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Workshop: LLMs für die Geisteswissenschaften (Mainz, 19./20.03.)

Arbeitet ihr mit Textdaten und wollt herausfinden, wie ihr diese mit Large Language Models verarbeiten, anreichern und analysieren könnt? Habt ihr Lust, mit euren Daten praktisch zu arbeiten und dabei Unterstützung zu bekommen? Dann kommt zum nächsten Bring Your Own Data Lab (BYODL) des HERMES | Humanities Education in Research, Data, and Methods Datenkompetenzzentrums am DH Lab des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte in Mainz! In dem Workshop geht es um spezialisierte Large Language Models und spezialisiertes Prompting für die Geisteswissenschaften.

Das Wichtigste in Kürze:

📅 19.–20. März 2026 (Do, 10:00 bis Fr, 16:00)
📍 Präsenz-Workshop: Leibniz-Institut für Europäische Geschichte, Mainz

Was euch erwartet:
🛠 Hands-on-Sessions: Praktisches Arbeiten mit Euren eigenen Datensätzen
🔎 Vertiefung spezifischer LLM-Themen und Anwendungsfälle
🤝 Kollegialer Austausch, Peer-Feedback und gezielte fachliche Unterstützung

Expertinnen:
Sarah Oberbichler (C²DH), Johanna Mauermann (IEG DH LabHERMES), Lauren Coetzee (C²DH)

Alle aktuellen Informationen findet Ihr auf der HERMES-Veranstaltungsseite.

Ziele und Inhalt:

In verschiedenen Impulsvorträgen und Hands-on-Sessions lernen Teilnehmende, wie sie offene, auf die geisteswissenschaftliche Forschung spezialisierte und lokale Modelle mit ihren eigenen Daten verwenden können und wie sie Prompts an geisteswissenschaftliche Fragen anpassen können. Ebenfalls reflektieren wir, wie Daten für ein Fine-Tuning oder Post-Training eines kleinen Sprachmodells aufbereitet werden können.

Voraussetzungen:

Der Workshop richtet sich an Forschende der Geisteswissenschaften, die mit Textdaten arbeiten. Vorausgesetzt werden grundlegende Kenntnisse im Bereich generativer KI. Die mitgebrachten Daten sollten maschinenlesbar vorliegen.

Wir werden in manchen Hands-on-Sessions mit Jupyter Notebooks und Python sowie mit Hugging Face arbeiten. Die Teilnahme ist auch ohne vertiefte Kenntnisse in diesen Bereich möglich. Selbstlernmaterial zur Vorbereitung wird angeboten.

Kontakt und Anmeldung:

Zur Registrierung und bei Fragen: Johanna Mauermann, hermes@ieg-mainz.de

Bitte gebt bei der Anmeldung folgende Informationen an:

  • Fachgebiet
  • Welche Erfahrung habt ihr mit generativer KI?
  • Welche Art von Daten bringen ihr mit?

Hinweis: Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 15 Personen begrenzt.

Die Anmeldung ist bis zum 09. März 2026 geöffnet.

Der Workshop findet überwiegend auf Deutsch statt, einzelne Impulse werden auf Englisch sein.

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Job: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) – Digitalität der historischen Forschung (100% TV-L EG 13, 5 Jahre).

Das Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut in der Leibniz-Gemeinschaft. Es betreibt und fördert Forschungen zur europäischen Geschichte von der Frühen Neuzeit bis in die Zeitgeschichte und ist aktiv an der Fortentwicklung der Digital Humanities beteiligt.

Im DH Lab des IEG ist zum 01.07.2026 eine Stelle (100 % TV-L EG 13) als Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (m, w, d) für die Dauer von fünf Jahren zu besetzen (befristet nach WissZeitVG).
Bewerbungsfrist ist Montag, der 09.03.2026.

Die vollständige Stellenausschreibung finden Sie hier.


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Workshop: Bring your own Linked Open Data (Mainz, 03./04.12.)

Arbeitet ihr mit RDF-Daten (Linked Open Data) oder nutzt Wikidata bzw. das Wikibase-Ökosystem? Habt ihr Lust, mit euren Daten praktisch zu arbeiten und dabei Unterstützung zu bekommen?

Dann kommt zum nächsten Bring Your Own Data Lab (BYODL) des HERMES | Humanities Education in Research, Data, and Methods Datenkompetenzzentrums am DH Lab des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte in Mainz! Dieses Mal dreht sich alles um Linked Open Data (LOD) in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Euch erwarten zwei intensive Tage mit Praxisbezug, Peer-Feedback und gezielter Unterstützung durch die ExpertInnen Martina Trognitz und Christian Erlinger – und das Beste: Ihr arbeitet direkt an Euren eigenen Daten! 

Das Wichtigste in Kürze:

📅 03.–04. Dezember 2025
📍 Präsenz-Workshop: Leibniz-Institut für Europäische Geschichte, Mainz

Was euch erwartet:
🛠 Hands-on-Sessions: Praktisches Arbeiten mit Euren eigenen Datensätzen
🔎 Vertiefung spezifischer LOD-Themen und Anwendungsfälle
🤝 Kollegialer Austausch, Peer-Feedback und gezielte fachliche Unterstützung

ExpertInnen: Martina Trognitz und Christian Erlinger

Weitere Informationen:

Der Workshop setzt grundlegende Kenntnisse in Linked Open Data voraus und bietet eine vertiefende Behandlung spezieller Themen und Anwendungsfälle in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Hier geht es um:

  • Linked Open Data in der Forschungspraxis
  • Wikibase für Forschungsdaten und -fragen …
  • Die praktische Arbeit mit Tools und Abfragen in Wikidata

Nach verschiedenen Impulsvorträgen werden die eingeladenen ExpertInnen die Teilnehmenden bei der praktischen Anwendung von Linked Open Data am Beispiel der Plattform Wikidata auf die eigenen Forschungsdaten und -fragen unterstützen.

Das detaillierte Programm findet Ihr hier: https://hermes-hub.de/aktuelles/events/byodl-2025-12-03.html

Anmeldung:

Hinweis: Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 15 Personen begrenzt – schnell sein lohnt sich!
Die Anmeldung ist bis zum 24. November 2025 geöffnet.

Kontakt: Dr. Judit Garzón Rodríguez: hermes@ieg-mainz.de

Bitte gebt bei der Anmeldung folgende Informationen an:

  • Fachgebiet
  • Welche Erfahrung habt ihr mit Linked Open Data?
  • Welche Art von Daten bringt ihr mit?

Das Team des HERMES Konpetenzzentrums am DH Lab des IEG Mainz freut sich auf Eure Teilnahme!

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Wissenswasserfälle in Bielefeld

Mein persönlicher Bericht von der DHd 2025


Kurzvorstellung

Hallo liebe Forschende,

mein Name ist Jan Eberhardt und als Studierender des Masters Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften in Mainz hatte ich die Ehre, an der jährlichen Konferenz der Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd) 2025 in Bielefeld teilzunehmen. Die Reise- und Unterkunftskosten wurden durch ein Stipendium von NFDI4memory gefördert.

Meinen Bachelor absolvierte ich ebenfalls in Mainz, im Studiengang Buchwissenschaft, weshalb ich mich dazu entschieden habe, nach diesem Post auf dem DHd-Blog im Idealfall auf meinem eigenen Blog vor allem über Neuigkeiten zur Forschung aus diesen Fachbereichen zu berichten.

Ende des Jahres möchte ich mit meiner Masterarbeit beginnen und es macht für mich absolut Sinn, das gelernte aus beiden Studiengängen miteinander zu verknüpfen und mit der Welt zu teilen, anstatt nur vor meinen eigenen Stichpunkten zu sitzen.

Bericht von der DHd 2025

Mein Vorhaben auf der diesjährigen DHd bestand darin, alle Informationen mitzunehmen, die meine Fachbereiche und mein Forschungsinteresse miteinander verbinden, oder die ich in der späteren Forschung nutzen kann. Das war ein sehr ambitioniertes Ziel, wie ich in dieser Woche feststellen musste. Um die Länge dieses Blogposts auch nicht zu lang werden zu lassen, werde ich versuchen, mich vor allem auf meine persönlichen Erkenntnisse beschränken. Aber der Reihe nach:

Das Thema, das die gesamte Konferenz mit dem Untertitel „under construction“ überlagerte, waren Large Language Models (LLMs), da sie in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen der Forschung getestet und diese Ergebnisse nun vorgestellt wurden.

Montags begann die Konferenzwoche direkt mit dem Workshop „eScriptorium meets LLMs: Moderne KI-Systeme im Kontext der Volltexterschließung“ von Forschenden der Universitätsbibliothek Mannheim, mit einem interessanten Beispiel zur Post-Correction von OCR-Ergebnissen und der Nutzung von LLMs für Named Entity Recognition (NER), also der automatischen Erkennung und Deklarierung von z.B. Namen oder Orte als solche.

Das Thema Texterschließung von Handschriften und Drucken aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit ist für mich von besonderem Interesse, da ich mich für die Masterarbeit mit einem Text aus dieser Zeit befassen werde. Des Weiteren habe ich sehr großes Interesse an der nachnutzbaren Digitalisierung und dem weiterem Einsatz Digitaler Methoden, wie der von mir schon im Studium verwendeten NER, an Dokumenten aus meiner Heimatregion Rheinhessen, die bekanntermaßen eine sehr bedeutende Geschichte aufweist. 

Dienstags gab es einen ganztägigen Workshop mit einem sehr theoretischen Teil zur Definition von Ground Truth und Hermeneutik sowie einem Hands-On, in dem wir mithilfe von transkribierten Interviews je nach Promting verschiedene Ausgabe- und Interpretationsmöglichkeiten der Daten getestet haben.

Am Abend war dann die beeindruckende Keynote von Mark Dingemanse im Programm, der das komplette Kontrastprogramm zu meinen bisher erlebten anderthalb und auch den noch folgenden Tagen bot. Er warnte mit erschreckenden Beispielen vor einem blinden Vertrauen gegenüber dem, was uns die LLMs als Antwort zurückgeben. Die immer größere Zahl an Nutzer*innen von Angeboten wie ChatGPT etc. und die daraus folgende „Weiterentwicklung“ durch u.a. die Aufnahme dieser Daten in das System, bedeutet laut Dingemanse einen zukünftigen Verlust von Sinn. Es werden so viele Daten produziert, dass es immer komplizierter werden wird, durch LLMs an greifbare, essenzielle Information zu kommen. Dazu brachte er ein Beispiel von den Brüdern Grimm und ihrer Geschichte „Der süße Brei“: Um an brauchbare Daten zu kommen, muss man sich durch den „ganzen Brei“ des entstandenen Datenmülls essen. Dingemanse plädierte für mehr „slow science“, also eine Wissenschaft, die zwar etwas länger dauert, dafür allerdings nicht auf Daten basiert, die man einfach mal so aus Antworten der LLMs übernommen hat.

Außerdem verkündete er der versammelten Digital-Humanities-Community, dass das Modell llama-3, das in meinen beiden Workshops genutzt wurde und auch so sehr häufig genutzt wird, da es für die bestehenden Fälle am effizientesten ist, mit das am schlechtesten bewertete in Sachen Datenschutz, Dokumentation, Lizenzierung, etc. ist. Es gehört auch zum Facebook-Mutterkonzern Meta. Vergleiche hierzu die Seite www.osai-index.eu des European Open Source AI Index. Sie bietet einen guten Überblick über alle bekannten und nutzbaren LLMs und bewertet sie nach 14 Kriterien, die jeder Person, die wissenschaftlich arbeitet, keinesfalls egal sein sollten.

Auch wenn diese Keynote eine einschlagende und zum Nachdenken anregende war, bin ich mir nicht sicher, ob seitdem ein Umdenken in der Community hin zur Nutzung anderer Modelle sichtbar geworden ist. Dies wäre eine wissenschaftliche Untersuchung wert.

Am Mittwoch begannen die Konferenzbeiträge. Ich war im Doctoral Consortium und habe mir dort sehr interessante Beiträge angehört. Einerseits zu einer Masterarbeit, die die Übersetzung und Digitalisierung der jiddischen Zeitschrift „Der Wahre Jude“ behandelte. Also genau mein Interessensgebiet, da mich mein regionales Interesse automatisch auch zu Dokumenten der jüdischen Gemeinden und damit dem Hebräischen führt. Des Weiteren wurde eine Dissertation vorgestellt, die über die Analyse von Mensch-KI-Interaktionen in Science-Fiction-Literatur mit besonderem Blick auf die Privatsphäre ging. Dieses Thema interessiert mich vor allem seit den Snowden-Enthüllungen 2013.

Wie auch schon bei den DHds 2022 und 2024, auf denen ich war, wollte ich weitere Personen kennenlernen, die ähnliche Forschungsinteressen haben wie ich. Eine Chance, kurze Gespräche zu führen, bot sich immer in den Kaffeepausen zwischen den Vortragsblöcken an. Es fand an diesem Tag jedoch auch das Treffen aller Stipendiand*innen und Nachwuchsforschenden statt. Hier wurden noch mal Tipps für den weiteren Austausch und die Vernetzungsmöglichkeiten u.a. von Promovierenden gegeben und ich konnte dabei bei einem Gespräch einige Tipps für meine Masterarbeit einholen.

Danach folgte noch die jährliche DHd-Mitglieder*innenversammlung. Eine sehr von Politik geprägte Veranstaltung, jedoch als Mitglied keineswegs unwichtig. So einer Mitgliederversammlung sollte man auf jeden Fall mal beigewohnt haben.

Am vorletzten Tag, dem Donnerstag, war ein interessanter buchwissenschaftlicher Vortrag zu hören, zur automatischen Erkennung von Bildern aus Kinderbüchern des 19. Jh. aus einer Datenbank von über elf Tausend Büchern. 

Bildgewaltig war auch die am Nachmittag stattfindende Postersession. Man hatte eigentlich gar nicht die Möglichkeit alle Poster intensiv zu studieren, weil einfach die Zeit dafür gefehlt hat, vor allem, wenn man sich von einer verantwortlichen Person etwas zu ihrem Poster hat erklären lassen. Diese Chance versuchte ich natürlich auch so gut wie möglich zu nutzen und war sehr erfreut, mit mir aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen bekannten Personen Kontakt zu knüpfen. Beeindruckend war hier auch, dass sehr viele Plakate von Projekten mit Forschenden aus Mainz aufgestellt waren.

Der Donnerstagabend war nach der schon intensiven Postersession bezüglich sozialer Interaktion jedoch noch mal eine Stufe höher. Das sogenannte „Konferenzdinner“, das auf dem Papier so offiziell wirkt, waren lustigerweise nichts weiter als zwei Burgertrucks, auf dem Hinterhof eines klischeemäßigen, aber ebenso legendären „Hinter-dem-Bahnhof“-Clubs, in dem sich sehr interessante Gespräche ergaben. Sehr dankbar bin ich hier vor allem Sarah Lang, die mich weiteren interessanten Forschenden vorgestellt hat, z.B. Jürgen Hermes aus Köln, der in seiner Dissertation das sagenumwobene Voynich-Manuskript kryptologisch untersucht hat. Ein solches Nischenforschungsinteresse kommt nicht häufig vor und doch ist es auf besondere Weise mit Sarahs und meinem verknüpft. Sie kennt sich bestens mit alchemischen Schriften und Kryptographie aus und ich interessiere mich sehr für die Sammlung der Leipziger Zauberbücher in der dortigen UB – sodass uns Manuel Burghardt scherzhaft schon „die Alchemistin und der Zauberer“ genannt hat.

Der Abend war voller emotionaler Ereignisse für mich und zog sich deshalb viel länger als ich ursprünglich geplant hatte, weshalb ich dann am Freitag leider den Vortrag von Elisa Cugliana, auch aus Köln, gerade so verpasst habe. Sie hat über die Probleme der Digitalisierung des „Compendium Historiae“ durch seine verschiedenen Abbildungen, freien Textpassagen und Diagrammen referiert und dass hierfür eine neue Methode angewendet wird. Glücklicherweise gibt es zur DHd immer ein Nachschlagewerk mit zu allen Vorträgen gehörenden Artikeln. Anschreiben werde ich sie im Rahmen meiner Masterarbeit (oder auch zukünftigen Forschungen) auf jeden Fall mal.

Fazit

Nach dieser Woche bin ich ganz schön erschöpft. Ich habe viele Erfahrungen und neue Erkenntnisse mitgenommen. Schade jedoch, dass die Energie nicht gereicht hat, alles Interessante mitzunehmen. Wenn man es aber realistisch betrachtet, sollte man sich nicht vornehmen, alle Veranstaltungen besuchen zu wollen – allein schon, weil Vieles gleichzeitig stattfindet. Sonst gerät man in Stress und kriegt sowieso nicht alle Informationen aufgenommen, die einem erzählt werden. Ich denke, die Menge an besuchten Vorträgen und Veranstaltungen war für mich ganz gut, um die wichtigsten mitzunehmen, ohne mich zu überfordern.

Die DHd ist ein alljährliches Highlight der Zusammenkunft wichtiger Forschender aus den unterschiedlichsten Fachbereichen, welche aber zum großen Teil neue Erkenntnisse teilen, die fachübergreifend gelten und damit auch für andere Forschungsbereiche nutzbar und nützlich sind.

Eine absolute Empfehlung spreche ich auch für alle „Jungforschenden“ aus: Bewerbt Euch um Stipendienplätze! Das Treffen zwischen Menschen, die zu ähnlichen Themen forschen wie man selbst, ist einfach extrem wichtig, um sich mal austauschen und treffen zu können.

Als ebenso wichtig sehe ich die generellen Möglichkeiten der Unterhaltung mit Doktor*innen und Professor*innen an, die sehr niedrigschwellig, im Grunde auf Augenhöhe, stattfinden. Ich bin zwar immer noch sehr nervös, wenn ich mit Menschen sprechen möchte, deren Forschung ich seit Längerem verfolge, und sie dann auf der DHd sehe. Die Tatsache, dass aber alle Personen bisher sehr aufgeschlossen und nett zu mir waren, wenn ich mich dann getraut habe, sie anzusprechen, gibt mir sehr viel Kraft, um auch in Zukunft weiterhin auf Forschende zuzugehen, die mich beeindrucken, um sich über Erkenntnisse, Methoden und eventuelle Gemeinsamkeiten in Sachen Forschungsinteresse auszutauschen.

Auch thematisch war die diesjährige DHd für meine bevorstehende Masterarbeit sehr interessant. So habe ich eine gute Wissensgrundlage für sie, wie auch für meine weitere Forschung erlangen können.

Das Titelwort „Wissenswasserfälle“ würde ich als generelles Phänomen der jährlich stattfindenden DHds ansehen. Man hat am Ende immer das Gefühl, zu wenig mitbekommen zu haben, aber ein Mensch kann eben nur eine gewisse Menge an Informationen aufnehmen, ohne sich in Stress zu versetzen oder sich zu überfordern. Die Vorträge, die Postersession, der Posterslam, etc. sind trotz und aufgrund der Menge an bereitgestelltem Wissen auch einfach schöne Ereignisse, die man sich sehr gerne anschaut, da man gespannt ist „was es so Neues gibt“.

Um alles Interessante noch mal nachlesen zu können, würde ich neben den weiteren Berichten über die Tagung (z.B. hier bei dem schon erwähnten Jürgen Hermes) natürlich auch das Book of Abstracts empfehlen.

Macht es gut!

Bis Ende Februar 2026 in Wien. Ich freue mich schon mega!

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06.10.–10.10.2025: Vom Sammeln zum Entdecken. Datenkompetenz für GLAM und Wissenschaft

International Summer School (ISS) Mainz 2025

Die International Summer School (ISS) zum Thema „Vom Sammeln zum Entdecken: Datenkompetenz für GLAM und Wissenschaft“ wird von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz in Kooperation mit dem Verbundprojekt HERMES – Humanities Education in Research, Data, and Methods veranstaltet. Im Fokus steht dabei die Vermittlung praktischer und theoretischer Kenntnisse rund um Datenmanagement, -analyse und -interpretation, speziell im Umgang mit digitalen Daten aus Galerien, Bibliotheken, Archiven, Museen (GLAM) sowie geistes- und kulturwissenschaftlichen Forschungsprojekten.

Die Summer School dient als Einführungswoche für Studierende des hochschulübergreifenden Masters „Digitale Methodik in den Geistes- und Kulturwissenschaften“. Ab Dienstagabend öffnet sich die Veranstaltung dann aber allen DH-Interessierten.

Ziel der Summer School ist es, Fachwissen über grundlegende Konzepte, Methoden und Werkzeuge aufzubauen, die in einer Vielzahl geistes- und kulturwissenschaftlicher Disziplinen eingesetzt werden. Gleichzeitig werden die Teilnehmenden dazu angeregt, sich kritisch mit den Chancen und Herausforderungen digitaler Methoden auseinanderzusetzen und deren Auswirkungen – insbesondere in Bezug auf Fragen der Datenethik und Nachnutzbarkeit von Daten und Tools – im Forschungsprozess zu reflektieren und zu diskutieren.

Für die Studierenden des Masterstudiengangs bietet sich zudem die Gelegenheit, sich über den Ablauf des Studiengangs im Allgemeinen und seine Schwerpunkte im Besonderen zu informieren und mit den Dozent:innen sowie fortgeschrittenen Studierenden und Absolvent:innen bei verschiedenen Austauschformaten und geselligem Beisammensein ins Gespräch zu kommen.

Alle weiteren Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden sich hier:
https://iss.adwmainz.net/

 

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Job: Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) – Digitale Historische Forschung (100% TV-L EG 13, für 5 Jahre).

Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) in Mainz ist ein außeruniversitäres Forschungsinstitut in der Leibniz-Gemeinschaft. Es betreibt und fördert Forschungen zur europäischen Geschichte von der Frühen Neuzeit bis in die Zeitgeschichte und ist aktiv an der Fortentwicklung der Digital Humanities beteiligt.

Zum 01.02.2024 ist im DH Lab des IEG eine Stelle (100% TV-L EG 13) als
Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in (m, w, d)
– Digitale Historische Forschung –
für die Dauer von fünf Jahren zu besetzen (befristet nach dem WissZeitVG).
Die Stelle ist grundsätzlich teilbar.

Ihre Aufgaben:

  • Sie führen ein eigenes Forschungsprojekt mit Methoden und Verfahren der Digital Humanities auf dem Gebiet der europäischen Geschichte seit etwa 1500 durch. Besonders begrüßt werden vergleichende oder grenzüberschreitende Perspektiven auf die Gesellschafts-, Religions-, Kultur- oder Umweltgeschichte Europas.
  • Mit Ihrer Forschungs- und Publikationstätigkeit beteiligen Sie sich an der Ausgestaltung des IEG-Forschungsprofils.
  • Sie beraten wiss. Beschäftigte und Gäste des IEG bei der Konzeption und Anwendung digitaler Werkzeuge und Verfahren.
  • Sie übernehmen im Team des DH Lab Querschnittsaufgaben an der Schnittstelle zwischen historischer Forschung und digitalen Technologien.
  • Sie wirken am Auf- und Ausbau digitaler Forschungsinfrastrukturen und an der Ausgestaltung innovativer Forschungsprojekte in regionalen, nationalen und europäischen Verbünden mit.
  • Sie arbeiten im Mainzer Zentrum für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (mainzed) mit und beteiligen sich an der Lehre im Masterstudiengang »Digitale Methodik«.

Ihr Profil:

  • (bis zum Stellenantritt) abgeschlossene Promotion in einem für das Stellenprofil relevanten Bereich
  • Kompetenzen in den historisch arbeitenden Geistes-/Kulturwissenschaften und in den Digital Humanities bzw. der Informatik/Informationswissenschaft (nachgewiesen z. B. durch Publikationen und Projekterfahrung)
  • internationale Forschungsorientierung
  • hohe Kommunikationskompetenz, sehr gute organisatorische Fähigkeiten sowie eine kooperative Arbeitsauffassung
  • Verständnis für interdisziplinäre wissenschaftliche Fragestellungen
  • sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache
  • gute Kenntnisse der deutschen Sprache bzw. die Bereitschaft, sie während der Vertragslaufzeit in angemessener Zeit zu erlernen

Wünschenswert sind ferner

  • Vertiefte Kenntnisse in digitalen Methoden wie
    • Datenmodellierung oder
    • Maschinellem Lernen oder
    • Natural Language Processing oder
    • Computer Vision oder
    • Historischer Netzwerkanalyse oder
    • Historischer Geoinformatik
  • Erfahrung in kooperativen und interdisziplinären Forschungsvorhaben

Wir bieten:

  • Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten in einer außeruniversitären Forschungseinrichtung
  • Möglichkeit der wissenschaftlichen Profilierung
  • kreatives und motivierendes Arbeitsumfeld
  • Zusammenarbeit in einem internationalen Team
  • professionelle digitale Workflows, Tools und Methoden zur gemeinsamen Arbeitsorganisation
  • Weiterbildung
  • flexible Arbeitszeitgestaltung

Bewerbung:
Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen (mit CV, Zeugnissen, Publikationsverzeichnis und einer max. 1000 Wörter umfassenden Projektskizze) richten Sie bitte unter Angabe der Kenn.-Nr. WMA-DHF-2024 bis zum 08.01.2024 an die Personalabteilung des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte (bewerbung@ieg-mainz.de); bitte fassen Sie alle Bewerbungsunterlagen in einer Datei (PDF) zusammen.

Das Institut fördert die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern und setzt sich für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein. Frauen werden besonders zur Bewerbung aufgefordert.
Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Wir wertschätzen Vielfalt.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den Leiter des DH Lab, Thorsten Wübbena (wuebbena@ieg-mainz.de) oder an den Forschungskoordinator des IEG, Dr. Joachim Berger (berger@ieg-mainz.de).

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Gesucht ab sofort: Projektleitung Digitalisierungskampagne (m/w/d)

Das Gutenberg-Museum sucht ab sofort eine Projektleitung Digitalisierungskampagne (m/w/d) in Vollzeit (39 Wochenstunden), Entgeltgruppe 13 TVöD, befristet für fünf Jahre mit Perspektive auf Verstetigung im Regelbetrieb mit angepassten Aufgabenbereichen.

Bewerbungsfrist: 14. November 2023

Aufgaben u.a.:

  • Planung, Organisation, Überwachung und Umsetzung des Projekts zur Erschließung und Digitalisierung der Sammlung
  • In enger Teamarbeit sind folgende Aufgaben durchzuführen:
    • Planung der Digitalisierungskampagne im Rahmen eines umfassenden Projektplans
    • Auswahl geeigneter Technologie für das Sammlungssystem, einschließlich der Software und Hardware zur Datenerfassung, Speicherung und Verwaltung
  • Priorisierung der Objekte (zeitlich, nach fiskalischem Wert, nach Bedeutung) und Festlegung der Erschließungstiefen sowie von Standards für die Daten zu erfassender Objekte
  • Kommunikation mit/Schnittstelle zu den Anbietern bzgl. Supportanfragen, Wartungsdiensten etc. zur Gewährleistung reibungsloser Abläufe
  • Budgetverwaltung und -verantwortung
  • Regelmäßige Überprüfungen des Sammlungssystems auf Funktionalität sowie Datensicherheit und Datenschutz
  • Pflege und Aktualisierung des Datenbestands
  • Ansprechpartner:in für das am Projekt beteiligte Museumspersonal sowie deren Koordinierung und regelmäßige Schulung
  • Begleitung und Durchführung des Bewerberauswahlverfahrens im Rahmen des Projekts

Wir bieten:

  • Eigenverantwortliches Arbeiten
  • Telearbeit und flexible Arbeitszeiten im Gleitzeitrahmen (sofern dienstlich möglich)
  • Standortsicherheit im Stadtgebiet Mainz
  • Eine große Bandbreite an fachlichen und persönlichen Fort- und Weiterbildungen
  • Ein Jobticket im Rahmen des Deutschlandtickets
  • Kostenfreie bzw. vergünstigte dienstliche und private Nutzung des Fahrradsystems „meinRad“ (Fahrradvermietsystem in Mainz, Wiesbaden, Ginsheim-Gustavsburg und Budenheim)
  • Eine überwiegend arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersvorsorge (ZVK)
  • Die verlässlichen Regelungen des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst, z.B.
    • 30 Tage Urlaub
    • Jahressonderzahlung

Ihr Profil:

  • Erfolgreich abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium
  • Einschlägige Erfahrungen mit Digitalisierungsprojekten und verschiedenen Sammlungsdatenbanken sowie Datenmanagementsystemen
  • Praktische Erfahrungen in der Museumsarbeit
  • Fachspezifische museologische Kenntnisse, u. a. in der Bestandssicherung, Inventarisierung, Katalogisierung und der elektronischen Dokumentation
  • Ausgezeichnete theoretische und praktische Kenntnisse der aktuellen technischen Standards im digitalen Bereich
  • Ausgezeichnete wissenschaftliche Kenntnisse
  • Kenntnisse über das Urheberrecht an fotografischen Bildern in digitalen Anwendungen
  • Wünschenswert sind Kenntnisse über digitale Langzeitarchivierungsstrategien und Datenexportformate (z. B. LIDO XML, LinkedArt JSON, IIIF, JSON Manifeste, CSV) sowie persistente IDs (URI, DOI, Handle etc. )
  • Sehr gutes Verständnis für betriebliche Strukturen und Prozesse
  • Analytische, weitsichtige Denk- und Planungsweise
  • Hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Organisationsfähigkeit, Flexibilität, Eigeninitiative, Entscheidungsfreude und Teamfähigkeit
  • Sehr gute Kommunikationsfähigkeiten sowie große Führungs- und Sozialkompetenz
  • Gute Englische Sprachkenntnisse (in Wort und Schrift)

Bewerbungen mit aussagekräftigen Unterlagen richten Sie bitte bis spätestens 14.11.2023 unter Angabe der Kennziffer 451/07 an:

Landeshauptstadt Mainz
Hauptamt Postfach 38 20 / 55028 Mainz
E-Mail: bewerbung@stadt.mainz.de

Der Link zur Ausschreibung mit Möglichkeit zur Direktbewerbung hier.

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