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Workshop: Gender & Archive – Sichtbarkeit und Leerstelle zwischen Sammlungspraxis und digitaler Infrastruktur

2026年10月5日 21:17

Die Initiative „Gender & Data“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) lädt herzlich zum Workshop „Gender & Archive“ ein.

Wann: Montag, 16. November 2026, 12:30–18:30 Uhr
Wo: BBAW, Akademiegebäude am Gendarmenmarkt, Einstein-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin
Anmeldung: über die Veranstaltungsseite der BBAW, die Teilnahme ist kostenfrei

Archive sind keine neutralen Speicherorte der Vergangenheit. Sie prägen, wer erinnert wird, welche Geschichten erzählt werden und welches Wissen für Forschung und Öffentlichkeit verfügbar ist. Frauen, queere Personen und andere marginalisierte Gruppen sind dabei oft unterrepräsentiert.

Diese Ungleichheiten setzen sich in digitalen Datenbeständen, Erschließungspraktiken und Forschungsinfrastrukturen fort. Der Workshop der Initiative „Gender & Data“ widmet sich der Frage, wie Archive dazu beitragen können, solche Leerstellen sichtbar zu machen und etablierte Wissensordnungen kritisch zu reflektieren. Im Fokus stehen Fragen der Sammlung, Dokumentation, Sichtbarmachung und Vernetzung von Beständen sowie die Herausforderungen und Potenziale digitaler Methoden. Wie lassen sich Quellen so erschließen, modellieren und vernetzen, dass marginalisierte Akteur:innen, Beziehungen und Wissensformen sichtbar werden? Welche Rolle spielen Metadaten, Normdaten und digitale Infrastrukturen bei der Reproduktion oder Überwindung von Ausschlüssen? An der Schnittstelle von Archivwissenschaft, Digital Humanities und Gender Studies diskutiert der Workshop Ansätze für einen gendersensiblen und inklusiven Umgang mit kulturellem Erbe im digitalen Zeitalter. Archive werden dabei nicht nur als Orte der Bewahrung, sondern auch als Räume kritischer Wissensproduktion verstanden.

Programm

ab 12 Uhr – Registrierung

12:30 Uhr – Begrüßung und Einführung
Michaela Kreyenfeld und Frederike Neuber (Initiative „Gender & Data“)

Externe Perspektiven I: Projekte und Forschung (Moderation: Michael Rölcke)

  • 13:00 Uhr – Quod non est in actis non est in mundo? Über die Macht der Archive – und der Leerstellen, Heike Gfrereis (Deutsches Literaturarchiv Marbach)
  • 13:40 Uhr – Lost in Archives. Unsichtbare Frauen (wieder) sichtbar machen, Anna Axtner-Borsutzky (LMU München)

Aus der BBAW-Praxis (Moderation: Frederike Neuber)

  • 14:50 Uhr – »Eva, wo bist du?« Herausforderungen bei der Edition von Archivalien von Frauen, Selma Jahnke (ÖAW) und Michael Rölcke (BBAW)
  • 15:20 Uhr – Der Schreibtisch der preußischen Königin – ein blinder Fleck? Quellen, Überlieferungsprobleme und Terminologie, Susanne Bauer und Ulrike Marlow (BBAW)
  • 15:50 Uhr – Zwischen den Zeilen. Archivische Erschließungspraktiken und digitale Infrastrukturen neu denken, Sandra Miehlbradt (BBAW-Archiv)

Externe Perspektiven II: Bibliotheken und Archive (Moderation: Sandra Miehlbradt)

  • 16:40 Uhr – Den Ariadne-Faden legen. Zur Sichtbarmachung frauen- und genderspezifischer Bestände an der Österreichischen Nationalbibliothek, Andrea Gruber und Andrea Reisner (ÖNB)
  • 17:20 Uhr – Die Rolle von Bewegungsarchiven in der Überlieferung und Vermittlung marginalisierter Geschichte(n), Lisa Schug (FFBIZ – das feministische Archiv)

18:00–18:30 Uhr – Abschlussdiskussion

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und den gemeinsamen Austausch!

Organisiert von Frederike Neuber, Lou Klappenbach und Michael Rölcke für die Initiative „Gender & Data“.

ediarum.MEETUP – nächste virtuelle Veranstaltung am 14.07.2025

2025年6月25日 02:25

Liebe ediarum-Community, liebe ediarum-Interessierte, liebe Kolleg:innen!

im Namen des Konsortiums Text+ der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und des ediarum-Teams an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) sowie in Kooperation mit der Gender & Data-Arbeitsgruppe der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten virtuellen ediarum.MEETUP ein:

 am Montag, den 14. Juli 2025, 11:00 Uhr s.t.

Zum Thema Encoding Gender kündigen wir folgende Beiträge an:

Themenblock Kodierung

  • Nadine Arndt (BBAW/TELOTA): Auszeichnung von „sex“ & „gender“ in ediarum
  • Marius Hug und Frank Wiegand (BBAW/Text+): Bevorzugte Waffen der Frauen – Annotationen im Deutschen Textarchiv als Voraussetzung für eine genderspezifische Korpusanalyse mit dem DWDS

Themenblock Normdaten

  • Sabine von Mering (Museum für Naturkunde Berlin): Das Potenzial von Wikidata für die Sichtbarmachung von Frauen – Gender data gap in der Naturkunde
  • Julian Jarosch, Denise Jurst-Görlach und Thomas Kollatz (Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz): Genderattribution in der GND und entityXML am Beispiel der Korrespondenz Martin Bubers

Das Meetup soll den Austausch fördern, Problemfelder identifizieren und gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten. Wir freuen uns auf vielseitige Perspektiven und eine lebhafte Diskussion!

Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzraum über den Link https://meet.gwdg.de/b/nad-mge-0rq-ufp erreichbar.

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Weitere Informationen zum Meetup finden Sie auf der ediarum-Website (https://www.ediarum.org/meetups.html).

Das ediarum.MEETUP ist primär für DH-Entwickler:innen gedacht, die sich zu spezifischen ediarum-Entwicklungsfragen austauschen wollen, jedoch sind auch ediarum-Nutzer:innen und Interessierte herzlich willkommen.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen!

Viele Grüße
Nadine Arndt und Frederike Neuber
im Namen der ediarum-Koordination und der Gender & Data-Arbeitsgruppe

Save-the-Date (14.07.2025) und Call for Contributions: Virtuelles ediarum.Meetup zu „Encoding Gender“

2025年4月7日 15:41

Im Namen des Konsortiums Text+ der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) und des ediarum-Teams an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) sowie in Kooperation mit der Gender & Data-Arbeitsgruppe der BBAW freuen wir uns, das nächste virtuelle ediarum.Meetup anzukündigen:

Datum: 14. Juli 2025*
Ort: virtuell
Zeit: 11:00 – 12:30 Uhr
Thema: Encoding Gender

Neben einer Einführung in die Thematik und einer Vorstellung der ediarum-Funktion zur Kodierung von Sex und Gender laden wir Projekte, die sich mit der Kodierung von Gender beschäftigen, ein, kurze Beiträge (ca. 5–10 Minuten) einzureichen. Das Meetup soll den Austausch zu diesem Thema fördern, Problemfelder identifizieren und gemeinsam Lösungsansätze erarbeiten. Ob Herausforderungen bei der Modellierung oder konkrete Lösungsansätze in TEI/XML – wir freuen uns auf vielseitige Perspektiven und eine lebhafte Diskussion!

Wenn Sie einen 5- bis 10-minütigen Impulsbeitrag zum Thema „Encoding Gender“ leisten möchten, senden Sie bitte eine kurze, informelle Beschreibung Ihres Beitrags bis zum 15. Mai 2025 an neuber@bbaw.de.

Viele Grüße,

Nadine Arndt und Frederike Neuber
im Namen der ediarum-Koordination und der Gender & Data-Arbeitsgruppe

* Aus organisatorischen Gründen weichen wir diesmal leicht vom angestammten Rhythmus ab.

Virtuelles DH-Kolloquium an der BBAW, 24.06.2024: „Vom anderen Geschlecht zu anderen Geschlechtern. Jenseits der Binarität – Über die literaturwissenschaftliche Genderanalyse in historischen und modernen Klassikern.“

2024年6月20日 15:37

Im Rahmen des DH-Kolloquiums an der BBAW laden wir Sie herzlich zum nächsten Termin am Montag, den 24. Juni 2024, 16 Uhr c.t., ein (virtueller Raum: https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b):

Marie Flüh (Uni Hamburg) und Mareike Schumacher (Uni Stuttgart)

In unserem Vortrag zeigen wir anhand von zwei Fallstudien, wie die Klassifikation von Genderaspekten in literarischen Texten mithilfe der Methoden der Computational Literary Studies umgesetzt werden kann. Ausgehend von der Frage, was typische Genderdarstellungen sind und wann diese brüchig werden, untersuchen wir unterschiedliche Korpora: Im Fokus dieses Vortrags steht sowohl ein historisches Korpus mit Texten, die von Simone de Beauvoir anlässlich ihrer Studie “Das andere Geschlecht” (1949) analysiert wurden, als auch ein zeitgenössisches Korpus mit den Romanen der Harry-Potter-Serie (1997–2000). Mit der analytische Reise vom “anderen Geschlecht” nach Hogwarts geben wir Einblicke in unser Forschungsprojekt m*w/DISKO und zeigen eine genre- und zeitunabhängige Überrepräsentation männlicher Figuren-Referenzen. Dieser steht ein kleinerer Teil “anderer” Genderrepräsentationen gegenüber, die nicht ausschließlich als weiblich klassifiziert werden können. Anstelle einer binären Darstellung von Gender offenbart sich so ein aus mindestens drei Komponenten bestehendes “Gegengewicht” aus weiblichen, neutralen und diversen Figuren-Referenzen.

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Die Veranstaltung findet virtuell statt; eine Anmeldung ist nicht notwendig. Zum Termin ist der virtuelle Konferenzrraum über den Link https://meet.gwdg.de/b/lou-eyn-nm6-t6b erreichbar. Wir möchten Sie bitten, bei Eintritt in den Raum Mikrofon und Kamera zu deaktivieren. Nach Beginn der Diskussion können Wortmeldungen durch das Aktivieren der Kamera signalisiert werden.

Der Fokus der Veranstaltung liegt sowohl auf praxisnahen Themen und konkreten Anwendungsbeispielen als auch auf der kritischen Reflexion digitaler geisteswissenschaftlicher Forschung. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BBAW.


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