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FAIRe Vokabulare und Normdaten für Museen und Sammlungen

Kontrollierte Vokabulare und Normdaten spielen für die Nachnutzbarkeit von objektbeschreibenden Daten in Museen und Sammlungen eine zentrale Rolle. Die Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen enthält hierzu bereits wichtige Empfehlungen zur Anwendung von Terminologien in Kernelementen der Objektdokumentation.

Dieser Report stellt eine Reihe von einschlägigen Vokabularen für die Sammlungsdokumentation vor und bezieht dabei auch Angebote ein, die sich für bestimmte Dokumentationsschwerpunkte und Disziplinen eignen. Neben einer Kurzbeschreibung der jeweiligen inhaltlichen Schwerpunkte und dem technischen Implementierungsstand der Webangebote erfolgt jeweils eine Einstufung nach den Kriterien der international anerkannten FAIR-Prinzipien. Dies ermöglicht Mitarbeiter:innen in Museen und Sammlungen wie auch den Nachnutzenden der so ausgestatteten Datenbestände eine fundierte Beurteilung der Nachhaltigkeit der beschriebenen Vokabulare in Kontexten des vernetzten Publizierens und eines effektiven Forschungsdatenmanagements.

Diese Arbeit wurde von einer Unter-AG der AG Minimaldatensatz der Fachgruppe Dokumentation im Deutschen Museumsbund (DMB) erstellt. Ihre Mitglieder sind Mitarbeiter:innen bzw. Vertreter:innen der Deutschen Digitalen Bibliothek, der Humboldt-Universität zu Berlin (Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland), des Instituts für Museumsforschung, der Klassik-Stiftung Weimar, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Philipps-Universität Marburg (Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg) und der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds Göttingen (VZG).

Zur Publikation bei Zenodo: https://zenodo.org/records/17950403.

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DiHMA.Lab mit MaRDI und NFDI4Objects am 14. und 15. Oktober an der FU Berlin

Am 14. und 15. Oktober 2025 lädt das DiHMa.Lab der Freien Universität Berlin in Kooperation mit dem ZIB zu einem gemeinsamen Workshop der Konsortien MaRDI und NFDI4Objects an die Freie Universität Berlin ein. Rund um das Thema „Objekte und Methoden“ wird der interdisziplinäre Workshop verschiedene Perspektiven aus der Mathematik und objektbasierten Geisteswissenschaften zusammenführen. Ziel ist es, Ansätze, Werkzeuge und Fragestellungen beider Disziplinen in den Dialog zu bringen, Schnittstellen sichtbar zu machen und gemeinsame methodische Herausforderungen zu diskutieren.

Das vorläufige Programm wird noch aktualisiert:

Tag 1

14.10.2025, 10:00-12:00 Uhr

Im Vorfeld des Workshops findet ein Ediathon: “Object meets Maths: Wikidata als Knowledge Hub” statt. Kommt sehr gern mit Daten und Notebooks vorbei.

12 Uhr Mittag auf Selbstzahlerbasis in der Mensa

14.10.2025 (13:00-16:45 Uhr)  

  • Icebreaker und Vorstellungsrunde (13:00-13:45)
  • Vorstellung der NFDI-Konsortien (14:00-14:45)
  • Statistische Methoden (15:00-15:45)
  • Datenintegration Wissensgraph (16:00-16:45)
  • Ab 17 Uhr gemeinsamer Ausklang auf Selbstzahlerbasis in der Eierschale

Tag 2

15.10.2025 (09:00 – 13:00 Uhr)

  • Wissenschaftliche Objektsammlungen und multimodale Forschungsdaten (9:00-9:45)
  • Use Case Datenanalyse “Windows on Data” (10:00-10:45) 
  • Interdisziplinäres Arbeiten (Challenges / Schwierige Fälle / was ist nicht operationalisierbar? / was ist bereits gut operationalisiert?) / MARDI als Methodendatenbank (11:00-11:45) 
  • Fishbowl: Zusammenarbeit mathematische Methoden in kulturhistorischen Fragestellungen (12:00-13:00)
  • Ab 13 Uhr gemeinsames Mittagessen auf Selbstzahlerbasis in der Mensa

Veranstaltungsort: Villa Engler, Altensteinstraße 2-4, 14195 Berlin (am Haupteingang des Botanischen Gartens)

Alle Informationen finden sich hier: https://www.ada.fu-berlin.de/ada-labs/dihma-lab/DiHMa-MARDI-N4O/index.html

Zur Anmeldung: https://www.ada.fu-berlin.de/ada-labs/dihma-lab/Modulbeschreibungen_DIHMa/PM-Anmeldung_DHIMA_LAB/index.html 

Mit freundlichen Grüßen Eure Local Organizers
Anja Gerber, Christin Keller, Dennis Mischke, Fabian Fricke, Marco Reidelbach, Marcus Weber

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Zum Open Peer Review freigegeben: Die Empfehlungen der DHd-AG Greening DH zum ressourcenschonenden Umgang mit Forschungsdaten sind jetzt online

Nach ihrem Beitrag zum DHCC Toolkit sowie Workshops auf den DHd-Jahrestagungen 2023 und 2024 stellt nun die DHd-AG Greening DH ihre Empfehlungen zum ressourcenschonenden Umgang mit Forschungsdaten vor – diesmal in deutscher Sprache.

Mit dieser Handreichung möchten wir allen geisteswissenschaftlichen Forschenden Hilfestellung im Umgang mit Forschungsdatenmanagementplänen an die Hand geben. Der Fokus auf FDM-Pläne hat sich aus der Feststellung ergeben, dass es sich dabei um eines der wenigen Tools handelt, das die Frage nach dem Umgang mit Ressourcen und damit unseren ökologischen Fussabdruck im Umgang mit Daten, Tools und Softwares thematisiert. Dies erfolgt aber meist implizit. Uns geht es mit den Empfehlungen darum, das Implizite explizit zu machen, für ökologische Fragen unseres Tuns zu sensibilisieren und zugleich darin zu unterstützen.

Die Empfehlungen sind in die sechs Bereiche Formate/Interoperabilität, Versionierung, Metadaten, Nutzungsszenarien und Speicherplatz/Langzeitarchivierung aufgeteilt. Diese haben sich aus dem Workshop „Der Weg zum grünen Forschungsdatenmanagementplan“ auf der DHd 2024 ergeben. In jedem dieser Bereiche werden klassische FDM-Pläne-Fragen in Hinsicht auf ihre Bedeutung für einen schonenden Umgang mit Ressourcen beleuchtet. Auf einige best practices wird ebenfalls hingewiesen.

Die DHd-Community besitzt wie keine andere das Know-How, um diese Empfehlungen soweit zu verbessern, dass sie auch für weniger digital affine Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler hilfreich sein können. So laden wir alle ein, jetzt mitzuwirken. Die aktuelle Version, ist durch das hypothes.is-Interface kommentierbar. Bis zum 31. August ist die Open Peer Review-Phase offen. Wir freuen uns auf zahlreiche, kritisch-konstruktive Kommentare unter diesem Link.

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Online-Handreichung zur besseren Auffindbarkeit von Objektinformationen aus Museen veröffentlicht

Die AG Minimaldatensatz – ein Zusammenschluss wichtiger Akteur:innen auf dem Gebiet der Digitalisierung von Kulturgut – hat die erste Vollversion der Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen veröffentlicht. Die Online-Handreichung bietet Museen und Sammlungen einen niedrigschwelligen Zugang zu einschlägigen internationalen Standards für die Erfassung und Publikation von Objektinformationen im Internet an. Die Empfehlung soll das Bewusstsein der Kulturerbeeinrichtungen für Datenqualität schärfen und dabei die FAIR– und CARE-Prinzipien – welche für eine bessere Auffindbarkeit von Objektinformationen im Internet sowie einen ethischen Umgang mit
denselben werben – in der Arbeitsweise von Museen und Sammlungen verankern. Die Empfehlung verfolgt die Vision: Daten aus Museen sind über einzelne Einrichtungen hinaus anschlussfähig, für ein möglichst breites Publikum online auffindbar und soweit ethisch und rechtlich zulässig nachnutzbar. So sollen mehr Menschen die Arbeit der Museen wahrnehmen und in Freizeit, Schule, Arbeit und Forschung davon profitieren.

Die Minimaldatensatz-Empfehlung richtet sich sowohl direkt an Museumsmitarbeitende als auch an Museumsberatungsstellen und Akteur:innen aus Fortbildung und Lehre, die in der Vermittlung von Standards für die Online-Publikation von Objektinformationen tätig sind. Zudem werden explizit Anbieter:innen von Datenbanksoftware adressiert, die die Empfehlung in ihre Softwareangebote einbauen können und so in die Lage versetzt werden sollen, eine an Standards orientierte Online-Veröffentlichung von Objektdaten technisch zu unterstützen.

Anwendungsszenarien für die Minimaldatensatz-Empfehlung sind die Veröffentlichung von Objektinformationen aus Museen in Online-Sammlungen einzelner Einrichtungen, aber auch die Bereitstellung über Kulturportale wie die Deutsche Digitale Bibliothek und Europeana sowie über Datenschnittstellen. Perspektivisch soll die Empfehlung auch die Einbindung von Objektinformationen in den Datenraum Kultur und den Common European Data Space for Cultural Heritage erleichtern.

Dank der Kompatibilität der Minimaldatensatz-Empfehlung mit dem ICOM-CIDOC-Standard LIDO können Museen ihre Objekte strukturiert kontextualisieren und anhand kontrollierter Vokabulare verlässlich und interoperabel beschreiben. Die verbesserte Datenqualität legt schließlich den Grundstein für eine den Zielen und Anforderungen von Museen entsprechende Nachnutzung durch KI-Anwendungen.

Die AG Minimaldatensatz wurde 2022 von den Fachstellen Museum und Mediathek Fotografie/Ton der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) und der AG Digitalisierung der Konferenz der Museumsberatungsstellen in den Ländern (KMBL) sowie digiS Berlin initiiert. Mitglieder der AG sind Mitarbeitende bzw. Vertreter*innen des Instituts für Museumsforschung, der Fachgruppe Dokumentation im Deutschen Museumsbund (DMB), der Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland, der digiCULT-Verbund eG, von museum-digital Deutschland e. V., NFDI4Culture, NFDI4Memory, NFDI4Objects, des Museums für Naturkunde Berlin und des Übersee-Museums Bremen.

Die Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen (Version 1.0) ist unter dem Link www.minimaldatensatz.de erreichbar. Sie wird auf folgender Online-Veranstaltung vorgestellt:

Museumsverband Sachsen-Anhalt und Institut für Museumsforschung
Launch der Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen (Version 1.0)
10.06.2024, 16:00–18:00 Uhr

Kontakt
Dr. Elisabeth Böhm, Museumsverband Sachsen-Anhalt
Sybille Greisinger, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern
Chiara Marchini, Fachstelle Museum DDB, Institut für Museumsforschung
Dr. Domenic Städtler, Institut für Museumsforschung
info@minimaldatensatz.de

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