontologie auf der Grundlage von CIDOC-CRM entwickelt, die unserer Meinung nach fast den gesamten epigraphischen Datenbereich abdeckt, von Objekten und Texten bis hin zu deren Reproduktion, Untersuchung und Veröffentlichung.

Jonathan Prag ist Professor für Alte Geschichte am Merton College in Oxford. Er ist Experte für Sizilien in der hellenistisch-römischen Zeit und hat umfangreiche Arbeiten auf diesem Gebiet durchgeführt, unter anderem zu Inschriften und der Übertragung epigraphischer Informationen in das Semantische Web.

Imran Asif ist leitender Forschungssoftwareentwickler am Centre for the Study of Ancient Documents in Oxford und verantwortlich für die technische Umsetzung der digitalen Epigraphik im Rahmen des FAIR Epigraphy Project.

Link zur Teilnahme an der Veranstaltung: https://spk-berlin.webex.com/meet/c.klose

Es ist keine Anmeldung erforderlich. 

EFA25@DNB: Einladung der Deutschen Nationalbibliothek zu „Erschließen, Forschen, Analyiseren“ am 24. und 25. November 2025 (virtuell)

2025年11月17日 20:34

Sie interessieren sich für die Metadaten und freien digitalen Objekte der Deutschen Nationalbibliothek? Sie wollen erfahren, wie Sie unsere umfangreichen Daten beziehen und analysieren oder mit diesen Ihre eigenen Bestände erschließen können? Oder Sie möchten sich einfach über die verschiedenen Datenangebote der DNB informieren?

Am 24. und 25. November 2025 findet an zwei Vormittagen hierfür das virtuelle Info- und Workshopangebot „Erschließen, Forschen, Analysieren“  (EFA25@DNB) zu unseren Metadaten und freien digitalen Objekten statt. Erfahren Sie mehr über unser Angebot und darüber, wie vielfältig Sie unsere Metadaten und digitalen Objekte nutzen, analysieren und visualisieren können.
Das  Programm ist modular gestaltet, die Programmpunkte bauen logisch aufeinander auf und können, je nach Interessenlage, auch einzeln besucht werden. Nach einführenden Vorträgen zum Angebot der Deutschen Nationalbibliothek am ersten Vormittag zu den Themen digitaler Bestand, Bezugswege, Datenarten und  -formate, haben Sie am zweiten Vormittag die Möglichkeit, an verschiedenen Workshops zur Vertiefung ausgewählter Themen teilzunehmen.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das Info- und Workshopangebot findet in deutscher Sprache statt.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter: www.dnb.de/efa

DiHMA.Lab mit MaRDI und NFDI4Objects am 14. und 15. Oktober an der FU Berlin

2025年9月7日 18:08

Am 14. und 15. Oktober 2025 lädt das DiHMa.Lab der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem ZIB zu einem gemeinsamen Workshop der Konsortien MaRDI und NFDI4Objects an die Freie Universität Berlin ein. Rund um das Thema „Objekte und Methoden“ wird der interdisziplinäre Workshop verschiedene Perspektiven aus der Mathematik und objektbasierten Geisteswissenschaften zusammenführen. Ziel ist es, Ansätze, Werkzeuge und Fragestellungen beider Disziplinen in den Dialog zu bringen, Schnittstellen sichtbar zu machen und gemeinsame methodische Herausforderungen zu diskutieren.

Das vorläufige Programm wird noch aktualisiert:

Tag 1

14.10.2025, 10:00-12:00 Uhr

Im Vorfeld des Workshops findet ein Ediathon: “Object meets Maths: Wikidata als Knowledge Hub” statt. Kommt sehr gern mit Daten und Notebooks vorbei.

12 Uhr Mittag auf Selbstzahlerbasis in der Mensa

14.10.2025 (13:00-16:45 Uhr)  

  • Icebreaker und Vorstellungsrunde (13:00-13:45)
  • Vorstellung der NFDI-Konsortien (14:00-14:45)
  • Statistische Methoden (15:00-15:45)
  • Datenintegration Wissensgraph (16:00-16:45)
  • Ab 17 Uhr gemeinsamer Ausklang auf Selbstzahlerbasis in der Eierschale

Tag 2

15.10.2025 (09:00 – 13:00 Uhr)

  • Wissenschaftliche Objektsammlungen und multimodale Forschungsdaten (9:00-9:45)
  • Use Case Datenanalyse “Windows on Data” (10:00-10:45) 
  • Interdisziplinäres Arbeiten (Challenges / Schwierige Fälle / was ist nicht operationalisierbar? / was ist bereits gut operationalisiert?) / MARDI als Methodendatenbank (11:00-11:45) 
  • Fishbowl: Zusammenarbeit mathematische Methoden in kulturhistorischen Fragestellungen (12:00-13:00)
  • Ab 13 Uhr gemeinsames Mittagessen auf Selbstzahlerbasis in der Mensa

Veranstaltungsort: Villa Engler, Altensteinstraße 2-4, 14195 Berlin (am Haupteingang des Botanischen Gartens)

Alle Informationen finden sich hier: https://www.ada.fu-berlin.de/ada-labs/dihma-lab/DiHMa-MARDI-N4O/index.html

Zur Anmeldung: https://www.ada.fu-berlin.de/ada-labs/dihma-lab/Modulbeschreibungen_DIHMa/PM-Anmeldung_DHIMA_LAB/index.html 

Mit freundlichen Grüßen Eure Local Organizers
Anja Gerber, Christin Keller, Dennis Mischke, Fabian Fricke, Marco Reidelbach, Marcus Weber

Online-Handreichung zur besseren Auffindbarkeit von Objektinformationen aus Museen veröffentlicht

2024年6月4日 03:06

Die AG Minimaldatensatz – ein Zusammenschluss wichtiger Akteur:innen auf dem Gebiet der Digitalisierung von Kulturgut – hat die erste Vollversion der Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen veröffentlicht. Die Online-Handreichung bietet Museen und Sammlungen einen niedrigschwelligen Zugang zu einschlägigen internationalen Standards für die Erfassung und Publikation von Objektinformationen im Internet an. Die Empfehlung soll das Bewusstsein der Kulturerbeeinrichtungen für Datenqualität schärfen und dabei die FAIR– und CARE-Prinzipien – welche für eine bessere Auffindbarkeit von Objektinformationen im Internet sowie einen ethischen Umgang mit
denselben werben – in der Arbeitsweise von Museen und Sammlungen verankern. Die Empfehlung verfolgt die Vision: Daten aus Museen sind über einzelne Einrichtungen hinaus anschlussfähig, für ein möglichst breites Publikum online auffindbar und soweit ethisch und rechtlich zulässig nachnutzbar. So sollen mehr Menschen die Arbeit der Museen wahrnehmen und in Freizeit, Schule, Arbeit und Forschung davon profitieren.

Die Minimaldatensatz-Empfehlung richtet sich sowohl direkt an Museumsmitarbeitende als auch an Museumsberatungsstellen und Akteur:innen aus Fortbildung und Lehre, die in der Vermittlung von Standards für die Online-Publikation von Objektinformationen tätig sind. Zudem werden explizit Anbieter:innen von Datenbanksoftware adressiert, die die Empfehlung in ihre Softwareangebote einbauen können und so in die Lage versetzt werden sollen, eine an Standards orientierte Online-Veröffentlichung von Objektdaten technisch zu unterstützen.

Anwendungsszenarien für die Minimaldatensatz-Empfehlung sind die Veröffentlichung von Objektinformationen aus Museen in Online-Sammlungen einzelner Einrichtungen, aber auch die Bereitstellung über Kulturportale wie die Deutsche Digitale Bibliothek und Europeana sowie über Datenschnittstellen. Perspektivisch soll die Empfehlung auch die Einbindung von Objektinformationen in den Datenraum Kultur und den Common European Data Space for Cultural Heritage erleichtern.

Dank der Kompatibilität der Minimaldatensatz-Empfehlung mit dem ICOM-CIDOC-Standard LIDO können Museen ihre Objekte strukturiert kontextualisieren und anhand kontrollierter Vokabulare verlässlich und interoperabel beschreiben. Die verbesserte Datenqualität legt schließlich den Grundstein für eine den Zielen und Anforderungen von Museen entsprechende Nachnutzung durch KI-Anwendungen.

Die AG Minimaldatensatz wurde 2022 von den Fachstellen Museum und Mediathek Fotografie/Ton der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) und der AG Digitalisierung der Konferenz der Museumsberatungsstellen in den Ländern (KMBL) sowie digiS Berlin initiiert. Mitglieder der AG sind Mitarbeitende bzw. Vertreter*innen des Instituts für Museumsforschung, der Fachgruppe Dokumentation im Deutschen Museumsbund (DMB), der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland, der digiCULT-Verbund eG, von museum-digital Deutschland e. V., NFDI4Culture, NFDI4Memory, NFDI4Objects, des Museums für Naturkunde Berlin und des Übersee-Museums Bremen.

Die Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen (Version 1.0) ist unter dem Link www.minimaldatensatz.de erreichbar. Sie wird auf folgender Online-Veranstaltung vorgestellt:

Museumsverband Sachsen-Anhalt und Institut für Museumsforschung
Launch der Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen (Version 1.0)
10.06.2024, 16:00–18:00 Uhr

Kontakt
Dr. Elisabeth Böhm, Museumsverband Sachsen-Anhalt
Sybille Greisinger, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
Chiara Marchini, Fachstelle Museum DDB, Institut für Museumsforschung
Dr. Domenic Städtler, Institut für Museumsforschung
info@minimaldatensatz.de

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