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Received before yesterday4 - 德语区数字人文研究协会博客(DHd-Blog)

2. Folge Podcast “Die Wissensarchitekt*innen” mit PD Dr. Nicola Mößner “Business as usual Philosophische Reflexionen zum Datentracking” erschienen!

2026年3月7日 20:22

Ich freue mich Ihnen mitzuteilen, dass zum 3. Digital Independence Day die 2. Folge meines neuen Podcasts „Die Wissensarchitekt*innen“ online gegangen ist.

Der Wissenschaftspodcast “Die Wissensarchitekt*innen” erkundet die Welt hinter den Daten und was Bibliotheken, Forschung und Algorithmen miteinander verbindet. In Gesprächen über das Wissen von morgen werden kritische Aspekte der Informationsgesellschaft und ihre politischen und gesellschaftlichen Folgen diskutiert. 

In jeder Folge sind Gäst*innen aus unterschiedlichen Bereichen der Informations- und Wissenslandschaft zu Gast, um über ihre Arbeit und Themen zu sprechen. In der ersten Staffel von “Die Wissensarchitekt*innen” steht das Thema Datentracking mit Fokus Science Tracking (d.h. das nicht datenschutzgerechte Erheben und Nachnutzen von Nutzungsdaten auf kommerziellen wissenschaftlichen Webseiten) zentral.

Mehr zur 2. Folge mit PD Dr. Nicola Mößner unter dem Titel “Business as usual? Philosophische Reflexionen zum Datentracking” lesen Sie hier: https://ulrikewuttke.wordpress.com/2026/03/01/2-folge-podcast-die-wissensarchitektinnen-mit-nicola-mosner-erschienen/. [Link] zur Folge vom 1. März 2026.

Mehr zur Auftaktfolge mit Dr. Renke Siems und Dr. Yuliya Fadeeva unter dem Titel „Was ihr schon immer über Datentracking in der Wissenschaft wissen wolltet“ lesen Sie hier:  https://ulrikewuttke.wordpress.com/2026/02/01/auftaktfolge-meines-podcasts-die-wissensarchitektinnen-mit-renke-siems-und-yuliya-fadeeva-was-ihr-schon-immer-uber-datentracking-in-der-wissenschaft-wissen-wolltet-live/. [Link] zur Folge vom 01. Februar 2026. 

[Link] zur Episodenübersichtsseite des Podcasts auf Podcasts-Homes.

[Link] zum RSS-Feed des Podcasts “Die Wissensarchitekt*innen”.

Auf meinem Blog kann mensch auch [hier] vollständige Transkriptionen der Folgen mit Fußnoten und weiten Verweisen finden.

Die Folgen der ersten Staffel werden monatlich am ersten Sonntag jeden Monats, parallel zur Initiative Digital Independence Day mit freundlicher Unterstützung von Podcasts.homes erscheinen. Den Podcast kann mensch auch ohne Spotify abonnieren, hier gehts zum Wechselrezept: https://ulrikewuttke.wordpress.com/2026/01/27/wechselrezept-podcasts-horen-ohne-spotify/

Der Podcast wird von mir, Ulrike Wuttke, im Rahmen meiner Transferprofessur an der FH Potsdam mit dem Projekt T.R.A.C.K.S. “Training on Analytics, Compliance, Knowledge, and Security” produziert.

Mit freundlichen Grüßen und viel Spaß beim Reinhören!

Ulrike Wuttke

Prof. Dr. Ulrike Wuttke

Bibliothekswissenschaft – Strategien, Serviceentwicklung und Wissenschaftskommunikation  | Library Science – Strategies, Service Development and Scholarly Communication

Veröffentlichung des Sammelbandes „From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon“

2026年2月19日 01:12

Wir freuen uns, die erfolgte Veröffentlichung des Bandes From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon bei Melusina Press in Diamond Open Access bekanntgeben zu können. 

Aus dem Klappentext:  

“Der Sammelband “From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon” lädt dazu ein, lokale und globale Geschichte(n) des Einsatzes von digitalen Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum zu entdecken und über ihre Zukunft nachzudenken. Er bietet Standortbestimmung genauso wie Experimente in der Gegenwart und Gedankenspiele für die Zukunft. Er ergründet Entwicklungslinien und stößt kritische Diskussionen an.

Der Teilband „Be-Forschen“ sammelt diskursive Aufsätze und eine Vielfalt der Themen, der Teilband „In eigenen Worten“ Audio-Essays mit einer Vielfalt der Stimmen und der Teilband „Artefaktbiographien“ Portraits (digitaler) Objekte und eine Vielfalt der Medialität. Der Aufbau als Triptychon führt die (neuen) Formate fruchtbar zusammen, spiegelt den Medienwandel und zeigt dabei überraschende Perspektiven auf. Dies spiegelt die Vielfalt der methodischen Ansätze der Digital Humanities, ganz unabhängig davon, ob man sie als Big Tent oder als globales (Zelt-)Dorf begreift.” 

Sie finden die Publikation unter https://doi.org/10.26298/1981-5722. Wenn Sie eine Druckoption wünschen, so finden Sie dort ebenfalls die Möglichkeit der direkten Bestellung. 

Zur Zitation des Bandes orientieren Sie sich gerne an folgendem Beispiel (Chicago 18. Edition): Wuttke, Ulrike, Christopher Nunn, Christian Schröter, Melanie Seltmann und Christian Wachter. From Global to Local: Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon. Melusina Press, 2026. https://doi.org/10.26298/1981-5722

Nähere Informationen zur Publikation finden Sie im Fußbereich der Publikationswebsite oder im Impressum der Publikation. 

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen und Lese- und Hörgenuss bei der Lektüre aller Beiträge! 

Herzliche Grüße

Ulrike Wuttke

Christopher Nunn

Melanie Seltmann

Christian Schröter

Christian Wachter 

 

Auftakt des neuen Podcasts “Die Wissensarchitekt*innen” mit Staffel zum Datentracking, Folge 1 mit Renke Siems und Yuliya Fadeeva!

2026年2月4日 00:42

Ich freue mich Ihnen mitzuteilen, dass zum 2. Digital Independence Day die Auftaktfolge meines neuen Podcasts „Die Wissensarchitekt*innen“ online gegangen ist.

Der Wissenschaftspodcast “Die Wissensarchitekt*innen” erkundet die Welt hinter den Daten und was Bibliotheken, Forschung und Algorithmen miteinander verbindet. In Gesprächen über das Wissen von morgen werden kritische Aspekte der Informationsgesellschaft und ihre politischen und gesellschaftlichen Folgen diskutiert. 

In jeder Folge sind Gäst*innen aus unterschiedlichen Bereichen der Informations- und Wissenslandschaft zu Gast, um über ihre Arbeit und Themen zu sprechen. In der ersten Staffel von “Die Wissensarchitekt*innen” steht das Thema Datentracking mit Fokus Science Tracking (d.h. das nicht datenschutzgerechte Erheben und Nachnutzen von Nutzungsdaten auf kommerziellen wissenschaftlichen Webseiten) zentral.

Mehr zur Auftaktfolge mit Dr. Renke Siems und Dr. Yuliya Fadeeva unter dem Titel „Was ihr schon immer über Datentracking in der Wissenschaft wissen wolltet“ lesen Sie hier:  https://ulrikewuttke.wordpress.com/2026/02/01/auftaktfolge-meines-podcasts-die-wissensarchitektinnen-mit-renke-siems-und-yuliya-fadeeva-was-ihr-schon-immer-uber-datentracking-in-der-wissenschaft-wissen-wolltet-live/  

Die Folgen der ersten Staffel werden monatlich am ersten Sonntag jeden Monats, parallel zur Initiative Digital Independence Day mit freundlicher Unterstützung von Podcasts.homes erscheinen. Den Podcast kann mensch ohne Spotify abonnieren, hier gehts zum Wechselrezept: https://ulrikewuttke.wordpress.com/2026/01/27/wechselrezept-podcasts-horen-ohne-spotify/

Der Podcast wird von mir, Ulrike Wuttke, im Rahmen meiner Transferprofessur an der FH Potsdam mit dem Projekt T.R.A.C.K.S. “Training on Analytics, Compliance, Knowledge, and Security” produziert.

[Link] zur Folge vom 01. Februar 2026.

[Link] zur Episodenübersichtsseite des Podcasts auf Podcasts-Homes.

[Link] zum RSS-Feed

Mit freundlichen Grüßen und viel Spaß beim Reinhören!

Ulrike Wuttke

 

 

Prof. Dr. Ulrike Wuttke

Bibliothekswissenschaft – Strategien, Serviceentwicklung und Wissenschaftskommunikation  | Library Science – Strategies, Service Development and Scholarly Communication

E-Mail: ulrike.wuttke@fh-potsdam.de | Phone: +49 331 580-4533

Mastodon: @uwuttke@fedihum.org | ORCiD: 0000-0002-8217-4025

FH Potsdam | University of Applied Sciences Potsdam
Fachbereich Informationswissenschaften | Department of Information Sciences
Kiepenheuerallee 5 | 14469 Potsdam
http://www.fh-potsdam.de/ | https://ulrikewuttke.wordpress.com/

Call for Contributions: kurze Audios für “5 Fragen – 1 Antwort” gesucht für Kategorie “In eigenen Worten” im Sammelband “From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon“!

2024年7月30日 16:32

Im März haben wir als Herausgeber*innenkollektiv bereits einen “Call for Abstracts” für den Sammelband “From Global to Local? Digitale Methoden in den Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum: Ein Triptychon“ veröffentlicht. Link: https://dhd-blog.org/?p=20783

Wir freuen uns, nun als Community Aktion diesen “Call for Contributions” für die Kategorie IN EIGENEN WORTEN zu veröffentlichen!  

Im geplanten Sammelband “From Global to Local?” soll kritisch hinterfragt werden, welche Implikationen die wechselvollen Entwicklungsgänge der Digital und Computational Humanities im deutschsprachigen Raum für das disziplinäre Selbstverständnis der Geistes- und Kulturwissenschaften mit sich gebracht haben und welche epistemischen Versprechen digitale Methoden zeitigen. Ebenfalls wird gefragt, inwieweit die transformativen Potenziale des Computereinsatzes in den Geisteswissenschaften für die aktuelle Forschungslandschaft, aber auch die breite Öffentlichkeit, bereits ausgeschöpft werden. Über allem schwebt die Frage nach der Zukunft und Einheit der DH, die eng verwoben ist mit Herausforderungen der Curriculargestaltung und der akademischen Selbstorganisation. 

Der Fokus der Betrachtung soll auf dem deutschsprachigen Raum liegen und der Nachzeichnung lokal verorteter wie internationaler Geschichte(n) und Ausprägungen der digitalen Geisteswissenschaften im deutschsprachigen Raum multiperspektivisch und multimodal Raum geben. 

Die Herausgeber*innen des Sammelbandes verfolgen dabei einen offenen und inklusiven Ansatz: Die lineare, chronologische Geschichte (grand narrative) soll durch die Anlage als Triptychon “aufgebrochen” werden, um einer Vielzahl von Perspektiven und Stimmen Raum zu geben. 

Die Herausgeber*innen planen in Teilkoordination folgende Bestandteile des Triptychons:  

  1. Melanie Seltmann + Christopher Nunn: BE-FORSCHEN: “klassische” Artikel 
  2. Ulrike Wuttke + Anne Baillot IN EIGENEN WORTEN: audio(visuelle) Formate
  3. Christian Schröter (geb. Vater) + Christian Wachter: ARTEFAKTE: Artefaktbiografien zu Fallbeispielen des Computereinsatzes in den Geisteswissenschaften

Wir laden nun die Community dazu ein, kurze Audiobeiträge (deutsch oder englisch) unter dem Motto “5 Fragen – 1 Antwort” einzureichen, die EINE der folgenden Fragen beantworten: 

  1. Wo verorten Sie DH für das disziplinäre Verständnis der geistes- und kulturwissenschaftlichen Fächer? | What is the contribution of DH to the self-understanding of Humanities disciplines?
  2. Sind die transformativen Potenziale des Computereinsatzes bereits ausgeschöpft? | Are the transformative potentials of computer use for the Humanities already exhausted?
  3. Welche nationalen Eigenheiten prägen die DH im deutschsprachigen Raum und gibt es eine eigenständige “kontinentale” Traditionslinie? | Which national specificities characterize DH in the German-speaking area and is there something like a continental tradition of DH?
  4. Welche Stimmen sind im big tent der DH unterrepräsentiert? | What voices are underrepresented under the DH big tent?
  5. Wo sollen die DH in 10 Jahren stehen? | Where do you see DH 10 years from now?

Die Beiträge werden bei Eignung von uns für Audio-Features verwendet, die voraussichtlich im Rahmen des Sammelbands sowie im Medien-Repositorium der Universität Luxemburg und in Form eines Podcasts über die üblichen Verbreitungswege unter der Lizenz CC BY-SA 4.0 und einer PID veröffentlicht werden. 

Wichtige Hinweise: 

  • Umfang: max. ca. 1-3 Minuten (Bitte nur EINE der 5 Fragen beantworten!)
  • Aufnahme bitte folgendermaßen gliedern: Kurze Vorstellung (Vorname, Name, ggf. Institution) z. B. “Guten Tag, mein Name ist XY…”/Hello, my name is XY…”, Frage, die beantwortet wird, vorlesen, z. B. “Ich möchte die Frage beantworten: (hier Frage vorlesen)….” / “I will answer the following question: (read question)” 

Aufnahmetipps: 

  • Am besten eine deutliche Pause machen, bevor die Frage beantwortet wird, das erleichtert die Verarbeitung 
  • Bitte deutlich sprechen, ohne zu vorgelesen zu klingen
  • Ein (gutes) Headset oder, wenn nicht vorhanden, Computer-Mikrofon verwenden
  • In einem ruhigen Raum mit möglichst wenig Hall aufnehmen (ja, am besten im Schrank!). 
  • Gerne einen Tontest machen. 

Einreichung und Format:

  • Die Aufnahme kann von uns in dem geplanten Feature nur verwendet werden, wenn Sie uns zusammen mit der Aufnahme eine Einwilligungserklärungserklärung für eine Publikation unter der Lizenz CC BY-SA einreichen (Link zum Download der Vorlage: https://fhpcloud.fh-potsdam.de/s/gJ5Aj8monYdsFs9)
  • Format: MP3 (Dateidrop über FHP-Cloud mit eindeutigem Dateiname (NAME_VORNAME): https://fhpcloud.fh-potsdam.de/s/J3ZpabsMjsrcFpS 
  • Wir ermutigen Sie explizit, uns zusätzliche Informationen zu Ihrer Antwort zukommen zu lassen. Reichen Sie diese Informationen (z. B. in der Form einer Bibliografie/Links für die Shownotes) zusammen mit Ihrer Tonaufnahme mit eindeutigem Dateiname (NAME_VORNAME) ein. 

Bitte reichen Sie Ihre Dateien bis zum 30.09.2024 ein. Sie werden darüber informiert, ob die Datei zur Veröffentlichung angenommen wird, auch hierfür sind Ihre Kontaktdaten in der Einwilligungserklärung (siehe oben) unbedingt notwendig. 

Wenn Sie gerne bereit sind mitzumachen, aber unschlüssig sind, Fragen haben oder die  Technik fehlt, nehmen Sie gerne Kontakt mit der korrespondierenden Hauptherausgeberin Ulrike Wuttke bzw. dem Herausgeber*innenteam unter der E-Mail-Adresse global-local-dh@listserv.dfn.de auf, dann finden wir eine andere Lösung. 

Wir freuen uns auf Ihre Einreichungen! 

Mit freundlichen Grüßen

Ulrike Wuttke und Anne Baillot für das Herausgeber*innenteam

 

Global-Local-DH-Herausgeber*innenteam:

Ulrike Wuttke, Melanie Seltmann, Christian Schröter (geb. Vater), Anne Baillot, Christian Wachter und Christopher Nunn

Verlagspartner: Melusina Press

Erscheinungsdatum des Sammelbandes: voraussichtlich Ende 2025

Unter dem Big Tent der Digital Humanities: Ein Einblick in die DHd 2024

2024年3月7日 20:26

Im Idealfall zeichnet sich eine Konferenz durch vielfältige Einblicke, neue Erlebnisse und ein reichhaltiges Wissensspektrum aus, während kluge Köpfe und ihre Ideen sich an einem Ort – sei es im Hörsaal oder im eigenen Geist – versammeln. Nach einer Woche solcher intensiven Eindrücke kann es durchaus vorkommen, dass der Kopf vor lauter Impressionen zu rauchen beginnt. Mir erging es nicht anders nach meiner Teilnahme an der diesjährigen DHd-Konferenz in Passau.

Mit dem Ziel, das komplexe Spektrum der Digital Humanities, auch als Big Tent[1] oder in der Closing Keynote als Big Cloud[2] bezeichnet, besser zu durchdringen, führte ich aufschlussreiche Interviews mit einigen Teilnehmenden durch (herzlichen Dank an dieser Stelle für die Teilnahme). Dabei setzte ich meine eigene Wahrnehmung in Bezug zu den Perspektiven der Interviewpartner*innen. In Gesprächen mit verschiedenen Teilnehmenden konzentrierte ich mich auf drei prägnante Fragen, stets im Sinne von „Weniger ist mehr“ und einer pragmatischen Ausrichtung auf das Wesentliche.

Diese persönlichen Dialoge verfolgen nicht nur das Ziel, inhaltliche Höhepunkte der Konferenz zu dokumentieren, sondern auch individuelle Perspektiven und Meinungen einzufangen. Auf diese Weise entsteht ein umfassendes Bild der DHd-Konferenz, das über den bloßen Ablauf hinausgeht und die Vielschichtigkeit der Veranstaltung widerspiegelt.

  1. Welche drei Keywords beschreiben für dich die Konferenz?

Drei Schlüsselbegriffe zur Konferenz kristallisierten sich heraus, wobei die Stichwörter „generative KI“ und „LLM“ besonders häufig genannt wurden. Die überwiegende Mehrheit der Befragten charakterisierte die Konferenz als äußerst divers und herausragend interdisziplinär. Auffallend ist, dass das Publikum nicht nur durch seine ausgeprägte Diskussionsbereitschaft beeindruckte, sondern auch ein beträchtliches Vorwissen (vor allem in den Workshops) mitbrachte.

Die präsentierten Stichpunkte verdeutlichen den Informationsgehalt der Veranstaltung, deren Kernpunkte durch die Schlagwörter „it’s connecting,“ „heterogen,“ und „Fächerverhältnis“ treffend umschrieben werden können. Es wurde betont, dass, obwohl ähnliche Diskussionen jedes Jahr stattfinden, die diesjährige Tagung durch eine erhebliche Anzahl an Neuigkeiten geprägt war.

Die Themenschwerpunkte erstreckten sich dabei über LLM- und Transformer-Technologien bis hin zu kulturellen Aspekten, Nachnutzbarkeit und Nachhaltigkeit der generierten Daten. Ebenfalls im Fokus standen Diskussionen zu Künstlicher Intelligenz (KI) und Vertrauen sowie dem Verhältnis der Fachgebiete im umfassenden Kontext des Big Tents. Zudem spielte der Themenkomplex der Nachhaltigkeit eine maßgebliche Rolle.

Am Ende dieses Beitrags steht eine Wordmap mit Begriffen aus den Konferenztiteln und den genannten Inhalten der Interviewpartner*innen zur Verfügung. Wer mag, kann gerne einen Vergleich anstellen, um Parallelen zu erkennen.

  1. Was war für dich unerwartet oder spannend?

Für mich persönlich erwiesen sich die Abweichungen in der Workshop-Gestaltung im Vergleich zu den Erwartungen als unerwartete, sehr positive Aspekte. Ein herausragendes Beispiel hierfür war die eigenmächtige Beschädigung eines Collaborative Tools (Google Colab) durch die Workshopleitung während des Workshops, was erneut die hohe Spontaneität und lösungsorientierte Arbeitsweise in den Digital Humanities verdeutlichte. Insgesamt wurden die Workshops durchgehend als aufschlussreich und bereichernd beschrieben. Besonders beeindruckend war die disziplinierte Teilnahme aller Workshop-Teilnehmer, die bereits um 9 Uhr anwesend waren, so die Workshop-Leitung.

Der Aspekt der LLM und generativen KI tauchte vor einiger Zeit als neues Thema auf, was für alle Beteiligten Neuland bedeutete und zu intensiven Diskussionen sowie überraschend starken emotionalen Reaktionen führte. Das Unklare und Unerwartete in diesem Kontext unterstreicht die Dynamik und Vielschichtigkeit der Veranstaltung.

Spannend waren für die meisten Interviewees die Vorträge über die Nutzungsanwendungen von Transformer-Architekturen und Chatbots. Besonders fesselnd gestaltete sich die Fishbowl-Diskussion, die nicht nur durch das innovative Format beeindruckte, sondern auch durch den Gehalt selbst. Sie verschaffte ein neues Verständnis für die zukünftige Entwicklung der Digital Humanities – ein „Quo Vadis“ der Disziplin.

Faszinierend war zudem die Beobachtung, dass sich die Forschungsfragen vermehrt über Digitale Editionen hinausbewegen und weiterführende Analysen der Forschungsdaten in den Mittelpunkt rücken, wie auch in der Keynote bemerkt wurde.

  1. Hast du einen Tipp für Digital Humanists, die am Beginn ihrer Karriere stehen?

Auswahl der Empfehlungen der Interviewpartner*innen:

„Besucht Konferenzen, präsentiert eure Arbeit und lasst euch nicht abschrecken. Jeder fängt irgendwo an.“ – Clemens

„Nehmt alles mit, was ihr kriegen könnt.“ – Linda

„Ausprobieren und aktiv teilnehmen.“ – Lina

„Sucht euch einen Platz im Big Tent und lasst euch nicht von der Überwältigung entmutigen, sonst könnte es frustrierend werden.“ – Manuel

„Bewerbt euch, wenn möglich, um Stipendien und Posterpräsentationen und versucht, Anschluss zu finden. Habt keine Scheu.“ – Martina

„Engagiert euch im Dialog, sprecht mit Menschen und ergreift aktiv die Initiative.“ – Martin

Fazit

Über die Fülle und Dynamik der DHd-Konferenz könnte ich hier noch lange schreiben, doch möchte ich lieber die beeindruckende Visualisierung durch die Wordmap für sich stehen lassen. Der Besuch einer solchen Veranstaltung, besonders für Neulinge in einem Fachgebiet, offenbart eine wahrhaft bereichernde Erfahrung. Somit möchte ich mich herzlich bei NFDI4Culture bedanken, dass sie mir die Teilnahme an der Konferenz ermöglicht haben.

Wordmap aus Vortragstiteln der DHd2024

[1] Patrik Svensson: Beyond the Big Tent. In: Debates in the Digital Humanities, 2012, pp. 36-72, URL:

https://www.jstor.org/stable/10.5749/j.ctttv8hq.7 (Zugriff 07.03.2024)

[2] Begriff von Michaela Mahlberg aus der Closing Keynote der Konferenz am Freitag, 01.03.2024. URL: https://dhd2024.dig-hum.de/programm-events/

Kleines Gedicht als Bonus:

Menschen, die wie Wellen aus Hörsälen rauschen

große Fragen – kleine Pausen

hello world



Julia Hintersteiner
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