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Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 24.11.2025: „TEI-Publisher“

2025年11月17日 20:32

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 24. November 2025, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b):

Wolfgang Meier (Jinntec GmbH)

Der Vortrag stellt die neueste Version von TEI Publisher vor und demonstriert einige der wesentlichen Neuerungen. TEI Publisher 10 führt die Grundidee eines modularen Werkzeugkastens fort und implementiert sie auf einer höheren Ebene: an die Stelle einer zentralen Anwendung, die jeweils auf konkrete Editionsprojekte angepasst wird, tritt nun eine Sammlung von Profilen. Jedes Profil behandelt einen spezifischen Aspekt. Profile implementieren sowohl technische Grundlagen, wie z.B. die Unterstützung für ein bestimmtes XML-Format, Kommunikationsprotokoll oder Teile der Benutzeroberfläche, wie auch funktionale Aspekte, die auf einen bestimmten Editionstyp zugeschnitten sind, z.B. die Navigation zwischen Briefen einer Korrespondenz. Auch Webdesign und Darstellung werden durch Profile festgelegt und sind entsprechend austauschbar.

Eine digitale Editionsanwendung entsteht dann durch die Kombination unterschiedlicher Profile und deren Konfiguration. Letzere erfolgt über eine zentrale Konfigurationsdatei, zu der jedes Profil seine Parameter beiträgt und aus der die Anwendung erzeugt wird. Dies vereinfacht den Entwicklungsprozeß weiter, insbesondere für Anwender ohne Programmiererfahrung. Die Entwicklung kann darüber hinaus nun völlig iterativ erfolgen, d.h. es können jederzeit einzelne Profile hinzugefügt, verändert oder entfernt werden.

Die Aufteilung in Profile verbessert neben der Wiederverwendbarkeit insbesondere auch die Wartbarkeit der Anwendung: Updates können großteils automatisch durchgeführt werden, wenn sich einzelne Profile verändern. Bislang musste dagegen jeweils die gesamte Editionsanwendung manuell angepasst werden, um von einer neueren TEI Publisher-Version zu profitieren. Mit TEI Publisher 10 kümmert sich der zentrale Anwendungsmanager, Jinks, um die Aktualisierung aller Profile und ihrer Abhängigkeiten.

Nutzer können auch eigene Profile erstellen und in die Bibliothek von TEI Publisher integrieren. Dies macht zum einen dann Sinn, wenn bestimmte funktionale oder visuelle Aspekte automatisch auf mehrere Editionsprojekte angewandt werden sollen. So kann z.B. sichergestellt werden, dass alle Publikationen einer Institution eine einheitliche Gestaltung aufweisen und festgelegte Mindeststandards einhalten. Zum anderen können Projekte, die eine bestimmte Funktionalität benötigen, diese als generalisiertes Profil zu TEI Publisher beitragen und mit anderen Projekten teilen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das entsprechende Profil auch auf längere Sicht verfügbar bleibt und gewartet wird.

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Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum über den Link https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.

Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.

Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 27.10.2025: „Vom Gelehrten zum Problem – Maschinelle Datierung von Leibniz-Handschriften: Die Anwendung von Deep-Learning-Verfahren zur Unterstützung der historisch-kritischen Editionsarbeit“

2025年10月13日 21:28

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 27. Oktober 2025, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b):

Tim Westphal (BBAW, TELOTA), Marco Santi (BBAW), Mario Tormo Romero (Hasso-Plattner-Institut, Potsdam)

Seit Beginn der Arbeit an einer historisch-kritischen Edition Gottfried Wilhelm Leibniz im Jahr 1901 bildet die Datierung des umfangreichen handschriftlichen Nachlasses eine große editorische Hürde. Rund 100.000 Blätter aus der Hand des letzten Universalgelehrten dokumentieren eine über fünf Jahrzehnte reichende intellektuelle Entwicklung, wobei einem Großteil der Schriftstücke eine zeitgenössische Datierung fehlt. Traditionelle Methoden der Datierung sind für einen Korpus dieser Dimension unzureichend: Die manuelle Bestimmung durch Expertinnen ist angesichts der Materialmenge praktisch nicht zu bewältigen, und auch die Wasserzeichenanalyse erlaubt nur grobe Annäherungen im Bereich von Jahrzehnten.

Der Beitrag erprobt, inwieweit bildgestützte Deep-Learning-Modelle diese Lücke schließen können und ob diese dabei eine editorisch nutzbare Genauigkeit erreichen. Wünschenswert ist eine maximale Abweichung von ±1 Jahr. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Deep-Learning-Modelle die feinen intra-personalen Schreibdrifts eines einzelnen Autors über fast fünf Jahrzehnte abbilden können. Anders als bestehende Arbeiten, die meist das Alter verschiedener Schreiber klassifizieren, zielt der Ansatz auf die Detektion des schreibereigenen Stilwandels innerhalb Leibniz‘ Werk. Der weitläufige Nachlass von Leibniz bietet hierfür eine geeignete Grundlage.

Es wird bewusst auf Transkription oder OCR verzichtet, so werden die besonderen Herausforderungen von Leibniz‘ Schriftbild (Überarbeitungen, Streichungen, wechselnde Sprachen) umgangen. Um sicherzustellen, dass die Modelle schriftbezogene und nicht materialbedingte Merkmale lernen, werden verschiedene Normalisierungsschritte durchgeführt: Zeilenweise Segmentierung und Binarisierung eliminieren Papierstruktur und Tintenintensität als Faktoren.

Als Datenbasis dienen ca. 600 Seiten aus dem Zeitraum 1669-1716: 400 datierte Briefe sowie 200 Seiten wissenschaftlicher Ausarbeitungen. Das Material wurde so gewählt, dass für jedes Jahr Vorlagen verfügbar sind. Es werden verschiedene Deep-Learning-Architekturen entwickelt und evaluiert, die relevante Merkmale direkt aus den Bilddaten lernen. Anders als klassische Ansätze der digitalen Paläographie mit manueller Merkmalsextraktion wird auf ein Ende-zu-Ende-Lernverfahren gesetzt. Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Ansätzen zur hochauflösenden Datierung frühneuzeitlicher Gelehrtenhandschriften für den Einsatz in der alltäglichen editorischen Praxis. Die entwickelte modulare Pipeline ermöglicht flexibel konfigurierbare Experimente und legt besonderen Wert auf Visualisierung und Erklärbarkeit der Ergebnisse.

Das Projekt positioniert sich an der Schnittstelle von Digital Humanities und Computer Vision und zeigt, wie klassisches maschinelles Lernen die traditionelle editorische Arbeit ergänzen kann. Es entsteht in Kooperation zwischen der Leibniz-Arbeitsstelle der BBAW, dem DH-Referat TELOTA und dem KI-Servicezentrum des Hasso-Plattner-Instituts in Potsdam.

 

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Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum über den Link https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.

Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.

Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 29.09.2025: „Exploring Social Interactions in Letters through Social Network Analysis: The Zenon Archive as a Use Case“

2025年9月12日 21:39

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 29. September 2025, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b):

Fernanda Alvares Freire (BBAW, TELOTA)

This presentation explores how Social Network Analysis (SNA) can be applied to study social interactions as represented in historical letter corpora. By combining qualitative text analysis with Social Network Analysis (SNA), the approach models and visualizes interpersonal relations to investigate patterns of interaction, the roles of key actors, and the structure of historical communities. As one of the largest collections from the Hellenistic period, the letters and documents of the Zenon archive provide rich information about administrative, economic, and personal networks and serve as an exemplary use case to the approach. Applying SNA to this corpus highlights the potential and challenges of working with large corpora of written communication and serves as an example of how this framework can be extended to other epistolary datasets.

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Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum über den Link https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.

Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.


Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 24.06.2024: „Vom anderen Geschlecht zu anderen Geschlechtern. Jenseits der Binarität – Über die literaturwissenschaftliche Genderanalyse in historischen und modernen Klassikern.“

2024年6月20日 15:37

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 24. Juni 2024, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b):

Marie Flüh (Uni Hamburg) und Mareike Schumacher (Uni Stuttgart)

In unserem Vortrag zeigen wir anhand von zwei Fallstudien, wie die Klassifikation von Genderaspekten in literarischen Texten mithilfe der Methoden der Computational Literary Studies umgesetzt werden kann. Ausgehend von der Frage, was typische Genderdarstellungen sind und wann diese brüchig werden, untersuchen wir unterschiedliche Korpora: Im Fokus dieses Vortrags steht sowohl ein historisches Korpus mit Texten, die von Simone de Beauvoir anlässlich ihrer Studie “Das andere Geschlecht” (1949) analysiert wurden, als auch ein zeitgenössisches Korpus mit den Romanen der Harry-Potter-Serie (1997–2000). Mit der analytische Reise vom “anderen Geschlecht” nach Hogwarts geben wir Einblicke in unser Forschungsprojekt m*w/DISKO und zeigen eine genre- und zeitunabhängige Überrepräsentation männlicher Figuren-Referenzen. Dieser steht ein kleinerer Teil “anderer” Genderrepräsentationen gegenüber, die nicht ausschließlich als weiblich klassifiziert werden können. Anstelle einer binären Darstellung von Gender offenbart sich so ein aus mindestens drei Komponenten bestehendes “Gegengewicht” aus weiblichen, neutralen und diversen Figuren-Referenzen.

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Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum über den Link https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.

Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.


Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 29.04.2024: „‚Kurios und faszinierend‘. Prompt Engineering als Arbeits- und Forschungsmethode“

2024年4月15日 15:54

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 29. April 2024, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b):

Christopher Pollin (Universität Graz)

„Prompting is weird. Prompting matters”, schreibt Ethan Mollick, Professor für Innovation, Entrepreneurship und KI an der Wharton School (USA), in seinem Blog. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz in den Digital Humanities hat mit den Fortschritten im Bereich der Large Language Models (LLM) eine neue Stufe erreicht. Prompt Engineering, d.h. die Optimierung der Eingabe in ein LLM, um die „besten” Antworten zu erhalten, kann die Ergebnisse des LLM erheblich verbessern – auch wenn es manchmal kurios erscheint, was der „beste” Prompt ist. Insbesondere „Agentic Workflows” bieten weiteres Potenzial, den Output eines LLM deutlich zu verbessern. Darunter wird die Simulation von Agenten durch Modelle wie GPT-4 oder Claude 3 verstanden, die Entscheidungen treffen, Aktionen festlegen, Werkzeuge benutzen und zusammenarbeiten. Der Vortrag diskutiert Prompting Engineering und Agentic Workflows als Arbeits- und Forschungsmethode anhand verschiedener Beispiele aus den Digital Humanities, aber auch aus anderen Disziplinen wie der Psychologie oder Bereichen der Musik- und Bildgenerierung. Durch Prompting Engineering erzielen Modelle wie GPT-4 spannende Ergebnisse in den Bereichen Modellierung, Datengenerierung, Codegenerierung, Datenextraktion oder Datenanalyse. Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden und welche Herausforderungen bringen die neuen Arbeitsmethoden, die sich mit LLMs ergeben, mit sich?

Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 30.10.2023: „Capture and Preserve Memoirs using AI and Web 3 Technology“

2023年10月17日 20:53

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 30. Oktober 2023, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b):

Dr. Andreas Vogel (Founding Director Legacy Page Ltd.)

While many have the desire to create a personal or professional legacy in form of memoirs, few follow through with it. According to our research, the obstacles include lack of writing, production and other technical skills for capturing memoirs and the lack of a suitable platform for storing and connecting memoirs.

LEGACY is a project dedicated to capturing, semantically connecting and preserving memoirs forever by means of digital technology and business model and governance innovations. Digital technology, specifically Web 3 technology and Artificial Intelligence (AI) offer new means for capturing and preserving memoirs.

Generative A.I. –

providing an interactive AI solution to interview people and auto-generate high-quality memoirs, just like what a ghostwriter would do, but with infinite customizability and scalability.

Web 3 –

providing access control and secure encryption of memoirs, minting ownership certificates (in the form of NFTs) with appropriate licensing terms, and linking them to an author’s decentralized self-sovereign identity.

Business Model Innovation-

striving to preserve memoirs “forever” based on an easy to understand pay-once-store-forever pricing model, and long-term perpetual, self-renewing decentralized storage contracts.

Machine Learning –

using machine learning to semantically connect memoirs in a weighted graph, creating a unique collaborative history from individual memoirs.

Governance –

LEGACY requires a governance model which allows it to operate for a very long time while  reserving its mission and culture. We have combined the learnings from long lasting foundations, academies and religious organizations with the Web 3 concept of Decentralized Autonomous Organisations (DAO) for creating a digital governance model for LEGACY.

 

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